Die Mit­glied­schaft in der Genos­sen­schaft – und ihre auto­ma­ti­sche Been­di­gung

Bedin­gun­gen, bei deren Ein­tritt die Mit­glied­schaft in der Genos­sen­schaft von selbst endet, kön­nen nicht außer­halb der Sat­zung ein­zel­ver­trag­lich ver­ein­bart wer­den. Grund­sätz­lich kann sich eine Genos­sen­schaft von einem Mit­glied nur durch des­sen Aus­schluss tren­nen, wobei die Aus­schluss­grün­de in der Sat­zung bestimmt sein müs­sen (§ 68 Abs. 1 Satz 1 GenG). Dem wider­spricht es,

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Ein Pro­dukt­kof­fer als Wer­be­ge­schenk

Die Wert­gren­ze für Wer­be­ge­schen­ke, die der Bun­des­ge­richts­hof für Zuwen­dun­gen an den Ver­brau­cher defi­niert hat, gilt auch für Ange­hö­ri­ge der Fach­krei­se wie Ärz­te und Apo­the­ker. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Unter­las­sungs­kla­ge statt­ge­ge­ben, mit der sich ein Kon­kur­rent gegen das Ver­schen­ken eines Pro­dukt­kof­fers gewehrt

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Der Apo­the­ker in der Part­ner­schafts­ge­sell­schaft

Die Aus­übung des selb­stän­di­gen Berufs des Apo­the­kers stellt bei nur gut­ach­ter­li­cher und fach­lich bera­ten­der Tätig­keit die Aus­übung eines Frei­en Berufs im Sin­ne von § 1 Abs. 1 und Abs. 2 PartGG dar. Zwar fin­det sich der Beruf des Apo­the­kers nicht unter den aus­drück­lich benann­ten Bei­spie­len des § 1 Abs. 2 Satz 2 PartGG. Nach § 1 Abs.

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Die Sozie­tät eines Anwalts mit einer Ärt­zin und Apo­the­ke­rin

§ 59a Abs. 1 Satz 1 BRAO (in Ver­bin­dung mit § 1 Abs. 3 PartGG) ent­hält eine abschlie­ßen­de Auf­zäh­lung der­je­ni­gen Beru­fe, mit deren Ange­hö­ri­gen sich ein Rechts­an­walt in einer Part­ner­schafts­ge­sell­schaft zur gemein­sa­men Berufs­aus­übung ver­bin­den darf. Mit die­sem abschlie­ßen­den Inhalt ist § 59a Abs. 1 Satz 1 BRAO inso­weit nich­tig, als die Rege­lung einer Ver­bin­dung von Rechts­an­wäl­tin­nen

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Wenn ein Apo­the­ker mit Säu­re um sich spritzt

Einem Apo­the­ker, der mit einer ätzen­den Säu­re­lö­sung aus sei­nem Labor eine Kör­per­ver­let­zung begeht, hat in erheb­li­cher Wei­se gegen die all­ge­mei­ne Berufs­pflicht eines Apo­the­kers ver­sto­ßen, die in der Apo­the­ke ver­füg­ba­ren Stof­fe und Sub­stan­zen nur ver­ant­wor­tungs­voll und ent­spre­chend ihrer phar­ma­zeu­ti­schen Zweck­be­stim­mung ein­zu­set­zen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln in dem hier

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Rezept­prä­mie

Ein Ver­stoß gegen die Bestim­mun­gen des § 78 Abs. 2 Satz 2 und 3, Abs. 3 Satz 1 AMG, § 1 Abs. 1 und 4, § 3 AMPreisV ist auch dann nicht geeig­net, die Inter­es­sen von Mit­be­wer­bern und sons­ti­gen Markt­teil­neh­mern spür­bar zu beein­träch­ti­gen, wenn bei einem Rezept, auf dem zwei oder mehr ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Arz­nei­mit­tel ver­schrie­ben wor­den

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Fra­gen der Haf­tung eines Apo­the­kers

Die im Bereich der Haf­tung von Ärz­ten für Behand­lungs­feh­ler in der Recht­spre­chung seit lan­gem fol­gen­de Ver­tei­lung der Beweis­last hat das Ober­lan­des­ge­richt Köln auf die Haf­tung von Apo­the­kern über­tra­gen und damit eine bis­her in der Recht­spre­chung unge­klär­te Fra­ge erst­mals ent­schie­den. Die Anwen­dung der Grund­sät­ze des gro­ben Behand­lungs­feh­lers auf ver­gleich­bar schwer­wie­gen­de Feh­ler

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"Inter­pro­fes­sio­nel­le Part­ner­schaft für das Recht des Arz­tes und des Apo­the­kers"

Dür­fen ein Rechts­an­walt und eine Ärztin/​Apothekerin eine "inter­pro­fes­sio­nel­le Part­ner­schaft für das Recht des Arz­tes und des Apo­the­kers" grün­den? § 59 a Abs. 1 BRAO ver­bie­tet dies. Doch der Bun­des­ge­richts­hof hat Beden­ken hin­sicht­lich der Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit die­ser Vor­schrift und hat die Fra­ge nun dem dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vor­ge­legt: Die Fra­ge, ob die gesetz­li­che Rege­lung des

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Die Wer­bung eines Apo­the­kers

