Der finan­zier­te Auto­kauf – und der Wert­er­satz nach Widerruf

Der Dar­le­hens­ge­ber hat gegen den Dar­le­hens­neh­mer einen Anspruch auf Ersatz für den Wert­ver­lust des finan­zier­ten Fahr­zeugs. Die Berech­nung des Wert­er­satz­an­spruchs nach § 357 Abs. 7 BGB rich­tet sich grund­sätz­lich nach dem objek­ti­ven Wert des Fahr­zeugs. Maß­geb­li­cher Zeit­punkt für die Berech­nung des Aus­gangs­wer­tes ist die Ent­ste­hung des Wert­er­satz­an­spruchs, d.h. in der Regel

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Autohaus

Der finan­zier­te Auto­kauf – und die Widerrufsinformation

Der Dar­le­hens­ge­ber kann sich nicht auf die Gesetz­lich­keits­fik­ti­on nach Art. 247 § 6 Abs. 2 Satz 3 EGBGB beru­fen, wenn in der Wider­rufs­in­for­ma­ti­on bei den Hin­wei­sen zu wei­te­ren Ver­trä­gen neben einem von den Par­tei­en geschlos­se­nen ver­bun­de­nen (Kauf-)Vertrag noch wei­te­re, im Ein­zel­fall nicht abge­schlos­se­ne (Versicherungs-)Verträge auf­ge­führt wer­den. Bei einem mit einem im sta­tio­nä­ren Handel

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Dar­le­hens­rück­zah­lungs­an­spruch – und die Beweislast

Wer die Rück­zah­lung eines Dar­le­hens begehrt, hat näm­lich auch die Hin­ga­be des Gel­des als Dar­le­hen zu bewei­sen . Hier­für reicht es nicht, dass der Dar­le­hens­ge­gen­stand aus dem Ver­mö­gen des Dar­le­hens­ge­bers aus­ge­schie­den ist, er muss auch dem Ver­mö­gen des Dar­le­hens­neh­mers in der ver­ein­bar­ten Form end­gül­tig zuge­führt wor­den sein . Wird die Darlehensvaluta

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Der Immo­bi­li­en­kre­dit als Ver­brau­cher­dar­le­hen – und der Ver­weis in der Widerrufsinformation

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist der Ver­weis in der Wider­rufs­in­for­ma­ti­on auf § 492 Abs. 2 BGB in Kom­bi­na­ti­on mit der bei­spiel­haf­ten Auf­zäh­lung von Pflicht­an­ga­ben nach den Maß­stä­ben des natio­na­len Rechts (Art. 247 § 6 Abs. 1 EGBGB) klar und ver­ständ­lich . Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat mit Urteil vom 26.03.2020 ent­schie­den, dass

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Das erlo­sche­ne Wider­rufs­recht des Darlehensnehmers

Der Bun­des­ge­richts­hof hat mehr­fach auch unter Berück­sich­ti­gung der Argu­men­ta­ti­on des Land­ge­richts Saar­brü­cken in sei­nen Beschlüs­sen vom 17.01.2019; und vom 27.02.2019 dazu Stel­lung genom­men, dass und war­um eine wie von der Dar­le­hens­ge­be­rin zu den Vor­aus­set­zun­gen für das Anlau­fen der Wider­rufs­frist gestal­te­te Wider­rufs­in­for­ma­ti­on klar und ver­ständ­lich ist und dass und war­um es

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Ver­brau­cher­dar­le­hen – und das ver­wirk­te Widerrufsrecht

Die Auf­fas­sung der Gene­ral­an­wäl­tin des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on vom 11.07.2019 , eine Ver­wir­kung des Wider­spruchs­rechts kom­me bei Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen unter den dort genann­ten Bedin­gun­gen nicht in Betracht, gibt dem Bun­des­ge­richts­hof kei­nen Anlass, unter uni­ons­recht­li­chen Gesichts­punk­ten an der Anwend­bar­keit des § 242 BGB auf das Wider­rufs­recht bei Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trä­gen zu zwei­feln . Dass

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Ver­brau­cher­dar­le­hen – und die Beleh­rung über das Widerrufsrecht

