Flüchtlinge

Sub­si­diä­rer Schutz für afgha­ni­sche Flüchtling

Wird bei den zustän­di­gen Behör­den eines EU-Staa­­tes sub­si­diä­rer Schutz bean­tragt, müs­sen sie zur Fest­stel­lung des Gra­des der Inten­si­tät eines bewaff­ne­ten Kon­flikts sämt­li­che rele­van­ten Umstän­de prü­fen, die die Situa­ti­on des Her­kunfts­lands des Antrag­stel­lers kenn­zeich­nen. Wen­den die­se Behör­den dage­gen sys­te­ma­tisch nur ein ein­zi­ges quan­ti­ta­ti­ves Kri­te­ri­um wie eine Min­dest­zahl zivi­ler Opfer an, könn­ten ungerechtfertigterweise

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Heim

Allein­ste­hen­de Flücht­lin­ge in Gemein­schafts­un­ter­künf­ten – und die Höhe der Asylbewerberleistungen

Das Sozi­al­ge­richt Düs­sel­dorf hat dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die Fra­ge vor­ge­legt, ob die Höhe der Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz (Asyl­bLG), wel­che allein­ste­hen­de Flücht­lin­ge in Gemein­schafts­un­ter­künf­ten erhal­ten, mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar ist. Anlass hier­für bot dem Sozi­al­ge­richt die Kla­ge eines 39 Jah­re alten, aus Sri Lan­ka stam­men­den, allein­ste­hen­den, in einer Gemein­schafts­un­ter­kunft in Tönis­vorst lebenden

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Ehe­schlie­ßung nach der Flucht – und der Nach­zug zum sub­si­di­är schutz­be­rech­tig­ten Ehegatten

Einem Nach­zug des Ehe­gat­ten eines sub­si­di­är Schutz­be­rech­tig­ten steht der Umstand, dass die Ehe nicht bereits vor der Flucht geschlos­sen wur­de, nicht ent­ge­gen, wenn der beson­de­re Schutz von Ehe und Fami­lie die Gestat­tung einer Wie­der­auf­nah­me der fami­liä­ren Lebens­ge­mein­schaft im Bun­des­ge­biet gebie­tet. Dies hat jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig im Fall einer

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Abschiebung

Asyl­be­wer­ber­leis­tun­gen – und die Sammelunterkunft

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de, die sich gegen die Höhe von Asyl­be­wer­ber­leis­tun­gen für in Sam­mel­un­ter­künf­ten woh­nen­de Leis­tungs­be­rech­tig­te rich­tet, nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men. Dem lag der Fall einer aus Libe­ria geflo­he­nen Frau zugrun­de, die für den Zeit­raum 20.04.bis 30.04.2020 und für die Mona­te Mai und Juni 2020 höhe­re Leis­tun­gen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

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Flücht­lings­sta­tus in der EU – inter­na­tio­na­ler Fami­li­en­schutz in Deutschland

Die Gewäh­rung inter­na­tio­na­len Schut­zes in einem ande­ren Mit­glied­staat der Euro­päi­schen Uni­on hin­dert nicht die Zuer­ken­nung inter­na­tio­na­len Fami­li­en­schut­zes im Bun­des­ge­biet. Dies ent­schied jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts in dem Fall eines Klä­gers, nach eige­nen Anga­ben soma­li­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger, dem in Ita­li­en inter­na­tio­na­ler Schutz zuer­kannt wur­de. Hier­nach reis­te er in das Bun­des­ge­biet ein, wo er einen

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Fensterblick

Kin­der­nach­zug der mitt­ler­wei­le voll­jäh­ri­gen Toch­ter zu einem aner­kann­ten Flüchtling

Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt hat ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on zur Aus­le­gung von Bestim­mun­gen der Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rungs­richt­li­nie 2003/​86/​EG gerich­tet, mit dem ins­be­son­de­re geklärt wer­den soll, auf wel­chen Zeit­punkt für die Beur­tei­lung der Min­der­jäh­rig­keit abzu­stel­len ist, wenn ein Kind eines aner­kann­ten Flücht­lings sich auf den Nach­zugs­tat­be­stand des Art. 4 Abs. 1 Buchst. c RL

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Flüchtlinge

Kein einst­wei­li­ger Rechts­schutz für afgha­ni­sche Asyl­su­chen­de in Berlin?

