Agentur für Arbeit

Kos­ten­lo­ser Hartz4 Wider­spruch – Das Start­up Open­right hilft mit sei­nem Hartz4Check im Bürokratie-Dschungel

Das Legal Tech Start­up Open­right hat die Visi­on, dass jeder sei­ne Rech­te durch­set­zen kann. Unab­hän­gig vom sozia­len Sta­tus und unab­hän­gig von der Geld­bör­se. Des­we­gen hilft das Unter­neh­men auf openright.de beim Wider­spruch gegen feh­ler­haf­te Hartz 4 Beschei­de. Das Ziel: Jeder soll so viel Hartz 4 bekom­men, wie ihm tat­säch­lich zusteht. Dazu prü­fen die Open­­right-Par­t­­ner­an­­wäl­­te die ein­ge­reich­ten Hartz

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Kin­der­geld – und sei­ne Ver­rech­nung mit Leis­tun­gen der Grundsicherung

Die Fami­li­en­kas­sen dür­fen ver­se­hent­lich aus­ge­zahl­tes Kin­der­geld nicht mehr zurück­for­dern, wenn der Erstat­tungs­an­spruch des Sozi­al­hil­fe­trä­gers (hier: des Job­cen­ters) bei der Kin­der­geld­aus­zah­lung noch nicht aus­rei­chend kon­kre­ti­siert war. In dem vom Finanz­ge­richt Köln ent­schie­de­nen Rechts­streit bezog eine Mut­ter von vier min­der­jäh­ri­gen Kin­dern Sozi­al­hil­fe für sich und ihre Fami­lie. Ende Dezem­ber 2015 bean­trag­te sie Kindergeld

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Masken

Kein Mehr­be­darf für FFP2-Mas­ken bei Grund­si­che­rung oder Sozialhilfe

Bezie­her von Grund­si­che­rungs­leis­tun­gen kön­nen im Eil­ver­fah­ren einen Mehr­be­darf für Coro­na­schutz­ver­ord­nung kon­for­me Mas­ken nicht erfolg­reich gel­tend machen. Dies hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt (LSG) jüngst in vier Ver­fah­ren ent­schie­den, die die Sach­ge­bie­te Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de (SGB II) und Sozialhilfe/​Grundsicherung im Alter und bei Erwerbs­min­de­rung (SGB XII). Die Antrag­stel­ler begehr­ten jeweils ver­geb­lich vom Jobcenter

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Testament

Behin­der­ten­tes­ta­ment mit Dau­er-Tes­ta­ments­voll­stre­ckung – und die Hilfs­be­dürf­tig­keit des Erben

Mit der Fra­ge der Hil­fe­be­dürf­tig­keit, wenn die dem Leis­tungs­emp­fän­ger zuge­fal­le­ne Erb­schaft (infol­ge eines „Behin­­der­­ten-Tes­­ta­­ments“) unter einer Dau­er-Tes­­ta­­ments­­vol­l­stre­­ckung steht, hat­te sich aktu­ell das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Wür­t­­te­m­­berg zu befas­sen: Ein der/​dem Leis­tungs­be­geh­ren­den im Wege des Vor­ver­mächt­nis­ses zuge­wand­ter, nicht zur Bestrei­tung lau­fen­der Kos­ten des Lebens­un­ter­halts gedach­ter „Not­gro­schen“, für den der Erb­las­ser die Ver­wal­tung durch

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Schule

Hartz IV – und der inter­net­fä­hi­ge Com­pu­ter fürs Homeschooling

Das Job­cen­ter ist zur Beschaf­fung eines inter­net­fä­hi­gen Com­pu­ters ver­pflich­tet, den ein Schü­ler zur Teil­nah­me am Home­schoo­ling benö­tigt. Dies ent­schied jetzt das Thü­rin­ger Lan­des­so­zi­al­ge­richt in einem Eil­ver­fah­ren. Die Schü­le­rin, die die 8. Klas­se der Staat­li­chen Grund- und Regel­schu­le besucht, bezieht Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung nach dem SGB II. Ihre Mut­ter bean­trag­te beim

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Schule

Grund­si­che­rung, kom­mu­na­les Bil­dungs­pa­ket – und das Selbst­ver­wal­tungs­recht der Kommunen

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat § 34 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und Satz 2, Abs. 4 bis Abs. 7 und § 34a Sozi­al­ge­setz­buch Zwölf­tes Buch (SGB XII) in der Fas­sung vom 24.03.2011 in Ver­bin­dung mit § 3 Abs. 2 Satz 1 SGB XII ‑das „kom­mu­na­le Bil­dungs­pa­ket“- für unver­ein­bar mit dem Grund­ge­setz erklärt. Die Rege­lun­gen stel­len eine unzulässige

