Säum­nis­zu­schlä­ge für einen Bei­trags­be­scheid – und die Anord­nung der auf­schie­ben­den Wir­kung

Säum­nis­zu­schlä­ge und Neben­kos­ten (Mahn­kos­ten, Pfän­dungs­ge­büh­ren, Aus­la­gen) für einen Abga­ben­be­scheid ent­fal­len rück­wir­kend, wenn das Ver­wal­tungs­ge­richt vor­läu­fi­gen Rechts­schutz gegen den Abga­ben­be­scheid gewährt. In dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall hat­ten die Klä­ger gegen Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­be­schei­de der beklag­ten Stadt Erfurt Wider­spruch ein­ge­legt. Nach­dem die Beklag­te einen Antrag auf Aus­set­zung der Voll­zie­hung abge­lehnt hat­te, zahl­ten

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Kom­mu­nal­ab­ga­ben­be­schei­de – und die Bekannt­ga­be­fik­ti­on

Die Fest­stel­lungs­kla­ge – und nicht eine Anfech­tungs­kla­ge – ist in Anse­hung des Vor­trags, Abga­ben­be­schei­de sei­en ihrem Adres­sa­ten nicht zuge­gan­gen bzw. nicht wirk­sam bekannt­ge­ge­ben wor­den, statt­haft. Die Bekannt­ga­be­fik­ti­on des § 122 Abs. 2 1. Halb­satz Nr. 1 AO setzt nach dem ein­deu­ti­gen Wort­laut der Bestim­mung vor­aus, dass die Auf­ga­be zur Post erfolgt

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Mit­wir­kungs­ver­bot für ein begüns­tig­tes Rats­mit­glied

Ein Gemein­de­rats­mit­glied darf nicht bei einem Sat­zungs­be­schluss mit­wir­ken, durch den er einen unmit­tel­ba­ren per­sön­li­chen bzw. wirt­schaft­li­chen Vor­teil erhält. Die Aus­nah­me von die­sem Mit­wir­kungs­ver­bot, wonach es nicht gilt bei Rats­mit­glie­dern, die ledig­lich einer Berufs­grup­pe oder eines Bevöl­ke­rungs­teils ange­hö­ren, deren gemein­sa­me Belan­ge berührt wer­den, liegt nicht vor, wenn eine offen­sicht­lich unmit­tel­bar begüns­tig­te

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Zeit­li­che Begren­zung der Fest­set­zung von Erschlie­ßungs­bei­trä­gen

Höchs­tens 30 Jah­re nach der Fer­tig­stel­lung der Erschlie­ßungs­an­la­ge kann ein Erschlie­ßungs­bei­trag fest­ge­setzt wer­den. Der Erschlie­ßungs­bei­trag kann nicht zeit­lich unbe­grenzt fest­ge­setzt wer­den, da ein Bei­trags­schuld­ner nicht dau­er­haft im Unkla­ren gelas­sen wer­den darf, ob er noch mit Belas­tun­gen rech­nen muss. So hat der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den, in

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Bei­trags­be­schei­de des Ver­sor­gungs­werks

Auf Bei­trags­be­schei­de des Ver­sor­gungs­werks der Rechts­an­wäl­te in Baden-Wür­t­­te­m­berg sind gemäß § 45 KAG die in § 3 Abs. 1 Ziff. 4c KAG genann­ten Vor­schrif­ten der Abga­ben­ord­nung für Steu­er­be­schei­de sinn­ge­mäß anzu­wen­den. Sie unter­lie­gen des­halb einer beson­de­ren Bestands­kraft . Der Bei­trag zum Ver­sor­gungs­werk der Rechts­an­wäl­te in Baden-Wür­t­­te­m­berg ist eine „sons­ti­ge öffent­li­che Abga­be“ im Sin­ne

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