Grund­stücks­fi­nan­zie­rung bis End­al­ter 78

Ver­mit­telt ein Anla­ge­be­ra­ter eine Eigen­tums­woh­nung zum Zwe­cke der Alters­si­che­rung, so muss er den Käu­fer unmiss­ver­ständ­lich dar­auf hin­wei­sen, dass die­ser das zum Zwe­cke der Finan­zie­rung der gekauf­ten Eigen­tums­woh­nung auf­ge­nom­me­ne Dar­le­hen unter Berück­sich­ti­gung der vor­ge­se­he­nen End­fi­nan­zie­rung erst im Alter von 78 Jah­ren voll­stän­dig zurück­ge­zahlt haben wird. Zwar ist gera­de bei einer Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung regelmäßig

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Bau­her­ren­mo­del­le und das Wis­sen der Bank um die Provisionszahlungen

Eine dem Erwer­ber von Woh­nungs­ei­gen­tum im Vor­feld vom Ver­mitt­ler vor­ge­leg­te, for­mu­lar­mä­ßi­ge (blo­ße) Zah­lungs­an­wei­sung an den Notar, aus dem Geld­be­trag (= Dar­le­hensva­lu­ta der vor­fi­nan­zie­ren­den Bank), der auf dem Notarand­er­kon­to ein­geht, „nach­fol­gend auf­ge­führ­te Beträ­ge“ zu sei­nen Las­ten und auf sei­ne Rech­nung „an die auf­ge­führ­ten Emp­fän­ger wei­ter­zu­lei­ten“, kann – auch unter Berück­sich­ti­gung der

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Die Miet­woh­nung als Kapi­tal­an­la­ge – und die Scha­dens­er­satz­an­sprü­che bei Rücktritt

Einem Gläu­bi­ger ist grund­sätz­lich gestat­tet, den ent­stan­de­nen Teil des Scha­dens zum Zeit­punkt der Kla­ger­he­bung zu bezif­fern und mit einer Leis­tungs­kla­ge gel­tend zu machen sowie dane­ben im Übri­gen im Hin­blick auf die zum Zeit­punkt der Kla­ger­he­bung noch nicht bezif­fer­ba­ren wei­te­ren Schä­den auf Fest­stel­lung der Scha­dens­er­satz­pflicht des Schuld­ners zu kla­gen. Macht der

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Aus­ein­an­der­set­zungs­bi­lanz und Nach­schuss­pflicht bei einer Publi­kums­ge­sell­schaft bür­ger­li­chen Rechts

Bei einer Publi­kums­ge­sell­schaft bür­ger­li­chen Rechts sind in die von den Abwick­lern zu erstel­len­de Aus­ein­an­der­set­zungs­bi­lanz auch ohne beson­de­re Rege­lung im Gesell­schafts­ver­trag die zu unselb­stän­di­gen Rech­nungs­pos­ten gewor­de­nen, auf dem Gesell­schafts­ver­hält­nis beru­hen­den Ansprü­che unter­ein­an­der und gegen die Gesell­schaft ein­zu­stel­len; auf die­ser Grund­la­ge ist der auf jeden Gesell­schaf­ter ent­fal­len­de Fehl­be­trag zu ermit­teln. Bestehen bei

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Zwi­schen­fi­nan­zie­rung mit­tels Treu­hän­der und das RDG

Ist ein von einem Geschäfts­be­sor­ger oder Treu­hän­der abge­schlos­se­ner Zwi­schen­fi­nan­zie­rungs­ver­trag wegen Ver­sto­ßes der Voll­macht gegen das Rechts­be­ra­tungs­ge­setz nich­tig und die Nich­tig­keit auch nicht nach Rechts­schein­grund­sät­zen gemäß §§ 171, 172 BGB geheilt wor­den, kann der Dar­le­hens­neh­mer grund­sätz­lich die von ihm auf den – wirk­sa­men – End­fi­nan­zie­rungs­ver­trag erbrach­ten Zins- und Til­gungs­leis­tun­gen im Wege

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Bundesfinanzhof (BFH)

