Der ver­mut­lich unein­sich­ti­ge Pati­ent

Der Ein­wand des behan­deln­den Arz­tes, der Pati­ent hät­te sich einem Ein­griff auch bei zutref­fen­der Auf­klä­rung über des­sen Risi­ken unter­zo­gen, ist grund­sätz­lich beacht­lich . Den Arzt trifft inso­weit die Behaup­­tungs- und Beweis­last, wenn der Pati­ent zur Über­zeu­gung des Tatrich­ters plau­si­bel macht, dass er, wären ihm recht­zei­tig die Risi­ken der Behand­lung ver­deut­licht

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Die unter­las­se­ne Unter­su­chung – Dia­gno­se­irr­tum oder Befund­er­he­bungs­feh­ler?

Dem Arzt ist kein Dia­gno­se­irr­tum, son­dern ein Befund­er­he­bungs­feh­ler vor­zu­wer­fen, wenn die unrich­ti­ge dia­gnos­ti­sche Ein­stu­fung einer Erkran­kung ihren Grund bereits dar­in hat, dass der Arzt die nach dem medi­zi­ni­schen Stan­dard gebo­te­nen Unter­su­chun­gen erst gar nicht ver­an­lasst hat. Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kann auch ein ein­fa­cher Befund­er­he­bungs­feh­ler zu einer Beweis­last­um­kehr

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Behand­lungs­feh­ler von Ärz­ten

Behand­lungs­feh­ler von Ärz­ten – Was kann man als Betrof­fe­ner tun, sobald ein Behand­lungs­feh­ler ver­mu­tet wird? Eine Sta­tis­tik belegt eine hohe Zahl an Behand­lungs­feh­lern, die deutsch­land­weit zunimmt. Die exak­te Höhe läßt sich jedoch auf­grund von feh­len­den Anga­ben aus dem zen­tra­len Mel­de­re­gis­ter, lei­der kaum bezif­fern. Des­to wich­ti­ger ist die Hil­fe für Pati­en­ten,

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Befund­er­he­bungs­feh­ler oder Feh­ler der the­ra­peu­ti­schen Auf­klä­rung?

Mit der Abgren­zung zwi­schen einem ärzt­li­chen Befund­er­he­bungs­feh­ler und einem Feh­ler der the­ra­peu­ti­schen Auf­klä­rung hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Im hier ent­schie­de­nen Fall war ein Behand­lungs­feh­ler dar­in zu sehen, dass der Arzt den Pati­en­ten nicht aus­rei­chend über die Not­wen­dig­keit und Dring­lich­keit der Abklä­rung einer koro­na­ren Herz­er­kran­kung auf­ge­klärt hat. Vor­lie­gend

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Die Spei­se­röh­ren­ver­let­zung auf­grund eines Behand­lungs­feh­lers

Die im Ver­lauf einer Ope­ra­ti­on auch bei fach­ge­rech­tem ärzt­li­chen Vor­ge­hen mög­li­che Ver­let­zung der Spei­se­röh­re ist ein Behand­lungs­feh­ler, wenn sie durch eine ärzt­li­che Über­prü­fung der Lage der Spei­se­röh­re wäh­rend der Ope­ra­ti­on zu ver­mei­den war. Muss ein Pati­ent auf­grund einer behand­lungs­feh­ler­haf­ten Ver­let­zung sei­ner Spei­se­röh­re meh­re­re Mona­te mit­tels einer Magen­son­de ernährt wer­den und

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Ein­wil­li­gung der Eltern in die ärzt­li­che Behand­lung ihrer Kin­der

Ein ärzt­li­cher Heil­ein­griff bei einem min­der­jäh­ri­gen Kind bedarf grund­sätz­lich der Zustim­mung bei­der sor­ge­be­rech­tig­ter Eltern. Erscheint nur ein Eltern­teil mit dem Kind beim Arzt, darf die­ser in von der Recht­spre­chung prä­zi­sier­ten Aus­nah­me­fäl­len – abhän­gig von der Schwe­re des Ein­griffs – dar­auf ver­trau­en, dass der abwe­sen­de Eltern­teil den erschie­ne­nen Eltern­teil zur Ein­wil­li­gung

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Auf­klä­rungs­pflicht bei eigent­lich über­flüs­si­gen Ope­ra­tio­nen

Aktu­ell hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof Anfor­de­run­gen an die ärzt­li­che Auf­klä­rung zu befas­sen, wenn eine Ope­ra­ti­on (hier: Sig­ma­re­sek­ti­on) nur des­halb rela­tiv indi­ziert ist, weil ihre Erfor­der­lich­keit (sub­jek­tiv) vom Sicher­heits­be­dürf­nis des Pati­en­ten abhängt. Im hier ent­schie­de­nen Fall macht der kla­gen­de Pati­ent gegen den beklag­ten Kli­nik­trä­ger Scha­dens­er­satz­an­sprü­che im Zusam­men­hang mit einer Dickdarm(=Sigma)Resektion gel­tend.

