Der erblin­de­te Heil­prak­ti­ker

Die Ertei­lung einer Heil­prak­ti­ker­er­laub­nis ist auch bei einer Erblin­dung mög­lich. Die Vor­aus­set­zun­gen für die Ertei­lung einer Erlaub­nis zur Aus­übung der Heil­kun­de nach dem Heil­prak­ti­ker­ge­setz kön­nen auch im Fall einer blin­den Antrag­stel­le­rin erfüllt sein. In dem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall lei­det die 1971 gebo­re­ne Klä­ge­rin an einer Netz­haut­de­ge­ne­ra­ti­on und ist

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Hoch­gra­di­ge beid­sei­ti­ge Seh­be­hin­de­rung und die kon­kre­te Ver­wei­sungs­tä­tig­keit

Eine hoch­gra­di­ge beid­sei­ti­ge Seh­be­hin­de­rung mit beid­sei­ti­gem Zen­tral­s­ko­tom stellt eine schwe­re spe­zi­fi­sche Leis­tungs­be­hin­de­rung dar, wel­che die Pflicht zur Benen­nung zumin­dest einer kon­kre­ten Ver­wei­sungs­tä­tig­keit begrün­det. Tätig­kei­ten, die zu ihrer Aus­übung einer blin­den­tech­ni­schen Grund­aus­bil­dung und regel­mä­ßig auch einer Unter­stüt­zung durch tech­ni­sche Zusatz­ge­rä­te bedür­fen, kön­nen nicht mehr als Erwerbs­tä­tig­kei­ten unter den übli­chen Bedin­gun­gen des

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DAISY und die Bei­hil­fe

DAI­­SY-Abspiel­ge­rä­­te sind kei­ne Gegen­stän­de, die der all­ge­mei­nen Lebens­hal­tung unter­lie­gen. Sie sind viel­mehr bei­hil­fe­fä­hi­ge Hilfs­mit­tel, da die Gerä­te von Sei­ten des Her­stel­lers auf die Bedürf­nis­se blin­der und seh­be­hin­der­ter Men­schen abge­stimmt wur­den, um die­sen einen struk­tu­rier­ten inter­ak­ti­ven Zugriff auf unter­schied­li­che schrift­li­che Medi­en im DAI­­SY-Stan­dard zu ermög­li­chen. Der Ein­ord­nung als Hilfs­mit­tel steht nicht

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Die blin­de Heil­prak­ti­ke­rin

Blind­heit schließt nach einem Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin eine Zulas­sung als Heil­prak­ti­ke­rin nicht gene­rell aus. Die 1971 gebo­re­ne Klä­ge­rin in dem hier vom Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ent­schie­de­nen Fall ist blind. Ab dem Jahr 2006 absol­vier­te sie eine Aus­bil­dung zur Heil­prak­ti­ke­rin. Ihren Antrag, ihr die Aus­übung der Heil­kun­de zu erlau­ben, lehn­te das

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Kas­sen­bril­len für Erwach­se­ne

Die Rege­lung des § 33 Abs. 2 SGB V, nach der Anspruch auf Seh­hil­fen für voll­jäh­ri­ge Ver­si­cher­te nur dann besteht, wenn sie auf Grund ihrer Seh­schwä­che oder Blind­heit, ent­spre­chend der von der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on emp­foh­le­nen Klas­si­fi­ka­ti­on des Schwe­re­gra­des der Seh­be­ein­träch­ti­gung, auf bei­den Augen eine schwe­re Seh­be­ein­träch­ti­gung min­des­tens der Stu­fe 1 auf­wei­sen, begeg­net nach

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Pro­dukt­er­ken­nungs­sys­tems mit Sprach­aus­ga­be für Blin­de