Die Ableh­nung von Anträ­gen afgha­ni­scher Asyl­su­chen­der auf einst­wei­li­gen Rechts­schutz unter Hin­weis auf die Ber­li­ner Wei­sungs­la­ge ist ver­fas­sungs­wid­rig. So hat jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt drei Ver­fas­sungs­be­schwer­den von afgha­ni­schen Asyl­su­chen­den statt­ge­ge­ben, die sich gegen die Ableh­nung ihrer Anträ­ge auf einst­wei­li­gen Rechts­schutz durch das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin wen­den, und die Ver­fah­ren an das Ver­wal­tungs­ge­richt Berlin

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Asyl für Kon­ver­ti­ten – und die Glaubensprüfung

Die Maß­stä­be, die das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt für die Prü­fung, ob eine begrün­de­te Furcht vor Ver­fol­gung wegen der Reli­gi­on besteht, ent­wi­ckelt und in dem ange­grif­fe­nen Beschluss bestä­tigt hat, sind für das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nicht zu bean­stan­den. Dem­ge­mäß hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men, die sich gegen die Ableh­nung eines Antrags

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Flüchtling Hamburg Hafen

Unbe­glei­te­te min­der­jäh­ri­ge Flücht­lin­ge – und der Eltern­nach­zug trotzt zwi­schen­zeit­li­cher Volljährigkeit

Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on soll wei­te­re Fra­gen zum Eltern­nach­zug zu voll­jäh­rig gewor­de­nen unbe­glei­te­ten min­der­jäh­ri­gen Flücht­lin­gen klä­ren. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat den Uni­ons­ge­richts­hof zur Klä­rung der Fra­ge ange­ru­fen, ob die deut­sche Rechts­la­ge, nach der die nach­ge­zo­ge­nen Eltern eines unbe­glei­te­ten min­der­jäh­ri­gen Flücht­lings ein abge­lei­te­tes Auf­ent­halts­recht nur bis zu des­sen Volljährigkeit

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Familie

Aner­kann­te Flücht­lin­ge – und der Nach­zug zwi­schen­zeit­lich voll­jäh­rig gewor­de­ner Kinder

Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on soll Fra­gen zum Nach­zug voll­jäh­rig gewor­de­ner Kin­der zu aner­kann­ten Flücht­lin­gen klä­ren. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat jetzt den Uni­ons­ge­richts­hof zur Klä­rung der Aus­le­gung von Rege­lun­gen der Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rungs­richt­li­nie 2003/​86/​EG beim Kin­der­nach­zug zu aner­kann­ten Flücht­lin­gen ange­ru­fen. Ist Art. 4 Abs. 1 Buchst. c der Richt­li­nie 2003/​86/​EG des Rates vom 22.09.2003

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Familie

Der voll­jäh­rig gewor­de­ne Sohn – und das Familienasyl

Wenn ein als Flücht­ling aner­kann­ter Sohn zwar bei der Mel­dung sei­ner Eltern als Asyl­su­chen­de noch min­der­jäh­rig war, aber im Zeit­punkt der Gerichts­ver­hand­lung nicht mehr, besteht kein Anspruch auf Fami­li­en­asyl. So hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt des Lan­des Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer syri­schen Fami­lie ent­schie­den. Anfang 2016 sind ein syrisches

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Auf­sto­cker­kla­gen – und die vor­ran­gi­ge Prü­fung asyl­recht­li­cher Unzulässigkeitsgründe

Bestehen Anhalts­punk­te für die Annah­me, dass ein Asyl­an­trag nach § 29 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 AsylG unzu­läs­sig ist, darf das Ver­wal­tungs­ge­richt einer Kla­ge auf Zuer­ken­nung inter­na­tio­na­len Schut­zes nur statt­ge­ben, wenn die Vor­aus­set­zun­gen des in Betracht kom­men­den Unzu­läs­sig­keits­grun­des nicht vor­lie­gen. Dies gilt auch dann, wenn das Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge den

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Ein­stel­lung eines asyl­recht­li­chen Klageverfahrens

Auch wenn in einem asyl­recht­li­chen Kla­ge­ver­fah­ren sowohl die Betrei­bens­auf­for­de­rung als auch die anschlie­ßen­de Ver­fah­rens­ein­stel­lung durch das Ver­wal­tungs­ge­richt als pro­zess­ord­nungs­wid­rig und Ver­stoß gegen Art.19 Abs. 4 Satz 1 GG zu bean­stan­den, steht einer Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Grund­satz der Sub­si­dia­ri­tät ent­ge­gen, da der Asyl­be­wer­ber in die­sem Fall noch die Fort­set­zung des Ver­fah­rens bean­tra­gen kann. So auch

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Pro­zess­kos­ten­hil­fe für die asyl­recht­li­che Aufstockungsklage

