Die Hin­ter­grund­ge­sprä­che des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes

Bun­des­nach­rich­ten­dienst muss der Pres­se Aus­kunft über Hin­ter­grund­ge­sprä­che mit Jour­na­lis­ten ertei­len. Pres­se­ver­tre­ter kön­nen auf der Grund­la­ge des ver­fas­sungs­un­mit­tel­ba­ren Aus­kunfts­an­spruchs der Pres­se aus Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG ver­lan­gen, dass der Bun­des­nach­rich­ten­dienst ihnen bestimm­te Infor­ma­tio­nen über ver­trau­li­che Hin­ter­grund­ge­sprä­che erteilt, die Ver­tre­ter des BND mit aus­ge­wähl­ten Jour­na­lis­ten füh­ren. Dies hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig

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Staat­li­ches Lau­schen am DE-CIX-Inter­net­kno­ten

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat in ers­ter und letz­ter Instanz auf die Kla­ge der Betrei­be­rin des Inter­net­kno­ten­punkts DE-CIX bestä­tigt, dass das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern sie ver­pflich­ten kann, bei der Durch­füh­rung stra­te­gi­scher Fern­mel­de­über­wa­chungs­maß­nah­men durch den Bun­des­nach­rich­ten­dienst mit­zu­wir­ken. Nach dem Gesetz zur Beschrän­kung des Brief‑, Post- und Fern­mel­de­ge­heim­nis­ses (Art. 10-Gesetz) ist der

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Tele­fo­nie-Meta­da­ten – und die Daten­samm­lung des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat dem Bun­des­nach­rich­ten­dienst unter­sagt, Tele­­fo­­nie-Meta­da­­ten aus Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­keh­ren in der Datei VERAS (Ver­kehrs­da­ten­ana­ly­se­sys­tem) zu spei­chern oder zu nut­zen. Die­se Unter­sa­gung gilt frei­lich nur für die Meta­da­ten aus Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­keh­ren des kla­gen­den Ver­eins. Der Bun­des­nach­rich­ten­dienst betreibt Datei­en, die er sei­nem Auf­klä­rungs­auf­trag aus § 1 Abs. 2 BNDG zuord­net und als geheim ein­stuft. In

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Der Bun­des­nach­rich­ten­dienst, der geschütz­te Tele­fon­ver­kehr – und die Spei­che­rung von Meta­da­ten

Bun­des­nach­rich­ten­dienst muss die Spei­che­rung und Nut­zung der Meta­da­ten von durch Art. 10 GG geschütz­ten Tele­fon­ver­keh­ren in der Datei VERAS unter­las­sen. Dies ent­schied jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig und hat damit den bei­den Kla­gen eines Rechts­an­walts und eines Ver­eins auf Unter­las­sung der Spei­che­rung und Nut­zung von Meta­da­ten (Ver­bin­dungs­da­ten) aus ihren Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­keh­ren

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Zugang zu Infor­ma­tio­nen der Nach­rich­ten­diens­te beim Bun­des­kanz­ler­amt

Das Bun­des­kanz­ler­amt als Fach­auf­sichts­be­hör­de über den Bun­des­nach­rich­ten­dienst darf den Antrag auf Zugang zu amt­li­chen Infor­ma­tio­nen mit der Begrün­dung ver­wei­gern, dass die betref­fen­den Schrift­stü­cke vom Bun­des­nach­rich­ten­dienst stam­men. Ent­spre­chen­des gilt für Infor­ma­tio­nen des Bun­des­amts für Ver­fas­sungs­schutz, die das Bun­des­kanz­ler­amt im Rah­men sei­ner Koor­di­nie­rungs­tä­tig­keit für die Nach­rich­ten­diens­te erhal­ten hat. Das hat jetzt das

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Einst­wei­li­ge Anord­nung im Kon­kur­ren­ten­streit

Art. 33 Abs. 2 GG gewährt jedem Deut­schen ein grund­rechts­glei­ches Recht auf glei­chen Zugang zu jedem öffent­li­chen Amt nach Eig­nung, Befä­hi­gung und fach­li­cher Leis­tung. Die Ver­bind­lich­keit die­ses ver­fas­sungs­un­mit­tel­bar ange­ord­ne­ten Maß­stabs gilt nicht nur für die unmit­tel­ba­re Ver­ga­be eines Amtes im sta­tus­recht­li­chen Sin­ne, son­dern auch für vor­ge­la­ger­te Aus­wahl­ent­schei­dun­gen, durch die eine zwin­gen­de

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Beför­de­rungs­äm­ter beim Bun­des­nach­rich­ten­dienst

Ein Sol­dat hat grund­sätz­lich kei­nen Anspruch auf eine bestimm­te ört­li­che oder fach­li­che Ver­wen­dung oder auf Ver­wen­dung auf einem bestimm­ten Dienst­pos­ten. Ein dahin­ge­hen­der Anspruch lässt sich auch nicht aus der Für­sor­ge­pflicht ablei­ten. Viel­mehr ent­schei­det der zustän­di­ge Vor­ge­setz­te über die Ver­wen­dung eines Sol­da­ten nach Maß­ga­be des dienst­li­chen Bedürf­nis­ses nach sei­nem pflicht­ge­mä­ßen Ermes­sen,

