Zur geschäft­li­chen Repu­ta­ti­on getä­tig­te Abwicklungsaufwendungen

Als nach­träg­li­che Anschaf­fungs­kos­ten kön­nen Auf­wen­dun­gen des Steu­er­pflich­ti­gen des­sen Auf­lö­sungs­ver­lust nur erhö­hen, wenn sie sich auf die kon­kre­te Betei­li­gung bezie­hen. Befrie­digt ein qua­li­fi­ziert betei­lig­ter Gesell­schaf­ter einer GmbH einen Gläu­bi­ger der GmbH, obschon die­se Ver­bind­lich­keit wegen der Voll­be­en­di­gung der GmbH nicht mehr besteht, ist der ent­spre­chen­de Auf­wand nicht (mehr) durch das Gesellschaftsverhältnis

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Bundesfinanzhof (BFH)

Zufahrts­bau­last als Anschaf­fungs­kos­ten des Grund und Bodens

Die Zah­lung eines Grund­stücks­ei­gen­tü­mers an sei­nen Nach­barn für eine Zufahrts­bau­last kann zu Anschaf­fungs­kos­ten des Grund und Bodens auch dann füh­ren, wenn damit ein zwei­ter Zugang zum Grund­stück eröff­net wird. Nach § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG sind Wer­bungs­kos­ten Auf­wen­dun­gen zur Erwer­bung, Siche­rung und Erhal­tung von Ein­nah­men. Sie sind nach § 9 Abs. 1 Satz 2 EStG

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Ablö­sung eines Nieß­brauchs­rechts als nach­träg­li­che Anschaffungskosten

Die Ablö­sung eines Nieß­brauchs­rechts kön­nen nach­träg­li­che Anschaf­fungs­kos­ten bei den ursprüng­lich mit dem Nieß­brauch belas­te­ten GmbH-Antei­­len dar­stel­len. Im einem vor dem Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf anhän­gi­gen Ver­fah­ren war die Höhe eines Ver­äu­ße­rungs­ge­winns aus § 17 EStG strei­tig. In dem Sach­ver­halt, der die­ser Ent­schei­dung zugrun­de lag, über­trug der Vater dem Klä­ger GmbH-Antei­­le, behielt sich

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Poli­cen­dar­lehn und die Vor­fi­nan­zie­rung aus Eigenmitteln

Dar­le­hen aus Poli­cen­dar­le­hen die­nen auch dann i.S. des § 10 Abs. 2 Satz 2 Buchst. a EStG unmit­tel­bar und aus­schließ­lich der Finan­zie­rung von Anschaf­fungs­kos­ten, wenn ein Teil die­ser Kos­ten vor Ein­gang der Dar­le­hensva­lu­ta auf dem Kon­to des Steu­er­pflich­ti­gen aus ande­ren Mit­teln bezahlt wird, der Steu­er­pflich­ti­ge aber bei Ver­an­las­sung die­ser Zah­lung berech­tigt von einer

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Ver­lust­be­rück­sich­ti­gung bei einer GmbH-Beteiligung

Nach § 17 Abs. 1 und Abs. 4 EStG gehört zu den Ein­künf­ten aus Gewer­be­be­trieb auch der Gewinn aus der Auf­lö­sung von Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten, wenn der Gesell­schaf­ter inner­halb der letz­ten fünf Jah­re am Kapi­tal der Gesell­schaft zu min­des­tens 1 vom Hun­dert betei­ligt war und er die Betei­li­gung in sei­nem Pri­vat­ver­mö­gen hielt. Ent­spre­chen­des gilt für

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Stra­te­gie­ent­gel­te als Anschaf­fungs­kos­ten der Kapitalanlage

Ent­gel­te an Ver­mö­gens­ver­wal­ter, die Kapi­tal­an­le­ger neben den im Übri­gen zu zah­len­den Ver­wal­tungs­ge­büh­ren für die Aus­wahl zwi­schen meh­re­ren Gewinn­stra­te­gien des Ver­wal­ters zu zah­len haben, gehö­ren zu den Anschaf­fungs­kos­ten der erwor­be­nen Kapi­tal­an­la­gen und sind des­halb nicht den sofort abzieh­ba­ren Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen zuzu­rech­nen. Sol­che (Sonder-)Entgelte betref­fen allein den –