Mit der Gewäh­rung von 1‑Eu­ro-Wer­t­gut­­schei­­nen für die Ein­lö­sung von Rezep­ten über­schrei­ten Apo­the­ker die Baga­tell­gren­ze und ver­sto­ßen gegen die gesetz­li­chen Vor­schrif­ten über die Arz­nei­mit­tel­preis­bin­dung. So das Berufs­ge­richt für Heil­be­ru­fe bei dem Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin, das acht Apo­the­kern, die mit 1‑Eu­ro-Wer­t­gut­­schei­­nen für die Ein­lö­sung von Rezep­ten gewor­ben haben, wegen Ver­sto­ßes gegen ihre Berufs­pflich­ten

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Rezept­prä­mie in der Apo­the­ke

Bekommt ein Kun­de in einer Apo­the­ke für die Ein­lö­sung eines Rezepts pro ver­schrei­bungs­pflich­ti­gem Arz­nei­mit­tel einen Ein­kaufs­gut­schein im Wert von 1 Euro geschenkt, so stellt die­ses Ver­hal­ten eine Berufs­pflicht­ver­let­zung dar. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­be­rufs­ge­richt für Heil­be­ru­fe bei dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in Koblenz auf Antrag der Lan­de­s­apo­the­ker­kam­mer einen Apo­the­ker wegen eines

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Kon­kur­ren­ten­kla­gen unter Ver­sand­apo­the­ken

Ein Apo­the­ker, der die einem an­de­ren Apo­the­ker er­teil­te Er­laub­nis zum Ver­sand apo­the­ken­pflich­ti­ger Arz­nei­mit­tel an­ficht, ist nur dann nach § 42 Abs. 2 VwGO kla­ge­be­fugt, wenn er durch den Ver­sand­han­del des Kon­kur­ren­ten un­zu­mut­ba­re tat­säch­li­che Wett­be­werbs­nach­tei­le er­lei­det. Eine Anfech­tungs­kla­ge ist nach § 42 Abs. 2 VwGO zuläs­sig, wenn der Klä­ger gel­tend macht, durch den

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Uner­laub­te Abga­be von Arz­nei­mit­teln

Nur die berufs- oder gewerbs­mä­ßi­ge Abga­be von Arz­nei­mit­teln, die apo­the­ken­pflich­tig oder von einem Arzt ver­schrie­ben wor­den sind, an End­ver­brau­cher außer­halb von Apo­the­ken unter­liegt der Straf­bar­keit nach §§ 95 Abs. Abs. 1 Nr. 4, 43 Abs. 3 Satz 1 AMG. Die Abga­be ver­schrei­bungs­pflich­ti­ger Arz­nei­mit­tel an Ver­brau­cher ist nach § 96 Nr. 13 AMG nur

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Zwei­ter Dok­tor-Titel für einen bereits habi­li­tier­ten Apo­the­ker

Ist ein Stu­di­en­ab­schluss in der Pro­mo­ti­ons­ord­nung nicht auf­ge­führt, so dass ohne eine Gleich­wer­­ti­g­keits-Aner­ken­­nung der­zeit der erfor­der­li­che Vor­bil­dungs­nach­weis fehlt, lie­gen die Zulas­sungs­vor­aus­set­zun­gen nach der Pro­mo­ti­ons­ord­nung nicht vor. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz die Kla­ge eines Apo­the­kers abge­wie­sen. Der Klä­ger pro­mo­vier­te nach erfolg­rei­chem Stu­di­um der Phar­ma­zie bereits im Jahr 2000

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Abfül­len von Fer­tig­sprit­zen

Das von einem Apo­the­ker vor­ge­nom­me­ne Abfül­len von Fer­tig­sprit­zen aus einem unter Ver­wen­dung bio­tech­no­lo­gi­scher Ver­fah­ren her­ge­stell­ten, gemäß Art. 3 Abs. 1 VO (EG) 726/​2004 zen­tral zuge­las­se­nen Prä­pa­rat unter­liegt als "Her­stel­lung" eines Arz­nei­mit­tels im Sin­ne der VO 726/​2004 eben­falls dem Erfor­der­nis zen­tra­ler Zulas­sung. Die im natio­na­len Recht (hier: § 21 Abs. 2 AMG) vor­ge­se­he­nen Ein­schrän­kun­gen

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Rezept­bo­nus in der Apo­the­ke

Ein Apo­the­ker, der sei­nen Kun­den bei Ein­sen­dung eines Rezepts über ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Arz­nei­mit­tel einen Rezept­bo­nus gewährt, der bei der nächs­ten Bestel­lung von frei­ver­käuf­li­chen Apo­the­ken­ar­ti­keln mit dem Kauf­preis ver­rech­net wird, ver­stößt unab­hän­gig davon, wie die­ses Ver­hal­ten wett­be­werbs­recht­lich zu qua­li­fi­zie­ren ist, gegen die Arz­nei­mit­tel­preis­bin­dung. Gemäß § 78 Abs. 2 Satz 2, Abs. 3 Satz 1 AMG

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Apo­the­ken-Azu­bi – nur mit Vetrag

Weil er der Lan­de­s­apo­the­ker­kam­mer kei­nen Aus­bil­dungs­ver­trag für sei­ne Aus­zu­bil­den­de zur Geneh­mi­gung vor­ge­legt hat, hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz (Berufs­ge­richt für Heil­be­ru­fe) einem Apo­the­ker wegen Ver­let­zung sei­ner Berufs­pflich­ten einen Ver­weis erteilt und ihm eine Geld­bu­ße in Höhe von 7.000,– € auferlegt.Der Apo­the­ker beschäf­tig­te in sei­ner Apo­the­ke eine jun­ge Frau im Rah­men ihrer

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