Gewerbs­mä­ßi­ger Ban­den­be­trug – und die Auf­klä­rungs­hil­fe

Nach § 46b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StGB kann das Gericht bei dem­je­ni­gen Tat­be­tei­lig­ten die Stra­fe mil­dern, der durch frei­wil­li­ges Offen­ba­ren sei­nes Wis­sens wesent­lich dazu bei­getra­gen hat, dass eine der in Bezug genom­me­nen Kata­log­ta­ten des § 100a Abs. 2 StPO – wie hier der gewerbs­mä­ßi­ge Ban­den­be­trug (§ 100a Abs. 2 Nr. 1 Buchst. n StPO,

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Auf­klä­rungs­hil­fe – und der wesent­li­che Bei­trag

Die Mil­de­rung des Straf­rah­mens gemäß § 46b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StGB ist nur gerecht­fer­tigt, wenn der Ange­klag­te mit sei­ner Ein­las­sung wesent­lich zur Auf­klä­rung der Tat über sei­nen eige­nen Tat­bei­trag hin­aus bei­getra­gen hat. Bei der Wesent­lich­keit der Auf­klä­rungs­hil­fe han­delt es sich um einen Rechts­be­griff, der revi­si­ons­ge­richt­li­cher Nach­prü­fung unter­liegt. Wesent­lich­keit ist zu

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Auf­klä­rungs­hil­fe – aus unlau­te­ren Moti­ven

Gemäß § 46b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StGB kann das Gericht anstel­le aus­schließ­lich ange­droh­ter lebens­lan­ger Frei­heits­stra­fe eine zei­ti­ge Frei­heits­stra­fe von nicht unter zehn Jah­ren ver­hän­gen, wenn der Ange­klag­te durch frei­wil­li­ges Offen­ba­ren sei­nes Wis­sens vor der Eröff­nung des Haupt­ver­fah­rens wesent­lich dazu bei­getra­gen hat, dass eine Straf­tat im Sin­ne von § 100a Abs.

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Straf­zu­mes­sung – und die Auf­klä­rungs­hil­fe

Die Straf­mil­de­rungs­mög­lich­keit gemäß § 46b Abs. 1 Satz 1 StGB kommt in Betracht, wenn der Täter wesent­lich zur Auf­klä­rung bei­getra­gen hat, wobei sich sein Auf­klä­rungs­bei­trag in Fäl­len, in denen er – wie hier – an der Tat betei­ligt war, über sei­nen eige­nen Tat­bei­trag hin­aus erstre­cken muss (§ 46b Abs. 1 Satz 3 StGB). Wesent­li­che

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Steu­er­hin­ter­zie­hung – und die Kron­zeu­gen­re­ge­lung

Bei dem gesetz­li­chen Mil­de­rungs­grund des frei­wil­li­gen Offen­ba­rens gemäß § 46b Abs. 1 Nr. 1 StGB muss es sich bei der Anlas­s­tat nicht um eine Kata­log­tat i.S.v. § 100a Abs. 2 StPO han­deln; es genügt viel­mehr, dass die­se Tat mit einer im Min­dest­maß erhöh­ten Frei­heits­stra­fe bedroht ist . Die­se Vor­aus­set­zung ist bei Steu­er­hin­ter­zie­hun­gen in

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Auf­klä­rungs­hil­fe – und der fest­ge­stell­te Auf­klä­rungs­er­folg

Lie­gen Anga­ben eines Ange­klag­ten vor, die mög­li­cher­wei­se Grund­la­ge der Annah­me eines Auf­klä­rungs­er­fol­ges im Sin­ne der § 31 Satz 1 Nr. 1 und 2 BtMG sein kön­nen, ist der Tatrich­ter gehal­ten, die­se in nach­voll­zieh­ba­rer Wei­se dar­zu­le­gen, um dem Revi­si­ons­ge­richt die Prü­fung zu ermög­li­chen, ob ein Auf­klä­rungs­er­folg zutref­fend ange­nom­men oder abge­lehnt wur­de . Dem wird

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Auf­klä­rungs­hil­fe – und der ins Aus­land geflo­he­ne Dea­ler

Es steht der Anwend­bar­keit von § 31 S.1 Nr. 1 BtMG nicht ent­ge­gen, wenn der durch die Anga­ben des Ange­klag­ten – zur Über­zeu­gung des Tatrich­ters der Sache nach zutref­fend – Belas­te­te bis­her noch nicht ergrif­fen wer­den konn­te . Ein Auf­klä­rungs­er­folg setzt nicht die Ver­ur­tei­lung oder Fest­nah­me des von dem Täter Belas­te­ten vor­aus,

