Rück­wir­ken­de All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung von Tarif­ver­trä­gen

Bei der Rück­wir­kung von All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­run­gen sind die Grund­sät­ze über die Rück­wir­kung von Geset­zen, wie sie in der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ent­wi­ckelt wor­den sind, ent­spre­chend anzu­wen­den. Die Rück­wir­kung einer All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung ver­letzt nicht die vom Rechts­staats­prin­zip (Art.20 Abs. 3 GG) umfass­ten Grund­sät­ze der Rechts­si­cher­heit und des Ver­trau­ens­schut­zes, soweit die Betrof­fe­nen mit ihr rech­nen

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All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung – und der gemein­sa­me Antrag der Tarif­ver­trags­par­tei­en

Nach § 5 TVG nF ist nun­mehr ein gemein­sa­mer Antrag der Tarif­ver­trags­par­tei­en Vor­aus­set­zung für den Erlass einer All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klrung. Mit die­sem Erfor­der­nis soll­te gewähr­leis­tet wer­den, dass die Abstüt­zung der tarif­li­chen Ord­nung aus Sicht sämt­li­cher Par­tei­en des Tarif­ver­trags erfor­der­lich erscheint . Der Begriff des gemein­sa­men Antrags ist des­halb mate­­ri­ell-rech­t­­lich zu ver­ste­hen, nicht for­mal

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Der Streit um eine All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung – und die Betei­lig­ten

Die Betei­li­gung an einem Beschluss­ver­fah­ren ist noch im Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren von Amts wegen zu prü­fen. Per­so­nen und Stel­len, die bis dahin zu Unrecht nicht gehört wur­den, sind auch ohne Rüge zum Ver­fah­ren hin­zu­zu­zie­hen. Dage­gen ist im Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren grund­sätz­lich nicht von Amts wegen zu prü­fen, ob sämt­li­che in den Vor­in­stan­zen betei­lig­ten Per­so­nen,

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Unwirk­sam­keit ein­zel­ner Bestim­mun­gen eines (all­ge­mein­ver­bind­li­chen) Tarif­ver­trags

Die Unwirk­sam­keit einer Tarif­be­stim­mung hat ent­ge­gen der Aus­le­gungs­re­gel des § 139 BGB grund­sätz­lich nicht die Unwirk­sam­keit der übri­gen tarif­li­chen Vor­schrif­ten zur Fol­ge. Die Rechts­fol­ge der Unwirk­sam­keit ein­zel­ner Tarif­nor­men wegen Ver­sto­ßes gegen Geset­ze oder die Ver­fas­sung ist nicht die Gesamt­nich­tig­keit und damit die gänz­li­che Unan­wend­bar­keit des Tarif­ver­trags, son­dern nur die Unwirk­sam­keit

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All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung – und die Zustim­mung des Tarif­aus­schus­ses

Die All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung eines Tarif­ver­trags kann sowohl nach § 5 Abs. 1 Satz 1 TVG als auch nach § 5 Abs. 1a Satz 1 TVG nur im Ein­ver­neh­men mit dem Tarif­aus­schuss erfol­gen. Des­sen Zustim­mung ist erfor­der­lich, ande­ren­falls kann kei­ne All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung erge­hen . Inhalt der Zustim­mung des Tarif­aus­schus­ses und spä­te­re AVE müs­sen sich grund­sätz­lich decken. Die AVE

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Der Streit um eine All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung – und der euro­pa­recht­li­che Rah­men

Die All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung von Tarif­ver­trä­gen nach § 5 Abs. 1 und Abs. 1a TVG in der ab 16.08.2014 gel­ten­den Fas­sung (Art. 5 des Tarif­au­to­no­mie­stär­kungs­ge­set­zes vom 11.08.2014, BGBl. I S. 1348) ver­stößt weder gegen die Euro­päi­sche Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on noch ist eine Vor­la­ge an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on nach Art. 267 Unter­abs. 3 AEUV gebo­ten. Ein Ver­stoß gegen

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Der all­ge­mein­ver­bind­li­che Tarif­ver­trag – und die dyna­mi­sche Bezug­nah­me im Arbeits­ver­trag

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts darf der Arbeit­neh­mer bei einer Ver­knüp­fung von einem fes­ten Ent­gelt­be­trag und des­sen Bezeich­nung als "Tarif­­lohn/-gehalt" regel­mä­ßig begrün­det davon aus­ge­hen, der in der Klau­sel fest­ge­hal­te­ne Betrag wer­de für die Dau­er des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht sta­tisch blei­ben, son­dern sol­le sich ent­spre­chend den tarif­li­chen Ent­wick­lun­gen des maß­ge­ben­den Ent­gelt­ta­rif­ver­tra­ges ver­än­dern.