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Grund­er­werb­steu­er als Anschaf­fungs­ne­ben­kos­ten beim GmbH-Kauf

Die durch die Ein­brin­gung von Kapi­tal­ge­sell­schafts­an­tei­len ent­stan­de­ne Grund­er­werb­steu­er stellt hin­sicht­lich der Gesell­schafts­an­tei­le Anschaf­fungs­ne­ben­kos­ten – und damit kei­ne sofort abzugs­fä­hi­gen Betriebs­aus­ga­ben – dar, stell­te das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf in einem aktu­el­len Urteil fest. In dem Düs­sel­dor­fer Rechts­streit war strei­tig, ob die im Zusam­men­hang mit der Ein­brin­gung von Kapi­tal­ge­sell­schafts­an­tei­len ange­fal­le­ne Grund­er­werb­steu­er als sofort

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Auf­geld bei der Kapitalerhöhung

Ein für den Erwerb eines GmbH-Anteils im Rah­men einer Kapi­tal­erhö­hung gezahl­tes Auf­geld (Agio) ist aus­schließ­lich dem neu erwor­be­nen Anteil als Anschaf­fungs­kos­ten zuzu­ord­nen; es han­delt sich nicht (auch) um nach­träg­li­che Anschaf­fungs­kos­ten auf die bereits vor­her bestehen­de Betei­li­gung. Das gilt auch dann, wenn die Sum­me aus dem Nenn­be­trag des neu­en Anteils und

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Anschaf­fungs­na­he Auf­wen­dun­gen oder Schönheitsreparaturen?

Auf­wen­dun­gen im Zusam­men­hang mit der Anschaf­fung eines Gebäu­des sind –unab­hän­gig davon, ob sie auf jähr­lich übli­cher­wei­se anfal­len­den Erhal­tungs­ar­bei­ten i.S. von § 6 Abs. 1 Nr. 1 a Satz 2 EStG beru­hen– nicht als Erhal­tungs­auf­wand sofort abzieh­bar son­dern nur über die Jah­re abschreib­bar, wenn sie im Rah­men ein­heit­lich zu wür­di­gen­der Instan­d­­se­t­­zungs- und Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men i.S. des

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Dar­lehn­sauf­wand als nach­träg­li­che Anschaf­fungs­kos­ten von Gesellschaftsanteilen

Zu den Anschaf­fungs­kos­ten gehö­ren nach der Defi­ni­ti­on des bis 2007 für der­ar­ti­ge Rechts­fra­gen zustän­di­gen VIII. Sena­tes des Bun­des­fi­nanz­hofs neben dem Anschaf­fungs­preis und den Anschaf­fungs­ne­ben­kos­ten auch soge­nann­te nach­träg­li­che Anschaf­fungs­kos­ten. Das sind Auf­wen­dun­gen auf die Betei­li­gung, die als offe­ne oder ver­deck­te Ein­la­gen den Wert der Betei­li­gung erhö­hen oder die ander­wei­tig durch das

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Abschrei­bung für den Erwerb von Gesellschaftsanteilen

Bei der Gewinn­ermitt­lung nach § 4 Abs. 3 EStG sind die Anschaf­fungs­kos­ten eines Gesell­schaf­ters für den Erwerb sei­ner mit­un­ter­neh­me­ri­schen Betei­li­gung in einer steu­er­li­chen Ergän­zungs­rech­nung nach Maß­ga­be der Grund­sät­ze über die Auf­stel­lung von Ergän­zungs­bi­lan­zen zu erfas­sen, wenn sie in der Über­schuss­rech­nung der Gesamt­hand nicht berück­sich­tigt wer­den kön­nen. Ein ent­gelt­li­cher Erwerb einer mit­un­ter­neh­me­ri­schen Beteiligung,

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Anschaf­fungs­kos­ten bei gemischt genutz­tem Grundstück

Nimmt der Steu­er­pflich­ti­ge Dar­le­hen zur Finan­zie­rung je unter­schied­li­cher Grund­stücks­tei­le auf, die eigen­stän­di­ge Wirt­schafts­gü­ter bil­den, schei­tert der Zuord­nungs­zu­sam­men­hang zu ein­zel­nen Grund­stücks­tei­len aber, weil die Valu­ten sämt­li­cher Dar­le­hen auf ein Giro­kon­to flie­ßen, von dem dann der Steu­er­pflich­ti­ge den gesam­ten Kauf­preis an den Ver­käu­fer über­weist, so sind die ent­stan­de­nen Schuld­zin­sen grund­sätz­lich nach dem

