Inte­gra­ti­ons­hel­fer – für die Nach­mit­tags­be­treu­ung in einer Offe­nen Ganz­tags­schu­le

Behin­der­te Kin­der kön­nen gegen den Sozi­al­hil­fe­trä­ger einen Anspruch auf Über­nah­me der Kos­ten für einen Inte­gra­ti­ons­hel­fer (Schul­be­glei­ter) als Hil­fe zu einer ange­mes­se­nen Schul­bil­dung auch für Ange­bo­te der Nach­mit­tags­be­treu­ung in einer Offe­nen Ganz­tags­schu­le haben. Ent­schei­dend für die Abgren­zung der unab­hän­gig von Ein­kom­men und Ver­mö­gen zu erbrin­gen­den Hil­fen zur ange­mes­se­nen Schul­bil­dung und der

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Nach­teils­aus­gleich für eine iso­lier­te Recht­schreib­schwä­che

Bei einer iso­lier­ten Recht­schreib­schwä­che oder einer Leg­asthe­nie ist ggfls. ein Nach­teils­aus­gleich zu gewäh­ren. Ein über die durch Nr. 9.11 EB AVO GOBAK ermög­lich­te, in gewis­sen Umfang dif­fe­ren­zie­ren­de Bewer­tung der schrift­li­chen Klau­su­ren in der Sekun­dar­stu­fe II hin­aus­ge­hen­der Noten­schutz ist dage­gen nicht zuläs­sig . Nach der für Nie­der­sach­sen maß­ge­ben­den Ver­wal­tungs­vor­schrift ist bei

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Der Sturz des Fahr­rad­fah­rers – und die Bar­rie­re­frei­heit der Stra­ße

Aus der in § 9 Abs. 2 Satz 2 StrWG NRW gere­gel­ten Ver­pflich­tung des Stra­ßen­bau­last­trä­gers, die Belan­ge von Men­schen mit Behin­de­rung und ande­rer Men­schen mit Mobi­li­täts­be­ein­träch­ti­gung mit dem Ziel zu berück­sich­ti­gen, mög­lichst weit­ge­hen­de Bar­rie­re­frei­heit zu errei­chen, folgt nicht, dass jede Stra­ße, unab­hän­gig von ihrer jewei­li­gen Bedeu­tung auch für behin­der­te Per­so­nen sicher zu befah­ren

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Adi­po­si­tas als Behin­de­rung

Kei­ne Bestim­mung der EU-Ver­­­trä­ge oder der Char­ta der Grund­rech­te nimmt aus­drück­lich auf Adi­po­si­tas als ver­bo­te­nen Dis­kri­mi­nie­rungs­grund Bezug. Unter die Richt­li­nie zur Gleich­be­hand­lung in Beschäf­ti­gung und Beruf, nach der u.a. Dis­kri­mi­nie­run­gen wegen einer Behin­de­rung ver­bo­ten sind, kann aber auch mor­bi­de Adi­po­si­tas fal­len, wenn sie ein Hin­der­nis für die vol­le, mit ande­ren

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Auf­lö­sen­de Bedin­gung wegen des Bezu­ges einer Erwerbs­min­de­rungs­ren­te

Eine Rege­lung in einem Tarif­ver­trag ver­stößt nicht gegen höher­ran­gi­ges Recht, soweit er das Ende des Arbeits­ver­hält­nis­ses anord­net, wenn der Kran­ken­kas­se ein Ren­ten­be­scheid zuge­stellt wird, wonach die/​der Beschäf­tig­te eine unbe­fris­te­te Ren­te wegen vol­ler Erwerbs­min­de­rung bezieht. Eine der­ar­ti­ge Rege­lung ver­stößt nicht gegen das Benach­tei­li­gungs­ver­bot nach § 7 Abs. 1 AGG. Eine Benach­tei­li­gung wegen einer

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Die Befrei­ung eines Behin­der­ten von den Rund­funk­ge­büh­ren

Für eine gänz­li­che Befrei­ung ein­kom­mens­schwa­cher Per­so­nen von der Rund­funk­bei­trags­pflicht ist der Nach­weis der Bedürf­tig­keit durch Vor­la­ge einer Bestä­ti­gung oder eines Bescheids der hier­für zustän­di­gen Behör­de oder des Sozi­al­leis­tungs­trä­gers Vor­aus­set­zung. Dass die Bei­trags­pflicht in Pri­vat­woh­nun­gen leben­der Behin­der­ter und Pfle­ge­be­dürf­ti­ger ledig­lich ermä­ßigt ist, von Rund­funk­nut­zern in Behin­­der­­ten- und Pfle­ge­hei­men dage­gen nach Maß­ga­be