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Ent­schei­dungs­kon­flikt bei aus­rei­chen­der Pati­en­ten­auf­klä­rung

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs darf der Tatrich­ter Fest­stel­lun­gen dar­über, wie sich ein Pati­ent bei aus­rei­chen­der Auf­klä­rung ent­schie­den hät­te, und ob er in einen Ent­schei­dungs­kon­flikt gera­ten wäre, grund­sätz­lich nicht ohne per­sön­li­che Anhö­rung des Pati­en­ten tref­fen; ein Aus­nah­me­fall kann vor­lie­gen, wenn schon die unstrei­ti­gen äuße­ren Umstän­de eine siche­re Beur­tei­lung der hypo­the­ti­schen

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Lie­ber Arzt, berüh­ren Sie nicht die Tür­klin­ke am Kran­ken­zim­mer!

Es stellt einen Hygie­neman­gel dar, wenn ein Kran­ken­haus­pfle­ger eine Absze­die­rung an der Hand einer Pati­en­tin eröff­net und dabei Hand­schu­he trägt, mit denen er zuvor die Tür­klin­ke des Kran­ken­zim­mers berührt hat­te. Der Hygie­neman­gel begrün­det kei­ne Haf­tung des beklag­ten Kran­ken­hau­ses, wenn die Pati­en­tin nicht nach­wei­sen kann, dass ihr durch den Man­gel ein

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2 Nie­ren = 200.000 €

Einer jugend­li­chen Pati­en­tin, die nach einem gro­ben Befund­er­he­bungs­feh­ler ihrer Haus­ärz­tin bei­de Nie­ren ver­lo­ren hat, dia­ly­se­pflich­tig gewor­den ist und 53 Fol­ge­ope­ra­tio­nen, dar­un­ter zwei erfolg­lo­sen Nie­ren­trans­plan­ta­tio­nen aus­ge­setzt war, ste­hen nach Ansicht des Ober­lan­des­ge­richts Hamm 200.000 € Schmer­zens­geld zu. In dem hier ent­schie­de­nen Fall ließ sich die 1986 gebo­re­ne Pati­en­tin über meh­re­re Jah­re bis

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Schwan­ger trotz Spi­ra­le

Für sich allein begrün­det ein Dia­gno­se­irr­tum noch kei­ne Haf­tung eines Arz­tes. Erst wenn im Zeit­punkt der medi­zi­ni­schen Behand­lung aus der Sicht eines gewis­sen­haf­ten Arz­tes die Dia­gno­se medi­zi­nisch nicht ver­tret­bar ist, liegt ein haf­tungs­be­grün­den­der Dia­gno­se­feh­ler vor. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Pati­en­tin ent­schie­den, die auf­grund

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MRSA-Infek­ti­on im Kran­ken­haus – und die Beweis­last für Hygie­ne­män­gel

Ein Pati­ent, bei dem wäh­rend eines Kran­ken­haus­auf­ent­hal­tes eine MRSA-Infe­k­­ti­on auf­tritt, muss einen scha­dens­ur­säch­li­chen Hygie­neman­gel nach Ansicht des Ober­lan­des­ge­richts Hamm auch dann bewei­sen, wenn wäh­rend der Zeit sei­nes Kran­ken­haus­auf­ent­halts vier wei­te­re Pati­en­ten MRSA-Infe­k­­ti­o­­nen erlei­den. Allein die­se Anzahl wei­te­rer MRSA-Infe­k­­ti­o­­nen recht­fer­tigt kei­ne Beweis­last­um­kehr zu Las­ten des Kran­ken­hau­ses. Die Klä­ge­rin in dem hier

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Schrau­be im Kno­chen – und die Auf­klä­rung vor ihrer Ent­fer­nung

Ein Arzt hat vor der Durch­füh­rung einer Ope­ra­ti­on zur Ent­fer­nung von Osteo­syn­the­se­ma­te­ri­al im Hin­blick auf mög­li­che Schwie­rig­kei­ten bei der Ent­fer­nung von Schrau­ben auf­grund einer sog. Kalt­ver­schwei­ßung von Tit­an­schrau­ben und ‑plat­ten den Pati­en­ten auch dar­über auf­zu­klä­ren, dass der Ein­griff ggf. nicht voll­stän­dig durch­ge­führt wer­den kann, wenn er nicht alle not­wen­di­gen medi­zi­ni­schen

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Arzt­haf­tung – der medi­zi­ni­sche Stan­dard und das Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten

