Beam­te, beam­te­te Leh­rer – und das Streik­ver­bot

Das Streik­ver­bot für Beam­tin­nen und Beam­te ist als eigen­stän­di­ger her­ge­brach­ter Grund­satz des Berufs­be­am­ten­tums vom Gesetz­ge­ber zu beach­ten. Es steht auch mit dem Grund­satz der Völ­ker­rechts­freund­lich­keit des Grund­ge­set­zes im Ein­klang und ist ins­be­son­de­re mit den Gewähr­leis­tun­gen der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on ver­ein­bar. Mit die­ser Begrün­dung hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vier gegen das Streik­ver­bot für

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Zeu­gen­ver­neh­mung von BAFin-Gut­ach­tern

Nach § 376 Abs. 1 ZPO gel­ten für die Ver­neh­mung von Rich­tern, Beam­ten und ande­ren Per­so­nen des öffent­li­chen Diens­tes als Zeu­gen über Umstän­de, auf die sich ihre Pflicht zur Amts­ver­schwie­gen­heit bezieht, und für die Geneh­mi­gung zur Aus­sa­ge die beson­de­ren beam­ten­recht­li­chen Vor­schrif­ten. § 376 Abs. 1 ZPO setzt mit­hin – eben­so wie der

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Zeu­gen­ver­neh­mung von Rich­tern und Beam­ten – und die Pflicht zu Amts­ver­schwie­gen­heit

Nach § 376 Abs. 1 ZPO gel­ten für die Ver­neh­mung von Rich­tern, Beam­ten und ande­ren Per­so­nen des öffent­li­chen Diens­tes als Zeu­gen über Umstän­de, auf die sich ihre Pflicht zur Amts­ver­schwie­gen­heit bezieht, und für die Geneh­mi­gung zur Aus­sa­ge die beson­de­ren beam­ten­recht­li­chen Vor­schrif­ten. § 376 Abs. 1 ZPO setzt mit­hin – eben­so wie der

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Dienst­zim­mer mit Sofa und Lauf­band

Ein Sofa und ein Lauf­band haben einer Dienst­an­wei­sung ent­spre­chend aus einem Dienst­zim­mer ent­fernt zu wer­den. Wird dem nicht Fol­ge geleis­tet, ist die zwangs­wei­se Ent­fer­nung der Gegen­stän­de rech­tens. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Trier in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge einer Beam­tin abge­wie­sen, die sich damit gegen die zwangs­wei­se

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Unter­be­zahl­te säch­si­sche Beam­te

Die Bezü­ge säch­si­scher Beam­ter der Besol­dungs­grup­pe A 10 im Jahr 2011 waren ver­fas­sungs­wid­rig. Mit die­ser auf Rich­ter­vor­la­gen ver­schie­de­ner Ver­wal­tungs­ge­rich­te ergan­ge­nen Ent­schei­dung knüpft das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt an sein an, des­sen ver­fas­sungs­recht­li­cher Maß­stab auf die A‑Besoldung im Wesent­li­chen über­trag­bar ist. Die Grund­ge­halts­sät­ze der Besol­dungs­grup­pe A 10 in Sach­sen im Jahr 2011 sind mit Art. 33 Abs.

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Amts­an­ge­mes­se­ne Besol­dung bei begrenz­ter Dienst­fä­hig­keit

Das Ali­men­ta­ti­ons­prin­zip (Art. 33 Abs. 5 GG) und der all­ge­mei­ne Gleich­heits­satz (Art. 3 Abs. 1 GG) ver­bie­ten es, begrenzt dienst­fä­hi­ge Beam­te wie teil­zeit­be­schäf­tig­te Beam­te zeit­an­tei­lig zu besol­den. Gebo­ten ist eine Ori­en­tie­rung an der Besol­dung für Voll­zeit­be­schäf­tig­te. Aller­dings darf der Norm­ge­ber berück­sich­ti­gen, dass begrenzt dienst­fä­hi­ge Beam­te objek­tiv nicht die vol­le Dienst­leis­tung erbrin­gen, und einer

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Beam­ten­be­sol­dung in Sach­sen

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat ins­ge­samt 11 Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen Vor­schrif­ten des Säch­si­schen Besol­dungs­ge­set­zes sowie gegen hier­zu ergan­ge­ne ver­wal­tungs­ge­richt­li­che Urtei­le nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men. Nach dem neu­en säch­si­schen Besol­dungs­recht wird das Grund­ge­halt der A‑Besoldung anhand der tat­säch­lich geleis­te­ten Dienst­zei­ten und der erbrach­ten Leis­tung bemes­sen; jedoch bleibt eine bestehen­de Stu­fen­zu­ord­nung auf­grund des bis­lang maß­geb­li­chen

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Rich­ter­vor­la­ge an den EuGH – und das Recht auf den gesetz­li­chen Rich­ter

Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on ist gesetz­li­cher Rich­ter im Sin­ne des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG . Unter den Vor­aus­set­zun­gen des Art. 267 Abs. 3 AEUV sind die natio­na­len Gerich­te von Amts wegen gehal­ten, den Uni­ons­ge­richts­hof anzu­ru­fen . Kommt ein deut­sches Gericht sei­ner Pflicht zur Anru­fung des Uni­on­se­richts­hofs im Wege des