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Lohn

Ergän­zen­der Hartz IV-Bezug – und der Miss­brauch des EU-Freizügigkeitsrechts

Kann ein aus­län­di­scher frei­zü­gig­keits­be­rech­tig­ter Arbeit­neh­mer durch sei­ne Arbeit­neh­mer­tä­tig­keit sei­nen eige­nen Lebens­be­darf fast voll­stän­dig selbst decken, liegt kein Miss­brauch des EU-Frei­­zü­­gi­g­­keits­­rechts vor. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Darm­stadt in dem hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren das zustän­di­ge Job­cen­ter ver­pflich­tet, einem bul­ga­ri­schen Arbeit­neh­mer und sei­ner Fami­lie vor­läu­fig lau­fen­de Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebensunterhalts

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Lohn

Kei­ne Grund­si­che­rung ohne Arbeitserlaubnis

Aus­län­de­rin­nen und Aus­län­der, die in Deutsch­land nicht erwerbs­tä­tig sein dür­fen, sind von bestimm­ten exis­tenz­si­chern­den Sozi­al­leis­tun­gen aus­ge­schlos­sen. So hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt jetzt eine Vor­la­ge des Sozi­al­ge­richts Mainz zurück­ge­wie­sen, das die­se Rege­lun­gen mit dem Grund­recht auf Gewähr­leis­tung eines men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums für unver­ein­bar hielt. Das vor­le­gen­de Gericht hat­te, so das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, nicht erschöpfend

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Münzen

Kei­ne Grund­si­che­rung in der Ausbildung?

Aus­zu­bil­den­de, deren Aus­bil­dung im Rah­men des Bun­des­aus­bil­dungs­för­de­rungs­ge­set­zes (BAFöG) för­de­rungs­fä­hig ist, sind von bestimm­ten exis­tenz­si­chern­den Sozi­al­leis­tun­gen aus­ge­schlos­sen. So hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt jetzt eine Rich­ter­vor­la­ge des Sozi­al­ge­richts Mainz zurück­ge­wie­sen, das die­se Rege­lung mit dem Grund­recht auf Gewähr­leis­tung eines men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums für unver­ein­bar hielt. Das vor­le­gen­de Gericht hat­te nach Ansicht des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts nicht

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Agentur für Arbeit

Hartz IV – und die Sanktionen

Die der­zeit bestehen­den Sank­tio­nen zur Durch­set­zung von Mit­wir­kungs­pflich­ten bei Bezug von Arbeits­lo­sen­geld II sind teil­wei­se ver­fas­sungs­wid­rig: Die zen­tra­len ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen an die Aus­ge­stal­tung staat­li­cher Grund­si­che­rungs­leis­tun­gen erge­ben sich aus der grund­recht­li­chen Gewähr­leis­tung eines men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums (Art. 1 Abs. 1 in Ver­bin­dung mit Art. 20 Abs. 1 GG). Gesi­chert wer­den muss ein­heit­lich die phy­si­sche und

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Bibliothek

Schul­bü­cher – und die Kos­ten­tra­gungs­pflicht des Jobcenters

Die Kos­ten für Schul­bü­cher sind vom Job­cen­ter als Här­­te­­fall-Mehr­­be­­darf zu über­neh­men, wenn Schü­ler man­gels Lern­mit­tel­frei­heit ihre Schul­bü­cher selbst kau­fen müs­sen. Die Kos­ten für Schul­bü­cher sind zwar dem Grun­de nach vom Regel­be­darf erfasst, nicht aber in der rich­ti­gen Höhe, wenn kei­ne Lern­mit­tel­frei­heit besteht. Denn der Ermitt­lung des Regel­be­darfs liegt eine bundesweite

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Geld­stra­fe – und die Tages­satz­hö­he bei ALG II-Beziehern

Die vom Job­cen­ter gezahl­ten Miet­kos­ten sind bei der Bemes­sung der Tages­satz­hö­he zu berück­sich­ti­gen. Bei der Bestim­mung der Tages­satz­hö­he ist zunächst unter Berück­sich­ti­gung der per­sön­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se des Täters das Net­to­ein­kom­men zu bestim­men ist, das der Täter an einem Tag hat oder haben könn­te (§ 40 Abs. 2 Satz 1 und 2 StGB).