Ände­run­gen in der Beur­tei­lung der Erfolgs­aus­sich­ten, die nach der Bewil­li­gungs­rei­fe des Pro­zess­kos­ten­hil­fe­an­trags ein­tre­ten, sind grund­sätz­lich nicht mehr zu Las­ten des Rechts­schutz­su­chen­den zu berück­sich­ti­gen. Denn der ver­nünf­tig abwä­gen­de Rechts­schutz­su­chen­de kann die Ent­schei­dung über die Kla­ge­er­he­bung – jeden­falls in einem Rechts­ge­biet wie dem Asyl­recht, in dem ein iso­lier­ter Pro­zess­kos­ten­hil­fe­an­trag viel­fach als unzulässig

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Revi­si­ons­grund: Unter­schied­li­che Bewer­tun­gen bei iden­ti­scher Tatsachengrundlage

Eine Rechts­sa­che hat grund­sätz­li­che Bedeu­tung im Sin­ne von § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, wenn sie eine abs­trak­te, in dem zu ent­schei­den­den Fall erheb­li­che Fra­ge des revi­si­blen Rechts mit einer über den Ein­zel­fall hin­aus­ge­hen­den all­ge­mei­nen Bedeu­tung auf­wirft, die im Inter­es­se der Ein­heit­lich­keit der Recht­spre­chung oder im Inter­es­se der Rechts­fort­bil­dung in einem

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Zurück­wei­sungs­haft – trotz Aufenthaltsrecht?

Die Haft­ge­rich­te haben bei der Anord­nung von Zurück­wei­sungs­haft nicht zu prü­fen, ob dem Aus­län­der auf­grund des Asyl­ge­set­zes der Auf­ent­halt im Bun­des­ge­biet gestat­tet ist. Bei der von Ver­fas­sungs wegen gebo­te­nen Prü­fung der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit der Zurück­wei­sungs­haft haben die Haft­ge­rich­te von der Ent­schlie­ßung der betei­lig­ten Behör­de aus­zu­ge­hen, die Ein­rei­se­ver­wei­ge­rung bzw. Zurück­wei­sung durch Abschie­bung des

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Aus­set­zung des Fami­li­en­nach­zugs zu sub­si­di­är Schutzberechtigtem

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat in einer aktu­el­len Ent­schei­dung den Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung bezüg­lich der Aus­set­zung des Fami­li­en­nach­zugs zu sub­si­di­är Schutz­be­rech­tig­tem abge­lehnt. Die Rege­lung des § 104 Abs. 13 Auf­en­thG wur­de mit dem Gesetz zur Ein­füh­rung beschleu­nig­ter Asyl­ver­fah­ren vom 11.03.2016 als Teil des soge­nann­ten „Asyl­pa­kets II“ in das Auf­ent­halts­ge­setz ein­ge­fügt. Sie

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Psy­cho-Test für homo­se­xu­el­le Flüchtlinge

Ein Asyl­be­wer­ber darf kei­nem psy­cho­lo­gi­schen Test zur Bestim­mung sei­ner sexu­el­len Ori­en­tie­rung unter­zo­gen wer­den. Die Durch­füh­rung eines sol­chen Tests stellt einen unver­hält­nis­mä­ßi­gen Ein­griff in das Pri­vat­le­ben des Asyl­be­wer­bers dar. Dies ent­schied jetzt der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on anläß­lich des Fal­les eines Nige­ria­ners, der in Ungarn Asyl such­te. Im April 2015 stell­te ein

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Zurück­wei­sung eines Asyl­be­wer­bers – und die Zustim­mung der Staatsanwaltschaft

Das Ein­ver­neh­men der Staats­an­walt­schaft nach § 72 Abs. 4 Satz 1 Auf­en­thG ist bei der Zurück­wei­sung (§ 15 Abs. 1 Auf­en­thG) – anders als bei der Abschie­bung und der Zurück­schie­bung – nicht erfor­der­lich. Eine Zurück­wei­sung nach § 15 Abs. 1 Auf­en­thG und damit auch die Zurück­wei­sungs­haft nach § 15 Abs. 5 Auf­en­thG ist zuläs­sig, wenn

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Fami­li­en­nach­zug – zu einem min­der­jäh­ri­gen sub­si­di­är Schutzberechtigten