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Beam­ten­be­sol­dung in Nord­rhein-West­fa­len

Die Besol­dung der Beam­ten der Besol­dungs­grup­pen A 12 bis A 16 in Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in den Jah­ren 2013/​14 ist nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Gel­sen­kir­chen nicht ver­fas­sungs­wid­rig nied­rig. Die Klä­ger, ver­be­am­te­te Leh­rer, mach­ten mit ihren Kla­gen im Wesent­li­chen gel­tend, dass ihre aktu­el­le Besol­dung wegen eines jah­re­lan­gen Zurück­blei­bens gegen­über der Ent­wick­lung der Tarif­er­geb­nis­se und der Pri­vat­wirt­schaft

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Her­aus­nah­me beur­laub­ter Beam­ter aus einem Sozi­al­plan

Die Her­aus­nah­me beur­laub­ter Beam­ter aus dem Gel­tungs­be­reich eines Sozi­al­plans kann im Hin­blick auf deren beson­de­ren Kün­di­gungs­schutz gerecht­fer­tigt sein. Wäh­rend der Arbeit­neh­mer mit "ver­trag­li­chem" Rück­kehr­recht mit der DT AG – abge­se­hen von der Fra­ge des Nach­wei­ses der Anwend­bar­keit des Tarif­ver­tra­ges – immer­hin aus wich­ti­gem Grund nach § 626 Abs. 1 BGB gekün­digt

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Das feh­ler­haf­te Ver­ständ­nis der Arbeits­zeit­ver­ord­nung für Feu­er­wehr­be­am­te

Säch­si­sche Feu­er­wehr­be­am­te haben im Anschluss an einen Nacht­dienst Anspruch auf einen dienst­frei­en Kalen­der­tag i.S. des § 2 Abs. 3 Satz 3 SächsAZ­VO, nicht aber auf ledig­lich vier­und­zwan­zig Stun­den Frei­zeit. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Leip­zig in den hier vor­lie­gen­den Fäl­len ent­schie­den und den Anträ­gen auf vor­läu­fi­gen Rechts­schutz ent­spro­chen. Am 2. Sep­tem­ber 2014 haben zwölf

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Per­sön­lich­keits­rech­te und Intim­sphä­re eines Beam­ten

as Gebot zum ach­­tungs- und ver­trau­ens­ge­rech­ten Ver­hal­ten ver­pflich­tet den Beam­ten, die Per­sön­lich­keits­rech­te von Kol­le­gen und Mit­ar­bei­tern, ins­be­son­de­re ihre Intim­sphä­re, zu respek­tie­ren. Nach § 61 Abs. 1 Satz 3 BBG muss das Ver­hal­ten eines Beam­ten inner­halb und außer­halb des Diens­tes der Ach­tung und dem Ver­trau­en gerecht wer­den, die sein Beruf erfor­dert. Der Grund­tat­be­stand

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Das Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren wegen Über­zah­lung von Bei­hil­fe

Liegt die Ursa­che einer Über­zah­lung im Ver­ant­wor­tungs­be­reich des Dienst­herrn, so bedarf ein dis­zi­pli­nar­recht­li­ches Ein­schrei­ten gegen den Emp­fän­ger einer zusätz­li­chen Recht­fer­ti­gung. Der sich aus der feh­len­den Kon­trol­le eines Bei­hil­fe­be­schei­des und der Kon­to­aus­zü­ge erge­ben­de Vor­wurf gro­ber Fahr­läs­sig­keit, der Grund­la­ge einer beam­ten­recht­li­chen Rück­for­de­rung ist, reicht dazu für sich genom­men nicht aus. Auf­grund der

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Streik­ver­bot für Beam­te – Men­schen­rechts­kon­ven­ti­ons­wid­rig, aber wirk­sam

Beam­te­te Leh­rer dür­fen sich auch wei­ter­hin nicht an Streiks betei­li­gen, zu denen die Gewerk­schaf­ten ihre ange­stell­ten Kol­le­gen auf­ru­fen. Dies hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig heu­te ent­schie­den. Das beam­ten­recht­li­che Streik­ver­bot bean­sprucht nach Ansicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts wei­ter­hin Gel­tung; die bestehen­de Kol­li­si­on mit der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on muss der Gesetz­ge­ber auf­lö­sen. In dem hier

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Kin­der­er­zie­hungs­zeit in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung – auch für Beam­te

Eltern von vor dem 01.01.1992 gebo­re­nen Kin­dern kön­nen sich bei der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung eine zwölf­mo­na­ti­ge Kin­der­er­zie­hungs­zeit vor­mer­ken las­sen, auch wenn sie ihre Kin­der nach Begrün­dung eines Beam­ten­ver­hält­nis­ses erzo­gen haben. Dies hat das Sozi­al­ge­richt Dort­mund im Fal­le einer Leh­re­rin aus Mesche­de ent­schie­den, die ihren im Jah­re 1988 gebo­re­nen Sohn nach der

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