Zahn­arzt ohne Ver­gü­tung

Bei einem (zahn-)ärztlichen Behand­lungs­ver­trag setzt der Ver­lust des Ver­gü­tungs­an­spruchs wegen ver­trags­wid­ri­gen Ver­hal­tens nach § 628 Abs. 1 Satz 2 Fall 2 BGB nicht vor­aus, dass das ver­trags­wid­ri­ge Ver­hal­ten als schwer­wie­gend oder als wich­ti­ger Grund im Sin­ne des § 626 BGB anzu­se­hen ist. Ein gering­fü­gi­ges ver­trags­wid­ri­ges Ver­hal­ten lässt die Pflicht, die bis zur Kün­di­gung

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Schmer­zens­geld für einen gezo­ge­nen Zahn

Für eine med­zi­nisch nicht indi­zier­te und nicht von einer Ein­wil­li­gung umfass­te Extrak­ti­on von Zäh­nen besteht ein Anspruch auf Schmwer­zens­geld. In einem vom Land­ge­richt Hei­del­berg ent­schie­de­nen Fall hat die Klä­ge­rin gegen die Beklag­ten als Gesamt­schuld­ner auf­grund eines von die­sen zu ver­tre­te­nen Behand­lungs­feh­lers einen Anspruch auf Schmer­zens­geld und auf Fest­stel­lung der Ver­pflich­tung

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Befund­er­he­bungs­feh­lers oder Dia­gno­se­irr­tum?

Da das Wohl des Pati­en­ten obers­tes Gebot und Richt­schnur jeden ärzt­li­chen Han­delns ist , ver­pflich­ten den Arzt auch die Ergeb­nis­se sol­cher Unter­su­chun­gen zur Ein­hal­tung der berufs­spe­zi­fi­schen Sorg­falt, die medi­zi­nisch nicht ver­langt waren, aber trotz­dem – bei­spiels­wei­se aus beson­de­rer Vor­sicht – ver­an­lasst wur­den. Auf die­se Wei­se gewon­ne­ne Erkennt­nis­se dür­fen vom Arzt

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Zitro­nen­saft als Behand­lungs­feh­ler

Auf die Revi­si­on des Ange­klag­ten hat der Bun­des­ge­richts­hof im "Zitro­nen­saft­fall" die Anfor­de­run­gen an die ärzt­li­che Pati­en­ten­auf­klä­rung prä­zi­siert und das Urteil des Land­ge­richts Mön­chen­glad­bach gegen den frü­he­ren Chef­arzt einer Kli­nik in Weg­berg auf­ge­ho­ben, mit dem die­ser wegen Kör­per­ver­let­zung mit Todes­fol­ge zu einer Frei­heits­stra­fe von einem Jahr und drei Mona­ten mit Bewäh­rung

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Behand­lungs­feh­ler

Ein Arzt haf­tet für einen Behand­lungs­feh­ler nur dann, wenn genau die­ser Feh­ler ursäch­lich für den ein­ge­tre­te­nen Scha­den ist. Dabei wird in der Ent­schei­dung des Thü­rin­ger Ober­lan­des­ge­richts in Jena deut­lich gemacht, dass die Richt­schnur und das obers­te Gebot jedes ärzt­li­chen Han­delns, jeder Heil­be­hand­lung, nur das Wohl des Pati­en­ten sein kann. Bei

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Die unter­las­se­ne Befund­er­he­bung als ärzt­li­cher Kunst­feh­ler

Für die Beweis­last­um­kehr hin­sicht­lich des Ursa­chen­zu­sam­men­hangs zwi­schen ärzt­li­chem Feh­ler und Gesund­heits­scha­den reicht es aus, dass die Unter­las­sung einer aus medi­zi­ni­scher Sicht gebo­te­nen Befund­er­he­bung einen gro­ben ärzt­li­chen Feh­ler dar­stellt. Das Unter­las­sen der gebo­te­nen The­ra­pie ist im Fal­le der Nicht­er­he­bung medi­zi­nisch gebo­te­ner Befun­de nicht Vor­aus­set­zung für die Annah­me eines gro­ben Behand­lungs­feh­lers mit

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Behand­lungs­feh­ler und Behand­lungs­ver­wei­ge­rung

Die man­geln­de Mit­wir­kung (non-com­­pli­an­ce) des Pati­en­ten an einer medi­zi­nisch gebo­te­nen Behand­lung schließt, wie der Bun­des­ge­richts­hof in einem aktu­el­len Urteil ent­schie­den hat, einen Behand­lungs­feh­ler nicht aus, wenn der Pati­ent über das Risi­ko der Nicht­be­hand­lung nicht aus­rei­chend auf­ge­klärt wor­den ist. Der Umstand, dass die vom Arzt geschul­de­te the­ra­peu­ti­sche Bera­tung zu den selbst­ver­ständ­li­chen ärzt­li­chen

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Ein Bein kür­zer

Bei einer Hüft­ge­lenk­ope­ra­ti­on kann es zu einer Bein­län­gen­dif­fe­renz von 1 bis 1,5 cm kom­men, ohne dass hier­in ein Behand­lungs­feh­ler zu sehen wäre, ins­be­son­de­re wenn wäh­rend der Ope­ra­ti­on eine Bein­län­gen­kon­trol­le erfolg­te. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Fall wur­de der spä­te­re Beklag­te im Novem­ber 2003 am rech­ten Hüft­ge­lenk ope­riert. Dafür wur­den ihm vom

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Der Not­fall­arzt als Ver­rich­tungs­ge­hil­fe des nie­der­ge­las­se­nen Arz­tes

Ein Not­fall­arzt kann Ver­rich­tungs­ge­hil­fe des nie­der­ge­las­se­nen Arz­tes sein, für den er den Not­fall­dienst über­nimmt. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in einer Arzt­haf­tungs­sa­che und begrün­de­te damit eine Haf­tung auch des nie­der­ge­las­se­nen Arz­tes für einen Behand­lungs­feh­ler des Not­fall­arz­tes. Die Klä­ger ver­lan­gen in dem jetzt vom BGH ent­schie­de­nen Fall von den Beklag­ten Scha­dens­er­satz

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