Landgericht Köln

Anwalts­zu­las­sung – nach vier Jahren

Eine (ange­hen­de) Rechts­an­wäl­tin kann Kennt­nis von einer schuld­haf­ten Pflicht­ver­let­zung der Rechts­an­walts­kam­mer im Zulas­sungs­ver­fah­ren auch schon vor rechts­kräf­ti­gem Abschluss des Ver­fah­rens haben. Mit die­ser Begrün­dung hat nun jeden­falls das Land­ge­richt Köln eine Kla­ge abge­wie­sen, mit der eine Rechts­an­wäl­tin, die auf ihren Zulas­sungs­an­trag von der Rechts­an­walts­kam­mer Köln erst nach einer Ver­fah­rens­dau­er von insgesamt

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Rennrad

Renn­rad­fah­rer – und die Bodenschwelle

Renn­rad­fah­rer müs­sen in ihrem eige­nen Inter­es­se geschwin­dig­keits­an­ge­passt fah­ren, damit sie erkenn­ba­ren Uneben­hei­ten auf der Stra­ße aus­wei­chen kön­nen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Land­ge­richt hat einem Renn­rad­fah­rer eine Ent­schä­di­gung ver­wehrt, der wäh­rend einer Aus­fahrt über eine Boden­schwel­le gefah­ren und gestürzt ist. Der Renn­rad­fah­rer mach­te im März 2020 zusam­men mit einem Freund

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Kindergarten

Der feh­len­de Kita-Platz

Kin­der haben ab Voll­endung des ers­ten Lebens­jah­res Anspruch auf früh­kind­li­che För­de­rung in einer Tages­ein­rich­tung oder Kin­der­ta­ges­pfle­ge. Dar­aus ergibt sich die Amts­pflicht des Trä­gers der Jugend­hil­fe, jedem anspruchs­be­rech­tig­ten Kind, für wel­ches recht­zei­tig Bedarf ange­mel­det wur­de, einen ange­mes­se­nen Platz nach­zu­wei­sen. Wegen ver­spä­te­ter Zur­ver­fü­gung­stel­lung eines sol­chen Plat­zes hat das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main

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Die Kol­le­gi­al­ge­richts-Richt­li­nie im Amtshaftungsprozess

Die – ein Ver­schul­den des Amts­trä­gers aus­schlie­ßen­de – Kol­­le­­gi­al­­ge­­richts-Rich­t­­li­­nie ist auch anwend­bar, wenn im Amts­haf­tungs­pro­zess das mit drei Berufs­rich­tern besetz­te Land­ge­richt erst­in­stanz­lich eine Amts­hand­lung als recht­mä­ßig ansieht. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs trifft den Amts­trä­ger in der Regel kein Ver­schul­den, wenn ein mit meh­re­ren Berufs­rich­tern besetz­tes Kol­le­gi­al­ge­richt die Amts­tä­tig­keit als

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LG Bremen

Der rechts­kräf­tig fest­ge­stell­te Amts­haf­tungs­an­spruch – und die Schadensminderungspflicht

Ist bereits rechts­kräf­tig fest­ge­stellt wor­den, dass dem Geschä­dig­ten ein Scha­dens­er­satz­an­spruch aus Amts­haf­tung unein­ge­schränkt zusteht, kann eine Ver­let­zung sei­ner Scha­dens­min­de­rungs­pflicht nur noch auf­grund von Tat­sa­chen ange­nom­men wer­den, die erst nach der letz­ten münd­li­chen Ver­hand­lung über die Fest­stel­lungs­kla­ge ent­stan­den sind. Die Rechts­kraft eines posi­ti­ven Fest­stel­lungs­ur­teils über das Bestehen eines Rechts­ver­hält­nis­ses zwi­schen den Parteien,

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Mietwohnungen

Unwirk­sam­keit der hes­si­schen Miet­preis­brem­se – und die Amtshaftung

Mie­tern, die infol­ge der Unwirk­sam­keit ((vgl. hier­zu BGH, Urteil vom 17.07.2019 – VIII ZR 130/​18, BGHZ 223, 30)) der Hes­si­schen Mie­ten­be­gren­zungs­ver­ord­nung vom 17.11.2015 eine höhe­re Mie­te zu ent­rich­ten haben, steht gegen das Land Hes­sen kein Amts­haf­tungs­an­spruch zu. Der Mie­te­rin ste­hen kei­ne Amts­haf­tungs­an­sprü­che (§ 839 Abs. 1 Satz 1 BGB i.V.m. Art. 34 Satz 1 GG)

