Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH – im finanzgerichtlichen Eilverfahren

Im fachgerichtlichen Eilrechtsschutzverfahren besteht keine Pflicht zur Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union.

Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH – im finanzgerichtlichen Eilverfahren

Eine Verletzung des Rechts der Beschwerdeführerin mangels Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union als gesetzlichen Richter aus Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG1 kommt in Verfahren zur Aussetzung der Vollziehung eines Steuerbescheides nicht in Betracht.

Dieses Recht kann durch eine fachgerichtliche Eilentscheidung nicht verletzt sein, da in solchen Verfahren grundsätzlich keine Vorlagepflicht nach Art. 267 Abs. 3 AEUV besteht2.

, Beschluss vom 19. September 2017 – 1 BvR 1928 – /17

  1. vgl. BVerfGE 73, 339, 366; 135, 155, 230 Rn. 177; stRspr[]
  2. vgl. BVerfGK 5, 196, 201; 9, 330, 334 f.; 10, 48, 53; BVerfG, Beschluss vom 19.12 2016 – 1 BvR 1221/12, www.bverfg.de, Rn. 16; Beschluss vom 29.11.1991 – 2 BvR 1642/91 2; Beschluss vom 17.01.2017 – 2 BvR 2013/16, www.bverfg.de, Rn. 15; s.a. EuGH, Urteil vom 24.05.1977 – C-107/76 „Hoffmann-La Roche“ 5; Urteil vom 27.10.1982 -C 35/82 „Morson und Jhanjan“ 8 f.[]
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Der übergangene Schriftsatz