Ände­run­gen im Betreuungsrecht

Zum 1. Sep­tem­ber tre­ten eini­ge Ände­run­gen im Betreu­ungs­recht in Kraft: Kon­to­ver­fü­gun­gen durch den Betreu­er So braucht ab mor­gen ein Betreu­er (oder Vor­mund), der für sei­nen Betreu­ten (oder sein Mün­del) einen Geld­be­trag vom Giro­kon­to abhe­ben oder über­wei­sen will, kei­ne gericht­li­che Geneh­mi­gung mehr. Bis­her bedurf­te jede Ver­fü­gung der Geneh­mi­gung des Vor­mund­schafts­ge­richts, sobald das Guthaben

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Regierungsviertel

Der Wunsch und das Wohl des Betreuten

Ein Wunsch des Betreu­ten läuft nicht bereits dann im Sin­ne des § 1901 Abs. 3 Satz 1 BGB des­sen Wohl zuwi­der, wenn er dem objek­ti­ven Inter­es­se des Betreu­ten wider­spricht. Viel­mehr ist ein Wunsch des Betreu­ten im Grund­satz beacht­lich, sofern des­sen Erfül­lung nicht höher­ran­gi­ge Rechts­gü­ter des Betreu­ten gefähr­den oder sei­ne gesam­te Leben- und

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Auf­wer­tung ehren­amt­li­cher Betreuer

Der Bun­des­rat hat am Frei­tag die im „Geset­zes zur Neu­re­ge­lung der zivil­recht­li­chen Vor­schrif­ten des Heim­ge­set­zes nach der Föde­ra­lis­mus­re­form“ ent­hal­te­nen Neu­re­ge­lun­gen im Heim­recht akzep­tiert und sich zugleich erneut dafür aus­ge­spro­chen, dass ehren­amt­li­che Betreu­er von Men­schen in Pfle­ge­hei­men die­sel­ben steu­er­li­chen Pri­vi­le­gi­en erhal­ten wie Übungs­lei­ter. Es gebe kei­nen Grund, ehren­amt­li­che Betreu­er schlech­ter zu

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Rechen­schafts­pflicht des Betreuers

Nach der Been­di­gung einer gemäß § 1896 BGB ange­ord­ne­ten recht­li­chen Betreu­ung ist der Betreu­er dem Vor­mund­schafts­ge­richt gegen­über nicht mehr gemäß § 1840 BGB zur Rech­nungs­le­gung ver­pflich­tet. An die Stel­le der Rech­nungs­le­gungs­pflicht tritt die Rechen­schafts­pflicht nach § 1890 BGB, die das Vor­mund­schafts­ge­richt grund­sätz­lich durch die Ver­hän­gung von Zwangs­geld durch­set­zen kann. Ver­zich­tet der

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Betreu­ungs­leis­tun­gen durch Vereinsbetreuer

Wie der Bun­des­fi­nanz­hof in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil ent­schie­den hat, ist das in § 4 Nr. 18 Satz 1 Buchst. c des Umsatz­steu­er­ge­set­zes 1993/​1999 (UStG) gere­gel­te Preis­ab­stands­ge­bot inso­fern gemein­schafts­rechts­wid­rig ist, als es auch für behörd­lich geneh­mig­te Prei­se i.S. von Art. 13 Teil A Abs. 2 Buchst. a 3. Gedan­ken­strich der Richt­li­nie 77/​388/​EWG gilt. Nach § 4 Nr. 18

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Steu­er­frei­heit für ehren­amt­li­che Betreuer

Der Bun­des­rat hat heu­te erneut gefor­dert, ehren­amt­li­che recht­li­che Betreu­er steu­er­lich zu begüns­ti­gen. Auf­wands­ent­schä­di­gun­gen sol­len bis zur Höhe von 2100 Euro steu­er­frei blei­ben – ent­spre­chend den Pau­scha­len z.B. für Übungs­lei­ter eines Sport­ver­eins. In der Ver­gan­gen­heit haben die Län­der bereits mehr­fach dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Leis­tun­gen ehren­amt­li­cher recht­li­cher Betreu­er nach gel­ten­dem Recht

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Gesetz zur Stär­kung des Bür­ger­schaft­li­chen Engagements

Die Koali­ti­ons­frak­tio­nen haben am Mitt­woch­vor­mit­tag im Finanz­aus­schuss ange­kün­digt, noch Ände­run­gen am Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zur wei­te­ren Stär­kung des bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments vor­neh­men zu wol­len. Der Gesetz­ent­wurf soll am 4. Juli im Finanz­aus­schuss abschlie­ßend bera­ten und noch in der glei­chen Woche vom Bun­des­tag ver­ab­schie­det wer­den. Die Uni­ons­frak­ti­on berief sich dabei auf Erkenntnisse

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Grenz­über­schrei­ten­de Betreuung

Der Bun­des­tag hat zwei Geset­ze zum Haa­ger Über­ein­kom­men über den inter­na­tio­na­len Schutz von Erwach­se­nen (Haa­ger Erwach­se­nen­schutz­über­ein­kom­men) ver­ab­schie­det. Die Geset­ze sol­len den Schutz von Men­schen bei grenz­über­schrei­ten­den Betreu­ungs­ver­fah­ren verbessern.

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