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Die erst nach Eröff­nung des Haupt­ver­fah­rens erfolg­te Auf­klä­rungs­hil­fe

Eine ver­spä­tet geleis­te­te Auf­klä­rungs­hil­fe kann für sich genom­men – ohne Hin­zu­tre­ten wei­te­rer gewich­ti­ger Straf­mil­de­rungs­grün­de – kei­ne Straf­rah­men­ver­schie­bung gemäß § 30a Abs. 3 BtMG begrün­den. In der Tat wür­de es den gesetz­li­chen Wer­tun­gen wider­spre­chen, einem Ange­klag­ten eine Straf­rah­men­ver­schie­bung nach § 31 Satz 1 BtMG i.V.m. § 49 Abs. 1 StGB wegen Über­schrei­tens der Zeit­gren­ze

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Auf­klä­rungs­hil­fe – und das zeit­wei­se Schwei­gen zum Haupt­tä­ter

Einem Ange­klag­ten, der im Ermitt­lungs­ver­fah­ren zunächst nur Neben­be­tei­lig­te benennt und Infor­ma­tio­nen zu dem Haupt­tä­ter bewusst bis zur Haupt­ver­hand­lung zurück­hält, kann nicht eine dop­pel­te Straf­mil­de­rung nach § 30a Abs. 3 BtMG und nach § 31 BtMG zuteil wer­den. Dass die Straf­kam­mer im Rah­men ihrer Straf­zu­mes­sungs­ent­schei­dung die von dem Ange­klag­ten – jeden­falls hin­sicht­lich

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Straf­zu­mes­sung – und die Fra­ge eines min­der schwe­ren Fal­les

Die Straf­zu­mes­sung ist grund­sätz­lich Sache des Tatrich­ters. Es ist sei­ne Auf­ga­be, auf der Grund­la­ge des umfas­sen­den Ein­drucks, den er in der Haupt­ver­hand­lung von der Tat und der Per­sön­lich­keit des Täters gewon­nen hat, die wesent­li­chen ent­las­ten­den und belas­ten­den Umstän­de fest­zu­stel­len, sie zu bewer­ten und gegen­ein­an­der abzu­wä­gen. Ein Ein­griff des Revi­si­ons­ge­richts in

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Auf­klä­rungs­hil­fe – auch die ver­schie­de­nen Taten

Hat der Ange­klag­te durch frei­wil­li­ges Offen­ba­ren sei­nes Wis­sens wesent­lich zur Auf­de­ckung einer Tat nach den §§ 29 bis 30a BtMG bei­getra­gen, lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen für eine Straf­mil­de­rung nach § 31 Satz 1 Nr. 1 BtMG für alle Taten des Ange­klag­ten vor, die mit der auf­ge­deck­ten Tat im Zusam­men­hang ste­hen, ohne dass es

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Jugend­stra­fe – und die Auf­klä­rungs­hil­fe

Das Vor­lie­gen einer Auf­klä­rungs­hil­fe nach § 46b Abs. 1 und 2 StGB ist auch bei der Bemes­sung einer Jugend­stra­fe in Bedacht zu zie­hen. Da sowohl bei der Beur­tei­lung der Schuld­schwe­re im Sin­ne des § 17 Abs. 2 JGG als auch bei der Zumes­sung der kon­kre­ten Jugend­stra­fe der äuße­re Unrechts­ge­halt der Tat inso­fern von

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Auf­klä­rungs­hil­fe – und die Anlas­s­tat

§ 46b StGB ver­langt für eine Straf­rah­men­ver­schie­bung, dass Auf­klä­rungs­hil­fe hin­sicht­lich einer mit der Anlas­s­tat im Zusam­men­hang ste­hen­den Tat aus dem Kata­log des § 100a StPO geleis­tet wird. Maß­geb­li­cher Zeit­punkt für deren Beur­tei­lung ist der­je­ni­ge zum Zeit­punkt der Abur­tei­lung durch das Tat­ge­richt . Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 21. Juni 2016 – 5 StR

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Auf­klä­rungs­hil­fe – und die Fra­ge der Wesent­lich­keit