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Gullideckel

Die ver­eng­te Abwas­ser­lei­tung – und das feh­len­de Rückschlagventil

Ein durch eine Ver­en­gung der Abwas­ser­lei­tung ver­ur­sach­ter Rück­s­tauscha­den, der durch eine – hier feh­len­de – Rück­stau­ein­rich­tung hät­te ver­hin­dert wer­den kön­nen, liegt jeden­falls dann außer­halb des Schutz­be­reichs einer ver­letz­ten Pflicht, wenn der Anlie­ger nach der ein­schlä­gi­gen Sat­zung zum Ein­bau einer sol­chen Siche­rung ver­pflich­tet ist. Auf den Grund, wes­halb es zu einem

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Oberlandesgericht München

Das unrich­te Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten – und die Haf­tung wegen des dar­auf­hin geschlos­se­nen Vergleichs

Auf die Haf­tung des gericht­li­chen Sach­ver­stän­di­gen wegen eines unrich­ti­gen Gut­ach­tens fin­det § 839a BGB ana­log Anwen­dung, wenn das Gerichts­ver­fah­ren durch einen Ver­gleich erle­digt wur­de, des­sen Abschluss von dem Gut­ach­ten beein­flusst wor­den ist. Durch Art. 2 Nr. 5 des Zwei­ten Geset­zes zur Ände­rung scha­dens­er­satz­recht­li­cher Vor­schrif­ten vom 19.07.2002 ist mit § 839a BGB eine eigenständige,

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Wohnhaus/Geschäftshaus

Die unwirk­sa­me Mie­ten­be­gren­zungs­ver­ord­nung – und kei­ne Amtshaftung

Erlässt eine Lan­des­re­gie­rung eine Mie­ten­be­gren­zungs­ver­ord­nung mit wei­tem räum­li­chem und per­sön­li­chem Gel­tungs­be­reich, die jedoch wegen Ver­sto­ßes gegen die Pflicht zur Begrün­dung der Ver­ord­nung unwirk­sam ist, ste­hen Mie­tern des­we­gen kei­ne Amts­haf­tungs­an­sprü­che zu. Mit die­ser Begrün­dung wies jetzt der Bun­des­ge­richts­hof eine ent­spre­chen­de Amts­haf­tungs­kla­ge gegen das Land Hes­sen ab. Die Klä­ge­rin nahm das Land Hessen

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ISAF-Patrouille

Der Luft­an­griff in Afgha­ni­stan – ohne Haftung

Wegen des vom deut­schen Kom­man­deur des „Pro­vin­cial Recon­struc­tion Teams“ (PRT) der Afgha­ni­stan­schutz­trup­pe ISAF befoh­le­nen Luft­an­griffs bei Kun­duz im Jahr 2009, bei dem im Rah­men der Bom­bar­die­rung eines Tank­last­zu­ges 100 Men­schen – dar­un­ter zahl­rei­che Zivi­lis­ten und Kin­der – star­ben, bestehen kei­ne Amts­haf­tungs­an­sprü­che gegen die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Nach­dem der Bun­des­ge­richts­hof dies bereits

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LG Bremen

Amts­haf­tung – und die Kollegialgerichtsrichtlinie

Im Bereich der Amts­haf­tung kann sich der Amts­trä­ger im Regel­fall auf die all­ge­mei­ne Richt­li­nie beru­fen, dass einen Amts­trä­ger in der Regel kein Ver­schul­den trifft, wenn ein mit meh­re­ren Rechts­kun­di­gen besetz­tes Kol­le­gi­al­ge­richt die Amts­tä­tig­keit als objek­tiv recht­mä­ßig ange­se­hen hat. Die so genann­te Kol­le­gi­al­ge­richts­richt­li­nie greift jedoch nicht ein, wenn das Gericht eine gesetz­li­che Bestimmung

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Brunnen

Die Alt­an­schlie­ßer­re­ge­lung im Bran­den­bur­gi­schen Kommunalabgabengesetz

§ 19 Abs. 1 Satz 3 KAG Bbg ist ver­fas­sungs­ge­mäß und ver­stößt ins­be­son­de­re nicht gegen das Gebot der Rechts­si­cher­heit und des Ver­trau­ens­schut­zes. Das Rechts­staats­prin­zip schützt in sei­ner Aus­prä­gung als Gebot der Belas­tungs­klar­heit und Belas­tungs­vor­her­seh­bar­keit davor, dass lan­ge zurück­lie­gen­de, in tat­säch­li­cher Hin­sicht abge­schlos­se­ne Vor­gän­ge unbe­grenzt zur Anknüp­fung neu­er Las­ten her­an­ge­zo­gen wer­den kön­nen. Als

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Bundesverfassungsgericht

Die Bran­den­bur­ger Alt­an­schlie­ßer­fäl­le – oder: wenn Zivil­ge­rich­te Ver­wal­tungs­recht auslegen