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Stra­te­gi­sche Fern­mel­de­über­wa­chung – der Bun­des­nach­rich­ten­dienst und die Fest­stel­lungs­kla­ge

Nach § 43 Abs. 1 VwGO muss die Fest­stel­lungs­kla­ge sich auf einen kon­kre­ten, gera­de den Klä­ger betref­fen­den Sach­ver­halt bezie­hen. Mit der Fest­stel­lungs­kla­ge kann nicht all­ge­mein, also los­ge­löst von einer eige­nen, kon­kret fest­ste­hen­den Betrof­fen­heit die Recht­mä­ßig­keit einer behörd­li­chen Maß­nah­me einer ver­wal­tungs­ge­richt­li­chen Über­prü­fung zuge­führt wer­den. Eine Kla­ge auf Fest­stel­lung, dass die stra­te­gi­sche Beschrän­kung

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Der Fall Uwe Bar­schel – Akten­nut­zungs­an­spruch bei Archiv­gut des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes

Das Bun­des­ar­chiv­ge­setz ermög­licht jeder­mann eine Benut­zung von Unter­la­gen auch dann, wenn die akten­füh­ren­de Stel­le die­se Unter­la­gen noch nicht dem Bun­des­ar­chiv als Archiv­gut ange­dient hat, sofern die Unter­la­gen älter als 30 Jah­re sind. Eine Ver­kür­zung die­ser Frist ist nicht vor­ge­se­hen. Das Grund­recht der Pres­se­frei­heit ver­pflich­tet die Behör­den zwar grund­sätz­lich, Pres­se­ver­tre­tern auf

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Die Bar­schel-Unter­la­gen des BND

Das Bun­des­ar­chiv­ge­setz kann es jedem ermög­li­chen, Unter­la­gen ein­zu­se­hen, die älter als 30 Jah­re sind. Das Bun­des­ar­chiv­ge­setz sieht eine Ver­kür­zung die­ser Frist nicht vor. Mit die­ser Begrün­dung hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall den Anspruch auf Ein­sicht­nah­me in Unter­la­gen zu Uwe Bar­schel ver­neint. Geklagt hat­te ein Jour­na­list, der vom

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Ein­sicht in BND-Akten

Wird mit einer Kla­ge ein An­spruch auf Zu­gang zu be­hörd­li­chen Un­ter­la­gen be­gehrt, deren Vor­la­ge die Be­hör­de nach der Ent­schei­dung des Fach­se­nats im Zwi­schen­ver­fah­ren gemäß § 99 Abs. 2 VwGO zu Recht ver­wei­gert, so hat das Ge­richt der Haupt­sa­che dem Er­geb­nis des Zwi­schen­ver­fah­rens da­durch Rech­nung zu tra­gen, dass es der Ent­schei­dung des

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Adolf Eich­mann – und die Unter­la­gen des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes

Bun­des­nach­rich­ten­dienst muss die Unter­la­gen über Adolf Eich­mann nicht ohne Schwärzun­gen vor­le­gen. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat die Kla­ge eines Jour­na­lis­ten abge­wie­sen, ihm alle Unter­la­gen des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes über Adolf Eich­mann unge­schwärzt zugäng­lich zu machen. Der Klä­ger stützt sein Ein­sichts­ver­lan­gen auf das Bun­des­ar­chiv­ge­setz, das grund­sätz­lich auch die archiv­wür­di­gen Unter­la­gen des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes erfasst.

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Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te beim Bun­des­nach­rich­ten­dienst

Der Aus­schluss der im Bun­des­nach­rich­ten­dienst ein­ge­setz­ten Sol­da­tin­nen vom Wahl­recht zur dor­ti­gen Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten ver­letz­te im No­vem­ber 2011 noch nicht den all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz, da die dem Ge­setz­ge­ber zu­ste­hen­de Frist zur ent­spre­chen­den An­pas­sung des Wahl­rechts noch nicht ver­stri­chen war. Es liegt kein die Wahl­an­fech­tung begrün­den­der Ver­stoß gegen wesent­li­che Vor­schrif­ten über das Wahl­recht und

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Der Per­so­nal­rat des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes und die Wei­sung aus dem Bun­des­kanz­ler­amt

Trifft der Chef des Bun­des­kanz­ler­am­tes be­tei­li­gungs­pflich­ti­ge Maß­nah­men ge­gen­über den Be­schäf­ti­gen des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes, hat er den Per­so­nal­rat der Zen­tra­le zu be­tei­li­gen. Rechts­grund­la­ge für das Mit­wir­kungs­be­geh­ren des Per­so­nal­rats ist § 78 Abs. 1 Nr. 1 BPers­VG. Danach wirkt der Per­so­nal­rat – vor­be­halt­lich der hier nicht gege­be­nen Betei­li­gung der Spit­zen­or­ga­ni­sa­tio­nen nach § 118 BBG –