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Ver­spä­te­te Lohn­zah­lung – und der Verzugsschaden

Durch die Rück­zah­lung von Leis­tun­gen nach dem SGB II wegen einer ver­spä­te­ten Lohn­zah­lung ent­steht dem Arbeit­neh­mer kein (wei­te­rer) Ver­zugs­scha­den. Ist der Arbeit­ge­ber mit der Ent­gelt­zah­lung – wie im hier vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Streit­fall – in Ver­zug, hat der Arbeit­neh­mer Anspruch auf Ver­zugs­zin­sen nach § 288 Abs. 1 BGB und Ersatz eines

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Miet­zah­lung durch das Job­cen­ter – nach Vertragsende

Einem Job­cen­ter, wel­ches im Rah­men von Sozi­al­leis­tun­gen Miet­zah­lun­gen ver­se­hent­lich auch noch nach der Been­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses unmit­tel­bar an den bis­he­ri­gen Ver­mie­ter über­weist, steht ein Rück­for­de­rungs­an­spruch unmit­tel­bar gegen den Ver­mie­ter zu. Das Job­cen­ter ist daher nicht gehal­ten, die­sen Rück­for­de­rungs­an­spruch gegen den Mie­ter als Emp­fän­ger der Sozi­al­leis­tung zu rich­ten. In dem hier

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Ver­mö­gens­ver­zeich­nis – und mög­li­che Rück­zah­lungs­an­sprü­chen aus Nebenkostenabrechnungen

Einem Ver­lan­gen auf Nach­bes­se­rung einer Ver­mö­gens­aus­kunft gemäß § 802c ZPO fehlt das Rechts­schutz­be­dürf­nis, wenn der Gläu­bi­ger Aus­kunft über Erstat­tungs­for­de­run­gen für Betriebs- und Heiz­kos­ten ver­langt, die der Sozi­al­hil­fe­trä­ger für einen Emp­fän­ger von Leis­tun­gen nach dem SGB II an des­sen Ver­mie­ter geleis­tet hat. Ein sol­ches Aus­kunfts­be­geh­ren ist mut­wil­lig, weil die­se Ansprü­che nicht der

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ALG II – und der For­de­rungs­über­gang gegen den ehe­ma­li­gen Arbeitgeber

Nach § 115 SGB X, der gemäß § 33 Abs. 5 SGB II der Rege­lung des Über­gangs von Ansprü­chen nach § 33 Abs. 1 SGB II vor­geht, fin­det ein Anspruchs­über­gang auf das Job­cen­ter statt, soweit die­ses wegen der Nicht­er­fül­lung des Anspruchs auf Arbeits­ent­gelt Grund­si­che­rungs­leis­tun­gen erbracht hat. Dies gilt auch bei Grund­si­che­rungs­leis­tun­gen an

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Ein offe­ner Prit­schen­wa­gen als Unterkunft

Ein offe­ner Prit­schen­wa­gen ist nicht mit einer pri­va­ten Woh­nung ver­gleich­bar. So dass ein Leis­tungs­emp­fän­ger nach dem SGB II kei­nen Anspruch auf Unter­kunfts­kos­ten hat. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Wür­t­­te­m­­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Obdach­lo­sen die Über­nah­me der Woh­nungs­kos­ten durch das zustän­di­ge Job­cen­ter ver­wei­gert. Der 60 Jah­re alte Leistungsempfänger

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ALG II-Sank­tio­nen – und Karls­ru­he drückt sich…

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in Karls­ru­he hat eine Rich­ter­vor­la­ge des Sozi­al­ge­richts Gotha zur Ver­fas­sungs­wid­rig­keit von Arbeits­lo­sen­geld II-San­k­­ti­o­­nen als unzu­läs­sig zurück­ge­wie­sen und damit eine Ent­schei­dung in der Sache ver­mie­den. Das vom Sozi­al­ge­richt Gotha ange­sto­ße­ne Ver­fah­ren der kon­kre­ten Nor­men­kon­trol­le betraf die Min­de­rung von Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts auf­grund von Pflicht­ver­let­zun­gen der leis­tungs­be­rech­tig­ten Person.