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de in einem Alt­an­schlie­ßer­fall in Bran­den­burg nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men, die sich gegen die Ver­sa­gung eines staats- und amts­haf­tungs­recht­li­chen, auf die Rück­zah­lung eines in der Ver­gan­gen­heit gezahl­ten Bei­tra­ges für die Her­stel­lung und Anschaf­fung einer öffent­li­chen Was­ser­ver­sor­gungs­an­la­ge gerich­te­ten Ans­ruchs wand­te. Das Bran­den­bur­gi­sche Ober­lan­des­ge­richt erach­te­te die Bei­trags­for­de­rung als

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Pflegeheim

Der rechts­wid­ri­ge Auf­nah­me­stopp der Heim­auf­sicht – und die Amtshaftung

Mit dem Ver­schul­den der Bediens­te­ten der staat­li­chen Heim­auf­sicht bei Anord­nung eines im nach­fol­gen­den ver­wal­tungs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren als rechts­wid­rig bewer­te­ten Auf­nah­me­stopps gegen­über einem Pfle­ge­heim wegen unzu­rei­chen­der per­so­nel­ler Aus­stat­tung hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof in einem Amts­haf­tungs­pro­zess zu befas­sen. Der Aus­gangs­sach­ver­halt In dem hier ent­schie­de­nen Streit­fall nimmt nimmt die Trä­ge­rin eines Pfle­ge­heims den

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Justizvollzugsanstalt München, Jugendarrestanstalt

Men­schen­wür­di­ge Unter­brin­gung von Gefan­ge­nen – und die Abfer­ti­gung im PKH-Verfahren

Die Vor­ver­la­ge­rung unge­klär­ter Rechts­fra­gen zur men­schen­wür­di­gen Unter­brin­gung von Gefan­ge­nen ins Pro­zess­kos­ten­hil­fe­ver­fah­ren ist unzu­läs­sig. Dies ent­schied das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt auf eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de, die die erst­in­stanz­li­che Abwei­sung einer Amts­haf­tungs­kla­ge gegen den Frei­staat Bay­ern wegen men­schen­un­wür­di­ger Unter­brin­gung in Unter­su­chungs­haft und die Zurück­wei­sung eines Antrags auf Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe in der Beru­fungs­in­stanz betraf. Nach den

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Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech

Men­schen­un­wür­di­ge Haft­be­din­gun­gen – und die Ent­schei­dung im PKH-Verfahren

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat erneut zwei Ver­fas­sungs­be­schwer­den teil­wei­se statt­ge­ge­ben, die die erst­in­stanz­li­che Abwei­sung einer Amts­haf­tungs­kla­ge gegen den Frei­staat Bay­ern wegen men­schen­un­wür­di­ger Unter­brin­gung in Unter­su­chungs­haft und die Zurück­wei­sung eines Antrags auf Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe in der Beru­fungs­in­stanz betref­fen. Indem das Ober­lan­des­ge­richt der beab­sich­tig­ten Beru­fung unge­ach­tet unge­klär­ter Rechts­fra­gen zur Men­schen­wür­dig­keit der Unter­brin­gung die

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Scha­dens­er­satz nach Polizeieinsatz

Ein Poli­zei­be­am­ter ver­letzt bei einem Ein­satz dann sei­ne Amts­pflich­ten, wenn er die Sach­la­ge falsch ein­schätzt hat und nicht wie ein gewis­sen­haf­ter, beson­ne­ner und sach­kun­di­ger Amts­wal­ter die Sach­la­ge zum Zeit­punkt des poli­zei­li­chen Han­delns ein­ge­schätzt hät­te. Mit die­ser Begrün­dung hat das Land­ge­richt Frank­furt am Main in dem hier vor­lie­gen­den Fall einem Fußballanhänger

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Landgericht Bremen

Die Remons­tra­ti­ons­pflicht des Beam­ten als Amtspflicht?

Die Remons­tra­ti­ons­pflicht gemäß § 36 Abs. 2 BeamtStG und § 63 Abs. 2 BBG ist dem Grund­satz nach kei­ne Amts­pflicht, die dem Beam­ten Drit­ten gegen­über obliegt. Nach § 35 Abs. 1 Satz 2 BeamtStG und § 62 Abs. 1 Satz 2 BBG sind Beam­te ver­pflich­tet, die dienst­li­chen Anord­nun­gen ihrer Vor­ge­setz­ten aus­zu­füh­ren und deren all­ge­mei­ne Richt­li­ni­en zu

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Ver­let­zung der Men­schen­wür­de – und kein Schadensersatz

Art. 34 GG hat zwar den Sinn, bei der Ver­let­zung sub­jek­ti­ver öffent­li­cher Rech­te Rechts­schutz auch dort zu gewäh­ren, wo die Inte­gri­tät der betrof­fe­nen Rechts­gü­ter nicht mehr her­ge­stellt wer­den kann. Eine Beschrän­kung auf einen bestimm­ten Scha­dens­aus­gleich sieht er gleich­wohl nicht vor. Er spricht nur von der Ver­ant­wort­lich­keit des Staa­tes oder der zuständigen