Die Fra­ge, wel­che Maß­nah­men der Arzt aus der berufs­fach­li­chen Sicht sei­nes Fach­be­reichs unter Berück­sich­ti­gung der in sei­nem Fach­be­reich vor­aus­ge­setz­ten Kennt­nis­se und Fähig­kei­ten in der jewei­li­gen Behand­lungs­si­tua­ti­on ergrei­fen muss, rich­tet sich in ers­ter Linie nach medi­zi­ni­schen Maß­stä­ben, die der Tatrich­ter mit Hil­fe eines Sach­ver­stän­di­gen zu ermit­teln hat. Er darf den medi­zi­ni­schen

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Arzt­haf­tung – gro­bes Fehl­ver­hal­ten und Beweis­last­um­kehr

Bei der Ein­stu­fung eines ärzt­li­chen Fehl­ver­hal­tens als grob han­delt es sich um eine juris­ti­sche Wer­tung, die dem Tatrich­ter obliegt. Die­se wer­ten­de Ent­schei­dung muss aber in vol­lem Umfang durch die vom ärzt­li­chen Sach­ver­stän­di­gen mit­ge­teil­ten Fak­ten getra­gen wer­den und sich auf die medi­zi­ni­sche Bewer­tung des Behand­lungs­ge­sche­hens durch den Sach­ver­stän­di­gen stüt­zen kön­nen. Grund­sätz­lich

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Befund­er­he­bungs­feh­ler – und die Dar­le­gungs­last des Pati­en­ten im Arzt­haf­tungs­pro­zess

An die Sub­stan­ti­ie­rungs­pflich­ten der Par­tei­en im Arzt­haf­tungs­pro­zess sind maß­vol­le und ver­stän­di­ge Anfor­de­run­gen zu stel­len. Vom Pati­en­ten kann regel­mä­ßig kei­ne genaue Kennt­nis der medi­zi­ni­schen Vor­gän­ge erwar­tet und gefor­dert wer­den. Der Pati­ent und sein Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ter sind ins­be­son­de­re nicht ver­pflich­tet, sich zur ord­nungs­ge­mä­ßen Pro­zess­füh­rung medi­zi­ni­sches Fach­wis­sen anzu­eig­nen. Viel­mehr darf sich die Par­tei auf

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Mit­ver­si­che­rung von Ärz­ten in der Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung eines Kran­ken­hau­ses

Die Mit­ver­si­che­rung der ange­stell­ten Kli­nik­ärz­te in der Btriebs­haft­pflicht­ver­si­che­rung stellt kei­nen geld­wer­ten Vor­teil dar, da für die­se Ärz­te kei­ne Pflicht zum Abschluss einer Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung gem. § 30 Satz 1 Nr. 6 HBKG besteht. Nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG gehö­ren u. a. Bezü­ge und Vor­tei­le, die für eine Beschäf­ti­gung im öffent­li­chen oder

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Gering­fü­gi­ge Beein­träch­ti­gun­gen nach der Ope­ra­ti­on – und das Schmer­zens­geld

Wird die nach einer Hüft­ge­lenks­ope­ra­ti­on auf­ge­tre­te­ne Fehl­stel­lung eines Hüft­ge­lenks (Hüft­lu­xa­ti­on) mit­tels einer Kurz­nar­ko­se umge­hend schmerz­frei besei­tigt, kann für die­se gering­fü­gi­ge gesund­heit­li­che Beein­träch­ti­gung nach Ansicht des Ober­lan­des­ge­richts Hamm kein Schmer­zens­geld bean­sprucht wer­den. Im dem hier vom Ober­lan­des­ge­richt Hamm ent­schie­de­nen Fall erhielt der Pati­ent aus dem Kreis Pader­born im Novem­ber 2012 im

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Wund­in­fek­ti­ons­ri­si­ko – feh­len­de Auf­klä­rung und die alter­na­tiv­lo­se Behand­lung

Wird ein Pati­ent über Wund­in­fek­ti­ons­ge­fah­ren nicht hin­rei­chend auf­ge­klärt, haf­ten das Kran­ken­haus und der behan­deln­de Arzt nicht, wenn fest­steht, dass der Pati­ent auch bei einer ord­nungs­ge­mä­ßen Auf­klä­rung in den ärzt­li­chen Ein­griff ein­ge­wil­ligt hät­te. In dem hier vom Ober­lan­des­ge­richt Hamm ent­schie­de­nen Fall ließ ein Pati­ent im Sep­tem­ber 2010 im beklag­ten Kran­ken­haus in

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Der zu spät behan­del­te Darm­ver­schluss