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt blieb jetzt ein Antrag auf vor­läu­fi­ge Ertei­lung von Visa zum Fami­li­en­nach­zug zu einem min­der­jäh­ri­gen sub­si­di­är Schutz­be­rech­tig­ten, der in „Asyl­pa­ket II“ für zwei Jah­re aus­ge­setzt wur­de, ohne Erfolg. In dem ent­schie­de­nen Fall begehr­ten die Beschwer­de­füh­rer die vor­läu­fi­ge Ertei­lung von Visa zum Fami­li­en­nach­zug zu einem min­der­jäh­ri­gen sub­si­di­är Schutz­be­rech­tig­ten, hilfsweise

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Flücht­ling mit neu­em Rei­se­pass des Heimatlandes

Die Annah­me oder Erneue­rung eines Natio­nal­pas­ses des Aus­län­ders führt nicht in jedem Fall auto­ma­tisch zu einem Erlö­schen sei­ner Rechts­stel­lung als Asyl­be­rech­tig­ter bzw. Flücht­ling gemäß § 72 Abs. 1 Nr. 1 AsylVfG/​AsylG und somit zu einem Ent­fal­len des beson­de­ren Aus­wei­sungs­schut­zes nach § 53 Abs. 3 Auf­en­thG. Viel­mehr kommt die­sem Ver­hal­ten eine Indi­zwir­kung dahin zu,

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Wehr­dienst­ent­zie­hung als Asyl­grund für syri­sche Flüchtlinge

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts stel­len die an eine Wehr­dienst­ent­zie­hung geknüpf­ten Sank­tio­nen, selbst wenn sie von tota­li­tä­ren Staa­ten aus­ge­hen, nur dann eine flücht­lings­recht­lich erheb­li­che Ver­fol­gung dar, wenn sie nicht nur der Ahn­dung eines Ver­sto­ßes gegen eine all­ge­mei­ne staats­bür­ger­li­che Pflicht die­nen, son­dern dar­über hin­aus den Betrof­fe­nen auch wegen sei­ner Reli­gi­on, seiner

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Flücht­lings­schutz für Syrer – wegen Wehrdienstentziehung

Syri­sche Män­ner, die sich durch ihre Flucht aus Syri­en dem Wehr­dienst ent­zo­gen haben, kön­nen unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen die Zuer­ken­nung des Flücht­lings­sta­tus bean­spru­chen. Die Klä­ger in den bei­den hier vom Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ent­schie­de­nen Ver­fah­ren, zwei syri­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge im Alter von 20 bzw. 28 Jah­ren, hat­ten ihre Hei­mat im Sep­tem­ber 2015 verlassen

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Syri­sche Flücht­lin­ge im wehr­dienst­fä­hi­gen Alter

Einem 20-jäh­­ri­­gen Syrer, der vor dem Bun­des­amt ange­ge­ben hat­te, wegen des Mili­tär­diens­tes Syri­en ver­las­sen zu haben, ist nach Ansicht des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len nicht die Flücht­lings­ei­gen­schaft zuzu­er­ken­nen. Es sei, so das OVG in Müns­ter, nicht davon aus­zu­ge­hen, dass zurück­keh­ren­de Asyl­be­wer­ber, die sich dem Wehr­dienst durch Flucht ent­zo­gen haben

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Flücht­lings­an­er­ken­nung wegen über­lan­ger Verfahrensdauer?

Eine Flücht­lings­an­er­ken­nung kann nicht allein wegen einer über­lan­gen Ver­fah­rens­dau­er erfol­gen. Es ergibt sich unmit­tel­bar aus dem Gesetz, dass die Vor­aus­set­zun­gen der §§ 3, 4 AsylG nicht allein des­we­gen posi­tiv fest­ge­stellt wer­den kön­nen, weil und wenn das beru­fungs­ge­richt­li­che Ver­fah­ren unan­ge­mes­sen lang gedau­ert haben mag. Auch aus Art. 3 und 4 EMRK folgt kein „Her­stel­lungs­in­ter­es­se“ im

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Flücht­lings­an­er­ken­nung für Syrer

Syrern, die ille­gal aus Syri­en aus­ge­reist sind und sich län­ge­re Zeit im west­li­chen Aus­land auf­ge­hal­ten und dort einen Asyl­an­trag gestellt haben, droht, selbst wenn sie vor ihrer Aus­rei­se nicht indi­vi­du­ell ver­folgt waren, im Fal­le ihrer Rück­kehr nach Syri­en dort mit beacht­li­cher Wahr­schein­lich­keit eine men­schen­rechts­wid­ri­ge Ver­fol­gung durch den syri­schen Staat in

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Asyl – und das unwil­li­ge OVG

