Will­kür­li­che Beweis­wür­di­gung

Eine Zulas­sung der Revi­si­on wegen feh­ler­haf­ter Rechts­an­wen­dung oder feh­ler­haf­ter Beweis­wür­di­gung durch das Finanz­ge­richt kommt nur bei offen­sicht­li­chen mate­ri­el­len oder for­mel­len Feh­lern des Finanz­ge­richt im Sin­ne einer objek­tiv will­kür­li­chen und unter kei­nem Gesichts­punkt recht­lich ver­tret­ba­ren Ent­schei­dung in Betracht 1.

Will­kür­li­che Beweis­wür­di­gung

Eine Beweis­wür­di­gung ist nur dann will­kür­lich, wenn sie so schwer­wie­gen­de Feh­ler auf­weist, dass sie unter kei­nem recht­li­chen Gesichts­punkt ver­tret­bar ist und offen­sicht­lich jedem Zweck einer Beweis­wür­di­gung zuwi­der­läuft, so dass ein all­ge­mei­nes Inter­es­se an einer kor­ri­gie­ren­den Ent­schei­dung besteht 2.

In der Beschwer­de­be­grün­dung muss bei Gel­tend­ma­chung die­ses Zulas­sungs­grun­des sub­stan­ti­iert dar­ge­legt wer­den, wes­halb die Vor­ent­schei­dung unter kei­nem denk­ba­ren Aspekt recht­lich ver­tret­bar ist 3.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 12. Juli 2016 – III B 33/​16

  1. BFH, Beschlüs­se vom 09.11.2011 – II B 105/​10, BFH/​NV 2012, 254; vom 25.03.2010 – X B 176/​08, BFH/​NV 2010, 1455[]
  2. BFH, Beschluss vom 27.12 2007 – IV B 124/​06, BFH/​NV 2008, 781[]
  3. BFH, Beschluss vom 03.11.2005 – V B 9/​04, BFH/​NV 2006, 248[]