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Nach­bes­se­rung einer Ver­mö­gens­aus­kunft bei Hartz IV-Bezug – und das Gut­ha­ben aus der Nebenkostenabrechnung

Einem Ver­lan­gen auf Nach­bes­se­rung einer Ver­mö­gens­aus­kunft gemäß § 802c ZPO fehlt das Rechts­schutz­be­dürf­nis, wenn der Gläu­bi­ger Aus­kunft über Erstat­tungs­for­de­run­gen für Betriebs- und Heiz­kos­ten ver­langt, die der Sozi­al­hil­fe­trä­ger für einen Emp­fän­ger von Leis­tun­gen nach dem SGB II an des­sen Ver­mie­ter geleis­tet hat. Ein sol­ches Aus­kunfts­be­geh­ren ist mut­wil­lig, weil die­se Ansprü­che nicht

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe – und kei­ne ver­ein­fach­te Erklä­rung für Hartz-IV-Bezieher

Nach § 2 Abs. 2 PKHFV muss eine Par­tei, die nach dem Zwölf­ten Buch Sozi­al­ge­setz­buch (SGB XII) lau­fen­de Leis­tun­gen zum Lebens­un­ter­halt bezieht, die Abschnit­te E bis J des in der Anla­ge bestimm­ten For­mu­lars nicht aus­fül­len, wenn sie der Erklä­rung den zum Zeit­punkt der Antrag­stel­lung aktu­el­len Bewil­li­gungs­be­scheid des Sozi­al­am­tes bei­fügt, es sei denn, das Gericht

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Vor­über­ge­hen­de Leis­tungs­ein­stel­lung des Job­cen­ters – und die Kün­di­gung wegen Mietrückstands

Die Fra­ge, ob dem Ver­mie­ter die Beru­fung auf eine zunächst wirk­sa­me ordent­li­che Kün­di­gung wegen nach­träg­lich ein­ge­tre­te­ner Umstän­de mit Rück­sicht auf Treu und Glau­ben ver­wehrt ist, ent­zieht sich all­ge­mei­ner Betrach­tung. Sie ist viel­mehr auf­grund einer Wür­di­gung der kon­kre­ten Umstän­de des Ein­zel­falls vor­zu­neh­men. In den hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall sind die

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Frei­zü­gig­keit für arbeits­lo­se EU-Bürger

Mit der Gewäh­rung von SGB-II-Leis­­tun­­­gen für einen frei­zü­gig­keits­be­rech­tig­ten bul­ga­ri­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen hat­te sich aktu­ell das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern zu befas­sen: Für Uni­ons­bür­ger (hier also für bul­ga­ri­sche Staats­bür­ger) gilt der Vor­rang des Uni­ons­rechts. Dies sind auf der supra­na­tio­na­len Ebe­ne ins­be­son­de­re der Ver­trag über die Arbeits­wei­se der Euro­päi­schen Uni­on – AEUV – und die

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Grund­si­che­rung und Sozi­al­hil­fe für EU-Bürger

Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt hat in drei aktu­el­len Urtei­len unter Berück­sich­ti­gung der Urtei­le des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zum Grund­recht auf Gewähr­leis­tung eines men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums kon­kre­ti­siert, in wel­chen Fall­ge­stal­tun­gen Uni­ons­bür­ger aus den EU-Mit­­­glie­d­­staa­­ten exis­tenz­si­chern­de Leis­tun­gen nach dem Recht der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de (SGB II) bezie­hungs­wei­se dem Sozi­al­hil­fe­recht (SGB XII) bean­spru­chen kön­nen. Die­se Recht­spre­chung des Bundessozialgerichts

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Hartz IV, Kapi­tal­erträ­ge – und der auto­ma­ti­sier­te Datenabgleich

Für das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bestehen kei­ne ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken gegen den auto­ma­ti­sier­ten Daten­ab­gleich der Job­cen­ter zur Ermitt­lung von Kapi­tal­erträ­gen. SGB II-Bezie­her müs­sen nach Ansicht des Bun­des­so­zi­al­ge­richts den Daten­ab­gleich der Job­cen­ter in der von § 52 Abs 1 Nr 3 SGB II vor­ge­se­he­nen Form hin­neh­men. Die Vor­schrift ist eine gesetz­li­che Grund­la­ge im Sin­ne der datenschutzrechtlichen

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Hartz IV-Bezug – und die Abzwei­gung des Kin­der­gel­des an das Kind

Die Ent­schei­dung der Fami­li­en­kas­se über eine Abzwei­gung nach § 74 Abs. 1 EStG ist eine Ermes­sens­ent­schei­dung („kann“). Nach § 102 Satz 1 FGO kann das Gericht eine Ermes­sens­ent­schei­dung nur dar­auf hin über­prü­fen, ob die Behör­de die gesetz­li­chen Gren­zen des Ermes­sens über­schrit­ten oder von dem Ermes­sen in einer dem Zwe­cke der Ermäch­ti­gung nicht

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Pau­schal­zah­lung des Bun­des für das Bil­dungs- und Teilhabepaket

