Der Poli­zist mit den gefälsch­ten Knöllchen

Ein Poli­zei­be­am­ter, der in Aus­übung sei­nes Diens­tes fal­sche Gebüh­ren­quit­tun­gen selbst her­stellt und die­se bei Ver­kehrs­kon­trol­len ver­wen­det, um das ver­ein­nahm­te Geld zu behal­ten, ist aus dem Dienst zu ent­fer­nen. In einem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Trier ent­schie­de­nen Fall hat­te der betref­fen­de Poli­zei­be­am­te in der Absicht, eine ver­meint­li­che finan­zi­el­le Not­la­ge zu behe­ben, Gebührenquittungen,

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Ver­fah­rens­feh­ler im Disziplinarverfahren

Wird der Per­so­nal­rat an einem behörd­li­chen Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren gegen einen Beam­ten ohne die nach Lan­des­recht aus­nahms­wei­se erfor­der­li­che Zustim­mung des Beam­ten betei­ligt, so hin­dert dies die Ver­hän­gung einer Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me nicht in jedem Fall, wie jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schied. Gegen den beklag­ten Beam­ten hat­te der Dienst­herr ein Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren u.a. wegen des Besit­zes von

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Gerichts­voll­zie­her mit Geldbedarf

Ein Beam­ter, der dienst­lich anver­trau­tes Geld unbe­rech­tigt für pri­va­te Zwe­cke ver­wen­det, begeht ein so schwer­wie­gen­des Dienst­ver­ge­hen, dass die­ses Ver­hal­ten nach der stän­di­gen Recht­spre­chung der Dis­zi­pli­nar­ge­rich­te regel­mä­ßig mit der Ent­fer­nung aus dem Dienst zu ahn­den ist. Ein sol­ches Fehl­ver­hal­ten im Kern­be­reich der dem Beam­ten oblie­gen­den Dienst­pflich­ten zer­stört regel­mä­ßig das für die

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Mit­wir­kung des Per­so­nal­rats im Disziplinarverfahren

Der feh­len­de Hin­weis im Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren auf das Antrags­recht zur Mit­wir­kung des Per­so­nal­rats führt nach einem Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Stutt­gart zur unheil­ba­ren Rechts­wid­rig­keit der Dis­zi­pli­nar­ver­fü­gung. Nach § 80 Abs. 1 Nr. 5 LPVG wirkt der Per­so­nal­rat beim Erlass von Dis­zi­pli­nar­ver­fü­gun­gen oder schrift­li­chen Miss­bil­li­gun­gen mit. Nach § 38 Abs. 1 LDG wer­den Dis­zi­pli­nar­maß­nah­men – wie

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Das Han­dy vom Wärter

Ein Jus­tiz­voll­zugs­be­am­ter, der einem Gefan­ge­nen Mobil­­funk-Kar­­ten über­lässt, ist aus dem Dienst zu ent­fer­nen. Dies ent­schied das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in Koblenz in dem Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren eines im Jah­re 1971 gebo­re­ne Beam­ten, der als Jus­tiz­voll­zugs­ober­se­kre­tär im Dienst des Lan­des Rhein­­land-Pfalz stand. Er wur­de im all­ge­mei­nen Voll­zugs­dienst der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt Diez ein­ge­setzt. Im Jah­re 2007

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Kin­des­miss­brauch durch Beamte

Der außer­dienst­li­che sexu­el­le Miss­brauch eines Kin­des (§§ 174, 176 StGB) durch einen Beam­ten ist ein beson­ders schwe­res Dienst­ver­ge­hen, das in der Regel die dis­zi­pli­na­re Höchst­maß­nah­me, also die Ent­fer­nung aus dem Dienst bzw. die Aberken­nung des Ruhe­ge­halts, recht­fer­tigt. Dies ent­schied ges­tern das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig im Fall eines im Ruhe­stand befindlichen

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Die Lie­be einer Strafvollzugsbeamtin

Eine Straf­voll­zugs­be­am­tin, die mit einem dro­gen­ab­hän­gi­gen Straf­ge­fan­ge­nen eine Lie­bes­be­zie­hung ein­ge­gan­gen ist hat, ist aus dem Dienst zu ent­fer­nen, ent­schied jetzt der Senat für Dis­zi­pli­nar­sa­chen des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Rhein­­land-Pfalz in Koblenz. Die im Jah­re 1973 gebo­re­ne Beam­tin stand als Jus­tiz­voll­zugs­ober­se­kre­tä­rin im Diens­te des Lan­des Rhein­­land-Pfalz. Sie wur­de als Mit­ar­bei­te­rin in der Geschäftsstelle

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Jus­tiz­voll­zugs­be­am­ter mit Prepaid-Karte