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Die Krank­heit als Behin­de­rung

Eine heil­ba­re oder unheil­ba­re Krank­heit, die eine phy­si­sche, geis­ti­ge oder psy­chi­sche Ein­schrän­kung mit sich bringt, kann nach Ansicht des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on einer Behin­de­rung gleich­zu­stel­len sein. Die Ver­kür­zung der Arbeits­zeit kann als eine Vor­keh­rungs­maß­nah­me ange­se­hen wer­den, die ein Arbeit­ge­ber ergrei­fen muss, damit Men­schen mit Behin­de­rung arbei­ten kön­nen Die Richt­li­nie

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Urlaubs­ab­gel­tung im Beam­ten­ver­hält­nis

Zur Abgel­tung des uni­ons­recht­lich gewähr­leis­te­ten Min­dest­ur­laub von vier Wochen ist solan­ge § 11 BUr­lG ana­log anzu­wen­den, wie kei­ne gesetz­li­che Rege­lung besteht. Der Zusatz­ur­laub für Schwer­be­hin­der­te ist nach den glei­chen Bedin­gun­gen wie uni­ons­recht­lich gewähr­leis­te­ter Min­dest­ur­laub abzu­gel­ten. So die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Frank­furt in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer wegen Dienst­un­fä­hig­keit in

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Ein behin­der­ter Mit­rei­sen­der als Rei­se­man­gel?

Dadurch, dass behin­der­te Men­schen einer inten­si­ve­ren Betreu­ung durch die Rei­se­lei­tung bedür­fen, ist kein Man­gel gege­ben, son­dern es zählt zum all­ge­mei­nen Risi­ko einer Grup­pen­rei­se. Außer­dem schul­det ein Rei­se­un­ter­neh­men kei­ne nicht behin­der­ten Men­schen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge auf Zah­lung wegen Män­gel­an­sprü­chen auf­grund

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Rück­for­de­rung von Blin­den­geld

Ist in einem Bescheid über die Gewäh­rung von Blin­den­geld der Hin­weis auf die Mit­tei­lungs­pflicht des Blin­des nicht in für die­sen wahr­nehm­ba­rer Form zugäng­lich gemacht wor­den, so han­delt der Blin­de nicht grob fahr­läs­sig, wenn er der zustän­di­gen Behör­de nicht sei­nen Umzug in ein Senio­ren­heim mit­teilt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt

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Das Spee­dy-Tan­dem von der Kran­ken­kas­se

Es besteht für gesetz­lich Kran­ken­ver­si­cher­te ein Anspruch auf Ver­sor­gung mit Hilfs­mit­teln, die erfor­der­lich sind für einen Behin­de­rungs­aus­gleich, zu dem auch das Erschlie­ßen eines gewis­sen kör­per­li­chen Frei­raums gehört. Maß­ge­bend ist dabei eine eigen­stän­di­ge Fort­be­we­gung mit dem Hilfs­mit­tel. Das ist bei Fahr­rä­dern, die als Zug­ge­rät an einen Roll­stuhl gekop­pelt wer­den (Spee­­dy-Tan­­dem) nicht

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Fahr­ten­buch­auf­la­ge für Quer­schnitts­ge­lähm­te

Die Füh­rung eines Fahr­ten­buchs kann auch einem Quer­schnitt­ge­lähm­ten nach einem erheb­li­chen Ver­kehrs­ver­stoß auf­er­legt wer­den. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den. Mit dem auf den Klä­ger zuge­las­se­nen Fahr­zeug war im Novem­ber 2009 ein Rot­licht­ver­stoß began­gen wor­den. Der Klä­ger mach­te im Rah­men einer Anhö­rung kei­ne Anga­ben zur

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Grad der Behin­de­rung bei Dia­be­tes mel­li­tus

Ein Grad der Behin­de­rung (GdB) von 50 für an Dia­be­tes erkrank­te Men­schen ist nach Ansicht des Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­­land-Pfalz ent­spre­chend den Vor­ga­ben der Ver­­­sor­gungs­­­me­­di­zin-Ver­­or­d­­nung erst dann gerecht­fer­tigt, wenn eine Insu­lin­the­ra­pie mit täg­lich min­des­tens vier Injek­tio­nen erfor­der­lich ist, wobei die Insu­lin­do­sis in Abhän­gig­keit vom aktu­el­len Blut­zu­cker, der fol­gen­den Mahl­zeit und der kör­per­li­chen

