Die unvoll­stän­di­ge Behand­lungs­do­ku­men­ta­ti­on

Die unter­blie­be­ne, unvoll­stän­di­ge oder nur lücken­haf­te Doku­men­ta­ti­on bil­det grund­sätz­lich jedoch kei­ne eigen­stän­di­ge Anspruchs­grund­la­ge und führt auch nicht unmit­tel­bar zu einer Beweis­last­um­kehr hin­sicht­lich des Ursa­chen­zu­sam­men­hangs zwi­schen einem Behand­lungs­feh­ler und dem ein­ge­tre­te­nen Pri­mär­scha­den. Jedoch kann aus der Tat­sa­che einer feh­len­den, man­gel­haf­ten oder unvoll­stän­di­gen Doku­men­ta­ti­on einer aus medi­zi­ni­schen Grün­den auf­zu­zeich­nen­den Maß­nah­me bis zum

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Die nicht erkann­te Schwan­ger­schaft – und die Haf­tung des Frau­en­arz­tes

Ein Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen einen Frau­en­arzt, dem vor­ge­wor­fen wird, eine Schwan­ger­schaft feh­ler­haft nicht erkannt zu haben, kann nicht damit begrün­det wer­den, die Pati­en­tin hät­te bei zutref­fen­dem Befund von der Mög­lich­keit einer Abtrei­bung nach § 218 a Abs.1 StGB Gebrauch gemacht, denn die­se Form der Abtrei­bung (sog. Fris­ten­lö­sung) ist zwar straf­los, bleibt aber

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Die Pri­vat­an­schrift des Kran­ken­haus­arz­tes

Ein Pati­ent hat gegen kei­nen Anspruch gegen den Kli­nik­trä­ger auf Preis­ga­be der Pri­vat­an­schrift eines ange­stell­ten Arz­tes. In dem hier vom Bun­de­es­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Rechts­streit nimmt der Klä­ger, der in der Ein­rich­tung der Beklag­ten sta­tio­när behan­delt wor­den ist, die­se und zwei bei ihr ange­stell­te Ärz­te auf Scha­dens­er­satz in Anspruch. An einen der

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Gericht­li­che Auf­klä­rungs­pflicht in Arzt­haf­tungs­pro­zes­sen

In Arzt­haf­tungs­pro­zes­sen hat der Tatrich­ter nach stän­di­ger höchst­rich­ter­li­cher Recht­spre­chung die Pflicht, Wider­sprü­chen zwi­schen Äuße­run­gen meh­re­rer Sach­ver­stän­di­ger von Amts wegen nach­zu­ge­hen und sich mit ihnen aus­ein­an­der­zu­set­zen, auch wenn es sich um Pri­vat­gut­ach­ten han­delt . Legt eine Par­tei ein medi­zi­ni­sches Gut­ach­ten vor, das im Gegen­satz zu den Erkennt­nis­sen des gericht­lich bestell­ten Sach­ver­stän­di­gen

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Die lücken­haf­te ärzt­li­che Doku­men­ta­ti­on

Das Feh­len der Doku­men­ta­ti­on einer auf­zeich­nungs­pflich­ti­gen Maß­nah­me begrün­det die Ver­mu­tung, dass die Maß­nah­me unter­blie­ben ist (vgl. jetzt auch § 630h Abs. 3 BGB). Die­se Ver­mu­tung ent­fällt weder des­halb, weil in der Pra­xis mit­un­ter der Pflicht zur Doku­men­ta­ti­on nicht nach­ge­kom­men wird , noch des­halb, weil die Doku­men­ta­ti­on ins­ge­samt lücken­haft ist. Bun­des­ge­richts­hof, Urteil

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Die Ver­ant­wort­lich­keit des auf­klä­ren­den Arz­tes

Auch der Arzt, der einen Pati­en­ten aus­schließ­lich über den von einem ande­ren Arzt ange­ra­te­nen und durch­zu­füh­ren­den Ein­griff auf­klärt, kann dem Pati­en­ten im Fal­le einer feh­ler­haf­ten oder unzu­rei­chen­den Auf­klä­rung aus uner­laub­ter Hand­lung haf­ten. Der Bun­des­ge­richts­hof hat wie­der­holt zum Aus­druck gebracht, dass über die Erfolgs­aus­sich­ten einer Behand­lung jeden­falls dann auf­zu­klä­ren ist, wenn

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Abste­hen­de Kro­nen­rän­der

Abste­hen­de Kro­nen­rän­der (eine Stu­fe zwi­schen den natür­li­chen Zäh­nen und der künst­li­chen Kro­ne) ent­spre­chen nicht dem zahn­ärzt­li­chen Stan­dard. Ein Zahn­arzt han­delt grob behand­lungs­feh­ler­haft, wenn er einen Pati­en­ten ohne aus­drück­li­chen Hin­weis dar­auf ent­lässt, dass eine von ihm ein­ge­glie­der­te Brü­cke nach­bes­se­rungs­be­dürf­tig ist. Der Zahn­arzt kann sich nicht dar­auf beru­fen, dass ihm kei­ne aus­rei­chen­de

