Abzin­sung unver­zins­li­cher Lang­frist­dar­le­hen

Eine rück­wir­kend auf den Ver­trags­be­ginn ver­ein­bar­te Ver­zin­sung eines zunächst unver­zins­lich gewähr­ten Dar­le­hens ist (bilanz-)steuerrechtlich unbe­acht­lich, sofern die­se Ver­ein­ba­rung erst nach dem Bilanz­stich­tag getrof­fen wird. Gegen die Höhe des Abzin­sungs­sat­zes für unver­zins­li­che Ver­bind­lich­kei­ten gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG bestehen für das Jahr 2010 kei­ne ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken. Der Abzin­sung einer Ver­bind­lich­keit

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Abzin­sung betrieb­li­cher Ver­bind­lich­kei­ten

Der Bun­des­fi­nanz­hof sieht die Ver­pflich­tung, unver­zins­li­che Betriebs­schul­den mit 5, 5 % abzu­zin­sen, jeden­falls für Wirt­schafts­jah­re bis ein­schließ­lich 2010 als ver­fas­sungs­ge­mäß an. Zugleich hat er zudem einer nach­träg­lich ver­ein­bar­ten Ver­zin­sung die steu­er­li­che Aner­ken­nung ver­sagt. Ver­trags­be­zie­hun­gen zwi­schen ver­schwä­ger­ten Per­so­nen unter­lie­gen als Ange­hö­ri­gen­ver­trä­ge einer Fremd­ver­gleichs­kon­trol­le. Eine rück­wir­kend auf den Ver­trags­be­ginn ver­ein­bar­te Ver­zin­sung eines zunächst

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Abzin­sung von Dar­le­hens­for­de­run­gen

Wird ein bis­her bedingt ver­zins­tes Dar­le­hen ohne Bedin­gungs­ein­tritt in ein die Rest­lauf­zeit umfas­sen­des unbe­dingt ver­zins­tes Dar­le­hen mit einem Zins­satz, der dem effek­ti­ven Zins­satz eines bei einer Lan­des­bank refi­nan­zier­ten Dar­le­hens ent­spricht, umge­wan­delt, so liegt auch dann ein ver­zins­li­ches Dar­le­hen i.S. des § 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 2 EStG vor, wenn die Ver­zin­sungs­ab­re­de zwar

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Ange­hö­ri­gen­dar­le­hen – und ihre Abzin­sung

Unver­zins­li­che (betrieb­li­che) Ver­bind­lich­kei­ten aus Dar­le­hen, die ein Ange­hö­ri­ger einem Gewer­be­trei­ben­den, Selb­stän­di­gen oder Land- und Forst­wirt gewährt, sind nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG abzu­zin­sen, wenn der Dar­le­hens­ver­trag unter Her­an­zie­hung des Fremd­ver­gleichs steu­er­recht­lich anzu­er­ken­nen ist. Ver­fas­sungs­recht­li­che Beden­ken hier­ge­gen bestehen für den Bun­des­fi­nanz­hof nicht. Nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG sind (betrieb­li­che) Ver­bind­lich­kei­ten unter

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Der Kauf­preis für einen Mit­un­ter­neh­mer­an­teil – und sei­ne vor­zei­ti­ge abge­zins­te Zah­lung

Die vor­zei­ti­ge Zah­lung eines abge­zins­ten Kauf­prei­ses für einen Mit­un­ter­neh­mer­an­teil für zu einem teil­ent­gelt­li­chen Erwerb. Wird die Zah­lung an den ver­äu­ße­ren­den Mit­un­ter­neh­mer durch einen Ein­nah­me­ver­zicht des über­neh­men­den Mit­un­ter­neh­mers rea­li­siert, führt dies nicht zu Erwerbs­auf­wen­dun­gen; für die der in einer Ergän­zungs­rech­nung zu erfas­sen­den AfA besteht kei­ne Abzugs­mög­lich­keit als Sonn­der­be­triebs­aus­ga­be. Der über­neh­men­de Mit­un­ter­neh­mer

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Rück­stel­lun­gen – und ihre Abzin­sung

Nach § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e Satz 1 EStG sind die Rück­stel­lun­gen für Ver­pflich­tun­gen mit einem Zins­satz von 5, 5 v.H. abzu­zin­sen und ist Nr. 3 Satz 2 ent­spre­chend anzu­wen­den; für die Abzin­sung von Rück­stel­lun­gen für Sach­leis­tungs­ver­pflich­tun­gen ist nach Satz 2 der Vor­schrift der Zeit­raum bis zum Beginn der Erfül­lung maß­ge­bend. Die Abzin­sung beruht auf

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Dar­le­hen mit stei­gen­den Zins­sät­zen – und die Höhe eines zu pas­si­vie­ren­den Erfül­lungs­rück­stan­des

Wegen der Ver­pflich­tung, eine am Bilanz­stich­tag bestehen­de Dar­le­hens­ver­bind­lich­keit in spä­te­ren Jah­ren höher zu ver­zin­sen (Dar­le­hen mit stei­gen­den Zins­sät­zen), ist in der Bilanz grund­sätz­lich eine Ver­bind­lich­keit oder eine Rück­stel­lung wegen eines wirt­schaft­li­chen Erfül­lungs­rück­stan­des aus­zu­wei­sen. Eine sol­che Zins­ver­bind­lich­keit ist grund­sätz­lich abzu­zin­sen. Nach § 8 Abs. 1 KStG i.V.m. § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG hat die