Im Vor­aus gezahl­te Erbbauzinsen

Der Bun­des­fi­nanz­hof hält die im Jahr 2004 erfolg­te rück­wir­ken­de Ein­füh­rung einer Rege­lung über die Auf­tei­lung von in einem Ein­mal­be­trag geleis­te­ten Erb­bau­zin­sen auf die Lauf­zeit des Erb­bau­rechts für ver­fas­sungs­wid­rig. Er hat des­halb eines von drei bei ihm zu die­ser Fra­ge anhän­gi­gen Revi­si­ons­ver­fah­ren aus­ge­setzt und die Fra­ge dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vor­ge­legt. Dem Ganzen

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Bau­her­ren­mo­del­le und geplatz­te Steuervorteile

Der Anspruch auf Ersatz des posi­ti­ven Inter­es­ses umfasst bei Rück­ab­wick­lung eines Kauf­ver­trags über zur Ver­mie­tung bestimm­te Gewer­be­räu­me, der als Steu­er­spar­mo­dell kon­zi­piert war, auch den durch die Rück­for­de­rung der zunächst gewähr­ten, in Fol­ge der Rück­ab­wick­lung dann jedoch vom Finanz­amt zurück­ge­for­der­ten Steu­er­vor­tei­le ent­stan­de­nen Scha­den. Der Anspruch besteht schon dann, wenn der Rückforderungsbescheid

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Annah­me­fris­ten bei Grundstückskaufverträgen

Bei vie­len Bau­her­ren­mo­del­len hat es sich ein­ge­bürgt, dass das Ver­trags­an­ge­bot durch den Käu­fer und die Annah­me durch den Ver­käu­fer des Grund­stücks (oder der Eigen­tums­woh­nung) getrennt beur­kun­det wird, wobei sich der Ver­käu­fer meist eine lan­ge, meh­re­re Mona­te umfas­sen­de Annah­me­frist vor­be­hält, damit er die (sei­ne Her­stel­lungs­pflicht begrün­den­de) Annah­me erst zu erklä­ren braucht,

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Ver­jäh­rung der Steu­er­be­ra­ter­haf­tung bei Bauherrenmodellen

Hat ein Kom­man­di­tist Steu­er­nach­zah­lun­gen infol­ge ver­rin­ger­ter Ver­lust­zu­wei­sun­gen zu ver­zin­sen, beginnt die Ver­jäh­rung eines Ersatz­an­spruchs gegen den steu­er­li­chen Bera­ter wegen ver­spä­te­ten Hin­wei­ses auf die­ses Risi­ko mit dem ers­ten Bescheid, wel­cher die Ver­lus­te der KG in dem­entspre­chend ver­min­der­tem Umfang fest­stellt, selbst wenn es gelingt, durch Vor­zie­hung von Son­der­ab­schrei­bun­gen die Gewinn­erhö­hung in spätere

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Son­der­ab­schrei­bun­gen in der Totalüberschussprognose

Bei der Abgren­zung von steu­er­lich anzu­er­ken­nen­den Ver­lus­ten zu sol­chen aus Lieb­ha­be­rei, die steu­er­lich nicht zu berück­sich­ti­gen sind, ist regel­mä­ßig eine Pro­gno­se der wäh­rend des gesam­ten Zeit­raums vor­aus­sicht­lich zu erzie­len­den Gewin­ne und Ver­lus­te ent­schei­dend: Ergibt sich hier­bei über die gesam­ten Jah­re gerech­net ein posi­ti­ver Über­schuss, ist in aller Regel von einer

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Bera­ter­haf­tung beim Bauherrenmodell

Der durch eine feh­ler­haf­te Anla­ge­be­ra­tung Geschä­dig­te kann sei­nen im Abschluss eines nota­ri­el­len Kauf­ver­tra­ges über eine Immo­bi­lie mit einem Drit­ten bestehen­den Scha­den auch gegen­über dem bera­ten­den Unter­neh­men in der Wei­se gel­tend machen, dass er die Erstat­tung des gezahl­ten Kauf­prei­ses Zug-um-Zug gegen Über­eig­nung der erwor­be­nen Kapi­tal­an­la­ge ver­langt; dies ent­spricht dem im allgemeinen

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