Der Feu­er­wehr­ein­satz – und die Amts­haf­tung

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te aktu­ell den Haf­tungs­maß­stab zu klä­ren, der bei einem Feu­er­wehr­ein­satz bei der Brand­be­kämp­fung gilt: Anlass hier­für bot dem Bun­des­ge­richts­hof ein Fall aus dem Badi­schen: Geklagt hat­te die Eigen­tü­me­rin eines Grund­stücks, auf dem sich das Aus­lie­fe­rungs­la­ger und das Ver­wal­tungs­ge­bäu­de eines Han­dels­un­ter­neh­mens befan­den. Am Abend des 8. Febru­ar 2010 brach

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Boden­ver­un­rei­ni­gun­gen – und die Ver­mu­tung ihrer Ver­ur­sa­chung

Nach § 6 Abs. 1 Satz 1 Umwelt­HG wird ver­mu­tet, dass der Scha­den durch eine Anla­ge ver­ur­sacht ist, wenn die­se nach den Gege­ben­hei­ten des Ein­zel­fal­les geeig­net ist, den ent­stan­de­nen Scha­den zu ver­ur­sa­chen. Die­se Vor­schrift ist zwar auf den Anspruch nach § 24 Abs. 2 BBo­dSchG ana­log anwend­bar . Der Tat­be­stand der Ver­ur­sa­chungs­ver­mu­tung gemäß §

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Die Hang­si­che­rung bei Eigen­tums­auf­ga­be

Ein vor­ma­li­ger Eigen­tü­mer eines Hang­grund­stücks kann unge­ach­tet der zwi­schen­zeit­li­chen Eigen­tums­auf­ga­be als Zustands­ver­ant­wort­li­cher dazu ver­pflich­tet wer­den, Sofort­maß­nah­men zur vor­läu­fi­gen Siche­rung des Han­ges durch­zu­füh­ren, damit ein erneu­ter Hang­rutsch ver­hin­dert wer­den kann. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Hang­grund­stücks in Val­len­dar, das von der ehe­ma­li­gen Eigen­tü­me­rin gegen einen erneu­ten

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Ver­jäh­rung des boden­schutz­rech­li­chen Aus­gleichs­an­spruchs

Der Beginn der Ver­jäh­rung des boden­schutz­rech­li­chen Aus­gleichs­an­spruchs nach § 24 Abs. 2 Satz 4, 2. Alt. BBo­dSchG setzt die Been­di­gung der gesam­ten im Ein­zel­fall erfor­der­li­chen bezie­hungs­wei­se ange­ord­ne­ten Maß­nah­men vor­aus. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall war die Beklag­te als frü­he­re Betrei­be­rin der Tank­stel­le auf dem betrof­fe­nen Grund­stück dem Klä­ger gemäß

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Gewähr­leis­tung für ehe­ma­li­ge Tank­stel­len­grund­stü­cke

Wer­den bei dem Ver­kauf eines ehe­ma­li­gen Tank­stel­len­grund­stücks die gesetz­li­chen Gewähr­leis­tungs­rech­te aus­ge­schlos­sen, hin­dert sich nicht eine Inspruch­nah­me des Ver­käu­fers im Rah­men des Gesamt­schuld­ner­aus­gleichs für Ansprü­che nach dem Boden­schutz­ge­setz. Dies auch dann nicht, wenn zum Zeit­punkt des Ver­kau­fes das Boden­schutz­ge­setz noch gar nicht galt. In einem vom Land­ge­richt Coburg ent­schie­de­nen Fall ver­kauf­te

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Boden­kon­ta­mi­na­ti­on – und doch kein Anspruch?

In die Abwä­gung, ob ein Anspruch wegen einer Boden­kon­ta­mi­na­ti­on nach § 275 Abs. 2 oder § 251 Abs. 2 Satz 1 BGB aus­ge­schlos­sen ist, müs­sen mög­li­che Ansprü­che Drit­ter ein­be­zo­gen wer­den. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in dem Fall einer Boden­ver­un­rei­ni­gung mit PFT: In die­sem Fall ist der Mie­ter Stö­rer im Sin­ne von §

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Rück­stel­lung und Teil­wert­ab­schrei­bung für Sanie­rungs­ver­pflich­tun­gen

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat ent­schie­den , dass in den Fäl­len, in denen die zustän­di­ge Behör­de von der Schad­stoff­be­las­tung eines Grund­stü­ckes und der dadurch beding­ten Sanie­rungs­ver­pflich­tung Kennt­nis erlangt, ernst­haft mit der Inan­spruch­nah­me aus die­ser Ver­pflich­tung gerech­net wer­den müs­se. Eine mög­li­che Teil­wert­ab­schrei­bung ist, so der Bun­des­fi­nanz­hof, in die­sem Fall unab­hän­gig von der Bil­dung

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Ver­ur­sa­cher­ver­mu­tung bei Umwelt­ver­schmut­zun­gen

Bei Betrei­bern, die über Anla­gen in der Nähe eines ver­schmutz­ten Gebiets ver­fü­gen, kann ver­mu­tet wer­den, dass sie für die Ver­schmut­zung ver­ant­wort­lich sind, ent­schied jetzt der Gerichts­hof der Euor­päi­schen Uni­on in Luxem­burg. Außer­dem dür­fen die natio­na­len Behör­den die Aus­übung des Rechts der Betrei­ber auf Nut­zung ihrer Grund­stü­cke davon abhän­gig machen, dass

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Haf­tung der Kon­zern­mut­ter für Boden­ver­un­rei­ni­gun­gen

Für Boden­ver­un­rei­ni­gun­gen durch ein Tank­la­ger haf­tet nicht nur das jeweils ver­ant­wort­li­che Lager­un­ter­neh­men, son­dern nach Ansicht zumin­dest des Ver­wal­tungs­ge­richts Düs­sel­dorf auch des­sen Kon­zern­mut­ter. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt ges­tern die Kla­ge der Wacker Che­mie AG gegen einen Leis­tungs­be­scheid abge­wie­sen, mit dem sie von der Stadt Düs­sel­dorf zu den Kos­ten für die Sanie­rungs­pla­nung

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Boden­sa­nie­rung anläß­lich des Grund­stücks­kaufs

Ist Gegen­stand des Erwerbs ein mit Alt­las­ten kon­ta­mi­nier­tes Grund­stück und ver­pflich­tet sich der Erwer­ber im Grund­stücks­kauf­ver­trag zu des­sen Sanie­rung, gehö­ren die ent­stan­de­nen Kos­ten nicht zur Gegen­leis­tung, wenn bei Abschluss des Grund­stücks­kauf­ver­trags noch kei­ne Sanie­rungs­ver­fü­gung an den Ver­äu­ße­rer ergan­gen war. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 30. März 2009 II R 62/​06

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Geschäfts­füh­rer­haf­tung für Umwelt­schä­den

Die Haf­tung für Boden­ver­seu­chun­gen trifft im Regel­fall die Ver­ur­sa­cher, evtl. auch die Grund­stücks­ei­gen­tü­mer. Doch es kann auch den Geschäfts­füh­rer der scha­dens­ver­ur­sa­chen­den GmbH per­sön­lich tref­fen, wie sich jetzt in 21 vom Ver­wal­tungs­ge­richt Arns­berg ent­schie­de­nen Ver­fah­ren zeig­te. In den Ver­fah­ren vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Arns­berg ging es um vom Land­rat des Hoch­sauer­land­krei­ses ein­ge­lei­te­te

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