Die forst­wirt­schaft­li­che Flä­che als bewer­tungs­recht­li­ches Unland

Zum Unland i.S. des § 45 BewG gehö­ren Flä­chen, die auf­grund ihrer natür­li­chen Gege­ben­hei­ten nicht bewirt­schaf­tet wer­den kön­nen, also nicht kul­tur­fä­hig sind. Der Umstand, dass die Bewirt­schaf­tung einer Flä­che unwirt­schaft­lich ist und die Kos­ten den Ertrag über­stei­gen, reicht nicht aus, um die Flä­che als Unland ein­zu­ord­nen. Steu­er­ge­gen­stand der Grund­steu­er sind

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Grund­steu­er – die seit 50 Jah­ren ver­schlepp­te Reform

Die Rege­lun­gen des Bewer­tungs­ge­set­zes zur Ein­heits­be­wer­tung von Grund­ver­mö­gen in den "alten" Bun­des­län­dern sind nach dem Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts jeden­falls seit dem Beginn des Jah­res 2002 mit dem all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz unver­ein­bar. Das Fest­hal­ten des Gesetz­ge­bers an dem Haupt­fest­stel­lungs­zeit­punkt von 1964 führt zu gra­vie­ren­den und umfas­sen­den Ungleich­be­hand­lun­gen bei der Bewer­tung von Grund­ver­mö­gen,

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Nach­weis des nied­ri­ge­ren Grund­be­sitz­werts – und der zeit­nah erziel­te Kauf­preis

Weist der Steu­er­pflich­ti­ge nach, dass der gemei­ne Wert der wirt­schaft­li­chen Ein­heit im Besteue­rungs­zeit­punkt nied­ri­ger ist als der nach den §§ 145 bis 149 BewG ermit­tel­te Wert, ist der gemei­ne Wert als Grund­be­sitz­wert fest­zu­stel­len (§ 138 Abs. 4 BewG). Ein nied­ri­ge­rer gemei­ner Wert kann auch durch einen im gewöhn­li­chen Geschäfts­ver­kehr zeit­nah zum

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Nach­weis des nied­ri­ge­ren Grund­be­sitz­werts – durch Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten

Weist der Steu­er­pflich­ti­ge nach, dass der gemei­ne Wert der wirt­schaft­li­chen Ein­heit im Besteue­rungs­zeit­punkt nied­ri­ger ist als der nach den §§ 145 bis 149 BewG ermit­tel­te Wert, ist der gemei­ne Wert als Grund­be­sitz­wert fest­zu­stel­len (§ 138 Abs. 4 BewG). Der Steu­er­pflich­ti­ge trägt für den nied­ri­ge­ren gemei­nen Wert die Nach­weis­last und nicht nur

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Grund­be­sitz­be­wer­tung im Ver­gleichs­wert­ver­fah­ren – und der untä­ti­ge Gut­ach­ter­aus­schuss

Solan­ge der Gut­ach­ter­aus­schuss für Grund­stücks­wer­te die im Immo­bi­li­en­markt­be­richt mit­ge­teil­ten Ver­gleichs­fak­to­ren und Daten nicht mit den sach­kun­di­gen ehren­amt­li­chen Mit­glie­dern beschlos­sen hat, fehlt es an der vor­greif­li­chen Kom­pe­tenz. Die dem Finanz­amt vom Gut­ach­ter­aus­schuss mit­ge­teil­ten Wer­te sind für die Betei­lig­ten im Steu­er­rechts­ver­hält­nis ver­bind­lich und nach stän­di­ger Recht­spre­chung einer gericht­li­chen Über­prü­fung regel­mä­ßig nicht zugäng­lich.

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Grund­stücks­be­wer­tung bei Eigen­tums­woh­nun­gen

Wie Eigen­tums­woh­nun­gen wer­den Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser in der Groß­stadt in der Regel im Ver­gleichs­wert­ver­fah­ren bewer­tet. Dass nach § 182 Abs. 2 Nr. 1 BewG Eigen­tums­woh­nun­gen "grund­sätz­lich" im Ver­gleichs­wert­ver­fah­ren zu bewer­ten sind, ist in einer Groß­stadt wie Ham­burg die Regel. Bei der strei­ti­gen Bewer­tung von Eigen­tums­woh­nun­gen mit dem Grund­be­sitz­wert gem. § 151 Abs.