Kin­der, Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne kön­nen seit 2011 nach dem Recht der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de Bedar­fe für Bil­dung und Teil­ha­be am sozia­len und kul­tu­rel­len Leben in der Gemein­schaft neben dem Regel­be­darf bean­spru­chen. Die Krei­se und kreis­frei­en Städ­te sowie die zuge­las­se­nen kom­mu­na­len Trä­ger müs­sen dies umset­zen und finan­zie­ren. Das Bun­des­kin­der­geld­ge­setz umfasst

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Miet­rück­stän­de, Kün­di­gung – und der ver­spä­te­te Aus­gleich durch die Sozialkasse

Dem für einen Miet­zah­lungs­ver­zug des Mie­ters gemäß § 286 Abs. 4 BGB erfor­der­li­chen Ver­tre­ten­müs­sen steht nicht ent­ge­gen, dass er, um die Mie­te ent­rich­ten zu kön­nen, auf Sozi­al­leis­tun­gen einer öffent­li­chen Stel­le ange­wie­sen ist und die­se Leis­tun­gen recht­zei­tig bean­tragt hat. Kün­digt der Ver­mie­ter in solch einem Fall gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB

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Schreibmaschine

Hartz IV – und die Geld­not des Mieters

Der Ver­mie­ter ist auch dann zur außer­or­dent­li­chen frist­lo­sen Kün­di­gung berech­tigt, wenn der sozi­al­hil­fe­be­rech­tig­te Mie­ter zur pünkt­li­chen Zah­lung der Mie­te nicht in der Lage ist, nach­dem er zwar recht­zei­tig einen Antrag auf Sozi­al­hil­fe gestellt hat, die zur Miet­zah­lung erfor­der­li­chen Unter­kunfts­kos­ten jedoch nicht recht­zei­tig bewil­ligt wor­den sind. Der beklag­te Mie­ter in dem jetzt

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Ski­aus­rüs­tung als Hartz IV-Leistung

Ein 14jähriger Schü­ler, der mit sei­ner Schul­klas­se eine Ski­rei­se nach Süd­ti­rol unter­nimmt, hat kei­nen Anspruch gegen das Job­cen­ter auf Kos­ten­über­nah­me für eine Ski­aus­rüs­tung. Zu die­sem Ergeb­nis kam jetzt das Sozi­al­ge­richt Ber­lin im Rah­men eines gericht­li­chen Eil­ver­fah­rens. Der 14jährige Antrag­stel­ler aus Ber­­lin-Mit­­­te steht mit sei­nen Eltern und sei­nen fünf Geschwis­tern im

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Ein­bür­ge­rung trotz Grundsicherung

Erhält der Ein­bür­ge­rungs­be­wer­ber Leis­tun­gen nach dem Zwei­ten oder Zwölf­ten Buch Sozi­al­ge­setz­buch oder hat Anspruch dar­auf, ist maß­geb­lich, ob er dies zu ver­tre­ten hat. Der Begriff des Ver­tre­ten­müs­sens beschränkt sich nicht auf vor­sätz­li­ches oder fahr­läs­si­ges Han­deln. Erfor­der­lich, aber auch aus­rei­chend ist, dass der Aus­län­der durch ein ihm zure­chen­ba­res Han­deln oder Unterlassen

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Neue Hartz IV-Regelbedarfe

Ab dem 1. Janu­ar 2015 gel­ten neue Regel­be­dar­fe in der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de. Für allein­ste­hen­de Bezie­her von Arbeits­lo­sen­geld II und Sozi­al­geld erhöht sich der Regel­be­darf ab Jah­res­be­ginn auf monat­lich 399 €. Dem­entspre­chend ändert sich auch der Regel­be­darf in den ande­ren Stu­fen. Die Regel­be­darfs­stu­fen betra­gen damit ab 1. Janu­ar 2015 im Einzelnen:

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Hartz IV für die Suchtkranken-Selbsthilfegemeinschaft

Das Leben in einem Haus der Ber­li­ner Syn­­a­­non-Sti­f­­tung ent­spricht der Unter­brin­gung in einer sta­tio­nä­ren Ein­rich­tung. Es schließt eine Ver­füg­bar­keit auf dem all­ge­mei­nen Arbeits­markt grund­sätz­lich aus. Mit­glie­der der Selbst­hil­fe­ge­mein­schaft für sucht­kran­ke Men­schen haben damit kei­nen Anspruch gegen­über den Job­cen­tern auf Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­hal­tes nach dem Zwei­ten Buch Sozi­al­ge­setz­buch („Hartz