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt war jetzt die Ver­fas­sungs­be­schwer­de einer syri­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen kur­di­scher Volks­zu­ge­hö­rig­keit und ihrer bei­den min­der­jäh­ri­gen Kin­der gegen die Ableh­nung des Antrags auf Aner­ken­nung als Asyl­be­rech­tig­te und auf Zuer­ken­nung der Flücht­lings­ei­gen­schaft erfolg­reich. Die 1978 gebo­re­ne Syre­rin und ihre bei­den 2008 und 2011 gebo­re­nen Kin­der bean­trag­ten nach ihrer Ein­rei­se in die

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Über­stel­lung nach der Dub­lin II-Ver­ord­nung – und die nach­träg­li­che Beschrän­kung des Asylantrags

Stimmt ein von Deutsch­land ersuch­ter EU-Mit­­­glie­d­­staat der Auf­nah­me eines Asyl­an­trag­stel­lers auf der Grund­la­ge der Dub­lin II-Ver­­or­d­­nung zu, ist eine Über­stel­lung in den um Auf­nah­me ersuch­ten Mit­glied­staat auch dann noch mög­lich, wenn ein Antrag­stel­ler nach der Zustim­mung sei­nen Antrag auf die Gewäh­rung sub­si­diä­ren Schut­zes beschränkt. Eine nach­träg­li­che Beschrän­kung des Asyl­an­trags hindert

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Asyl­ge­setz­ge­bung – aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts

In sei­ner Anspra­che aus Anlass des Jah­res­pres­se­ge­sprächs des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts in Leip­zig äußer­te sich des­sen Prä­si­dent Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Ren­nert zur aktu­el­len Asyl­ge­setz­ge­bung aus der Sicht der Ver­wal­tungs­ge­richts­bar­keit. Der Zustrom an Asyl­su­chen­den und Flücht­lin­gen erfor­dert nicht nur zahl­rei­ches zusätz­li­ches Per­so­nal beim Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge, son­dern auch bei

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Zwangs­ver­hei­ra­tung als Asyl­grund – die Yezi­den in Armenien

Nach den Erkennt­nis­sen des Ver­wal­tungs­ge­richt Schwe­rin kann es inner­halb der Volks­grup­pe der Yezi­den in Arme­ni­en zu Fäl­len von Zwangs­ver­hei­ra­tun­gen kom­men (hier: beab­sich­tig­te Ver­hei­ra­tung einer Wit­we durch ihren Vater) Gemäß § 3 Abs. 4 AsylG wird einem Aus­län­der die Flücht­lings­ei­gen­schaft zuer­kannt, wenn er Flücht­ling im Sin­ne des § 3 Abs. 1 AsylG ist. Danach ist Flüchtling

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Inter­na­tio­na­ler Schutz für Familienangehörige

Lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen des inter­na­tio­na­len Schut­zes für Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge nach § 26 AsylG im Übri­gen vor, kann das BAMF unter der auf­schie­ben­den Bedin­gung der Rechts­kraft der Ent­schei­dung des Stamm­be­rech­tig­ten zur Zuer­ken­nung des inter­na­tio­na­len Schut­zes ver­pflich­tet wer­den. Nach § 26 Abs. 2 AsylG hat ein im Zeit­punkt der Asyl­an­trag­stel­lung min­der­jäh­ri­ges, ledi­ges Kind Anspruch

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Reli­giö­se Ver­fol­gung wegen Kon­ver­si­on zum Christentum

Macht ein Asyl­be­wer­ber gel­tend, ihm dro­he wegen Kon­ver­si­on zum Chris­ten­tum reli­giö­se Ver­fol­gung, sind die Ver­wal­tungs­ge­rich­te bei der Beur­tei­lung, ob die Befol­gung einer gefahr­träch­ti­gen reli­giö­sen Pra­xis für ihn zur Wah­rung sei­ner reli­giö­sen Iden­ti­tät beson­ders wich­tig ist, nicht an die Beur­tei­lung des Amts­trä­gers einer christ­li­chen Kir­che gebun­den, der Tau­fe des Betrof­fe­nen liege

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Exil­po­li­ti­sche Nachfluchtaktivitäten

Stützt ein Aus­län­der sei­nen Asyl­fol­ge­an­trag auf neue selbst geschaf­fe­ne exil­po­li­ti­sche Nach­flucht­ak­ti­vi­tä­ten, greift der Regel­aus­schluss­grund für die Zuer­ken­nung der Flücht­lings­ei­gen­schaft nach § 28 Abs. 2 AsylVfG auch dann ein, wenn der Aus­län­der zwar bei Ver­las­sen des Her­kunfts­lands alters- und ent­wick­lungs­be­dingt noch nicht in der Lage war, sich eine fes­te poli­ti­sche Über­zeu­gung zu

