Anfech­tung der Lohn­steu­er-Anmel­dung durch Arbeit­neh­mer

Ein Arbeit­neh­mer kann die Lohn­­steu­er-Anmel­­dung des Arbeit­ge­bers –soweit sie ihn betrifft– aus eige­nem Recht anfech­ten. Nach dem Ein­tritt der for­mel­len Bestands­kraft der Lohn­­steu­er-Anmel­­dung kann der Arbeit­neh­mer eine Ände­rung der Anmel­dung (§ 164 Abs. 2 AO) begeh­ren. Wird eine Zah­lung des Arbeit­ge­bers zu Unrecht dem Lohn­steu­er­ab­zug unter­wor­fen, weil die Besteue­rung der Zah­lung

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Fest­schrei­bung des steu­er­li­chen Ein­la­ge­kon­tos

Die Ver­wen­dung des steu­er­li­chen Ein­la­ge­kon­tos wird nur dann gemäß § 27 Abs. 1 Satz 5 KStG 2002 fest­ge­schrie­ben, wenn min­des­tens einem Anteils­eig­ner eine Beschei­ni­gung i.S. von § 27 Abs. 3 KStG 2002 aus­ge­hän­digt wur­de. Eine Fest­schrei­bung tritt nicht ein, wenn den Anteils­eig­nern sol­che Beschei­ni­gun­gen nicht erteilt wur­den, weil die Kapi­tal­ge­sell­schaft irr­tüm­lich davon aus­ging,

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Letzt­wil­li­ge Ver­hal­tens­auf­la­gen

Eine auf­lö­sen­de Bedin­gung, nach der ein Ver­hal­ten des Bedach­ten – von der die Zuwen­dung abhän­gen soll – in einem Angriff oder Zuwi­der­han­deln gegen "letzt­wil­li­ge Anord­nun­gen" des Erb­las­sers besteht, kann so mit einer Auf­la­ge ver­knüpft wer­den, dass die Ver­wir­kungs­klau­sel durch die­se Auf­la­ge ihren spe­zi­el­len Gehalt bekommt (hier: per­sön­lich haf­ten­der Gesell­schaf­ter im

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Raten­rück­stand bei der Pro­zess­kos­ten­hil­fe

Im Ver­fah­ren auf Auf­he­bung bewil­lig­ter Pro­zess­kos­ten­hil­fe wegen Rück­stän­den bei der Raten­zah­lung nach § 124 Nr. 4 ZPO kann auch zu prü­fen sein, ob eine Ver­schlech­te­rung der wirt­schaft­li­chen Lage einer Par­tei zum Weg­fall der Raten­zah­lungs­pflicht füh­ren könn­te. Aller­dings bleibt es bei der Anwen­dung des § 124 Nr. 4 ZPO, wenn die Par­tei die

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Neue Spen­den­be­schei­ni­gun­gen

Durch das Gesetz zur wei­te­ren Stär­kung des bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments haben sich unter ande­rem Ände­run­gen im Spen­den­recht erge­ben, die rück­wir­kend zum 1. Janu­ar 2007 in Kraft getre­ten sind. Die­se Ände­run­gen betref­fen auch die amt­li­chen Vor­druck­mus­ter für steu­er­be­güns­tig­te Zuwen­dun­gen. Bis­her war es aber Ver­ei­nen, die gemein­nüt­zi­ge, mild­tä­ti­ge oder kirch­li­che Zwe­cke ver­fol­gen, noch gestat­tet,

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Neue Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung ab 2009

Ab dem 1. Janu­ar 2009 gel­ten in Deutsch­land ver­än­der­te Regeln für die ord­nungs­ge­mä­ße Rück­nah­me und Ent­sor­gung von Ver­pa­ckungs­ab­fäl­len. Mit der 5. Novel­le der Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung tritt die Bun­des­re­gie­rung der stei­gen­den Zahl der­je­ni­gen Unter­neh­men ent­ge­gen, die zuletzt die Kos­ten für die Samm­lung und Ver­wer­tung von Ver­kaufs­ver­pa­ckun­gen auf ihre recht­streu­en Wett­be­wer­ber oder die