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Die feh­ler­haf­te Zustel­lung – und die Amtshaftung

Ein Zustel­lungs­be­am­ter, der ent­ge­gen den Vor­schrif­ten der Zivil­pro­zess­ord­nung eine Zustel­lung falsch bewirkt, ver­letzt eine Amts­pflicht, die ihm sowohl dem Absen­der als auch dem Emp­fän­ger gegen­über obliegt. Die Hei­lung des Zustel­lungs­man­gels nach § 189 ZPO wirkt sich nicht auf das Vor­lie­gen einer Amts­pflicht­ver­let­zung aus, son­dern ist allein für den Ein­tritt und

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Der Feu­er­wehr­ein­satz – und die Amtshaftung

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te aktu­ell den Haf­tungs­maß­stab zu klä­ren, der bei einem Feu­er­wehr­ein­satz bei der Brand­be­kämp­fung gilt: Anlass hier­für bot dem Bun­des­ge­richts­hof ein Fall aus dem Badi­schen: Geklagt hat­te die Eigen­tü­me­rin eines Grund­stücks, auf dem sich das Aus­lie­fe­rungs­la­ger und das Ver­wal­tungs­ge­bäu­de eines Han­dels­un­ter­neh­mens befan­den. Am Abend des 8. Febru­ar 2010 brach dort

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Die bei einem Drit­ten beschlag­nahm­ten Gegen­stän­de – und der Rück­trans­port durch die Strafverfolgungsbehörde

Die Staats­an­walt­schaft ver­letzt kei­ne Pflich­ten aus einem öffen­t­­lich-rech­t­­li­chen Ver­wah­rungs­ver­hält­nis, indem sie den Rück­trans­port der beschlag­nahm­ten Gegen­stän­de zum Wohn­ort der nicht beschul­dig­ten Eigen­tü­me­rin der Gegen­stän­de ver­wei­gert. Ein Anspruch auf Scha­dens­er­satz aus §§ 280 Abs. 1, 688, 697 BGB in ent­spre­chen­der Anwen­dung besteht des­halb nicht. Glei­ches gilt für einen Amts­haf­tungs­an­spruch aus §

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Die Haf­tung des Gerichts­sach­ver­stän­di­gen – und das nicht ein­ge­hol­te Privatgutachten

Die Ein­ho­lung eines Pri­vat­gut­ach­tens zählt nicht zu den „Rechts­mit­teln“ im Sin­ne von § 839a Abs. 2, § 839 Abs. 3 BGB. Die Amts­haf­tung bzw. die Haf­tung des gericht­lich bestell­ten Sach­ver­stän­di­gen tritt – eben­so wie die Amts­haf­tung – nicht ein, wenn der Ver­letz­te vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig unter­las­sen hat, den Scha­den durch Gebrauch

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Ver­jäh­rung eines Amts­haf­tungs­an­spruchs – und die Kennt­nis des Geschädigten

Seit dem Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs vom 07.12.1967 zu § 91a SVG ist geklärt, dass die Ver­jäh­rungs­frist eines Anspruchs, der Vor­satz des Schä­di­gers vor­aus­setzt, erst zu lau­fen beginnt, wenn der Geschä­dig­te den Vor­satz kennt oder grob fahr­läs­sig nicht kennt. Soweit ver­tre­ten wird, die Erhe­bung einer Amts­haf­tungs­kla­ge sei dem Klä­ger vor Abschluss des

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Der Feh­ler des Not­arz­tes – und die Haf­tung der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung Thüringen

Der Not­arzt im Ret­tungs­dienst in Thü­rin­gen übt ein öffent­li­ches Amt aus. Für Feh­ler des Not­arz­tes bei einem Ret­tungs­ein­satz haf­tet die Kas­sen­ärzt­li­che Ver­ei­ni­gung Thü­rin­gen und nicht der Land­kreis. Der Not­arzt wird in Thü­rin­gen in Aus­übung eines öffent­li­chen Amtes und nicht ledig­lich pri­vat­recht­lich tätig, so dass für etwai­ge Feh­ler bei der Erstversorgung

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Haf­tung für den feh­len­den Kita-Platz

Der zustän­di­ge Trä­ger der öffent­li­chen Jugend­hil­fe ver­letzt sei­ne Amts­pflicht, wenn er einem gemäß § 24 Abs. 2 SGB VIII anspruchs­be­rech­tig­ten Kind trotz recht­zei­ti­ger Anmel­dung des Bedarfs kei­nen Betreu­ungs­platz zur Ver­fü­gung stellt. Für das Ver­schul­den des Amts­trä­gers kommt dem Geschä­dig­ten ein Beweis des ers­ten Anscheins zugu­te. Die mit dem Anspruch aus §

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