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Der über­gan­ge­ne behin­der­te Bewer­ber

Die öffent­li­che Hand ist kein Arbeit­ge­ber wie jeder ande­re. Dem­entspre­chend dür­fen im öffent­li­chen Dienst dem Bewer­ber um einen Arbeits­platz auch Fra­gen gestellt wer­den, die bei einem pri­va­ten Arbeit­ge­ber Scha­dens­er­satz­an­sprü­che des dar­auf­hin abge­lehn­ten Bewer­bers nach dem All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­setz aus­lö­sen wür­de. So klag­te jetzt in einem vom Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt ent­schie­de­nen Ver­fah­ren ein

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Ein­stel­lung behin­der­ter Beam­ter

Sofern eine gesund­heit­lich ein­ge­schränk­te Per­son Maß­nah­men zur Prä­ven­ti­on und Kom­pen­sa­ti­on erfolg­reich nutzt und des­halb nicht in ihrer sozia­len Teil­ha­be beein­trä­chigt ist, ist sie weder im Sin­ne von Art. 3 Abs. 3 S. 2 GG noch im Sin­ne der Richt­li­nie 2000/​78/​EG oder des AGG behin­dert. Grund­ge­setz­li­cher Behin­der­ten­schutz Aus dem Benach­tei­li­gungs­ver­bot Behin­der­ter aus Art. 3 Abs.

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The­ra­pie­drei­rad für die sozia­le Inte­gra­ti­on eines Grund­schul­kin­des

Behin­der­te sind beim Gebrauch eines Hilfs­mit­tels nicht mit Gesun­den ver­gleich­bar. Ein The­ra­pie­drei­rad ist bei behin­der­ten Min­der­jäh­ri­gen im Grund­schul­al­ter ein geeig­ne­tes Hilfs­mit­tel, wenn hier­durch die sozia­le Inte­gra­ti­on in die Grup­pe Gleich­alt­ri­ger ermög­licht wird. Die Inte­gra­ti­on wird nicht dadurch aus­ge­schlos­sen, dass das Drei­rad nur bei Anwe­sen­heit von Erwach­se­nen genutzt wer­den kann. Dies

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Die gesund­heit­li­che Eig­nung eines behin­der­ten Beam­ten­be­wer­bers

Der Begriff der gesund­heit­li­chen Eig­nung eines Beam­ten­be­wer­bers, der behin­dert, aber nicht schwer­be­hin­dert ist, ist dahin zu modi­fi­zie­ren, dass der Bewer­ber für die Über­nah­me in das Pro­be­be­am­ten­ver­hält­nis als gesund­heit­lich geeig­net anzu­se­hen ist, wenn sich nach der pro­gnos­ti­schen Ein­schät­zung des Dienst­herrn künf­ti­ge Erkran­kun­gen des Bewer­bers und dau­ern­de vor­zei­ti­ge Dienst­un­fä­hig­keit mit einem über­wie­gen­den

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Drei­rad von Kran­ken­kas­se

Die Kos­ten für ein Behin­der­ten­drei­rad (The­ra­pie­rad) sind von der Kran­ken­kas­se zu erstat­ten, zwar nicht als Maß­nah­me zur Vor­beu­gung gegen eine dro­hen­de Behin­de­rung (so noch Hess. LSG – L 8 KR 311/​08)), wohl aber zur Siche­rung des Erfolgs der Kran­ken­be­hand­lung. Wie das Bun­des­so­zi­al­ge­richts hier­zu in einem aktu­el­len Fall ent­schied, ist § 33

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Schutz behin­der­ter, aber nicht schwer­be­hin­der­ter Men­schen

Nach dem Inkraft­tre­ten des All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­set­zes am 18. August 2006 kann sich auf die Schutz­vor­schrif­ten für schwer­be­hin­der­te Men­schen nach dem Neun­ten Buch Sozi­al­ge­setz­buch nur beru­fen, wer unter den Anwen­dungs­be­reich die­ses Geset­zes fällt. Dies sind nur schwer­be­hin­der­te Men­schen mit einem Grad der Behin­de­rung von wenigs­tens 50 oder die die­sen durch ein

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Behin­der­ten­park­aus­wei­se

