"Step Ita­ly" – sys­te­mi­sche Män­gel im Dub­lin-III-Ver­fah­ren

Ange­sichts der Viel­zahl der in Ita­li­en ankom­men­den Flücht­lin­ge und der dort gestell­ten Asyl­an­trä­ge ist es für das Gericht nach wie vor nicht ersicht­lich, dass eine sach­ge­rech­te, den Anfor­de­run­gen der Richt­li­nie 2003/​9/​EG vom 27.01.2003 (Auf­nah­me­richt­li­nie) ent­spre­chen­de Unter­brin­gung und Ver­sor­gung von Asyl­be­wer­bern erfolgt. Die Beden­ken der unzu­rei­chen­den Auf­nah­me­be­din­gun­gen wer­den sowohl vom BVerfG

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Asyl für den US-Deser­teur?

Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat­te sich in einem aktu­el­len Fall mit der Fra­ge zu befas­sen, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen einem Deser­teur aus einem Dritt­staat in der Euro­päi­schen Uni­on Asyl gewährt wer­den kann. Anlaß hier­für bot ein Fall aus Deutsch­land: Im August 2008 bean­trag­te der ame­ri­ka­ni­sche Sol­dat And­re She­pherd in Deutsch­land

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Chris­ten aus Paki­stan sind kei­ne Flücht­lin­ge?

Chris­ten aus Paki­stan ist nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs Baden-Wür­t­­te­m­berg nicht allein wegen ihres Glau­bens und der Prak­ti­zie­rung ihres Glau­bens die Flücht­lings­ei­gen­schaft zuzu­er­ken­nen. Das gilt auch nach einer Kon­ver­si­on vom Islam. Nach § 3 Abs. 4 AsylVfG wird einem Aus­län­der, der Flücht­ling nach § 3 Abs. 1 AsylVfG ist, die Flücht­lings­ei­gen­schaft zuer­kannt, es sei denn,

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Kein neu­es Asyl­ver­fah­ren bei aus­län­di­scher Flücht­lings­an­er­ken­nung

Ein Aus­län­der, der in einem ande­ren Staat bereits als Flücht­ling aner­kannt wor­den ist, kann in Deutsch­land nicht erneut Flücht­lings­schutz oder den Sta­tus eines sub­si­di­är Schutz­be­rech­tig­ten bean­spru­chen. Ein erneu­ter Asyl­an­trag ist unzu­läs­sig. Das hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig heu­te ent­schie­den. Der Klä­ger des Aus­gangs­ver­fah­rens ist Staats­an­ge­hö­ri­ger von Soma­lia, der im August

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Asyl­be­wer­ber­leis­tun­gen – und die Erstat­tungs­pflicht aus einer Ver­pflich­tungs­er­klä­rung

Die Erstat­tungs­pflicht aus einer Ver­pflich­tungs­er­klä­rung gemäß § 68 Auf­en­thG umfasst auch Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz, die der Aus­län­der wäh­rend eines Asyl­ver­fah­rens bezo­gen hat. Das gilt auch dann, wenn das Asyl­ver­fah­ren mit Zuer­ken­nung der Flücht­lings­ei­gen­schaft endet. Die Flücht­lings­an­er­ken­nung begrün­det auch kei­nen aty­pi­schen Fall, der die Her­an­zie­hung des Garan­tie­ge­bers nur im Wege

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Die durch Täu­schung erlang­te, rechts­kräf­ti­ge Flücht­lings­an­er­ken­nung

Die Rechts­kraft eines zur Flücht­lings­an­er­ken­nung ver­pflich­ten­den Urteils steht der Rück­nah­me der Aner­ken­nung jeden­falls dann nicht ent­ge­gen, wenn das Urteil sach­lich unrich­tig ist, die von dem Urteil Gebrauch machen­den Per­so­nen dies wis­sen und beson­de­re Umstän­de hin­zu­tre­ten, die die Aus­nut­zung des Urteils als sit­ten­wid­rig erschei­nen las­sen (Rechts­ge­dan­ke des § 826 BGB). Ein

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Haf­tung aus Ver­pflich­tungs­er­klä­rung trotz Flücht­lings­an­er­ken­nung

Die Pflicht zur Erstat­tung von Sozi­al­leis­tun­gen, die ein Drit­ter gegen­über der Aus­län­der­be­hör­de zuguns­ten eines Aus­län­ders über­nom­men hat, ent­fällt nicht rück­wir­kend mit des­sen Flücht­lings­an­er­ken­nung. In einem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall hat­te sich der Klä­ger im Juni 2008 gegen­über der beklag­ten Behör­de gemäß § 68 Auf­en­thG schrift­lich ver­pflich­tet, für den Fall

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