Zustel­lungs­be­voll­mäch­tig­ter – und die Bekannnt­ga­be an den Steu­er­pflich­ti­gen

Die Fest­set­zungs­frist wird kann auch gewahrt wer­den, wenn der Steu­er­be­scheid trotz Benen­nung eines Zustel­lungs­be­voll­mäch­tig­ten unmit­tel­bar gegen­über dem Steu­er­pflich­ti­gen bekannt­ge­ge­ben wird.

Zustel­lungs­be­voll­mäch­tig­ter – und die Bekannnt­ga­be an den Steu­er­pflich­ti­gen

Die Fest­set­zungs­frist ist gewahrt, wenn der Steu­er­be­scheid vor Ablauf der Frist den Bereich der zustän­di­gen Finanz­be­hör­de ver­las­sen hat (§ 169 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 AO), sofern er dem Emp­fän­ger spä­ter tat­säch­lich zugeht.

Das gilt nicht nur, wenn der Bescheid dem Emp­fän­ger nach Ablauf der Frist zugeht, son­dern auch, wenn er zu sei­ner wirk­sa­men Bekannt­ga­be an den rich­ti­gen Zustell­adres­sa­ten wei­ter­ge­lei­tet wer­den muss1.

Die­se Vor­aus­set­zun­gen lie­gen vor, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge den Bescheid an sei­nen Zustel­lungs­be­voll­mäch­tig­ten wei­ter­lei­tet.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 11. April 2017 – IX R 50/​15

  1. BFH, Urteil vom 01.07.2003 – VIII R 29/​02, BFH/​NV 2003, 1397