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Hypo­the­ti­sche Ein­wil­li­gung und Ent­schei­dungs­kon­flikt – und die per­sön­li­che Anhö­rung des Pati­en­ten in der Arzt­haf­tungs­kla­ge

Hat das erst­in­stanz­li­che Gericht den Pati­en­ten zur Fra­ge des Ent­schei­dungs­kon­flikts per­sön­lich ange­hört und will das Beru­fungs­ge­richt das Ergeb­nis die­ser Anhö­rung abwei­chend vom Erst­ge­richt wür­di­gen, ist es dazu grund­sätz­lich nicht ohne erneu­te per­sön­li­che Anhö­rung des Pati­en­ten befugt. Ein Arzt haf­tet grund­sätz­lich für alle den Gesund­heits­zu­stand des Pati­en­ten betref­fen­den nach­­­tei­­li-gen Fol­gen haf­tet,

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Kau­sa­li­tät und Sorg­falts­pflich­ten beim unech­ten Unter­las­sungs­de­likt

Ursäch­lich­keit liegt bei (unech­ten) Unter­las­sungs­de­lik­ten vor, wenn bei Vor­nah­me der pflicht­ge­mä­ßen Hand­lung der tat­be­stands­mä­ßi­ge Scha­dens­er­folg aus­ge­blie­ben wäre, die­ser also ent­fie­le, wenn die Hand­lung hin­zu­ge­dacht wür­de. Der im Schrift­tum weit­hin ver­tre­te­nen Auf­fas­sung, es genü­ge bereits, dass die Vor­nah­me der unter­las­se­nen Hand­lung das Risi­ko des Erfolgs­ein­tritts (erheb­lich) ver­min­dert hät­te (sog. Risi­ko­er­hö­hungs­theo­rie), ist

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Die ver­zö­ger­te Geburt eines Kin­des

Wird nach den fest­ge­stell­ten Auf­fäl­lig­kei­ten bei den Herz­fre­quenz­wer­ten des Kin­des zur Ver­mei­dung einer mög­li­chen Kin­des­schä­di­gung nicht sofort die Geburt durch eine Schnitt­ent­bin­dung been­det, son­dern um ca. 30 min ver­zö­gert, müs­sen die­se Maß­nah­men als grob feh­ler­haft bewer­tet wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den, dass

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Gesund­heits­scha­den mit ver­schie­de­nen Ursa­chen

Lässt sich bei der Mit­ver­ur­sa­chung einer Gesund­heits­ver­let­zung durch meh­re­re Ursa­chen ein Teil des Gesund­heits­scha­dens abgren­zen, der aus­schließ­lich einer Ursa­che zuzu­rech­nen ist? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Eine Mit­ur­säch­lich­keit steht zwar haf­tungs­recht­lich der Allein­ur­säch­lich­keit grund­sätz­lich in vol­lem Umfang gleich. Dies ist aber aus­nahms­wei­se nicht der Fall, wenn

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Das Risi­ko einer Erb­krank­heit – und der Schutz des Sor­ge­be­rech­tig­ten vor psy­chi­schen Belas­tun­gen

§ 823 Abs. 1 BGB bezweckt nicht den Schutz eines sor­ge­be­rech­ti­gen Eltern­teils vor den psy­chi­schen Belas­tun­gen, die damit ver­bun­den sind, dass er von einer gene­tisch beding­ten Erkran­kung des ande­ren Eltern­teils und dem damit ein­her­ge­hen­den Risi­ko Kennt­nis erlangt, dass die gemein­sa­men Kin­der auch Trä­ger der Krank­heit sein könn­ten. Das all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht umfasst

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Hand­lungs­an­wei­sun­gen in Leit­li­ni­en ärzt­li­cher Fach­gre­mi­en

Hand­lungs­an­wei­sun­gen in Leit­li­ni­en ärzt­li­cher Fach­gre­mi­en oder Ver­bän­de dür­fen nicht unbe­se­hen mit dem medi­zi­ni­schen Stan­dard gleich­ge­setzt wer­den. Dies gilt im Beson­de­ren Maße für Leit­li­ni­en, die erst nach der zu beur­tei­len­den medi­zi­ni­schen Behand­lung ver­öf­fent­licht wor­den sind. Leit­li­ni­en erset­zen kein Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten. Zwar kön­nen sie im Ein­zel­fall den medi­zi­ni­schen Stan­dard für den Zeit­punkt ihres