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ver­un­klar­te die Bank durch den Zusatz „Ver­pflich­tung zur Zah­lung von Zin­sen und Ent­gel­ten bei Ver­trags­aus­füh­rung vor Ablauf der Wider­rufs­frist“ die erteil­te Wider­rufs­be­leh­rung. Dies gilt zumin­dest für den in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall maß­geb­li­chen Rechts­stand von § 495 Abs. 1 BGB in Ver­bin­dung mit §

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Das Dar­le­hen für den Ver­mie­ter – und sein Widerrufsrecht

Erfor­dert die Ver­mie­tung oder Ver­pach­tung kei­nen plan­mä­ßi­gen Geschäfts­be­trieb und han­delt es sich des­halb um eine pri­va­te und nicht um eine berufs­mä­ßig betrie­be­ne Ver­mö­gens­ver­wal­tung, ver­liert der Ver­mie­ter oder Ver­päch­ter, der einen Dar­le­hens­ver­trag schließt, sei­ne Eigen­schaft als Ver­brau­cher im Sin­ne des Ver­brau­cher­dar­le­hens­rechts nicht dadurch, dass er für die Umsät­ze aus Ver­mie­tung oder

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Wider­ruf eines Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­tra­ges – und sei­ne Verwirkung

Bei been­de­ten Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trä­gen kann das Ver­trau­en des Dar­le­hens­ge­bers auf ein Unter­blei­ben des Wider­rufs schutz­wür­dig sein. Dies gilt auch dann, wenn die von ihm erteil­te Wider­rufs­be­leh­rung ursprüng­lich den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten nicht ent­sprach und er es in der Fol­ge­zeit ver­säumt hat, den Ver­brau­cher nach­zu­be­leh­ren, und dies in beson­de­rem Maße gilt, wenn die Beendigung

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Frei­ga­be der Dahr­le­hens­si­cher­hei­ten – und die Ver­wir­kung des Widerrufsrechts

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs steht einer Berück­sich­ti­gung der Frei­ga­be von Sicher­hei­ten bei der Prü­fung des Umstands­mo­ments der Ver­wir­kung nicht ent­ge­gen, dass der Dar­le­hens­ge­ber nach Been­di­gung des Dar­le­hens­ver­trags und nach voll­stän­di­ger Erfül­lung der aus dem unwi­der­ru­fe­nen Dar­le­hens­ver­trag resul­tie­ren­den Pflich­ten des Dar­le­hens­neh­mers die Sicher­hei­ten ohne­hin frei­zu­ge­ben hät­te. Die Sicher­hei­ten sichern regel­mä­ßig auch

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Das wider­ru­fe­ne Dar­le­hen – und sein Streitwert

Begehrt ein Dar­le­hens­neh­mer die Fest­stel­lung, dass ein Dar­le­hens­ver­trag, der im Fall eines wirk­sa­men Wider­rufs gemäß § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB in der hier maß­geb­li­chen bis zum 12.06.2014 gel­ten­den Fas­sung gemäß §§ 346 ff. BGB rück­ab­zu­wi­ckeln ist, auf­grund eines Wider­rufs been­det ist, so sind für den Streit­wert die bis zum Widerruf

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Der Streit um den Wider­ruf – und der Schadensersatz

Eine unbe­rech­tig­te Zurück­wei­sung eines Wider­rufs (und die damit ggf. ver­bun­de­ne Ver­wei­ge­rung der Abrech­nung des Rück­ge­währ­schuld­ver­hält­nis­ses) begrün­det für sich kei­ne Ver­pflich­tung zum Scha­dens­er­satz . Sie kann daher auch nicht dazu füh­ren, dass der Anspruch aus § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB aF in Ver­bin­dung mit § 346 Abs. 1 und 2 Satz 1 Nr. 1 und Satz

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Der Zusatz zur Widerrufsbelehrung

In der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist geklärt, dass eine inhalt­lich den gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen ent­spre­chen­de Wider­rufs­be­leh­rung nicht dadurch undeut­lich wird, dass die Ver­trags­un­ter­la­gen an ande­rer, druck­tech­nisch nicht her­vor­ge­ho­be­ner Stel­le einen inhalt­lich nicht ord­nungs­ge­mä­ßen Zusatz ent­hal­ten . Erst recht gilt dies ohne Rück­sicht auf die Art ihrer Gestal­tung, soweit Zusät­ze außer­halb der Widerrufsbelehrung

