Befunderhebungsfehler - und der mit einem Heftpflaster geflickte Wehenschreiber

Befunderhebungsfehler – und der mit einem Heftpflaster geflick­te Wehenschreiber

Der für die Annahme eines Befunderhebungsfehlers erfor­der­li­che Pflichtwidrigkeitsvorwurf kann dar­in bestehen, dass die medi­zi­nisch gebo­te­ne Befundung mit einem von Beginn an nur not­dürf­tig repa­rier­ten Gerät unter­nom­men wird, auch wenn das Gerät zunächst noch ver­wert­ba­re Aufzeichnungen lie­fert (hier: CTG-Kontrolle mit einem ledig­lich mit einem Heftpflaster geflick­ten CTG-Gerät). Kardiotokographie (Cardiotocography, CTG) ist

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Die unterlassene Untersuchung - Diagnoseirrtum oder Befunderhebungsfehler?

Die unter­las­se­ne Untersuchung – Diagnoseirrtum oder Befunderhebungsfehler?

Dem Arzt ist kein Diagnoseirrtum, son­dern ein Befunderhebungsfehler vor­zu­wer­fen, wenn die unrich­ti­ge dia­gnos­ti­sche Einstufung einer Erkrankung ihren Grund bereits dar­in hat, dass der Arzt die nach dem medi­zi­ni­schen Standard gebo­te­nen Untersuchungen erst gar nicht ver­an­lasst hat. Nach der stän­di­gen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann auch ein ein­fa­cher Befunderhebungsfehler zu einer Beweislastumkehr

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Befunderhebungsfehler oder Fehler der therapeutischen Aufklärung?

Befunderhebungsfehler oder Fehler der the­ra­peu­ti­schen Aufklärung?

Mit der Abgrenzung zwi­schen einem ärzt­li­chen Befunderhebungsfehler und einem Fehler der the­ra­peu­ti­schen Aufklärung hat­te sich aktu­ell der Bundesgerichtshof zu befas­sen: Im hier ent­schie­de­nen Fall war ein Behandlungsfehler dar­in zu sehen, dass der Arzt den Patienten nicht aus­rei­chend über die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Abklärung einer koro­na­ren Herzerkrankung auf­ge­klärt hat. Vorliegend

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2 Nieren = 200.000 €

2 Nieren = 200.000 €

Einer jugend­li­chen Patientin, die nach einem gro­ben Befunderhebungsfehler ihrer Hausärztin bei­de Nieren ver­lo­ren hat, dia­ly­se­pflich­tig gewor­den ist und 53 Folgeoperationen, dar­un­ter zwei erfolg­lo­sen Nierentransplantationen aus­ge­setzt war, ste­hen nach Ansicht des Oberlandesgerichts Hamm 200.000 € Schmerzensgeld zu. In dem hier ent­schie­de­nen Fall ließ sich die 1986 gebo­re­ne Patientin über meh­re­re Jahre bis

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Befunderhebungsfehler - und die Darlegungslast des Patienten im Arzthaftungsprozess

Befunderhebungsfehler – und die Darlegungslast des Patienten im Arzthaftungsprozess

An die Substantiierungspflichten der Parteien im Arzthaftungsprozess sind maß­vol­le und ver­stän­di­ge Anforderungen zu stel­len. Vom Patienten kann regel­mä­ßig kei­ne genaue Kenntnis der medi­zi­ni­schen Vorgänge erwar­tet und gefor­dert wer­den. Der Patient und sein Prozessbevollmächtigter sind ins­be­son­de­re nicht ver­pflich­tet, sich zur ord­nungs­ge­mä­ßen Prozessführung medi­zi­ni­sches Fachwissen anzu­eig­nen. Vielmehr darf sich die Partei auf

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Die Gerinnungsstörung bei der Hüft-OP

Die Gerinnungsstörung bei der Hüft-OP

Findet bei einer Patientin eine Hüftoperation statt, ohne deren Vorerkrankung – eine Gerinnungsstörung – zu dia­gnos­ti­zie­ren und zu the­ra­pie­ren, liegt ein gro­ber Befunderhebungsfehler vor. Kommt es dann bei der Patientin zu schwe­ren Nachblutungen, die mit zahl­rei­chen Behandlungen ver­sorgt wer­den muss­ten, kann die Krankenkasse der Patientin aus über­ge­gan­ge­nem Recht ihrer Versicherten

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