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Schen­kungsteu­er – und die Rechts­mit­tel gegen die Grund­stücks­be­wer­tung

Im Sin­ne von § 155 BewG rechts­be­helfs- und kla­ge­be­fug­ter Betei­lig­ter der Bedarfs­be­wer­tung ist bei der Fest­stel­lung des Grund­be­sitz­werts (§ 151 Abs. 1 Nr. 1 BewG) neben den­je­ni­gen, denen der Gegen­stand zuzu­rech­nen ist, unter Umstän­den bei der Schen­kung neben dem beschenk­ten Erwer­ber (§ 154 Abs. 1 Nr. 1 BewG) nach § 154 Abs. 1 Nr. 3 BewG

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Grund­be­sitz­be­wer­tung im Ver­gleichs­wert­ver­fah­ren – Ver­gleichs­preis­ver­fah­ren oder Ver­gleichs­fak­tor­ver­fah­ren?

Im Rah­men des Ver­gleichs­wert­ver­fah­rens, das auf die Bestim­mung des gemei­nen Werts gerich­tet ist (§ 177 BewG; vgl. § 9 BewG; Nr. 10 Ver­gleichs­wer­tRL; Kno­bel in Viskorf/​Knobel/​Schuck, ErbStG/​BewG, § 182 BewG Rz. 4), sind das Ver­gleichs­preis­ver­fah­ren gem. § 183 Abs. 1 BewG und das Ver­gleichs­fak­tor­ver­fah­ren nach § 183 Abs. 2 BewG geset­zes­sys­te­ma­tisch gleich­ran­gig ,

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Con­tai­ner­bau­ten – als zweck­be­stimm­te orts­fes­te Gebäu­de

Erschei­nungs­bild bzw. bau­li­che Gestal­tung spre­chen für ein zweck­be­stimm­tes orts­fes­tes und nicht nur pro­vi­so­ri­sches Gebäu­de, wenn Con­tai­ner mit zusätz­li­chen Bau­tei­len ver­se­hen wer­den, deren Abriss für eine Orts­ver­än­de­rung not­wen­dig wäre; dage­gen genügt nicht bereits das Vor­han­den­sein von Strom, Was­ser, Siel- oder ähn­li­chen Ver­sor­gungs­an­schlüs­sen. Die – ent­we­der pro­vi­so­ri­sche oder blei­ben­de – Zweck­be­stim­mung der

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Metho­den­aus­wahl bei der Grund­be­sitz­be­wer­tung – Ver­gleichs­wert­ver­fah­ren

Bei der Ermes­sens­aus­wahl zwi­schen dem Ver­gleichs­fak­tor­ver­fah­ren und dem Ver­gleichs­preis­ver­fah­ren im Rah­men von § 183 Abs. 1 bis 2 BewG kann sich eine Plau­si­bi­li­täts­prü­fung des Ver­gleichs­fak­tor­ver­fah­rens mit ande­ren Metho­den u. U. emp­feh­len. Sol­che Umstän­de kön­nen nach gericht­li­cher Beweis­auf­nah­me mit ver­schie­de­nen Sach­ver­stän­di­gen und Anhö­rung der Ver­tre­ter des Gut­ach­ter­aus­schus­ses u. a. vor­lie­gen z. B. bei

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Grund­stücks­be­wer­tun­gen in der Grund­er­werb­steu­er

Grund­be­sitz­wer­te wer­den gemäß § 138 Abs. 1 Satz 1 BewG unter Berück­sich­ti­gung der tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­se und der Wert­ver­hält­nis­se zum Besteue­rungs­zeit­punkt fest­ge­stellt. Für wirt­schaft­li­che Ein­hei­ten des Grund­ver­mö­gens und für Betriebs­grund­stü­cke (aus­ge­nom­men von Betriebs­grund­stü­cken der Land- und Forst­wirt­schaft) sind die Grund­be­sitz­wer­te unter Anwen­dung der §§ 68, 69 und 99 Abs. 2 BewG und der §§

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Ver­fas­sungs­wid­ri­ge Ein­heits­be­wer­tung des Grund­ver­mö­gens?

