Beson­ders schwe­rer Raub – und der Wurf mit dem Tre­sor

Der Begriff des Ver­wen­dens im Sin­ne des § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB umfasst jeden zweck­ge­rich­te­ten Gebrauch. Er bezieht sich auf den Ein­satz des Nöti­gungs­mit­tels im Grund­tat­be­stand, so dass ein Ver­wen­den immer dann zu beja­hen ist, wenn der Täter zur Weg­nah­me einer frem­den beweg­li­chen Sache eine Waf­fe oder ein gefähr­li­ches Werk­zeug

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Jugend­stra­fe – und die Schwe­re der Schuld

Nach der Recht­spre­chung und Tei­len der Lite­ra­tur kommt dem Unrecht der Tat bei der Prü­fung der Schwe­re der Schuld im Sin­ne von § 17 Abs. 2 Var. 2 JGG im All­ge­mei­nen kei­ne selbst­stän­di­ge Bedeu­tung zu . Ent­schei­dend ist, inwie­weit sich die cha­rak­ter­li­che Hal­tung und die Per­sön­lich­keit sowie die Tat­mo­ti­va­ti­on des Her­an­wach­sen­den in

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Rück­tritt vom Ver­such – und die jugend­straf­recht­li­che Beur­tei­lung der Schuld­schwe­re

Im Fall eines frei­wil­li­gen Rück­tritts vom Ver­such – wie hier vom ver­such­ten beson­ders schwe­ren Raub – ist die schul­d­er­hö­hen­de Berück­sich­ti­gung des zunächst gege­be­nen Voll­endungs­vor­sat­zes im Rah­men der Prü­fung der Schwe­re der Schuld jeden­falls dann rechts­feh­ler­haft, wenn nicht der Umstand der frei­wil­li­gen Abkehr von die­sem Vor­satz glei­cher­ma­ßen in den Blick genom­men

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Raub mit K.O.-Tablette

Der Ein­satz einer K.O.-Tablette erfüllt nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs nicht den Tat­be­stand des beson­ders schwe­ren Rau­bes son­dern ledig­lich den Tat­be­stand des § 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b StGB. Danach ist ein nar­ko­ti­sie­ren­des Mit­tel – selbst wenn es zu einer vor­über­ge­hen­den Bewusst­lo­sig­keit führt – kein gefähr­li­ches Werk­zeug im Sin­ne des §

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Beson­ders schwe­rer Raub – und das Brech­ei­sen als Waf­fe

Das Tat­be­stands­merk­mal des Ver­wen­dens im Sin­ne des § 250 Abs. 2 Nr. 1 Var. 2 StGB umfasst jeden zweck­ge­rich­te­ten Gebrauch eines objek­tiv gefähr­li­chen Tat­mit­tels. Nach der Kon­zep­ti­on der Raub­de­lik­te bezieht sich das Ver­wen­den auf den Ein­satz des Nöti­gungs­mit­tels bezo­gen auf den Grund­tat­be­stand des Rau­bes; es liegt sonach vor, wenn der Täter eine

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Der Schlüs­sel als tat­be­stands­qua­li­fi­zie­ren­de Dro­hungs­mit­tel

Es reicht zur Erfül­lung des Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stan­des des § 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b StGB nicht aus, irgend­ei­nen Gegen­stand zur Über­win­dung des Wider­stands eines Drit­ten ein­zu­set­zen. Nach dem wei­ten Wort­laut der Norm ist es zwar nicht erfor­der­lich, dass das mit­ge­führ­te Werk­zeug oder Mit­tel sei­ner Beschaf­fen­heit nach objek­tiv geeig­net ist, das Opfer durch

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Raub mit Reiz­gas

CS-Rei­z­gas­­spray ist ein "ande­res gefähr­li­ches Werk­zeug" im Sin­ne des § 250 Abs. 2 Nr. 1 Alt. 2 StGB. Wer sei­nem Opfer die Bril­le her­un­ter­schlägt, ihr dann Reiz­gas aus der mit­ge­führ­ten CS-Rei­z­gas­­spray­do­­se aus kur­zer Ent­fer­nung direkt in die Augen sprüht und ihre Hand­ta­sche und ihr Smart-Pho­­ne an sich nimmt, macht sich daher wegen beson­ders

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