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Hartz IV – und die Fahrt­kos­ten zum eige­nen Kind

Fahrt­kos­ten, die für Aus­übung des Umgangs­rechts mit dem eige­nen Kind ent­stan­den sind, sind für Leis­tungs­be­rech­tig­te nach dem SGB II vom Job­cen­ter, abhän­gig von den Umstän­den des Ein­zel­falls, nur in Höhe des güns­tigs­ten Bahn­ti­ckets (hier: Bay­ern­ti­cket) zu über­neh­men. Im hier vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen Fall übte der Klä­ger sein Umgangs­recht als geschiedener

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Haf­tung voll­jäh­ri­ger Kin­der beim Hartz IV-Bezug

Ein jun­ger Voll­jäh­ri­ger muss SGB II-Leis­­tun­­­gen, die er als Min­der­jäh­ri­ger zu Unrecht erhal­ten hat, nur bis zur Höhe des bei Ein­tritt der Voll­jäh­rig­keit vor­han­de­nen Ver­mö­gens erstat­ten, wenn die Vor­aus­set­zun­gen des § 1629a BGB für eine beschränk­te Haf­tung von Min­der­jäh­ri­gen vor­lie­gen. Dies hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt am 18. Novem­ber 2014 ent­schie­den und

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Hartz IV – und die Ber­li­ner Wohnaufwendungenverordnung

Die vom Senat des Lan­des Ber­lin erlas­se­ne „Ver­ord­nung zur Bestim­mung der Höhe der ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen für Unter­kunft und Hei­zung nach dem Zwei­ten und Zwölf­ten Buch Sozi­al­ge­setz­buch“ (Wohn­auf­wen­dun­gen­ver­ord­nung – WAV) ist ins­ge­samt rechts­wid­rig und wirk­sam. Bereits auf­grund des Urteils des Bun­des­so­zi­al­ge­richts vom 17.10.2013 gilt die WAV gene­rell nicht (mehr) für Leistungsempfänger

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Das PKW-Lea­sing eines Hartz-IV-Aufstockers

Ein ALG-II-Auf­­sto­­cker kann auch not­wen­di­ge Lea­sing­ra­ten für einen Pkw von sei­nem Ein­kom­men aus selb­stän­di­ger Tätig­keit abset­zen. Bei soge­nann­ten „Auf­sto­ckern“, die neben den SGB II-Leis­­tun­­­gen Betriebs­ein­nah­men aus einer selb­stän­di­gen Tätig­keit erzie­len, sind – neben dem auch für abhän­gig Beschäf­tig­te gel­ten­den Pausch­be­trag in Höhe von 100 Euro für Bei­trä­ge zu öffent­li­chen oder

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Umgangs­kos­ten mit dem Kind – kei­ne Baga­tell­gren­ze bei Hartz IV

Für die Umgangs­kos­ten mit sei­nem Kind besteht kei­ne Baga­tell­gren­ze von 10 % des Regel­be­darfs. Nach dem Grund­satz­ur­teil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 9. Febru­ar 2010 zum Leis­tungs­recht der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de nach dem SGB II haben Arbeits­lo­sen­geld II-Emp­­fän­­ger einen spe­zi­el­len Anspruch auf Leis­tun­gen für einen unab­weis­ba­ren, lau­fen­den, nicht nur ein­ma­li­gen, beson­de­ren Bedarf, der

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Tages­satz­hö­he bei Hartz-IV-Empfängern

Zur Ermitt­lung des Net­to­ein­kom­mens i. S. d. § 40 Abs 2 S 2 StGB sind bei Leis­tungs­emp­fän­gern nach dem SGB II neben dem Regel­be­darf (§ 20 SGB II in Ver­bin­dung mit den Bekannt­ma­chun­gen des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Arbeit und Sozia­les über die Höhe der Regel­be­dar­fe) auch Leis­tun­gen gemäß § 22 SGB II (Bedar­fe

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Hartz IV für EU-Bürger

Rechts­vor­schrif­ten, die Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung Per­so­nen ver­wei­gern, die nur des­halb in das deut­sche Staats­ge­biet ein­rei­sen, um eine Beschäf­ti­gung zu suchen oder Nut­zen aus dem deut­schen Sozi­al­hil­fe­sys­tem zu zie­hen, ste­hen nach Ansicht von Gene­ral­an­walt Mel­chi­or Wathe­let in Ein­klang mit dem Wil­len des Uni­ons­ge­setz­ge­bers. So hat sich der Gene­ral­an­walt in sei­nen Schlussanträgen