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Oberlandesgericht München

Rück­ab­zu­wick­lung nach Wider­ruf – Streit­wert und Beschwer

Im Fal­le eines wirk­sa­men Wider­rufs ist das Schuld­ver­hält­nis gemäß § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB in der bis zum 12.06.2014 gel­ten­den Fas­sung nach den §§ 346 ff. BGB rück­ab­zu­wi­ckeln, so dass für den Wert der Beschwer, wenn auf Fest­stel­lung geklagt wird, dass sich der Dar­le­hens­ver­trag in ein Rück­ge­währ­schuld­ver­hält­nis umge­wan­delt hat, die

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Die Bear­bei­tungs­ge­bühr beim Darlehensvertrag

Eine Klau­sel im Dar­le­hens­ver­trag über eine ein­ma­li­ge, sofort fäl­li­ge, nicht lauf­zeit­ab­hän­gi­ge Bear­bei­tungs­ge­bühr benach­tei­ligt den Dar­le­hens­neh­mer ent­ge­gen den Gebo­ten von Treu und Glau­ben unan­ge­mes­sen (§ 307 Abs. 1 Satz 1 BGB). Dies gilt auch für mit Unter­neh­mern geschlos­se­nen Dar­le­hens­ver­trä­ge. Der Dar­le­hens­neh­mer hat daher gegen die Dar­le­hens­ge­be­rin einen Anspruch auf Erstat­tung der als „ein­ma­li­ge

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Immo­bi­li­en­dar­le­hen – und die zusätz­li­chen Anga­ben in der Widerrufsinformation

Wird in einem Immo­bi­li­ar­dar­le­hens­ver­trag in der Wider­rufs­in­for­ma­ti­on neben den Pflicht­an­ga­ben nach Art. 247 § 3 Abs. 1 Nr. 1–7, 10 und 13 EGBGB sowie nach Art. 247 § 3 Abs. 4 EGBGB und nach Art. 247 § 8 EGBGB in der zwi­schen dem 11.06.2010 und dem 20.03.2016 gel­ten­den Fas­sung die Anga­be der Auf­sichts­be­hör­de und die

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Wider­rufs­be­leh­rung bei einem Präsenzgeschäft

Wel­che Bedeu­tung kommt den beson­de­ren Umstän­den der kon­kre­ten Ver­trags­si­tua­ti­on bei der Bewer­tung einer Wider­rufs­be­leh­rung zu? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: In dem hier ent­schie­de­nen Fall ver­lang­ten die Dar­le­hens­neh­mer nach Wider­ruf ihrer auf Abschluss eines Dar­le­hens­ver­trags gerich­te­ten Wil­lens­er­klä­rung die Erstat­tung der von ihnen gezahl­ten Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung. Sie

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Fest­stel­lungs­kla­ge – nach Darlehenswiderruf

Eine Kla­ge, mit der die Fest­stel­lung begehrt wird, dass ein Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag auf­grund des Wider­rufs der auf sei­nen Abschluss gerich­te­ten Wil­lens­er­klä­rung des Ver­brau­chers rück­ab­zu­wi­ckeln ist, ist ‑im Hin­blick auf den Vor­rang der Leis­­tungs­­­kla­­ge- unzu­läs­sig. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall schlos­sen die Par­tei­en im Juni und Novem­ber 2007 im Wege

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Immo­bi­li­en­dar­le­hen – und die Widerrufsbelehrung

Unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen infor­miert der Dar­le­hens­ge­ber einen Ver­brau­cher als Dar­le­hens­neh­mer klar und ver­ständ­lich über den Beginn der Wider­rufs­frist? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof im Fal­le eines Immo­bi­li­en­kre­dits zu befas­sen: In dem hier ent­schie­de­nen Fall schlos­sen die kla­gen­den Kre­dit­neh­mer als Ver­brau­cher im August 2010 mit der beklag­ten Sparkasse

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Scha­dens­er­satz wegen Auf­klä­rungs­ver­schul­dens – und der wider­ru­fe­ne Finanzierungsvertrag

Der Anspruch auf Scha­dens­er­satz wegen (vor)vertraglichen Auf­klä­rungs­ver­schul­dens und der Anspruch auf Rück­ab­wick­lung eines wider­ru­fe­nen Finan­zie­rungs­ver­trags bestehen neben­ein­an­der. Die Gel­tend­ma­chung des einen schließt die Gel­tend­ma­chung des ande­ren nicht aus. Davon zu tren­nen ist die Fra­ge, ob und inwie­weit sich die Gel­tend­ma­chung des einen Anspruchs auf den ande­ren und sei­nen Umfang auswirkt.