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Leis­tun­gen der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung

In der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung kommt zum Jah­res­wech­sel nicht nur der Gesund­heits­fonds mit sei­nem Ein­heits­bei­trag. Auch bei den Leis­tun­gen der Kran­ken­kas­sen ändert sich Eini­ges: 1. Sozi­al­me­di­zi­ni­sche Nach­sor­ge für schwer­kran­ke Kin­der Ein wich­ti­ger Bau­stein bei der Betreu­ung und Unter­stüt­zung schwer­kran­ker Kin­der und ihrer Fami­li­en ist die pro­fes­sio­nel­le Hil­fe, wenn ein schwer­kran­kes Kind

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Ände­run­gen in der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung

Auch in der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung ändert sich zum Jah­res­wech­sel Eini­ges: 1. Ein­füh­rung des Basis­ta­rifs Zum 1. Janu­ar 2009 wird der neue Basis­ta­rif ein­ge­führt, den alle pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men anbie­ten müs­sen. Er löst den bis­he­ri­gen modi­fi­zier­ten Stan­dard­ta­rif ab. Ver­si­cher­te dür­fen in die­sem Tarif nicht abge­wie­sen wer­den (Kon­tra­hie­rungs­zwang). Es dür­fen auch kei­ne Zuschlä­ge

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Han­dels­klas­sen­sor­tie­rung von Roh­holz

Die Ver­ord­nung über gesetz­li­che Han­dels­klas­sen für Roh­holz aus dem Jah­re 1969 wird zum 1. Janu­ar 2009 auf­ge­ho­ben. Die­ser Schritt ist not­wen­dig gewor­den, da die Rechts­grund­la­ge auf euro­päi­scher Ebe­ne mit Wir­kung vom 31. Dezem­ber 2008 ent­fal­len ist. Da aber eine Vor­schrif­te­nent­rüm­pe­lung auf EU-Ebe­­ne immer noch kei­nen Grund dar­stellt, auch in Deutsch­land

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Steu­er­bü­ro­kra­tie­ab­bau­ge­setz

Das Gesetz zur Moder­ni­sie­rung und Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung des Steu­er­ver­fah­rens (Steu­er­bü­ro­kra­tie­ab­bau­ge­setz) vom 20. Dezem­ber 2008 führt zwar nicht zum Abbau von Büro­kra­tie, wohl aber zur Umstel­lung ver­schie­de­ner Abläu­fe im Steu­er­recht von papier­ba­sier­ten Ver­fah­ren auf elek­tro­ni­sche Ver­fah­ren. Arbeits­er­leich­te­rung für die Finanz­ver­wal­tung. Auch eine Art von Büro­kra­tie­ab­bau, oder?

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Anpas­sung des Basis­zins­sat­zes

Der Basis­zins­sat­zes wird zum 1. Janu­ar 2009 auf 1,62 % ange­passt. Die Deut­sche Bun­des­bank berech­net nach den gesetz­li­chen Vor­ga­ben des § 247 Abs. 1 BGB den Basis­zins­satz und ver­öf­fent­licht sei­nen aktu­el­len Stand gemäß § 247 Abs. 2 BGB im Bun­des­an­zei­ger. Der Basis­zins­satz des Bür­ger­li­chen Gesetz­bu­ches dient vor allem als Grund­la­ge für die Berech­nung

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Betrieb­li­che Gesund­heits­för­de­rung

Um Arbeit­ge­ber zu moti­vie­ren, künf­tig mehr Maß­nah­men zur Gesund­heits­för­de­rung der Mit­ar­bei­ter anzu­bie­ten, sol­len sie bis zu einem Betrag von 500 € steu­er­lich frei­ge­stellt wer­den. Geför­dert wer­den sowohl exter­ne Kur­se für bei­spiels­wei­se Rücken­schu­lun­gen als auch betrieb­li­che Ange­bo­te der Prä­ven­ti­on oder Gesund­heits­för­de­rung.