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Der teils schick­sal­haf­te, teils behand­lungs­feh­ler­haf­te Gesund­heits­scha­den

Mit der Haf­tung des Arz­tes bei einem teils schick­sal­haft, teils behand­lungs­feh­ler­haft ver­ur­sach­ten Gesund­heits­scha­den hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Das kla­gen­de Kind erlitt im Zusam­men­hang mit sei­ner Geburt einen schwe­ren Gesund­heits­scha­den. Des­we­gen nahm es den behan­deln­den Gynä­ko­lo­gen, die Heb­am­me, eine Kin­der­kran­ken­schwes­ter und den Trä­ger des Beleg-Kran­ken­hau­­ses auf Scha­dens­er­satz in

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Hand­lungs­an­wei­sun­gen ärzt­li­cher Fach­gre­mi­en

Hand­lungs­an­wei­sun­gen in Leit­li­ni­en ärzt­li­cher Fach­gre­mi­en oder Ver­bän­de dür­fen nicht unbe­se­hen mit dem medi­zi­ni­schen Stan­dard gleich­ge­setzt wer­den. Dies gilt in beson­de­rem Maße für Leit­li­ni­en, die erst nach der zu beur­tei­len­den medi­zi­ni­schen Behand­lung ver­öf­fent­licht wor­den sind. Leit­li­ni­en erset­zen kein Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten. Zwar kön­nen sie im Ein­zel­fall den medi­zi­ni­schen Stan­dard für den Zeit­punkt ihres

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Töd­li­che Risi­ken bei der Hämor­rhoi­den­be­hand­lung

Es besteht kei­ne Auf­klä­rungs­pflicht des behan­deln­den Arz­tes über das außer­ge­wöhn­li­che und fern­lie­gen­de Risi­ko einer töd­li­chen Sep­sis als Fol­ge einer Hämor­rhoi­den­be­hand­lung. Die Ein­griffs- und Risi­ko­auf­klä­rung dient der Selbst­be­stim­mung des Pati­en­ten. Sie soll ihm das Wis­sen ver­mit­teln, das er braucht, um sich eigen­ver­ant­wort­lich für oder gegen den ihm ange­ra­te­nen Ein­griff zu ent­schei­den

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Das Ein­wil­li­gungs­for­mu­lar und der Nach­weis einer erfolg­ten Risi­ko­auf­klä­rung

Das Gericht darf sei­ne Über­zeu­gungs­bil­dung gemäß § 286 ZPO auf die Anga­ben des Arz­tes über eine erfolg­te Risi­ko­auf­klä­rung stüt­zen, wenn sei­ne Dar­stel­lung in sich schlüs­sig und "eini­ger" Beweis für ein Auf­klä­rungs­ge­spräch erbracht ist. Dies gilt auch dann, wenn der Arzt erklärt, ihm sei das strit­ti­ge Auf­klä­rungs­ge­spräch nicht im Gedächt­nis geblie­ben.

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Der Ursa­chen­zu­sam­men­hang zwi­schen Behand­lungs­feh­ler und Gesund­heits­scha­den

Grund­sätz­lich hat der Pati­ent den Ursa­chen­zu­sam­men­hang zwi­schen dem Behand­lungs­feh­ler und dem gel­tend gemach­ten Gesund­heits­scha­den nach­zu­wei­sen hat. Dabei ist zwi­schen der haf­tungs­be­grün­den­den und der haf­tungs­aus­fül­len­den Kau­sa­li­tät zu unter­schei­den. Ers­te­re betrifft die Ursäch­lich­keit des Behand­lungs­feh­lers für die Rechts­gut­ver­let­zung als sol­che, also für den Pri­mär­scha­den des Pati­en­ten im Sin­ne einer Belas­tung sei­ner gesund­heit­li­chen

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Das unzu­rei­chend aus­ge­stat­te­te Kran­ken­haus – und die hin­aus­ge­zö­ger­te Ver­le­gung

Erkennt ein Arzt, dass das unkla­re kli­ni­sche Beschwer­de­bild des Pati­en­ten umge­hend wei­te­re dia­gnos­ti­sche Maß­nah­men (hier: Hirn­dia­gnos­tik) erfor­dert, ver­schiebt er die wegen unzu­rei­chen­der Aus­stat­tung der Kli­nik erfor­der­li­che Ver­le­gung in ein aus­rei­chend aus­ge­stat­te­tes Kran­ken­haus aber auf den nächs­ten Tag, liegt ein Befund­er­he­bungs­feh­ler, nicht aber ein Dia­gno­se­feh­ler vor. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs

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Die Haf­tung des Kran­ken­hau­ses für sei­nen Kon­si­liar­arzt

Ein Kran­ken­haus­trä­ger haf­tet einem Pati­en­ten für Arzt­feh­ler eines Kon­si­liar­arz­tes als sei­nes Erfül­lungs­ge­hil­fen aus Ver­trag (§ 278 BGB), wenn der Kon­si­liar­arzt hin­zu­ge­zo­gen wird, weil es dem Kran­ken­haus an eige­nem fach­kun­di­gen ärzt­li­chen Per­so­nal man­gelt, der Kran­ken­haus­trä­ger mit den Leis­tun­gen des Kon­si­liar­arz­tes sei­ne ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen gegen­über dem Pati­en­ten (hier: im Rah­men einer Schlag­an­fall­ein­heit)

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Amts­haf­tung für die ärzt­li­che Behand­lung eines Beam­ten?