Der Bun­des­fi­nanz­hof hält die Vor­schrif­ten über die Ein­heits­be­wer­tung (spä­tes­tens) ab dem Bewer­tungs­stich­tag 1.01.2009 für ver­fas­sungs­wid­rig, weil die Maß­geb­lich­keit der Wert­ver­hält­nis­se am Haupt­fest­stel­lungs­zeit­punkt 1.01.1964 für die Ein­heits­be­wer­tung zu Fol­gen führt, die mit dem all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz (Art. 3 Abs. 1 GG) nicht mehr ver­ein­bar sind. Der Bun­des­fi­nanz­hof hat des­halb einem bei ihm anhän­gi­gen Rechts­streit

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Boden­richt­wer­te – und die Zustän­dig­keit des Gut­ach­ter­aus­schus­ses

Nach § 145 Abs. 3 BewG in der Fas­sung vor 2007 sind allein dem Gut­ach­ter­aus­schuss vor­be­hal­ten die Ablei­tung eines Boden­richt­werts aus dem Boden­richt­wert für eine benach­bar­te Richt­wert­zo­ne, die Ablei­tung von Boden­richt­wer­ten mit­tels Zuschlags für erschlie­ßungs­bei­trags­freie Grund­stü­cke aus Boden­richt­wer­ten für erschlie­ßungs­bei­trags­pflich­ti­ges Bau­land, die Ermitt­lung oder Ablei­tung von Boden­richt­wer­ten für die in der

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Erb­bau­recht ohne Erb­bau­zins – und sei­ne Bedarfs­be­wer­tung

Für den Erb­bau­rechts­wert zum Zeit­punkt der Über­tra­gung kommt es bei null Grun­d­lauf­­zeit-Erb­bau­zins weder auf den erst nach zukünf­ti­ger even­tu­el­ler Aus­übung einer Ver­län­ge­rungs­op­ti­on vor­ge­se­he­nen noch auf einen markt­üb­li­chen Erb­bau­zins an. Die­se Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Ham­burg erging in einem Fall, in dem sich der Erb­bau­­rechts-Grun­d­be­­sit­z­wer­­tim Bedarfs­wert­ver­fah­ren gemäß § 148 Abs. 1 Satz 2 BewG

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Bezugs­fer­tig­keit eines zur Ver­mie­tung vor­ge­se­he­nen Büro­ge­bäu­des

Gebäu­de sind als bezugs­fer­tig anzu­se­hen, wenn den zukünf­ti­gen Bewoh­nern oder sons­ti­gen Benut­zern zuge­mu­tet wer­den kann, sie zu benut­zen; die Abnah­me durch die Bau­auf­sichts­be­hör­de ist nicht ent­schei­dend (§ 72 Abs. 1 Satz 3 BewG). Die Fra­ge der Bezugs­fer­tig­keit ist nach objek­ti­ven Kri­te­ri­en unter Berück­sich­ti­gung der Ver­kehrs­auf­fas­sung zu ent­schei­den . Ein Gebäu­de ist bezugs­fer­tig,

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Bewer­tung eines Wohn­rechts

Seit dem Inkraft­tre­ten des Erb­schaft­steu­er­re­form­ge­set­zes am 1. Janu­ar 2009 wer­den – ent­spre­chend der Vor­ga­be des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts – alle wesent­li­chen Ver­mö­gens­grup­pen im Rah­men der Erb­­schaft- und Schen­kungs­steu­er mit dem gemei­nen Wert (bzw. Ver­kehrs­wert) ange­setzt. Nach Ansicht des Nie­der­säch­si­schen Finanz­ge­richts darf dabei der Jah­res­wert von Nut­zun­gen eines Wirt­schafts­guts, das für Zwe­cke der

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Inten­siv­nut­zung land­wirt­schaft­li­cher Betriebs­flä­chen

Der Ein­heits­wert im Sin­ne des § 48a BewG inten­siv genutz­ter land­wirt­schaft­li­cher Betriebs­flä­chen ist auch dann nach Maß­ga­be die­ser Vor­schrift teil­wei­se beim Nut­zungs­be­rech­tig­ten zu berück­sich­ti­gen, wenn bereits der Eigen­tü­mer die Flä­chen inten­siv genutzt hat­te. Bei der Fest­stel­lung des Ein­heits­werts des Betriebs des Klä­gers ist der Unter­schieds­be­trag zwi­schen dem für die land­wirt­schaft­li­che

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Bezugs­fer­tig­keit eines Büro­ge­bäu­des

Wann ist ein Büro­ge­bäu­de bezugs­fer­tig, bei dem die Innen­aus­bau­ten ein­schließ­lich der nicht tra­gen­den­den Wän­de und der Instal­la­ti­ons­ar­bei­ten erst bei Ver­mie­tung nach Mie­ter­wunsch aus­ge­führt wer­den? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich jetzt das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf zu befas­sen: Hin­ter­grund des Streits vor dem Finanz­ge­richt war eine Wert­mi­ni­de­rung wegen Alters: Nach § 146 Abs.

