Oberlandesgericht München

Die Auf­sichts­pflich­ten des Auf­sichts­rats – und die Selbst­be­las­tungs­frei­heit

Der Scha­dens­er­satz­an­spruch einer Akti­en­ge­sell­schaft gegen ihren Auf­sichts­rat schei­det nicht des­halb aus, weil das Auf­sichts­rats­mit­glied sich zur Ver­mei­dung der ihm vor­ge­wor­fe­nen Pflicht­ver­let­zung hät­te selbst bezich­ti­gen müs­sen (so aber OLG Düs­sel­dorf, Urteil vom 07.04.2017 – I‑17 U 29/​16)). Im Rah­men sei­ner nach­träg­li­chen Über­wa­chungs­tä­tig­keit ist der Auf­sichts­rat grund­sätz­lich ver­pflich­tet, Scha­dens­er­satz­an­sprü­che gegen ein Vor­stands­mit­glied zu

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Schadensersatzansprüche gegen den Aufsichtsrat - und ihre Verjährung

Scha­dens­er­satz­an­sprü­che gegen den Auf­sichts­rat – und ihre Ver­jäh­rung

Die Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen einer Akti­en­ge­sell­schaft gegen ein Auf­sichts­rats­mit­glied gemäß § 116 Satz 1, § 93 Abs. 2, Abs. 6 AktG wegen Ver­jäh­ren­las­sens von Ersatz­an­sprü­chen der Gesell­schaft gegen ein Vor­stands­mit­glied beginnt gemäß § 200 Satz 1 BGB mit dem Zeit­punkt der Ver­jäh­rung des Ersatz­an­spruchs der Gesell­schaft gegen das Vor­stands­mit­glied. b)) Das gilt

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Organhaftung für verbotswidrige Zahlungen

Organ­haf­tung für ver­bots­wid­ri­ge Zah­lun­gen

Mit der Fra­ge der Haf­tung des Auf­sichts­ra­tes für ver­bots­wid­ri­ge Zah­lun­gen hat­te sich aktu­ell das Han­sea­ti­sche Über­lan­des­ge­richt Ham­burg zu befas­sen – und ver­nein­te eine sol­che Haf­tung im vor­lie­gen­den Fall, weil nicht fest­zu­stel­len ist, dass es durch die den Auf­sichts­rats­mit­glie­dern vor­ge­wor­fe­nen Pflicht­ver­let­zun­gen zu einem Ver­mö­gens­ver­lust der Akti­en­ge­sell­schaft im Sin­ne des § 93

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