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Sol­da­ten beim Bun­des­nach­rich­ten­dienst

Die im Bun­des­nach­rich­ten­dienst ver­wen­de­ten Sol­da­ten dür­fen nur mit Auf­ga­ben be­traut wer­den, die zu­min­dest einen deut­li­chen in­halt­li­chen Bezug zur mi­li­tä­ri­schen Aus­lands­auf­klä­rung auf­wei­sen . Die Beset­zung der aus­ge­schrie­be­nen Stel­len mit Sol­da­ten ist nicht zuläs­sig, weil sie gegen die Rah­men­ver­ein­ba­rung zwi­schen dem Bun­des­mi­nis­ter der Ver­tei­di­gung und dem Bun­des­kanz­ler­amt in der Fas­sung vom 13.

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Sol­da­ten­be­tei­li­gungs­rech­te beim Bun­des­nach­rich­ten­dienst

Für Strei­tig­kei­ten zwi­schen dem Per­so­nal­rat der Zen­tra­le und dem Prä­si­den­ten des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes über die Betei­li­gungs­rech­te der Grup­pe der Sol­da­ten ist nach Durch­füh­rung des Beschwer­de­ver­fah­rens nach der Wehr­be­schwer­de­ord­nung der Rechts­weg zu den Wehr­dienst­ge­rich­ten gege­ben; sach­lich zustän­dig ist das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt. Bei einem gericht­li­chen Antrags­ver­fah­ren über Sol­da­ten­be­tei­li­gungs­rech­te, bei denen nicht die Betei­li­gung in

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Kon­kur­renz­kampf bei Dienst­pos­ten­be­set­zung des BND

Die Ent­schei­dung des Dienst­herrn, einen Dienst­pos­ten behör­den­in­tern aus­zu­schrei­ben und über die Beset­zung nach Leis­tungs­kri­te­ri­en zu ent­schei­den, hält sich im Rah­men des per­so­nal­wirt­schaft­li­chen Ermes­sens. Nach dem Beschluss des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts kommt dem Gesamt­ur­teil der dienst­li­chen Beur­tei­lung beim Leis­tungs­ver­gleich maß­ge­ben­des Gewicht zu. Ein schlech­te­res Gesamt­ur­teil kann durch erheb­lich bes­se­re Leis­tungs­merk­ma­le aus­ge­gli­chen wer­den, denen

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Ver­län­ge­rung der "Anti-Ter­ror-Geset­ze"

Nach den Anschlä­gen vom 11. Sep­tem­ber 2001 wur­den zahl­rei­che neue Sicher­heits­maß­nah­men beschlos­sen. So wur­den unter ande­rem die Anti-Ter­ror-Gese­t­­ze beschlos­sen. 2006 wur­den die­se bereits um fünf Jah­re – bis zum 10. Janu­ar 2012 – ver­län­gert. Nun steht die nächs­te Ver­län­ge­rung Die Bun­des­re­gie­rung hat nun ges­tern beschlos­sen, den vom Bun­des­mi­nis­ter des Innern

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Sol­da­ten beim Bun­des­nach­rich­ten­dienst

Den zum Bun­des­nach­rich­ten­dienst ver­setz­ten Sol­da­ten, die in einem „Unter­stüt­zungs­ele­ment Mili­tä­ri­sches Nach­rich­ten­we­sen“ im Ein­satz­ge­biet einer Aus­lands­mis­si­on tätig sind, steht Aus­lands­ver­wen­dungs­zu­schlag zu. Sie wer­den im Rah­men der Aus­lands­mis­si­on ver­wen­det (§ 58a Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 BBesG a.F.), obwohl sie nicht dem Ein­satz­kon­tin­gent der Bun­des­wehr ange­hö­ren. Nach § 52 Abs. 1 Satz 1 und Satz

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Sicher­heits­über­prü­fung für Schlapp­hü­te

Ob Dienst­pflicht­ver­let­zun­gen ohne Bezug zu Regeln der Geheim­hal­tung ein Sicher­heits­ri­si­ko im Sin­ne von § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SÜG begrün­den, ist auf­grund einer pro­gnos­ti­schen Gesamt­wür­di­gung des Fehl­ver­hal­tens und der Begleit­um­stän­de zu ent­schei­den. Die nega­ti­ve sicher­heits­recht­li­che Pro­gno­se nach § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SÜG muss über­dacht wer­den, wenn das Ver­wal­tungs­ge­richt wegen des zugrun­de

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Der BND und die Eich­mann-Akten

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat jetzt über die Wei­ge­rung des Bun­des­kanz­ler­am­tes ent­schie­den, Akten des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes über Adolf Eich­mann in einem gericht­li­chen Ver­fah­ren offen­zu­le­gen und dabei das Zurück­hal­ten der Akten als rechts­wid­rig beur­teilt. Die Antrag­stel­le­rin ist Jour­na­lis­tin und arbei­tet als freie Kor­re­spon­den­tin in Argen­ti­ni­en. Sie begehrt vom BND Ein­sicht in Archiv­un­ter­la­gen,

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