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Grund­stücks­be­wer­tung und Boden­richt­wert

Ein Grund­stücks­wert für ein unbe­bau­tes Grund­stück kann für Bewer­tungs­stich­ta­ge vor dem 1. Janu­ar 2007 nicht fest­ge­stellt wer­den, wenn der Gut­ach­ter­aus­schuss für das Grund­stück kei­nen Boden­richt­wert ermit­telt hat­te. Bei den Boden­richt­wer­ten han­delt es sich nach § 196 Abs. 1 Satz 1 Bau­GB um durch­schnitt­li­che Lage­wer­te für den Boden, die die Gut­ach­ter­aus­schüs­se (§ 192

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Abge­häng­te Decken im Ober­ge­schoss sind "nicht aus­ge­bau­ter Dach­raum"

Abge­häng­te Decken im Ober­ge­schoss sind im Rah­men der Grund­stücks­be­wer­tung als "nicht aus­ge­bau­ter Dach­raum" anzu­se­hen und daher nur zu 1/​3 anzu­set­zen. Das gilt nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs auch dann, wenn die abge­häng­te Decke nicht begeh­bar ist. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass das BewG kei­ne wei­te­ren Vor­ga­ben zur Ermitt­lung des Gebäu­de­werts

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Ein­heits­wert für ein denk­mal­ge­schütz­tes Thü­rin­ger Was­ser­schloss

Bei der Schät­zung des Ein­heits­werts eines im Bei­tritts­ge­biet gele­ge­nen sons­ti­gen Gebäu­des auf den 1. Janu­ar 1935 ist eine Schät­zungs­me­tho­de, mit der der gemei­ne Wert des Gebäu­des auf der Grund­la­ge des Boden­werts und des Gebäu­de­werts ermit­telt und jeweils die durch­schnitt­li­chen Her­stel­lungs­kos­ten für ver­gleich­ba­re Objek­te auf den Stich­tag 1. Janu­ar 1935 zugrun­de

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Basis­zins für das ver­ein­fach­te Ertrags­wert­ver­fah­ren

Die steu­er­li­che Bewer­tung nicht notier­ter Antei­le an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten und des Betriebs­ver­mö­gens erfolg­te seit Genera­tio­nen von Steu­er­be­ra­tern stets nach dem Stutt­gar­ter Ver­fah­ren. Nun­mehr gilt hier­für § 203 BewG, wonach die Bewer­tung anhand eines ver­ein­fach­ten Ertrags­wert­ver­fah­rens zu erfol­gen hat. Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat nun den Basis­zins für die Anwen­dung des ver­ein­fach­ten Ertrags­wert­ver­fah­rens bekannt

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Bewer­tung einer neu­en lebens­läng­li­chen Nut­zung oder Leis­tung

Der Kapi­tal­wert einer lebens­läng­li­chen Nut­zun­gen oder Leis­tun­gen wer­den nach dem Bewer­tungs­ge­setz der­ge­stalt berech­net, dass der Jah­res­wert mit einem Ver­viel­fäl­ti­ger mul­ti­pli­ziert wird, der anhand der aktu­el­len Ster­be­ta­feln bezo­gen auf den jewei­li­gen Leis­tungs­be­ginn berech­net wird. Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um nun die neu­en Ver­viel­fäl­ti­ger ver­öf­fent­licht, die nach der am 22. August 2008 ver­öf­fent­lich­ten Ster­be­ta­fel 2005/​2007

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Bewer­tungs­ver­fah­ren für Mast­ge­sell­schaf­ten

Für Mast­ge­sell­schaf­ten ord­net § 51 a BewG unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen die Zuord­nung der Tier­hal­tung zur land­wirt­schaft­li­chen Nut­zung an. Dem­zu­fol­ge ist für die betei­lig­ten Land­wir­te ein Ein­heits­wert für ihren land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betrieb zu erstel­len, in dem auch die Tier­hal­tung zu erfas­sen ist (§ 19 BewG). Gemäß § 36 BewG bemisst sich

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Wann ist eine Woh­nung eine Woh­nung?

Die Fra­ge, ob mehr als zwei Woh­nun­gen vor­lie­gen, bestimmt sich im Rah­men der Bedarfs­be­wer­tung nach § 146 Abs. 5 BewG nach einem jetzt bekannt gewor­de­nen Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs nach dem Woh­nungs­be­griff, wie er für Zwe­cke der Ein­heits­be­wer­tung des Grund­ver­mö­gens bereits 1984 vom BFH ent­wi­ckelt wor­den ist. Dies gilt unab­hän­gig davon, wann

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