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Grund­schuld­dar­le­hen – und ihr Widerruf

Eine dem Dar­le­hens­ver­trag bei­gege­be­ne Wider­rufs­be­leh­rung, nach der die Wider­rufs­frist „frü­hes­tens mit Erhalt die­ser Beleh­rung“ beginnt, belehrt die Dar­le­hens­neh­mer nicht hin­rei­chend deut­lich über den Beginn der Wider­rufs­frist. Eine sol­che Beleh­rung kann daher den Lauf der Wider­rufs­frist nicht in Gang set­zen. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall schlos­sen die Dar­le­hens­neh­mer schlossen

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Wider­ruf eines Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trags – und der Gerichts­stand des Erfüllungsorts

Bei Strei­tig­kei­ten aus dem Wider­ruf eines Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trags ist der Gerichts­stand des Erfül­lungs­orts (§ 29 Abs. 1 ZPO) für jede Ver­pflich­tung geson­dert zu bestim­men; ein ein­heit­li­cher Erfül­lungs­ort kann weder für die wech­sel­sei­ti­gen Ver­pflich­tun­gen aus dem Dar­le­hen noch für die­je­ni­gen aus dem Rück­ge­währ­schuld­ver­hält­nis ange­nom­men wer­den. Bean­tragt der Ver­brau­cher die Fest­stel­lung, der Dar­le­hens­ver­trag sei

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Ver­brau­cher­dar­le­hen – und die Dar­stel­lung der Pflicht­an­ga­ben zum Widerrufsrecht

Die gemäß Arti­kel 247 § 6 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 und 2 EGBGB in einen Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag auf­zu­neh­men­den Pflicht­an­ga­ben zum Wider­rufs­recht bedür­fen kei­ner Her­vor­he­bung. Der Ver­wen­dung von Ankreuz­op­tio­nen in der for­mu­lar­mä­ßi­gen Wider­rufs­in­for­ma­ti­on eines Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­tra­ges steht Arti­kel 247 § 6 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 EGBGB nicht ent­ge­gen. Inhalts­über­sichtHer­vor­ge­ho­be­ne Dar­stel­lung der WiderrufsinformationAnkreuz­op­tio­nen in einer Wider­rufs­in­for­ma­ti­on Hervorgehobene

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Die lauf­zeit­un­ab­hän­gi­ge „Gebühr“ beim Wohnraumförderdarlehen

Die in einen Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag ein­be­zo­ge­ne for­mu­lar­mä­ßi­ge Bestim­mung einer lauf­zeit­un­ab­hän­gi­gen „Gebühr“ von 4 Pro­zent des Dar­le­hens­be­trags für ein dem Dar­le­hens­neh­mer unter Ver­zicht auf eine Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung ein­ge­räum­tes Son­der­til­gungs­recht ver­stößt gegen § 502 Abs. 1 BGB, von dem nach § 511 Satz 1 BGB zum Nach­teil des Ver­brau­chers nicht abge­wi­chen wer­den kann. Der Dar­le­hens­neh­mer hat den Abzugsbetrag

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Kün­di­gung eines Bau­spar­ver­tra­ges durch die Bank

Ein Bau­spar­ver­trag darf von der Bau­spar­kas­se gekün­digt wer­den, damit sie nicht mehr zur Zah­lung der ver­ein­bar­ten Zin­sen ver­pflich­tet ist, wenn der Bau­spar­ver­trag bereits seit län­ge­rem zutei­lungs­reif ist. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines seit 10 Jah­ren zutei­lungs­rei­fen Bau­spar­ver­tra­ges ent­schie­den und damit gleich­zei­tig die Ent­schei­dung des Landgerichts

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