Die ärzt­li­che Heil­be­hand­lung erfolgt regel­mä­ßig nicht in Aus­übung eines öffent­li­chen Amts; eine Amts­haf­tung kommt in Betracht, wenn der Arzt eine dem Hoheits­trä­ger selbst oblie­gen­de Auf­ga­be erle­digt und ihm inso­weit ein öffent­li­ches Amt anver­traut ist. Ein Arzt übt nicht des­halb ein öffent­li­ches Amt aus, weil sein Pati­ent im Staats­dienst beschäf­tigt ist.

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Alters­re­du­zier­te ärzt­li­che Auf­klä­rungs­pflicht?

Ein Pati­ent muss über alter­na­ti­ve Mög­lich­kei­ten zur Behand­lung sei­nes Pro­sta­ta­kreb­ses nicht auf­ge­klärt wer­den, wenn es ange­sichts sei­nes Alters und des aggres­si­ven Tumors kei­ne auf­klä­rungs­pflich­ti­gen Behand­lungs­al­ter­na­ti­ven gibt. Fehlt es an einem medi­zi­ni­schen Zusam­men­hang zwi­schen der medi­ka­men­tö­sen Behand­lung des Pro­sta­ta­kreb­ses und einer dabei auf­ge­tre­te­nen Nie­ren­er­kran­kung, kann es für einen Scha­dens­er­satz­an­spruch dahin­ste­hen, ob

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Die feh­ler­haf­te Befund­er­he­bung des Zahn­arz­tes

Einem Zahn­arzt ist ein gro­ber Behand­lungs­feh­ler unter­lau­fen, wenn er es unter­las­sen hat, bei einer Pati­en­tin den Zustand der schmer­zen­den Zäh­ne kli­nisch zu befun­den. Allein mit einem Rönt­gen­bild erhält man kein Gesamt­bild über den Zustand der Zäh­ne. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Pati­en­tin

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Unzu­rei­chen­de Throm­bo­se­phro­phy­la­xe als ärzt­li­cher Behand­lungs­feh­ler

Einem Arzt kann behand­lungs­feh­ler­haft kei­ne unzu­rei­chen­de Throm­bo­se­pro­phy­la­xe vor­ge­wor­fen wer­den, wenn bei dem Pati­en­ten eine aus­rei­chen­de Behand­lung erfolgt ist und für eine wei­te­re Abklä­rung eines Throm­bo­se­ri­si­kos kei­ne ana­mnes­ti­schen oder kli­ni­schen Anhalts­punk­te vor­ge­le­gen haben. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Wit­wers ent­schie­den, der für sei­ne ver­stor­be­ne Ehe­frau

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Gesund­heits­scha­den auf­grund eines ärzt­li­chen Befund­er­he­bungs­feh­lers

Aktu­ell hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof mit dem Umfang der Haf­tung im Fal­le eines Gesund­heits­scha­dens auf­grund eines ärzt­li­chen Befund­er­he­bungs­feh­lers zu befas­sen: Auf­grund des Befund­er­he­bungs­feh­lers kehrt sich die Beweis­last hin­sicht­lich der haf­tungs­be­grün­den­den Kau­sa­li­tät zuguns­ten des Pati­en­ten um. Grund­sätz­lich hat der Pati­ent den Ursa­chen­zu­sam­men­hang zwi­schen dem Behand­lungs­feh­ler und dem gel­tend gemach­ten Gesund­heits­scha­den nach­zu­wei­sen.

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Das Scha­dens­er­satz­be­geh­ren wegen einer Krebs­er­kran­kung

Aus einer Brust­krebs­er­kran­kung, die bei einer Vor­sor­ge­un­ter­su­chung durch Tast­be­fund fest­ge­stellt wor­den ist, kann nicht geschlos­sen wer­den, dass ein tast­ba­rer Tumor bereits bei der letz­ten Unter­su­chung im vor­her­ge­hen­den Jahr vor­han­den gewe­sen sein muss. Das begrün­det kei­ne feh­ler­haf­te Beur­tei­lung durch den behan­deln­den Arzt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem

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