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Amtsgericht

Hartz IV – und der Ver­fah­rens­wert für die Ehescheidung

Bei der Bemes­sung des Ver­fah­rens­wer­tes für ein Ehe­schei­dungs­ver­fah­ren blei­ben Leis­tun­gen nach dem SGB II unbe­rück­sich­tigt. Das gilt auch dann, wenn einer der Ehe­gat­ten über Erwerbs­ein­künf­te ver­fügt. Gemäß § 43 Abs. 1 FamGKG ist in Ehe­sa­chen der Ver­fah­rens­wert unter Berück­sich­ti­gung aller Umstän­de des Ein­zel­falls, ins­be­son­de­re des Umfangs und der Bedeu­tung der Sache

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Grund­si­che­rung für Selb­stän­di­ge – und die Berech­nung des zu berück­sich­ti­gen­den Einkommens

Bei einem Selb­stän­di­gen ist die ver­ein­nahm­te Umsatz­steu­er ist zu berück­sich­ti­gen­des Ein­kom­men nach dem SGB II. Nur im Bewil­li­gungs­zeit­raum tat­säch­lich erfolg­te Umsatz­steu­er­zah­lun­gen kön­nen vom Ein­kom­men Selbst­stän­di­ger abge­setzt wer­den; Rück­stel­lun­gen für künf­ti­ge Umsatz­steu­er­zah­lun­gen füh­ren dage­gen nicht zu ent­spre­chen­den Abset­zun­gen. Die Rege­lung, wonach die im Bewil­li­gungs­zeit­raum erziel­ten, um not­wen­di­ge Aus­ga­ben berei­nig­ten Ein­nah­men eines

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Grund­si­che­rung und Leis­tungs­fä­hig­keit beim Kindesunterhalt

Durch die sozi­al­recht­li­che Berück­sich­ti­gung titu­lier­ter Unter­halts­pflich­ten bei einem Antrag des Unter­halts­pflich­ti­gen auf Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de erhöht sich des­sen unter­halts­recht­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit nicht. Nach § 1603 Abs. 1 BGB ist nicht unter­halts­pflich­tig, wer bei Berück­sich­ti­gung sei­ner sons­ti­gen Ver­pflich­tun­gen außer­stan­de ist, ohne Gefähr­dung sei­nes eige­nen ange­mes­se­nen Unter­halts den Unter­halt zu gewäh­ren. Eltern, die

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ALG II-Nach­zah­lung an ein behin­der­tes Kind – und das Kindergeld

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des BFH ist ein behin­der­tes Kind dann imstan­de, sich selbst zu unter­hal­ten, wenn es über eine wirt­schaft­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit ver­fügt, die zur Bestrei­tung sei­nes gesam­ten exis­ten­zi­el­len Lebens­be­darfs aus­reicht. Der gesam­te exis­ten­zi­el­le Lebens­be­darf des behin­der­ten Kin­des setzt sich typi­scher­wei­se aus dem all­ge­mei­nen Lebens­be­darf (Grund­be­darf) und dem indi­vi­du­el­len behin­de­rungs­be­ding­ten Mehrbedarf

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Kie­fer­or­tho­pä­di­sche Behand­lung als Härtefallleistung

Gegen das Job­cen­ter besteht kein Anspruch auf eine kie­fer­or­tho­pä­di­sche Behand­lung als Här­te­fall­leis­tung. In dem jetzt vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen Fall hat­te die zustän­di­ge gesetz­li­che Kran­ken­kas­se der 1996 gebo­re­nen Klä­ge­rin ihr eine Kos­ten­zu­sa­ge für eine kie­fer­or­tho­pä­di­sche Behand­lung auf Grund­la­ge eines Behand­lungs­plans des behan­deln­den Kie­fer­or­tho­pä­den erteilt. Der Kie­fer­or­tho­pä­de erstell­te dar­über hin­aus einen ergänzenden

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Über­tritt von Beam­ten in den Dienst des kom­mu­na­len Trä­gers eines Jobcenters

Die Rege­lung des § 6c SGB II ist hin­sicht­lich des Über­tritts von Beam­ten in den Dienst eines kom­mu­na­len Trä­gers ver­fas­sungs­kon­form. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt des Lan­des Sach­­sen-Anhalt in meh­re­ren Beru­fungs­ver­fah­ren Urtei­le des Ver­wal­tungs­ge­richts Hal­le bestä­tigt, mit denen das Ver­wal­tungs­ge­richt Kla­gen von Bun­des­be­am­ten gegen den Über­gang ihrer Beam­ten­ver­hält­nis­se auf