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All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung – und der Streit um ihre Wirk­sam­heit

Strei­tig­kei­ten über die Wirk­sam­keit einer All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­er­klä­rung oder einer ent­spre­chen­den Ver­ord­nung nach § 2a Abs. 1 Nr. 5 iVm. § 98 ArbGG sind gemäß § 2a Abs. 2 ArbGG im Beschluss­ver­fah­ren aus­zu­tra­gen. Nach § 83 Abs. 1 Satz 1 ArbGG erforscht das Gericht hier­bei den Sach­ver­halt im Rah­men der gestell­ten Anträ­ge von Amts wegen, wobei

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All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung eines Tarif­ver­tra­ges – Gro­ße Zahl und Klei­ne Zahl

Für die Ermitt­lung der Gro­ßen Zahl kommt es dar­auf an, wie vie­le Arbeit­neh­mer ins­ge­samt unter den räum­li­chen, fach­li­chen und per­sön­li­chen Gel­tungs­be­reich des für all­ge­mein­ver­bind­lich zu erklä­ren­den Tarif­ver­trags fal­len. Maß­geb­lich ist dabei der Begriff des Gel­tungs­be­reichs, wie er im TVG auch an ande­rer Stel­le (§ 4 Abs. 1 Satz 1 TVG) ver­wen­det wird. Ist

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All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung eines Tarif­ver­tra­ges – und das öffent­li­che Inter­es­se

Bei der Fra­ge, ob die AVE eines Tarif­ver­trags im öffent­li­chen Inter­es­se gebo­ten erscheint, hat der zustän­di­ge Minis­ter eigen­ver­ant­wort­lich zu prü­fen, ob die Vor­tei­le der AVE eines Tarif­ver­trags etwai­ge Nach­tei­le über­wie­gen. Hier­bei sind sowohl die Inter­es­sen der tarif­ge­bun­de­nen als auch die­je­ni­gen der nicht tarif­ge­bun­de­nen Arbeit­neh­mer und Arbeit­ge­ber gegen­über­zu­stel­len. Allein das Inter­es­se

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Zusatz­ver­sor­gungs­kas­se für das Bau­ge­wer­be – und die zu nied­ri­gen Mel­dun­gen

Mit Beschluss vom 21.09.2016 hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt die All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung der Tarif­ver­trä­ge über das Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren im Bau­ge­wer­be vom 15.05.2008 in der Fas­sung des letz­ten Ände­rungs­ta­rif­ver­trags vom 20.08.2007 und die All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung vom 25.06.2010 in der Fas­sung des letz­ten Ände­rungs­ta­rif­ver­trags vom 18.12 2009 für unwirk­sam erklärt. Auf Grund des Weg­falls der All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­rung der

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Rück­wir­ken­de All­ge­mein­ver­bind­lich­keit des Sozi­al­kas­sen­ver­fah­rens im Abbruch­ge­wer­be

Der Tarif­ver­trag über das Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren im Bau­ge­wer­be vom 20. Dezem­ber 1999 idF des Ände­rungs­ta­rif­ver­trags vom 15. Dezem­ber 2005 (VTV) ist wirk­sam rück­wir­kend zum 1. Janu­ar 2006 für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt wor­den. Bei der Rück­wir­kung von All­ge­mein­ver­bind­li­cherklä­run­gen sind die Grund­sät­ze über die Rück­wir­kung von Geset­zen, wie sie in der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts

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Sozi­al­kas­sen­ver­fah­ren im Bau­ge­wer­be – All­ge­mein­ver­bind­lich­keit im Fas­sa­den­bau

§ 1 Abs. 3 Satz 2 AEntG aF ver­pflich­tet einen Arbeit­ge­ber mit Sitz im Aus­land, einer gemein­sa­men Ein­rich­tung der Tarif­ver­trags­par­tei­en des Bau­ge­wer­bes, der nach für all­ge­mein­ver­bind­lich erklär­ten Tarif­ver­trä­gen die Ein­zie­hung von Urlaubs­kas­sen­bei­trä­gen über­tra­gen ist, die­se Bei­trä­ge zu leis­ten, soweit der Betrieb über­wie­gend Bau­leis­tun­gen iSv. § 175 Abs. 2 SGB III aF (Gel­tung bis 31.03.2012;

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Ent­gelt­ta­rif­ver­trag für das Hotel- und Gast­stät­ten­ge­wer­be in Nord­rhein-West­fa­len

Dem Ent­gelt­ta­rif­ver­trag vom 19. Febru­ar 2008 für das Gas­t­­stät­­ten- und Hotel­ge­wer­be in Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len kommt kei­ne All­ge­mein­ver­bind­lich­keit zu. Damit hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf der Fest­stel­lungs­kla­ge des Betrei­bers eines Pizz­a­lie­fer­diens­tes aus Moers ent­spro­chen und fest­ge­stellt, dass die Erklä­rung vom 5. Sep­tem­ber 2008, mit der der dama­li­ge Arbeits­mi­nis­ter des Lan­des Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len den Ent­gelt­ta­rif­ver­trag

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