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Wider­ruf des natio­na­len Abschiebungsschutzes

Das Ver­wal­tungs­ge­richt hat im Anfech­tungs­pro­zess gegen den Wider­ruf der Fest­stel­lung von Abschie­bungs­schutz nach natio­na­lem Recht (§ 73c Abs. 2 AsylVfG) den Wider­rufs­be­scheid umfas­send auf sei­ne Recht­mä­ßig­keit zu prü­fen; in die­se Prü­fung hat es auch vom Klä­ger nicht gel­tend gemach­te Anfech­tungs­grün­de und von der Behör­de nicht ange­führ­te Wider­rufs­grün­de ein­zu­be­zie­hen. Gegen­stand des hier

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Gewerbs­mä­ßi­ges Ein­schleu­sen syri­scher Bür­ger­kriegs­flücht­lin­ge aus Griechenland

Der Bun­des­ge­richts­hof hat die Revi­sio­nen syri­scher Staats­an­ge­hö­ri­gen ver­wor­fen, die vom Land­ge­richt Essen wegen gewerbs­mä­ßi­gen Ein­schleu­sens von Aus­län­dern nach § 95 Abs. 1 Nr. 3, § 96 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 Nr. 1 Auf­en­thG zu Frei­heits­stra­fen von jeweils drei Jah­ren ver­ur­teilt wor­den waren. Nach den Fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts Essen schleus­ten die Ange­klag­ten im Jahr

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Die Aus­län­der­be­hör­de – und die Prü­fung asyl­rechts­re­le­van­ter Umstände

Ein Aus­län­der kann durch die for­ma­le Gestal­tung eines Gesuchs oder die Beschrän­kung der zu prü­fen­den Anspruchs­grund­la­gen nicht die Prü­fung asyl­rechts­er­heb­li­cher Umstän­de durch die Aus­län­der­be­hör­de erzwin­gen. Trägt ein Aus­län­der asyl­rechts­er­heb­li­che Umstän­de vor, ist allein das BAMF zu deren Prü­fung beru­fen. Für die Prü­fung von Abschie­bungs­ver­bo­ten ist grund­sätz­lich die Aus­län­der­be­hör­de sach­lich zuständig

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„Step Ita­ly“ – sys­te­mi­sche Män­gel im Dublin-III-Verfahren

Ange­sichts der Viel­zahl der in Ita­li­en ankom­men­den Flücht­lin­ge und der dort gestell­ten Asyl­an­trä­ge ist es für das Gericht nach wie vor nicht ersicht­lich, dass eine sach­ge­rech­te, den Anfor­de­run­gen der Richt­li­nie 2003/​9/​EG vom 27.01.2003 (Auf­nah­me­richt­li­nie) ent­spre­chen­de Unter­brin­gung und Ver­sor­gung von Asyl­be­wer­bern erfolgt. Die Beden­ken der unzu­rei­chen­den Auf­nah­me­be­din­gun­gen wer­den sowohl vom BVerfG

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Syri­sche Bür­ger­kriegs­flücht­lin­ge – und der Griechenland-Transit

Der Bun­des­ge­richts­hof hat zwei Ver­ur­tei­lun­gen wegen gewerbs­mä­ßi­gen Ein­schleu­sens von syri­schen Bür­ger­kriegs­flücht­lin­gen aus Grie­chen­land bestä­tigt und die Revi­sio­nen von zwei syri­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen ver­wor­fen, die vom Land­ge­richt Essen wegen gewerbs­mä­ßi­gen Ein­schleu­sens von Aus­län­dern nach § 95 Abs. 1 Nr. 3, § 96 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 Nr. 1 Auf­en­thG zu Frei­heits­stra­fen von jeweils drei

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Fami­li­en­nach­zug zu aner­kann­ten Flüchtlingen

Nach § 29 Abs. 2 Satz 2 des Auf­ent­halts­ge­set­zes ist von den Erfor­der­nis­sen der Lebens­un­ter­halts­si­che­rung und aus­rei­chen­den Wohn­raums abzu­se­hen, wenn der Vis­ums­an­trag der Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen inner­halb von drei Mona­ten nach unan­fecht­ba­rer Zuer­ken­nung der Flücht­lings­ei­gen­schaft (oder unan­fecht­ba­rer Aner­ken­nung als Asyl­be­rech­tig­ter) gestellt wird. Wird die Flücht­lings­ei­gen­schaft erst auf­grund eines ver­wal­tungs­ge­richt­li­chen Urteils zuer­kannt, mit dem das

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Asyl für den US-Deserteur?

Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat­te sich in einem aktu­el­len Fall mit der Fra­ge zu befas­sen, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen einem Deser­teur aus einem Dritt­staat in der Euro­päi­schen Uni­on Asyl gewährt wer­den kann. Anlaß hier­für bot ein Fall aus Deutsch­land: Im August 2008 bean­trag­te der ame­ri­ka­ni­sche Sol­dat And­re She­pherd in Deutsch­land Asyl.

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Chris­ten aus Paki­stan sind kei­ne Flüchtlinge?

Chris­ten aus Paki­stan ist nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs Baden-Wür­t­­te­m­­berg nicht allein wegen ihres Glau­bens und der Prak­ti­zie­rung ihres Glau­bens die Flücht­lings­ei­gen­schaft zuzu­er­ken­nen. Das gilt auch nach einer Kon­ver­si­on vom Islam. Nach § 3 Abs. 4 AsylVfG wird einem Aus­län­der, der Flücht­ling nach § 3 Abs. 1 AsylVfG ist, die Flücht­lings­ei­gen­schaft zuer­kannt, es sei denn, er

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Kirch­li­che Beschei­ni­gun­gen im Asylrechtsstreit

Kirch­li­chen Beschei­ni­gun­gen kommt im Asyl­rechts­streit kei­ner­lei Bin­dungs­wir­kung zu. Dies gilt auch im Asyl­ver­fah­ren eines ira­ni­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen, der zum Chris­ten­tum kon­ver­tiert ist. Ihm ist die Flücht­lings­ei­gen­schaft nicht zuzu­er­ken­nen, wenn das Ver­wal­tungs­ge­richt von der Ernst­haf­tig­keit des Glau­bens­über­tritts nicht über­zeugt ist, auch nicht, weil das Gericht staats­recht­lich an die Ent­schei­dung des nach inner­kirch­li­chem Recht

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Grup­pen­ver­fol­gung der Yezi­den im Irak

Ange­sichts der seit dem 10.06.2014 ein­ge­tre­te­nen ver­än­der­ten Sicher­heits­la­ge droht Ange­hö­ri­gen der yezi­di­schen Glau­bens­ge­mein­schaft in der Pro­vinz Nini­we (Mosul) eine allein an ihren Glau­ben anknüp­fen­de Ver­fol­gung in der Gestalt von Gefah­ren für Leib und Leben sowie in der Gestalt von Ver­trei­bung, vor der sie weder effek­ti­ven Schutz von Sei­ten des irakischen

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Über­stel­lung eines Asyl­su­chen­den nach Bulgarien

Nach der aktu­el­len Erkennt­nis­mit­tel­la­ge ist die Beant­wor­tung der Fra­ge, ob das Asyl- und Auf­nah­me­ver­fah­ren in Bul­ga­ri­en (noch) mit sys­te­mi­schen Män­geln behaf­tet ist, als offen anzu­se­hen. Vor die­sem Hin­ter­grund ist nach der vor­zu­neh­men­den Inter­es­sen­ab­wä­gung von einer Über­stel­lung nach Bul­ga­ri­en abzu­se­hen. Rechts­grund­la­ge für die Abschie­bungs­an­ord­nung ist § 34 a Abs. 1 AsylVfG. Danach ordnet

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Auf­nah­me­be­din­gun­gen für Asyl­be­wer­ber in Bulgarien

Das Asyl­ver­fah­ren und die Auf­nah­me­be­din­gun­gen für Asyl­be­wer­ber in Bul­ga­ri­en wei­sen gegen­wär­tig sys­te­mi­sche Män­gel auf. Nach § 27a AsylVfG ist ein Asyl­an­trag unzu­läs­sig, wenn ein ande­rer Staat auf­grund von Rechts­vor­schrif­ten der Euro­päi­schen Gemein­schaft oder eines völ­ker­recht­li­chen Ver­tra­ges für die Durch­füh­rung des Asyl­ver­fah­rens zustän­dig ist. Die­se Vor­aus­set­zun­gen lie­gen hier nicht vor. Zwar ist Bulgarien

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Euro­päi­sches Asyl­sys­tem – und die Überstellungshaft