Ist eine gesetz­li­che Kran­ken­kas­se dazu ver­pflich­tet, eine blin­de Klä­ge­rin mit einem Bar­­code-Lese­ge­rät mit digi­ta­ler Sprach­aus­ga­be aus­zu­stat­ten? Anders als sieht das Bun­des­so­zi­al­ge­richt einen sol­chen Anspruch des gesetz­lich Kran­ken­ver­si­cher­ten aller­dings nur mit Ein­schrän­kun­gen: Das von der Klä­ge­rin begehr­te Bar­code­le­se­ge­rät kann ein Hilfs­mit­tel der Gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung im Sin­ne des § 33 Abs 1 SGB

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Screen­re­ader auf Rezept

Ver­si­cher­te der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung, die blind oder hoch­gra­dig seh­be­hin­dert sind, kön­nen im Rah­men der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung einen Anspruch auf Ver­sor­gung mit einem Bild­schirm­vor­le­se­pro­gramm (Screen­re­ader) haben. Nach § 27 Abs 1 Satz 1 SGB V haben Ver­si­cher­te in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung Anspruch auf Kran­ken­be­hand­lung, wenn sie not­wen­dig ist, um eine Krank­heit zu erken­nen, zu

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Wann ist man “blind” genug für den Schwer­be­hin­der­ten­aus­weis?

Rechts­grund­la­ge des Anspruchs auf Zuer­ken­nung des Merk­zei­chens „Bl“ ist § 69 Abs. 1, Abs. 4, Abs. 5 Satz 1 SGB IX. Im Hin­blick auf die Vor­aus­set­zun­gen für die Zuer­ken­nung des Merk­zei­chens ver­weist § 3 Abs. 1 Nr. 3 Schwer­be­hin­der­ten­aus­weis­ver­ord­nung (SchwbA­wV) auf § 72 Abs. 5 SGB XII und auf „ent­spre­chen­de Vor­schrif­ten“. Blind nach dem SGB XII

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"Ein­kaufs­fuchs" für Blin­de auf Kas­sen­kos­ten

Das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nie­­der­­sach­­sen-Bre­­men hat eine gesetz­li­che Kran­ken­kas­se dazu ver­pflich­tet, eine blin­de Klä­ge­rin mit einem Bar­­code-Lese­ge­rät mit digi­ta­ler Sprach­aus­ga­be (sog. Ein­kaufs­fuchs) aus­zu­stat­ten. Die haus­wirt­schaft­li­che Ver­sor­gung des eige­nen Haus­halts ein­schließ­lich des Ein­kau­fens gehört zu den mensch­li­chen Grund­be­dürf­nis­sen. Ein Bar­­code-Lese­ge­rät mit digi­ta­ler Sprach­aus­ga­be (sog. Ein­kaufs­fuchs), der es einer erblin­de­ten Ver­si­cher­ten ermög­licht, die haus­wirt­schaft­li­che

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GPS-Leit­sys­tem für Blin­de

Ein Blin­der hat kei­nen Anspruch gegen sei­ne Kran­ken­kas­se auf Finan­zie­rung eines GPS-Leit­­sys­­­tems für Blin­de. Dies ent­schied jetzt das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in einem Rechts­streit eines bei der AOK Meck­­len­burg-Vor­­­pom­­mern ver­si­cher­ten Blin­den. Der bei der beklag­ten Kran­ken­kas­se ver­si­cher­te Klä­ger ist von Geburt an blind. Er ist selbst­stän­dig als Kla­vier­stim­mer tätig und von dem

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Blin­de vor Gericht

Der Bun­des­rat hat heu­te der von der Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin vor­ge­leg­ten Ver­ord­nung zur bar­rie­re­frei­en Zugäng­lich­ma­chung von Doku­men­ten für blin­de und seh­be­hin­der­te Per­so­nen im gericht­li­chen Ver­fah­ren zuge­stimmt. Die Rechts­ver­ord­nung garan­tiert blin­den und seh­be­hin­der­ten Men­schen einen Anspruch auf eine behin­der­ten­ge­rech­te Wahr­neh­mung von Schrift­stü­cken im gericht­li­chen Ver­fah­ren. Blin­de oder Seh­be­hin­der­te, die in einem Zivil­rechts­streit als

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