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Ver­lo­re­nes Sanierungsdarlehen

Wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt ent­schie­den hat, kann auch ein vom Gesell­schaf­ter zur Sanie­rung einer GmbH gege­be­nes Dar­le­hen zu den Anschaf­fungs­kos­ten der Betei­li­gung gehö­ren. Wird das Dar­le­hen spä­ter nicht zurück­ge­zahlt, kann der Ver­lust ein­kom­men­steu­er­lich berück­sich­tigt wer­den. Nach § 17 des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes (EStG) unter­liegt die Ver­äu­ße­rung einer Betei­li­gung an einer Kapi­tal­ge­sell­schaft unter

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Kei­ne AfA bei Kaufvertragsaufhebung

Die zur Inan­spruch­nah­me von AfA not­wen­di­ge Belas­tung mit Anschaf­fungs­kos­ten ist in dem Jahr, in dem der Anschaf­fungs­vor­gang in vol­lem Umfang rück­gän­gig gemacht wor­den ist, nicht (mehr) gege­ben, so dass in dem Jahr, in dem der Kauf­ver­trag wie­der auf­ge­ho­ben wird, kei­ne Abschrei­bung mehr vor­ge­nom­men wer­den kann. EStG § 7, § 9 Abs. 1 Satz

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Pri­va­te Auf­wen­dun­gen und pau­scha­le Dienstwagenbesteuerung

Über­lässt der Arbeit­ge­ber sei­nem Arbeit­neh­mer einen Fir­men­wa­gen zur pri­va­ten Nut­zung, so ist der damit ver­bun­de­ne geld­wer­te Vor­teil als Arbeits­lohn zu ver­steu­ern. Die­ser Vor­teil ist pau­schal ent­we­der nach der sog. 1 %- Rege­lung auf Grund­la­ge des Lis­ten­prei­ses für das Fahr­zeug oder auf Ein­zel­nach­weis nach der sog. Fahr­ten­buch­me­tho­de zu ermit­teln (§ 8 Abs. 2 Sätze

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Betriebs­über­tra­gung gegen Angehörigenrente

Sind auf­grund eines Schen­kungs­ver­spre­chens von Todes wegen ( 2301 Abs. 1 Satz 1 BGB) wie­der­keh­ren­de Leis­tun­gen an einen vom Vermgens­über­ge­ber bestimm­ten Drit­ten zu erbrin­gen, sind die­se Leis­tun­gen erbrecht­li­chen Ver­pflich­tun­gen gleich­zu­stel­len, deren Ablö­sung nicht zu steu­er­lich zu beürck­sich­ti­gen­den Anschaf­fungs­kos­ten führt. Die Leis­tun­gen zur Ablö­sung einer frei­wil­lig begrün­de­ten Ren­ten­ver­pflich­tung sind kei­ne Veräußerungskosten.

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Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht aus Ver­mie­tung und Verpachtung

Im Rah­men der Ein­kunfts­art Ver­mie­tung und Ver­pach­tung ist die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei einer lang­fris­ti­gen Ver­mie­tung nach einem neu­en Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs aus­nahms­wei­se doch zu prü­fen, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge die Anschaf­fungs­kos­ten oder Her­stel­lungs­kos­ten des Ver­mie­tungs­ob­jekts sowie anfal­len­de Schuld­zin­sen fremd­fi­nan­ziert und somit Zin­sen auf­lau­fen lässt, ohne dass durch ein Finan­zie­rungs­kon­zept von vorn­her­ein deren

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Bundesfinanzhof

Finan­zie­rungs­kos­ten einer wesent­li­chen Beteiligung

Zin­sen, die der Gesell­schaf­ter einer GmbH nach Ver­äu­ße­rung der Betei­li­gung für ein Refi­nan­zie­rungs­dar­le­hen für die Anschaf­fung der im Pri­vat­ver­mö­gen gehal­te­nen Betei­li­gung zahlt, kön­nen –jeden­falls nach der bis ein­schließ­lich 1998 gel­ten­den Geset­zes­la­ge– nicht mehr als (nach­träg­li­che) Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen abge­zo­gen wer­den (Bestä­ti­gung der stän­di­gen Recht­spre­chung). Die Ein­brin­gung einer

