Erstat­tung des aus­ge­zahl­ten Blin­den­gel­des

Der in § 116 Abs. 1 SGB X gere­gel­te gesetz­li­che For­de­rungs­über­gang setzt eine sach­li­che Kon­gru­enz zwi­schen der Ersatz­pflicht des Schä­di­gers und der Leis­tungs­ver­pflich­tung des Sozi­al­hil­fe­trä­gers vor­aus. An die­ser Kon­gru­enz zwi­schen dem Blin­den­geld und dem Scha­dens­er­satz­an­spruch fehlt es, da auf der Grund­la­ge des nord­rhein – west­fä­li­schen Geset­zes über die Hil­fen für Blin­de

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Alters­be­ding­te Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on – und die Kos­ten der Behand­lung mit Lucen­tis

Die Kos­ten für die Behand­lung mit Lucen­tis sind nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts – und ent­ge­gen der bis­he­ri­gen Pra­xis – von der Kran­ken­kas­se voll­stän­dig zu über­neh­men. Lucen­tis ist als Arz­nei­mit­tel für die Behand­lung der alters­be­ding­ten Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on, einer weit ver­brei­te­ten Augen­krank­heit, in einer "Durch­stech­fla­sche zum ein­ma­li­gen Gebrauch" zuge­las­sen. Ein Arzt

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Der Ver­lust des Augen­lichts zu 90% und die Haf­tung des Augen­arz­tes

Wird eine Netz­haut­ab­lö­sung vom Augen­arzt zu spät erkannt und der Pati­ent nicht an einen Augen­chir­ur­gen über­wie­sen, haf­tet der Augen­arzt für die dadurch ent­stan­de­nen gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall einem Pati­en­ten, der 90% sei­ner Seh­kraft ver­lo­ren hat, ein Schmer­zens­geld von 15.000 Euro

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Opto­me­tris­ten

Augen­ärz­te und ihr Berufs­ver­band sind durch die Sat­zung zur Fort­bil­dung von Augen­op­ti­kern zu Opto­me­tris­ten weder in ihrem Grund­recht auf Berufs­aus­übungs­frei­heit (Art. 12 Abs. 1 GG) noch im Schutz­be­reich des ein­ge­rich­te­ten und aus­ge­üb­ten Gewer­be­be­triebs (Art. 14 Abs. 1 GG) ver­letzt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt eine Nor­men­kon­troll­kla­ge der Augen­ärz­te und ihres

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Augen­ärz­te und die Bril­len­ver­sor­gung

Es stellt eine unan­ge­mes­se­ne unsach­li­che Ein­fluss­nah­me auf die ärzt­li­che Behand­lungs­tä­tig­keit dar, wenn durch das Gewäh­ren oder Inaus­sicht­stel­len eines finan­zi­el­len Vor­teils dar­auf hin­ge­wirkt wird, dass Ärz­te ent­ge­gen ihren Pflich­ten aus dem Behand­lungs­ver­trag und dem Berufs­recht nicht allein anhand des Pati­en­ten­in­ter­es­ses ent­schei­den, ob sie einen Pati­en­ten an bestimm­te Anbie­ter gesund­heit­li­cher Leis­tun­gen ver­wei­sen.

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Die gesetz­li­che Kran­ken­kas­se und der off-label-use eines Arz­nei­mit­tels

Gesetz­lich Kran­ken­ver­si­cher­te, die unter einer feuch­ten alters­be­ding­ten Maku­la­de­ge­ne­ra­ti­on, der soge­nann­ten "feuch­ten AMD", lei­den, haben nach einem aktu­el­len Urteil des Sozi­al­ge­richts Aachen einen Anspruch auf Ver­sor­gung mit dem für die­se Erkran­kung zuge­las­se­nen Arz­nei­mit­tel Lucen­tis®. Sie dür­fen gegen ihren Wil­len nicht auf die Ver­wen­dung eines ande­ren Mit­tels (Ava­stin®) ver­wie­sen wer­den, das zwar

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Wenn der Augen­artz mit dem Opti­ker…

Nach § 3 Abs. 2 der Ärzt­li­chen Berufs­ord­nung der Ärz­te­kam­mer Nie­der­sa­chen (BOÄ) ist es dem Arzt unter­sagt, im Zusam­men­hang mit der Aus­übung sei­ner ärzt­li­chen Tätig­keit Waren und ande­re Gegen­stän­de abzu­ge­ben oder unter sei­ner Mit­wir­kung abge­ben zu las­sen sowie gewerb­li­che Dienst­leis­tun­gen zu erbrin­gen oder erbrin­gen zu las­sen, soweit nicht die Abga­be des Pro­dukts oder

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