Asyl­be­wer­ber kön­nen der­zeit in Deutsch­land nicht zum Zwe­cke der Über­stel­lung in einen ande­ren Mit­glieds­staat der Euro­päi­schen Uni­on inhaf­tiert wer­den. Inso­weit fehlt es der­zeit im deut­schen Recht an einer wirk­sa­men Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge für die Inhaf­tie­rung. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall war der Rechts­be­schwer­de­füh­rer, ein paki­sta­ni­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger, ille­gal nach Deutsch­land eingereist,

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EU-Asyl­ver­fah­ren – und die Überstellungsfrist

Die Frist des Art.20 Abs. 1 d Dub­lin II VO beginnt erst mit ableh­nen­der Ent­schei­dung über den Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO zu lau­fen. Die Fris­ten­re­ge­lun­gen in Art. 16 ff Dub­lin II VO ver­mit­teln dem Asyl­be­wer­ber kei­ne sub­jek­ti­ve Rechts­po­si­ti­on. Die Über­stel­lungs­frist in den Wie­der­auf­nah­me­fäl­len rich­tet sich nach Art.20 Dub­lin II-Verordnung.

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Dub­lin-II-Ver­ord­nung – und sys­te­mi­sche Män­gel im Asylverfahren

Ein Asyl­be­wer­ber kann der Über­stel­lung in den nach der Dub­­lin-II-Ver­­or­d­­nung für ihn zustän­di­gen Mit­glied­staat nur mit dem Ein­wand sys­te­mi­scher Män­gel des Asyl­ver­fah­rens und der Auf­nah­me­be­din­gun­gen für Asyl­be­wer­ber ent­ge­gen­tre­ten. Es kommt hin­ge­gen nicht dar­auf an, ob es unter­halb der Schwel­le sys­te­mi­scher Män­gel in Ein­zel­fäl­len zu einer unmensch­li­chen oder ernied­ri­gen­den Behand­lung im

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Kein neu­es Asyl­ver­fah­ren bei aus­län­di­scher Flüchtlingsanerkennung

Ein Aus­län­der, der in einem ande­ren Staat bereits als Flücht­ling aner­kannt wor­den ist, kann in Deutsch­land nicht erneut Flücht­lings­schutz oder den Sta­tus eines sub­si­di­är Schutz­be­rech­tig­ten bean­spru­chen. Ein erneu­ter Asyl­an­trag ist unzu­läs­sig. Das hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig heu­te ent­schie­den. Der Klä­ger des Aus­gangs­ver­fah­rens ist Staats­an­ge­hö­ri­ger von Soma­lia, der im August

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Fami­li­en­asyl bei min­der­jäh­ri­gen Geschwistern

Für die Bestim­mung der Min­der­jäh­rig­keit des stamm­be­rech­tig­ten Geschwis­ters und des zuzie­hen­den Geschwis­ters bei § 26 Abs. 3 Satz 2 AsylVfG kommt es allein auf den Zeit­punkt der Antrag­stel­lung des zuzie­hen­den Geschwis­ters an. Nach Art. 16a Abs. 1 GG genie­ßen poli­tisch Ver­folg­te Asyl­recht. Eine poli­ti­sche Ver­fol­gung liegt vor, wenn staat­li­che Akteu­re gezielt Leib, Leben oder

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Ver­län­ge­rung der Über­stel­lungs­frist im Asylverfahren

Die ein­schrän­ken­den Vor­aus­set­zun­gen für die Ver­län­ge­rung der Über­stel­lungs­frist nach Art.20 Abs 2 Satz 2 der Dub­­lin-II-Ver­­or­d­­nung 343/​2003 berüh­ren weder sub­jek­ti­ve Rech­te der zu über­stel­len­den Asyl­be­wer­ber noch ver­mö­gen sie sol­che zu begrün­den. Sie bezwe­cken nicht den Schutz der Betrof­fe­nen, son­dern die­nen allein objek­ti­ven Zwe­cken, einer (sach-)gerechten Ver­tei­lung der mit der Durch­füh­rung der Asylverfahren

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Der zurück­ge­nom­me­ne Asyl­an­trag – und das Dublin-II-Verfahren

Die Dub­lin II-Ver­­or­d­­nung wird auch dann unan­wend­bar, wenn ein ein­zi­ger in der EU gestell­ter Asyl­an­trag zurück­ge­nom­men wird, nach­dem der an sich für die Prü­fung die­ses Asyl­an­trags zustän­de Mit­glied­staat dem Über­nah­me­er­su­chen des Mit­glied­staats, in dem der Asyl­an­trag gestellt wur­de, zuge­stimmt hat. Die Rück­nah­me eines Asyl­an­trags kann in einem sol­chen Fall jedenfalls

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