Ver­stoß gegen den kla­ren Inhalt der Akten

Ein Ver­stoß gegen den kla­ren Inhalt der Akten setzt eine Ver­let­zung des § 96 Abs. 1 FGO dadurch vor­aus, dass das Finanz­ge­richt sei­ner Ent­schei­dung einen Sach­ver­halt zugrun­de gelegt hat, der schrift­lich fest­ge­hal­te­nem Vor­brin­gen der Betei­lig­ten nicht ent­spricht oder eine nach den Akten ein­deu­tig fest­ge­stell­te Tat­sa­che unbe­rück­sich­tigt lässt [1].

Ver­stoß gegen den kla­ren Inhalt der Akten

Wen­det sich die Klä­ge­rin mit ihrem Vor­brin­gen gegen eine Ver­trags­aus­le­gung durch das Finanz­ge­richt und stellt die Behaup­tung einer feh­ler­haf­ten Ver­trags­aus­le­gung und unzu­tref­fen­den Wür­di­gung des Vor­brin­gens der Betei­lig­ten auf, rügt sie damit kei­nen Ver­fah­rens­feh­ler, son­dern eine nicht zur Zulas­sung der Revi­si­on füh­ren­de Ver­let­zung mate­ri­el­len Rechts [2].

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 12. April 2016 – V B 3/​15

  1. BFH, Beschlüs­se vom 15.12 2008 – IX B 39/​08, 1. Leit­satz sowie Rz 3; vom 27.08.2008 – IX B 207/​07, BFH/​NV 2008, 2022, Rz 13; vom 11.02.1999 – III B 51/​98, BFH/​NV 1999, 970, 2. Leit­satz sowie Rz 6[]
  2. vgl. BFH, Beschlüs­se vom 12.08.2008 – X B 56/​08, Rz 4; vom 15.12 2008 – IX B 39/​08, Rz 3; in BFH/​NV 2012, 774, Rz 5; vom 13.12 2012 – X B 209/​11, BFH/​NV 2013, 722 Rz 5[]