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Ver­si­che­rungs­pflicht in der Kran­ken­ver­si­che­rung

Ab 2009 gilt nicht nur ein ein­heit­li­cher Bei­trags­satz in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung von 14,6% zuzüg­lich eines Zusatz­bei­trags von 0,9 Pro­zent. Wer kei­ner gesetz­li­chen Kran­ken­kas­se ange­hört, muss dann zwin­gend Mit­glied einer pri­va­ten Kran­ken­kas­se wer­den. Mit der Ver­si­che­rungs­pflicht ent­steht zugleich auch ein Ver­si­che­rungs­schutz für alle Men­schen in der Pfle­ge­ver­si­che­rung.

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Rund­funk­ge­büh­ren­er­hö­hung zum Jah­res­wech­sel

Die Par­la­men­te der Bun­des­län­der haben noch recht­zei­tig vor dem Jah­res­wech­sel den Elf­ten Rund­funk­än­de­rungs­staats­ver­trag ver­ab­schie­det, so dass die­ser am 1. Janu­ar 2009 in Kraft tre­ten wird. Der Ände­rungs­ver­trag sieht eine Erhö­hung der monat­li­chen Rund­funk­ge­bühr um 24 Cent für ein Radio auf 5,76 EUR (Grund­ge­bühr) und um 95 Cent auf 17,98 EUR für

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Steu­er­bo­nus für Hand­wer­k­erleis­tun­gen

Hand­werks­leis­tun­gen für Renovierungs‑, Erhal­­tungs- und Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men sind bereits seit eini­gen Jah­ren bei der Ein­kom­men­steu­er absetz­bar. Bis­her gab es hier­zu eine Höchst­gren­ze von jähr­lich 600 €. Ab 2009 wird die­se Gren­ze ver­dop­pelt: Ab 2009 kön­nen 20% von 6.000 Euro Arbeits­kos­ten, also maxi­mal 1.200 Euro ein­kom­men­steu­er­lich gel­tend gemacht wer­den.

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Haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen 2009

Aus­ga­ben für haus­halts­na­he Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se oder Dienst­leis­tun­gen wie Kin­der­be­treu­ung oder Pfle­ge­leis­tun­gen füh­ren seit eini­gen Jah­ren zu Steu­er­ermä­ßi­gun­gen. Ab 2009 wird die För­de­rung auf ein­heit­lich 20% der Auf­wen­dun­gen aus­ge­wei­tet, höchs­tens jedoch auf 4.000 € in Jahr. Für haus­halts­na­he Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se bei gering­fü­gi­gen Beschäf­ti­gun­gen beträgt die Steu­er­ermä­ßi­gung maxi­mal 510 € Steu­er­ermä­ßi­gung.

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Unter­stütz­te Beschäf­ti­gung

Eben­falls im Janu­ar 2009 soll auch das Gesetz zur Unter­stütz­ten Beschäf­ti­gung in Kraft tre­ten. Mit der Unter­stütz­ten Beschäf­ti­gung wird ein ambu­lan­tes – vor Ort, in den Betrie­ben wirk­sa­mes – Ange­bot für behin­der­te Men­schen mit beson­de­rem Unter­stüt­zungs­be­darf geschaf­fen.

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Behin­der­ten­kon­ven­ti­on der Ver­ein­ten Natio­nen

Nach der Zustim­mung des Bun­des­ra­tes ist der Weg frei für das Inkraft­tre­ten des Rati­fi­ka­ti­ons­ge­set­zes zum Über­ein­kom­men der Ver­ein­ten Natio­nen über die Rech­te von Men­schen mit Behin­de­run­gen zum 1. Janu­ar 2009. Deutsch­land bleibt damit Schritt­ma­cher auf dem Weg zur selbst­be­stimm­ten und gleich­be­rech­tig­ten Teil­ha­be behin­der­ter Men­schen. Dem Gesetz­ge­bungs­ver­fah­rens folgt nun die Erstel­lung

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Schul­geld und Schul­be­darf

Auch bei der steu­er­li­chen und der sozi­al­recht­li­chen Behand­lung der Schul­aus­ga­ben der Kin­der ändert sich zum Jah­res­wech­sel 2009 Eini­ges: So kann nach dem Jah­res­steu­er­ge­setz 2009 Schul­geld für Pri­vat­schu­len künf­tig in Höhe von bis zu 5.000 € jähr­lich von der Steu­er abge­setzt wer­den. Hilfs­be­dürf­ti­ge Schü­ler haben vom kom­men­den Jahr an jeweils zum Schul­jah­res­be­ginn