Eine Pati­en­tin kann vom Kran­ken­haus und vom ver­ant­wort­li­chen Arzt 90.000 € Schmer­zens­geld bean­spru­chen, weil ein Dünn­darm­ver­schluss zu spät erkannt und behan­delt wur­de und ihre Gesund­heit auf­grund die­ses gro­ben Behand­lungs­feh­lers dau­er­haft erheb­lich beein­träch­tigt ist. In dem jetzt vom Ober­lan­des­ge­richt Hamm ent­schie­de­nen Fall begab sich die 1951 gebo­re­ne, in der ambu­lan­ten Pfle­ge täti­ge

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Die feh­ler­haf­te Zahn­pro­the­se

Ist eine zahn­pro­the­ti­sche Behand­lung feh­ler­haft, weil sie nicht dem fach­ärzt­li­chen Stan­dard für eine lang­fris­ti­ge Ver­sor­gung ent­spricht, muss kein gro­ber Behand­lungs­feh­ler vor­lie­gen, der ein Schmer­zens­geld von mehr als 4.000 € recht­fer­tigt. In einem jetzt vom Ober­lan­des­ge­richt Hamm ent­schie­de­neb Fall begab sich die Klä­ge­rin aus Bie­le­feld zur pro­the­ti­schen Ver­sor­gung ihres Ober­kie­fers im Jah­re

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Unter­rich­tung über alter­na­ti­ve Behand­lungs­mög­lich­kei­ten

Eine Unter­rich­tung über eine alter­na­ti­ve Behand­lungs­mög­lich­keit ist nur erfor­der­lich, wenn für eine medi­zi­nisch sinn­vol­le und indi­zier­te The­ra­pie meh­re­re gleich­wer­ti­ge Behand­lungs­mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung ste­hen, die zu jeweils unter­schied­li­chen Belas­tun­gen des Pati­en­ten füh­ren oder unter­schied­li­che Risi­ken und Erfolgs­chan­cen bie­ten . Gemäß die­sem all­ge­mei­nen Grund­satz braucht der geburts­lei­ten­de Arzt in einer nor­ma­len Ent­bin­dungs­si­tua­ti­on,

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Kai­ser­schnitt – und die Auf­klä­rungs­pflicht des Arz­tes

Bestehen deut­li­che Anzei­chen dafür, dass sich der Zustand der Schwan­ge­ren bzw. der Geburts­vor­gang so ent­wi­ckeln kön­nen, dass die Schnitt­ent­bin­dung zu einer ech­ten Alter­na­ti­ve zur vagi­na­len Ent­bin­dung wird, muss der Arzt die Schwan­ge­re über die unter­schied­li­chen Risi­ken und Vor­tei­le der ver­schie­de­nen Ent­bin­dungs­me­tho­den auf­klä­ren. Besteht die ernst­haf­te Mög­lich­keit, dass die Schnitt­ent­bin­dung im

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Die Pri­vat­an­schrift des ange­stell­ten Arz­tes

Es besteht auch zur Vor­be­rei­tung eines Arzt­haf­tungs­pro­zes­ses kei­ne Aus­kunfts­pflicht des Kli­nik­trä­gers über die Pri­vat­an­schrift eines bei ihm ange­stell­ten Arz­tes. Zwar besteht nach dem Grund­satz von Treu und Glau­ben (§ 242 BGB) eine Aus­kunfts­pflicht bei jedem Rechts­ver­hält­nis, des­sen Wesen es mit sich bringt, dass der Berech­tig­te in ent­schuld­ba­rer Wei­se über Bestehen

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Die unvoll­stän­di­ge Behand­lungs­do­ku­men­ta­ti­on

Die unter­blie­be­ne, unvoll­stän­di­ge oder nur lücken­haf­te Doku­men­ta­ti­on bil­det grund­sätz­lich jedoch kei­ne eigen­stän­di­ge Anspruchs­grund­la­ge und führt auch nicht unmit­tel­bar zu einer Beweis­last­um­kehr hin­sicht­lich des Ursa­chen­zu­sam­men­hangs zwi­schen einem Behand­lungs­feh­ler und dem ein­ge­tre­te­nen Pri­mär­scha­den. Jedoch kann aus der Tat­sa­che einer feh­len­den, man­gel­haf­ten oder unvoll­stän­di­gen Doku­men­ta­ti­on einer aus medi­zi­ni­schen Grün­den auf­zu­zeich­nen­den Maß­nah­me bis zum

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Die nicht erkann­te Schwan­ger­schaft – und die Haf­tung des Frau­en­arz­tes

Ein Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen einen Frau­en­arzt, dem vor­ge­wor­fen wird, eine Schwan­ger­schaft feh­ler­haft nicht erkannt zu haben, kann nicht damit begrün­det wer­den, die Pati­en­tin hät­te bei zutref­fen­dem Befund von der Mög­lich­keit einer Abtrei­bung nach § 218 a Abs.1 StGB Gebrauch gemacht, denn die­se Form der Abtrei­bung (sog. Fris­ten­lö­sung) ist zwar straf­los, bleibt aber

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