Wer ab dem 1. Janu­ar 2011 auf Behin­der­ten­park­plät­zen par­ken will, benö­tigt dazu den soge­nann­ten EU-Par­k­aus­weis. Dies dürf­te für die meis­ten Betrof­fe­nen unpro­ble­ma­tisch sein, denn seit dem 1. Janu­ar 2001 wer­den nur noch die­se EU-ein­heit­­li­chen Park­aus­wei­se für schwer­be­hin­der­te Men­schen aus­ge­ge­ben. Anders sieht dies jedoch für alle die­je­ni­gen aus, die ihren Behin­­der­­ten-Par­k­aus­weis

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Über­gang des Unter­halts­an­spruchs bei behin­der­ten voll­jäh­ri­gen Kin­dern

Nach § 94 Abs. 1 Satz 1 SGB XII geht der zivil­recht­li­che Unter­halts­an­spruch eines Sozi­al­hil­fe­be­rech­tig­ten bis zur Höhe der geleis­te­ten Auf­wen­dun­gen mit dem unter­halts­recht­li­chen Aus­kunfts­an­spruch auf den Trä­ger der Sozi­al­hil­fe über. § 94 Abs. 2 Satz 1 SGB XII sieht eine Aus­nah­me von die­sem gene­rel­len Anspruchs­über­gang für die Eltern behin­der­ter oder pfle­ge­be­dürf­ti­ger Kin­der vor.

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Eltern­as­sis­tenz für behin­der­te Eltern

Kör­per­be­hin­der­te Eltern haben im Bedarfs­fall Anspruch auf eine soge­nann­te Eltern­as­sis­tenz nach sozi­al­hil­fe­recht­li­chen Vor­schrif­ten. Die­ser Anspruch steht nach einem Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Min­den dem behin­der­ten Eltern­teil zu, nicht dem Kind. In dem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Min­den ent­schie­de­nen Ver­fah­ren lei­det die 1972 gebo­re­ne, ver­hei­ra­te­te Antrag­stel­le­rin an einer spas­ti­schen Läh­mung aller vier Glied­ma­ßen

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Dia­be­tes als Schwer­be­hin­de­rung

Men­schen, die an einem Dia­be­tes mel­li­tus lei­den, kön­nen nach einem aktu­el­len Urteil des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Ber­­lin-Bran­­den­burg als Schwer­be­hin­der­te aner­kannt wer­den, und zwar auch dann, wenn ihre Blut­wer­te opti­mal ein­ge­stellt sind. Geklagt hat­te eine im Jah­re 1953 gebo­re­ne Frau, die an einem insu­lin­pflich­ti­gen Dia­be­tes mel­li­tus Typ 2 lei­det. Dank einer kon­se­quen­ten Lebens­füh­rung, die

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Kein Floh­markt am Sonn­tag

Es besteht kein Anspruch eines Ver­an­stal­ters von Floh­märk­ten, einen Floh­markt auch an Sonn­ta­gen und Fei­er­ta­gen durch­füh­ren zu kön­nen. Dies ent­schied jetzt auf der Grund­la­ge des rhein­­land-pfäl­zi­­schen Fei­er­tags­ge­set­zes das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt und wies damit die Kla­ge eines Floh­­markt-Ver­­an­stal­­ters ab, nach­dem die­ser bereits im Juni die­ses Jah­res mit einem Eil­an­trag erfolg­los geblie­ben

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Unfall­ver­si­che­rungs­schutz beim Essen

Kraft Geset­zes sind in der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung auch Kin­der ver­si­chert wäh­rend des Besuchs von Tages­ein­rich­tun­gen, deren Trä­ger für den Betrieb der Ein­rich­tun­gen der Erlaub­nis nach § 45 SGB VIII oder einer Erlaub­nis auf­grund einer ent­spre­chen­den lan­des­recht­li­chen Rege­lung bedür­fen sowie für Kin­der, die durch geeig­ne­te Tages­pfle­ge­per­so­nen im Sin­ne von § 23

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Befris­te­te Ein­stel­lung eines Schwer­be­hin­der­ten

Die För­de­rung der Aus- und Wei­ter­bil­dung schwer­be­hin­der­ter Men­schen nach § 235a Abs. 1 SGB III sei­tens der Bun­des­agen­tur für Arbeit ist kein Sach­grund nach § 14 Abs. 1 Satz 1 TzB­fG für die Befris­tung des zwi­schen dem Arbeit­ge­ber und dem schwer­be­hin­der­ten Men­schen abge­schlos­se­nen Arbeits­ver­trags. Dies ent­schied jetzt das Bun­des­ar­beits­ge­richt und bestä­tig­te damit ein

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