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Wert­auf­ho­lung bei getausch­ten Beteiligungen

Wird eine Betei­li­gung nach einer Teil­wert­ab­schrei­bung unter (auf das sog. Tausch­gut­ach­ten des BFH gestütz­ter) Fort­füh­rung des Buch­werts gegen die Betei­li­gung an einer ande­ren Gesell­schaft getauscht, ist für die Bemes­sung der Anschaf­fungs­kos­ten der erhal­te­nen Betei­li­gung im Rah­men des steu­er­li­chen Wert­auf­ho­lungs­ge­bots auf die his­to­ri­schen Anschaf­fungs­kos­ten der hin­ge­ge­be­nen Betei­li­gung und nicht auf den

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Gut­ach­ter­kos­ten als Anschaffungsnebenkosten

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat sei­ne Recht­spre­chung zur Abgren­zung von Wer­bungs­kos­ten und Anschaf­fungs­ne­ben­kos­ten im Zusam­men­hang mit dem Erwerb von GmbH-Geschäfts­­an­­tei­­len fort­ent­wi­ckel und nun­mehr ent­schie­den, dass Gut­ach­ten­kos­ten, die im Zusam­men­hang mit der Anschaf­fung von GmbH-Geschäfts­­an­­tei­­len anfal­len, kei­ne sofort abzieh­ba­ren Wer­bungs­kos­ten son­dern Anschaf­fungs­ne­ben­kos­ten sind, sofern sie nach einer grund­sätz­lich gefass­ten Erwerbs­ent­schei­dung ent­ste­hen und die

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Ein­la­ge von Bodenschätzen

Der Gro­ße Senat des Bun­des­fi­nanz­hofs muß­te eine Fra­ge ent­schie­den, die seit län­ge­rem zwi­schen drei BFH-Sena­­ten strei­tig war. Der Klä­ger woll­te einen im Pri­vat­ver­mö­gen ent­deck­ten Boden­schatz mit dem Teil­wert in sein Betriebs­ver­mö­gen ein­le­gen und Abset­zun­gen für Sub­stanz­ver­rin­ge­rung (AfS) vor­neh­men. Das Finanz­amt ließ die AfS nicht zu. Das Finanz­ge­richt gab der Klage

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Down-Rating-Anlei­hen

Der für Kapi­tal­ein­künf­te zustän­di­ge VIII. Senat des Bun­des­fi­nanz­hofs hat sei­ne Recht­spre­chung zu den soge­nann­ten Finanz­in­no­va­tio­nen wei­ter­ent­wi­ckelt und in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil ent­schie­den, dass Ver­äu­ße­rungs­ge­win­ne aus dem Ver­kauf von Down-Rating-Anlei­hen nicht nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 EStG (sog. Markt­ren­di­te) steu­er­bar sind.

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Schuld­über­nah­me bei vor­zei­ti­ger Erbauseinandersetzung

Wird eine Erben­ge­mein­schaft vor dem vom Erb­las­ser fest­ge­leg­ten Ter­min auf­ge­löst und über­nimmt ein Mit­er­be Schul­den, die auf einem für einen ande­ren Mit­er­ben bestimm­ten Grund­stü­cke las­ten, so bil­det eine sol­che Schuld­über­nah­me Anschaf­fungs­kos­ten, wenn sie eine Gegen­leis­tung dafür ist, dass der über­neh­men­de Mit­er­be den ihm erst spä­ter zuge­dach­ten Grund­be­sitz vor­zei­tig aus dem

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Inves­ti­ti­ons­zu­la­ge trotz erhöh­ter Abschreibung

Die durch Art. 1 InvZu­lÄndG vom 20. Dezem­ber 2000 ein­ge­führ­te Rege­lung in § 3 Abs. 1 Satz 2 InvZu­lG, dass Inves­ti­ti­ons­zu­la­ge für nach­träg­li­che Her­stel­lungs­ar­bei­ten i.S. von § 3 Abs. 1 Nr. 1 InvZu­lG 1999 und auf nach­träg­li­che Her­stel­lungs­ar­bei­ten ent­fal­len­de Anschaf­fungs­kos­ten i.S. von § 3 Abs. 1 Nr. 1 InvZu­lG 1999 nur zu gewäh­ren ist, wenn der Anspruchs­be­rech­tig­te und im Veräußerungsfall

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