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Betrieb­li­che Direkt­zu­sa­ge – und der Dis­kon­tie­rungs­zins­satz im Ver­sor­gungs­aus­gleich

Zur Wahl des Dis­kon­tie­rungs­zins­sat­zes, mit dem der Gesamt­wert aller künf­tig zu erwar­ten­den Ver­sor­gungs­leis­tun­gen bei einer betrieb­li­chen Direkt­zu­sa­ge im Rah­men der Ermitt­lung eines Kapi­tal­werts nach § 45 Abs. 1 VersAus­glG i.V.m. § 4 Abs. 5 BetrAVG auf das Ende der Ehe­zeit als Bewer­tungs­stich­tag abge­zinst wird . Wie der Bun­des­ge­richts­hof bereits ent­schie­den hat, sind nach

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Betrieb­li­che Direkt­zu­sa­ge im Ver­sor­gungs­aus­gleich – und der Dis­kon­tie­rungs­zins­satz

Aktu­ell hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof mit der Wahl des Dis­kon­tie­rungs­zins­sat­zes zu befas­sen, mit dem der Gesamt­wert aller künf­tig zu erwar­ten­den Ver­sor­gungs­leis­tun­gen bei einer betrieb­li­chen Direkt­zu­sa­ge im Rah­men der Ermitt­lung eines Kapi­tal­werts nach § 45 Abs. 1 VersAus­glG iVm § 4 Abs. 5 BetrAVG auf das Ende der Ehe­zeit als Bewer­tungs­stich­tag abge­zinst wird: Nach

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Abzin­sung erfolgs­un­ab­hän­gi­ger Bei­trags­rück­erstat­tun­gen

Nach § 8 Abs. 1 KStG 2002 ‑für die Gewer­be­steu­er i.V.m. § 7 Satz 1 GewStG 2002- i.V.m. § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG 2002 hat die Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft das Betriebs­ver­mö­gen anzu­set­zen, das nach den han­dels­recht­li­chen Grund­sät­zen ord­nungs­mä­ßi­ger Buch­füh­rung (GoB) aus­zu­wei­sen ist (Maß­geb­lich­keits­grund­satz). Die han­dels­recht­li­chen GoB erge­ben sich vor­nehm­lich aus den für alle Kauf­leu­te gel­ten­den Vor­schrif­ten der

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Bestim­mung des Ehe­zeit­an­teils und die Abzin­sung bei einer betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung

Bei der Bestim­mung des Ehe­zeit­an­teils des aus­gleichs­be­rech­tig­ten Ehe­gat­ten einer auf eine Kapi­tal­leis­tung gerich­te­ten betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung im Rah­men der exter­nen Tei­lung ist bei der Abzin­sung der sog. Bil­­MoG-Zin­s­­satz gemäß 253 Abs. 2 HGB‑E ohne wei­te­ren Abschlag anzu­wen­den. Die Höhe der aus­zu­glei­chen­den betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gun­gen, die auf Ren­­ten- oder Kapi­tal­zah­lun­gen gerich­tet sind, bestimmt sich

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Bilanz­an­satz eines erst spä­ter fäl­li­gen Sanie­rungs­zu­schus­ses

Ein bereits ent­stan­de­ner, aber erst in einem spä­te­ren Ver­an­la­gungs­zeit­raum fäl­li­ger Sanie­rungs­zu­schus­ses ist mit sei­nem Nenn­wert, nicht mit einem nied­ri­ge­ren Teil­wert anzu­set­zen. Nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 EStG sind die nicht in § 6 Abs. 1 Nr. 1 EStG genann­ten Wirt­schafts­gü­ter –u.a. Wirt­schafts­gü­ter des Umlauf­ver­mö­gens wie die streit­ge­gen­ständ­li­che Zuschuss­for­de­rung– grund­sätz­lich mit den Anschaf­­fungs- oder

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Abzin­sung von unver­zins­lich gewor­de­nen Ver­bind­lich­kei­ten

Ver­ein­ba­ren die Ver­trags­par­tei­en eines auf unbe­stimm­te Zeit gewähr­ten, ursprüng­lich ver­zins­li­chen Dar­le­hens zu einem spä­te­ren Zeit­punkt, dass die Über­las­sung der Dar­le­hens­sum­me nun­mehr unent­gelt­lich erfol­gen sol­le, han­delt es sich bei der Rück­zah­lungs­ver­pflich­tung des Dar­le­hens­schuld­ners ab die­sem Zeit­punkt nicht mehr um eine i.S. des § 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 2 EStG 2002 "ver­zins­li­che" Ver­bind­lich­keit. Ob

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Erfolgs­un­ab­hän­gi­ge Bei­trags­rück­erstat­tun­gen

Erfolgs­un­ab­hän­gi­ge Bei­trags­rück­erstat­tun­gen sind nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs abzu­zin­sen. Durch § 21 Abs. 3 KStG 1999 wer­den nur erfolgs­ab­hän­gi­ge, nicht aber erfolgs­un­ab­hän­gi­ge Bei­trags­rück­erstat­tun­gen vom Abzin­sungs­ge­bot des § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG 1997 i.d.F. des StEntlG 1999/​2000/​2002 aus­ge­schlos­sen. Nach § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG 1997 n.F. (i.V.m. § 8 Abs.

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