Zurück­wei­sung eines Bevoll­mäch­tig­ten

Gegen den die Zurück­wei­sung des Bevoll­mäch­tig­ten betref­fen­den Beschluss des Finanz­ge­richts ist die Beschwer­de nicht statt­haft, § 128 Abs. 1 Halb­satz 2 FGO.

Zurück­wei­sung eines Bevoll­mäch­tig­ten

Nach § 128 Abs. 1 FGO sind alle Ent­schei­dun­gen des Finanz­ge­richt, des Vor­sit­zen­den oder des Bericht­erstat­ters beschwer­de­fä­hig, soweit gesetz­lich nicht etwas ande­res bestimmt ist. Der im Streit­fall ange­foch­te­ne Beschluss des Finanz­ge­richt beruht auf § 62 Abs. 3 Satz 1 FGO in der ab 1.07.2008 gel­ten­den Fas­sung (vgl. Art. 14 Nr. 1 des Geset­zes zur Neu­re­ge­lung des Rechts­be­ra­tungs­rechts vom 12.12 2007, BGBl I 2007, 2840).

Danach weist das Gericht Bevoll­mäch­tig­te, die nicht nach Maß­ga­be des Absat­zes 2 ver­tre­tungs­be­fugt sind, durch unan­fecht­ba­ren Beschluss zurück. Das Rechts­mit­tel der Beschwer­de ist daher gegen einen nach § 62 Abs. 3 Satz 1 FGO ergan­ge­nen Beschluss nicht gege­ben 1.

Der Klä­ger muss die ver­meint­li­che Feh­ler­haf­tig­keit eines der­ar­ti­gen Beschlus­ses im Wege der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de oder Revi­si­on als Ver­fah­rens­man­gel gel­tend machen 2.

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 9. April 2014 – III B 32/​13

  1. BFH, Beschluss vom 26.03.2009 – V B 111/​08, BFH/​NV 2009, 1269; Berg­kem­per in Hübschmann/​Hepp/​Spitaler ‑HHSp‑, § 128 FGO Rz 56, 74[]
  2. Spind­ler, Der Betrieb 2008, 1283; Gräber/​Stapperfend, Finanz­ge­richts­ord­nung, 7. Aufl., § 62 Rz 48; Loo­se in Tipke/​Kruse, Abga­ben­ord­nung, Finanz­ge­richts­ord­nung, § 62 FGO Rz 35[]