Mensch­li­ches Leben ist kein Scha­den!

Das mensch­li­che Leben ist ein höchst­ran­gi­ges Rechts­gut und abso­lut erhal­tungs­wür­dig. Das Urteil über sei­nen Wert steht kei­nem Drit­ten zu. Des­halb ver­bie­tet es sich, das Leben auch ein lei­dens­be­haf­te­tes Wei­ter­le­ben als Scha­den anzu­se­hen. Aus dem durch lebens­er­hal­ten­de Maß­nah­men ermög­lich­ten Wei­ter­le­ben eines Pati­en­ten lässt sich daher ein Anspruch auf Zah­lung von Schmer­zens­geld

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Das Leben ist kein Scha­den – auch nicht mit Magen­son­de

Lebens­er­hal­ten­de Maß­nah­men durch künst­li­che Ernäh­rung begrün­den kei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch der (spä­te­ren) Erben. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall litt der 1929 gebo­re­ne Vater des Klä­gers (Pati­ent) an fort­ge­schrit­te­ner Demenz. Er war bewe­gungs- und kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­fä­hig. In den letz­ten bei­den Jah­ren sei­nes Lebens kamen Lun­gen­ent­zün­dun­gen und eine Gal­len­bla­sen­ent­zün­dung hin­zu. Im Okto­ber 2011

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Der Betreu­er als Tes­ta­ments­voll­stre­cker – oder: Ver­un­treu­ung per Tes­ta­ment

Ver­an­lasst ein ver­mö­gens­für­sor­ge­pflich­ti­ger gesetz­li­cher Betreu­er (§§ 1896 ff. BGB) eine von ihm betreu­te tes­tier­un­fä­hi­ge Per­son, ihn tes­ta­men­ta­risch zu begüns­ti­gen, so liegt dar­in – ent­ge­gen dem Beschluss des Ober­lan­des­ge­richts Cel­le vom 13.02.2013 – noch kein Gefähr­dungs­scha­den. Solan­ge die betreu­te (hier: demen­te) Per­son lebt, ist durch das Tes­ta­ment der Wert ihres Ver­mö­gens

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Blin­den­geld für Alz­hei­mer-Pati­en­ten

Auch schwerst Hirn­ge­schä­dig­te, die kei­ne visu­el­le Wahr­neh­mung haben, kön­nen grund­sätz­lich Anspruch auf Blin­den­geld haben . Dies ent­schied jetzt das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in dem Fall einer an einer schwe­ren Alz­hei­­mer-Demenz lei­den­den Frau, die auf­grund die­ser Erkran­kung Sin­nes­ein­drü­cke kogni­tiv nicht mehr ver­ar­bei­ten kann. Das bean­trag­te Blin­den­geld nach dem Bay­BlindG wur­de abge­lehnt. Anders als

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Der demen­te Steu­er­pflich­ti­ge – und die Steu­er­hin­ter­zie­hung durch sei­ne Erben

Auch eine wegen Demenz des Erb­las­sers unwirk­sa­me Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung führt –ist sie unrich­tig oder unvoll­stän­dig– zu einer Berich­ti­gungs­pflicht des Erben nach § 153 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Satz 2 AO, bei deren Ver­let­zung eine Steu­er­hin­ter­zie­hung nach § 370 Abs. 1 Nr. 2 AO durch Unter­las­sen vor­lie­gen kann. War der Erb­las­ser zum Zeit­punkt der Abga­be

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Unter­brin­gung – und die Wirk­sam­keit der Vor­sor­ge­voll­macht

Gemäß § 1906 Abs. 5 BGB setzt die Unter­brin­gung durch einen Bevoll­mäch­tig­ten vor­aus, dass die Voll­macht schrift­lich erteilt ist und die­se Maß­nah­me aus­drück­lich umfasst. Die Fra­ge, ob der Betrof­fe­ne im Zeit­punkt der Voll­mach­ter­tei­lung nach § 104 Nr. 2 BGB geschäfts­un­fä­hig war, hat das Gericht nach § 26 FamFG von Amts wegen auf­zu­klä­ren.

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Geschäfts­un­fä­hig­keit – und das Zeug­nis des beur­kun­den­den Notars

Bei der Beur­tei­lung, ob sich jemand in einem bestimm­ten Zeit­punkt in einem die freie Wil­lens­bil­dung aus­schlie­ßen­den Zustand krank­haf­ter Stö­rung der Geis­tes­tä­tig­keit befun­den hat, auch die Ein­schät­zung von Per­so­nen von Bedeu­tung sein, die kei­ne medi­zi­ni­sche Aus­bil­dung haben oder die den Betrof­fe­nen nicht gezielt auf sei­nen Geis­tes­zu­stand unter­sucht haben. Vor­lie­gend beruht die

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Der Ehe­mann als unge­eig­ne­ter Betreu­er

Schlägt der voll­jäh­ri­ge Betrof­fe­ne eine Per­son vor, die zum Betreu­er bestellt wer­den kann, so ist die­sem Vor­schlag zu ent­spre­chen, wenn es dem Wohl des Betrof­fe­nen nicht zuwi­der­läuft (§ 1897 Abs. 4 Satz 1 BGB). Ein sol­cher Vor­schlag erfor­dert in der Regel weder Geschäfts­fä­hig­keit noch natür­li­che Ein­sichts­fä­hig­keit. Viel­mehr genügt, dass der Betrof­fe­ne sei­nen

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Die Apart­ment-Ver­mie­tung an pfle­ge­be­dürf­ti­ge Per­so­nen

Wer­den Apart­ments an pfle­ge­be­dürf­ti­ge Per­so­nen, wie Demenz­kran­ke ver­mie­tet, die prak­tisch kei­nen ande­ren als den mit der Ver­mie­te­rin seit Jah­ren koope­rie­ren­den Dienst mit der Pfle­ge beauf­tra­gen kön­nen, ohne ihr Apart­ment auf­ge­ben zu müs­sen, liegt eine heim­ar­ti­ge Unter­brin­gung vor. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall die

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Demenz­kran­ke mit bekann­ter Weg­lauf­ten­denz

Ein Pfle­ge­heim­be­trei­ber ver­letzt sei­ne Betreu­ungs­pflich­ten, wenn er Demenz­kran­ke mit bekann­ter Weg­lauf­ten­denz nicht genü­gend beauf­sich­tigt. In einem jetzt vom Thü­rin­ger Ober­lan­des­ge­richts ent­schie­de­nen Fall ver­ließ eine demenz­kran­ke, 73 Jah­re alte Dame im Herbst 2008 unbe­merkt das Pfle­ge­heim, in dem sie den drei­wö­chi­gen Urlaub ihrer sie (sonst) betreu­en­den Toch­ter ver­brin­gen soll­te. Die Suche

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Betreu­ungs­leis­tun­gen für psy­chisch Kran­ke ohne Pfle­ge­stu­fe

Demen­te oder psy­chisch erkrank­te Ver­si­cher­te, die hin­sicht­lich Kör­per­pfle­ge, Nah­rungs­auf­nah­me und Mobi­li­tät noch weit­ge­hend selbst­stän­dig sind, wer­den regel­mä­ßig nicht in Pfle­ge­stu­fe 1 ein­ge­stuft. Sie erhal­ten daher trotz des hohen Auf­­­sichts- und Betreu­ungs­be­darfs kein Pfle­ge­geld. Aller­dings wur­de durch das Gesetz zur struk­tu­rel­len Wei­ter­ent­wick­lung der Pfle­ge­ver­si­che­rung vom Mai 2008 der Anspruch auf Erstat­tung von

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