Berufs­rechts­ver­stö­ße – und der Irr­tum des Rechts­an­walts

Der Irr­tum des Rechts­an­walts ist im berufs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren wie im all­ge­mei­nen Straf­recht zu bewer­ten . Im Straf­recht gilt auf­grund gesetz­li­cher Rege­lung der Grund­satz der frei­en Beweis­wür­di­gung (§ 261 StPO; vgl. Mey­­er-Goß­­ner/­­Sch­­mitt, StPO, 58. Aufl., § 261 Rn. 11). Ob ein Ver­bots­irr­tum ver­meid­bar war, ist eine Fra­ge des Ein­zel­falls. Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss

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Ans­parab­schrei­bung ohne Inves­ti­ti­ons­ab­sicht – und die Steu­er­hin­ter­zie­hung durch den Steu­er­be­ra­ter

Der Tat­be­stand der Steu­er­hin­ter­zie­hung setzt kei­ne gelun­ge­ne Täu­schung mit her­vor­ge­ru­fe­nem Irr­tum beim zustän­di­gen Finanz­be­am­ten vor­aus. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung von Bun­des­ge­richts­hof und Bun­des­fi­nanz­hof genügt es, dass unrich­ti­ge oder unvoll­stän­di­ge Anga­ben über steu­er­lich erheb­li­che Tat­sa­chen in ande­rer Wei­se als durch eine Täu­schung für den Tat­er­folg ursäch­lich wer­den . Zwar muss­te zur steu­er­li­chen

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Berufs­ge­richt­li­che Ver­fah­ren – und die Fest­stel­lung des Straf­ur­teils

Nach § 109 Abs. 3 Satz 1 StBerG sind für die Ent­schei­dung im berufs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren die tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen im Straf­ver­fah­ren bin­dend, auf denen die Ent­schei­dung des Gerichts beruht. In dem berufs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren kann ein Gericht jedoch die noch­ma­li­ge Prü­fung sol­cher Fest­stel­lun­gen beschlie­ßen, deren Rich­tig­keit sei­ne Mit­glie­der mit Stim­men­mehr­heit bezwei­feln (§ 109 Abs.

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