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Ver­sor­gungs­me­di­zin-Ver­ord­nung

Zum 1. Janu­ar 2009 tritt die Ver­­­sor­gungs­­­me­­di­zin-Ver­­or­d­­nung in Kraft. Wur­de bis­her das Aus­maß der nach dem Bun­des­ver­sor­gungs­ge­setz aus­zu­glei­chen­den Schä­di­gungs­fol­gen und des Gra­des der Behin­de­rung nach den soge­nann­ten "Anhalts­punk­ten für die ärzt­li­che Gut­ach­ter­tä­tig­keit im sozia­len Ent­schä­di­gungs­recht und nach dem Schwer­be­hin­der­ten­recht (Teil 2 SGB IX)" (AHP) fest­ge­stellt. Die AHP wur­den vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für

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Land­wirt­schaft­li­che Sozi­al­ver­si­che­rung 2009

Das Gesetz zur Moder­ni­sie­rung des Rechts der land­wirt­schaft­li­chen Sozi­al­ver­si­che­rung, das zum Jah­res­wech­sel 2009 in Kraft tritt, sieht Maß­nah­men im Bereich der land­wirt­schaft­li­chen Unfall­ver­si­che­rung und der Orga­ni­sa­ti­on der land­wirt­schaft­li­chen Sozi­al­ver­si­che­rung vor, die auf eine effi­zi­en­te und wirt­schaft­li­che Ver­wal­tung abzie­len und es ermög­li­chen, die Aus­ga­ben zu redu­zie­ren und die land­wirt­schaft­li­che Unfall­ver­si­che­rung auch zukünf­tig

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Ände­run­gen in der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung 2009

Die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung wird neu aus­ge­rich­tet und moder­ni­siert. Die Orga­ni­sa­ti­on wird gestrafft und an die heu­ti­gen wirt­schaft­li­chen Struk­tu­ren ange­passt, die Zahl der Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger wird redu­ziert. Dies regelt das Unfall­ver­si­che­rungs­mo­der­ni­sie­rungs­ge­setz. Außer­dem wird mit dem Gesetz die Gemein­sa­me Deut­sche Arbeits­schutz­stra­te­gie umge­setzt. Bund, Län­der und Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger han­deln im Bereich der Prä­ven­ti­on künf­tig auf

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Insol­venz­be­ding­te Aus­fäl­le bei der Betriebs­ren­ten

Die Frist, in der der Pen­­si­ons-Siche­­rungs-Ver­­ein für rück­stän­di­ge Betriebs­ren­ten insol­ven­ter Arbeit­ge­ber vor der Insol­venz­eröff­nung ein­ste­hen muss, wird von sechs auf zwölf Mona­te ver­län­gert. Zuletzt gab es meh­re­re Fäl­le, in denen zwi­schen insol­venz­be­ding­ter Ein­stel­lung der Betriebs­ren­ten­zah­lun­gen und der Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens mehr als sechs Mona­te lagen und folg­lich Betriebs­ren­ten ver­lo­ren gegan­gen

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Sozi­al­ver­si­che­rungs­re­chen­grö­ßen 2009

Mit der Ver­ord­nung über die Sozi­al­ver­si­che­rungs­re­chen­grö­ßen 2009 wer­den die maß­geb­li­chen Rechen­grö­ßen der Sozi­al­ver­si­che­rung gemäß der Ein­kom­mens­ent­wick­lung im Jahr 2007 aktua­li­siert. Das Ver­ord­nungs­ver­fah­ren und die Fest­le­gung der Wer­te erfol­gen in sich jähr­lich wie­der­ho­len­der Rou­ti­ne auf Grund­la­ge gesetz­li­cher Bestim­mun­gen. Die Rechen­grö­ßen der Sozi­al­ver­si­che­rung 2009 im Über­blick: West Ost Monat Jahr Monat Jahr

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