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Ver­lust von Arbeits­lo­sen­geld II als ersatz­fä­hi­ger Erwerbsschaden

Wird ein Geschä­dig­ter auf­grund eines Unfalls erwerbs­un­fä­hig und ver­liert er dadurch sei­nen Anspruch auf Grund­si­che­rung für Arbeits­su­chen­de (Hartz IV), so ist stellt dies einen ersatz­fä­hi­gen Erwerbs­scha­den dar. Bezieht er auf­grund die­ses Unfalls nun­mehr zugleich eine Erwerbs­un­fä­hig­keits­ren­te, ist die­se auf den Scha­dens­er­satz nicht anzu­rech­nen. Der Ver­lust eines Anspruchs des Ver­letz­ten auf

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Unter­halts­pflich­ten, Anspruchs­über­gang und grund­si­che­rungs­recht­li­che Vergleichsberechnung

In die im Rah­men der Prü­fung eines Anspruchs­über­gan­ges nach § 33 Abs. 2 Satz 3 SGB II anzu­stel­len­de grund­si­che­rungs­recht­li­che Ver­gleichs­be­rech­nung sind unab­hän­gig vom Bestehen oder vom Rang bür­­ger­­lich-rech­t­­li­cher Unter­halts­pflich­ten auch die Ange­hö­ri­gen der Bedarfs­ge­mein­schaft ein­zu­be­zie­hen, in der die unter­halts­pflich­ti­ge Per­son lebt. Nach § 33 Abs. 1 Satz 1 SGB II geht der Unter­halts­an­spruch bis zur

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Kie­fer­or­tho­pä­di­sche Wunschbehandlung

Im Rah­men der Grund­si­che­rung für Arbeits­su­chen­de (ALG II) besteht kein Anspruch auf eine kie­fer­or­tho­pä­di­sche Wunsch­be­hand­lung. Leis­tungs­be­rech­tig­te nach dem SGB II haben kei­nen Anspruch auf ärzt­li­che Behand­lun­gen, die über die Leis­tun­gen der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung hin­aus­ge­hen. Dies gilt auch für eine kie­fer­or­tho­pä­di­sche Behand­lung mit beson­ders kom­for­ta­blen Minia­tur­bra­kets. In einem jetzt vom Landessozialgericht

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Kei­ne Pro­zess­kos­ten­hil­fe für Kla­gen wegen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Regelsätze

Wer gegen die bewil­lig­ten Leis­tun­gen nach dem Zwei­ten Buch des Sozi­al­ge­setz­buchs (Grund­si­che­rung für Arbeits­su­chen­de – „Hartz IV“) allein mit der Begrün­dung klagt, die Regel­sät­ze für Erwach­se­ne sei­en ver­fas­sungs­wid­rig, hat nach Ansicht des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Sach­­sen-Anhalt kei­nen Anspruch auf Pro­zess­kos­ten­hil­fe. Pro­zess­kos­ten­hil­fe für ein gericht­li­ches Ver­fah­ren wird nur bewil­ligt, wenn die Klä­ger wirtschaftlich

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Pfän­dungs­schutz für das Gut­ha­ben aus einer Betriebskostenabrechnung

Der Erstat­tungs­an­spruch des Mie­ters aus einer Betriebs- und Heiz­kos­ten­ab­rech­nung des Ver­mie­ters ist unpfänd­bar, wenn der Mie­ter Arbeits­lo­sen­geld II bezieht und die Erstat­tung des­halb im Fol­ge­mo­nat die Leis­tun­gen der Agen­tur für Arbeit für Unter­kunft und Hei­zung des Hil­fe­emp­fän­gers min­dert. Nach dem Urteil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts vom 16. Okto­ber 2012 unter­lie­gen Betriebs- und

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Baby

Unter­halts­pflich­ten bei Hartz IV – und die unter­halts­recht­li­che Leistungsfähigkeit

Durch die sozi­al­recht­li­che Berück­sich­ti­gung titu­lier­ter Unter­halts­pflich­ten bei einem Antrag des Unter­halts­pflich­ti­gen auf Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de erhöht sich des­sen unter­halts­recht­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit nicht. Nach § 1603 Abs. 1 BGB ist nicht unter­halts­pflich­tig, wer bei Berück­sich­ti­gung sei­ner sons­ti­gen Ver­pflich­tun­gen außer­stan­de ist, ohne Gefähr­dung sei­nes eige­nen ange­mes­se­nen Unter­halts den Unter­halt zu gewäh­ren. Eltern, die

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