Bei der Wesent­lich­keit der Auf­klä­rungs­hil­fe han­delt es sich um einen Rechts­be­griff, der revi­si­ons­ge­richt­li­cher Prü­fung unter­liegt . Gemes­sen an dem anzu­le­gen­den recht­li­chen Maß­stab ist die vom Ange­klag­ten geleis­te­te Auf­klä­rungs­hil­fe nicht wesent­lich, wenn für die Tat­be­tei­li­gung des belas­te­ten (Mit)Täters ins­be­son­de­re aus der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chung und den Obser­va­ti­ons­maß­nah­men, bereits trag­fä­hi­ge Bewei­ser­kennt­nis­se vor­lie­gen, deren Über­zeu­gungs­kraft

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Auf­klä­rungs­hil­fe – und ihre Wesent­lich­keit

Die Wesent­lich­keit der Auf­klä­rungs­hil­fe ist zu beja­hen, wenn die Tat ohne den Auf­klä­rungs­bei­trag nicht oder nicht im gege­be­nen Umfang auf­ge­klärt wor­den wäre, die Aus­sa­ge des Täters jeden­falls aber eine siche­re­re Grund­la­ge für die Abur­tei­lung des Tat­be­tei­lig­ten schafft, indem sie den Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den die erfor­der­li­che Über­zeu­gung ver­mit­telt, dass ihre bis­he­ri­gen Erkennt­nis­se zutref­fen

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Auf­klä­rungs­hil­fe – erst in der Haupt­ver­hand­lung

Eine Straf­mil­de­rung wegen Auf­klä­rungs­hil­fe im Sin­ne von § 31 Satz 1 Nr. 1 BtMG kommt nicht in Betracht, wenn der Ange­klag­te Anga­ben zu dem mut­maß­lich am Betrieb der ver­fah­rens­ge­gen­ständ­li­chen Can­na­bis­plan­ta­ge Betei­lig­ten erst in der Haupt­ver­hand­lung gemacht hat und die­ser ver­typ­te Straf­mil­de­rungs­grund mit­hin prä­k­lu­diert ist (§ 31 Satz 3 BtMG, § 46b Abs. 3 StGB).

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Die Auf­klä­rungs­hil­fe des § 31 BtMG – und das Schwei­gen in der Haupt­ver­hand­lung

Die Vor­aus­set­zun­gen des § 31 Satz 1 Nr. 1 BtMG kön­nen auch erfüllt sein, wenn ein Ange­klag­ter im Ermitt­lungs­ver­fah­ren hin­rei­chen­de Anga­ben gemacht hat, aber im wei­te­ren Ver­fah­ren schweigt. Ent­schei­dend ist allein, dass der Auf­klä­rungs­ge­hil­fe durch kon­kre­te Anga­ben die Vor­aus­set­zun­gen dafür geschaf­fen hat, dass die Offen­ba­rung zu einem tat­säch­li­chen Auf­klä­rungs­er­folg geführt hat .

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Zu früh gepetzt…

§ 46b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StGB, § 31 Satz 1 Nr. 1 BtMG regeln zwar nicht aus­drück­lich den Beginn ihres Anwen­dungs­be­reichs. Da sie aber an das aktu­el­le Straf­ver­fah­ren gegen den Offen­ba­ren­den anknüp­fen, stellt des­sen Beginn den erst­mög­li­chen Zeit­punkt dar, in dem die­ser den Vor­teil einer Straf­mil­de­rung erlan­gen kann . Dies ist dann

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Straf­mil­dern­de Auf­klä­rungs­hil­fe – und der straf­be­frei­en­de Rück­tritt vom Ver­such

§ 46b StGB – die Straf­mil­dung bei der Hil­fe zur Auf­klä­rung oder Ver­hin­de­rung von schwe­ren Straf­ta­ten – ist auch dann anwend­bar, wenn der durch den Auf­klä­ren­den Belas­te­te von dem Ver­such des im Kata­log des § 100a Abs. 2 StPO auf­ge­führ­ten Delikts straf­be­frei­end zurück­ge­tre­ten ist. Beim Rück­tritt han­delt es sich um einen

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Über­zeu­gungs­bil­dung zum Vor­lie­gen einer Kata­log­tat bei Auf­klä­rungs­hil­fe

Zu der Straf­zu­mes­sungs­tat­sa­che, ob die von einem Täter geleis­te­te Auf­klä­rungs­hil­fe sich auf eine Kata­log­tat im Sin­ne des § 46b Abs. 1 S. 1 StGB i.V.m. § 100 a Abs. 2 StPO bezieht, hat sich das erken­nen­de Gericht eine eige­ne Über­zeu­gung zu bil­den. Die Fest­stel­lung, dass die mit der Bezug­s­tat der Auf­klä­rungs­hil­fe befasst gewe­se­nen Instan­zen

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