Zurück­ver­wei­sung – an einen ande­ren Senat des Finanz­ge­richts

Gemäß § 155 FGO i.V.m. § 563 Abs. 1 Satz 2 ZPO kann der Bun­des­fi­nanz­hof die Rechts­sa­che an einen ande­ren Senat des Finanz­ge­richts zurück­ver­wei­sen.

Zurück­ver­wei­sung – an einen ande­ren Senat des Finanz­ge­richts

Da die Zurück­ver­wei­sung an einen ande­ren Senat das Recht auf den gesetz­li­chen Rich­ter (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) berührt, setzt sie beson­de­re sach­li­che Grün­de vor­aus, um eine will­kürfreie Ermes­sens­aus­übung zu gewähr­leis­ten.

So kommt die Zurück­ver­wei­sung an einen ande­ren Senat nur in Betracht, wenn ernst­li­che Zwei­fel an der Unvor­ein­ge­nom­men­heit des erken­nen­den Senats des Finanz­ge­richts bestehen 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 13. Okto­ber 2016 – IV R 20/​14

  1. BFH, Urtei­le vom 18.04.2013 – VI R 29/​12, BFHE 240, 570, BSt­Bl II 2013, 735; und vom 10.05.2016 – IX R 13/​15[]