Ein Voll­zugs­be­am­ter, der einem Häft­ling ohne Erlaub­nis der Anstalts­lei­tung Pre­­paid-Kar­­ten zur frei­en Ver­fü­gung über­lässt, begeht nach einem Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Trier ein schwer­wie­gen­des Dienst­ver­ge­hen, das zur Ent­fer­nung aus dem Dienst führt. Der beklag­te Jus­tiz­voll­zugs­ober­se­kre­tär, der dis­zi­pli­na­risch nicht vor­be­las­tet ist, hat­te in der vom Land Rhein­­land-Pfalz gegen ihn erho­be­nen Dis­zi­pli­nar­k­la­ge, die

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Dienst­ver­ge­hen durch Nicht­prü­fung der Besoldungsmitteilung

Dienst­ver­ge­hen eines Beam­ten ist nur ein sol­ches Han­deln oder Unter­las­sen, das das berufs­er­for­der­li­che Anse­hen oder Ver­trau­en zu beein­träch­ti­gen geeig­net ist; blo­ße „Unkor­rekt­hei­ten“ stel­len kein Dienst­ver­ge­hen dar. Die Nicht­über­prü­fung einer Besol­dungs­mit­tei­lung recht­fer­tigt die Annah­me eines Dienst­ver­ge­hens nur dann, wenn es sich um einen hohen Scha­den und um einen ekla­tan­ten Fall der

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Kei­ne Kin­der­por­nos für Ruhestands-Polizisten

Der Besitz kin­der­por­no­gra­phi­scher Bil­der recht­fer­tigt auch bei Ruhe­stands­be­am­ten regel­mä­ßig die Aberken­nung des Ruhe­ge­halt und damit das Ende des Beam­tens­ver­hält­nis­ses, ent­schied jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt des Lan­des Sach­­sen-Anhalt in Mag­de­burg. Der ange­schul­dig­te Poli­zei­be­am­te war wegen des Besit­zes und der Wei­ter­ga­be kin­der­por­no­gra­phi­scher Schrif­ten zu einer Frei­heits­stra­fe von 9 Mona­ten auf Bewäh­rung rechts­kräf­tig ver­ur­teilt worden.

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Der Schlaf eines Streifenpolizisten

Der Schlaf eines Bun­des­po­li­zis­ten im Strei­fen­dienst ver­letzt die Kern­pflicht eines Kon­­troll-/ Strei­fen­be­am­ten und recht­fer­tigt einen dis­zi­pli­na­ri­schen Ver­weis. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt die Dis­zi­pli­nar­kam­mer beim Ver­wal­tungs­ge­richt Wies­ba­den, die für alle Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren von Bun­des­be­am­ten mit Dienst­sitz im Land Hes­sen zustän­dig ist, die Kla­ge eines Poli­zei­ober­meis­ters der Bun­des­po­li­zei abge­wie­sen, mit der er

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Poli­zis­ten haben steu­er­ehr­lich zu sein

Ein wegen Steu­er­hin­ter­zie­hung in erheb­li­chem Umfang und meh­re­ren Betrugs­fäl­len straf­recht­lich ver­ur­teil­ter Poli­zei­be­am­ter ist aus dem Dienst zu ent­fer­nen. Dies ent­schied der Senat für Dis­zi­pli­nar­sa­chen des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Rhein­­land-Pfalz in Koblenz. Der im Jah­re 1962 gebo­re­ne Beam­te stand als Poli­zei­kom­mis­sar im Dienst des Lan­des Rhein­­land-Pfalz. Dane­ben betrieb er ohne Neben­tä­tig­keits­ge­neh­mi­gung und teilweise

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Ein Poli­zist und sei­ne Schmerzensgeldforderung

Ver­sucht ein Poli­zei­be­am­ter, pri­va­te Geld­ent­schä­di­gungs­an­sprü­che wegen Belei­di­gung unter Aus­nut­zung sei­ner dienst­li­chen Stel­lung als Poli­zei­be­am­ter durch­zu­set­zen, recht­fer­tigt dies nach einem Urteil der Dis­zi­pli­nar­kam­mer des Ver­wal­tungs­ge­richts Kas­sel die Degra­die­rung des Poli­zei­be­am­ten in eine nied­ri­ge­re Besol­dungs­stu­fe. Gegen­stand der Ver­ur­tei­lung war eine Dis­zi­pli­nar­k­la­ge des Lan­des Hes­sen gegen den Beam­ten, mit der ihm vor­ge­wor­fen wurde,

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Der fau­le Grundschul-Rektor

Erfüllt ein Grund­schul­rek­tor nicht die ihm oblie­gen­de Unter­richts­ver­pflich­tung, kann dies, wie eine Ent­schei­dung des Nie­der­säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts zeigt, die Ent­fer­nung des Leh­rers aus dem Dienst zur Fol­ge haben. So hat das Lüne­bur­ger Ober­ver­wal­tungs­ge­richt die von der Lan­des­schul­be­hör­de im Juli 2006 ver­füg­te vor­läu­fi­ge Dienstent­he­bung des Rek­tors einer Grund­schu­le bestä­tigt und den erstinstanzlichen

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Com­pu­ter-Durch­su­chung im Disziplinarverfahren

In die Rech­te eines Beam­ten, der por­no­gra­fi­sche Schrif­ten im Sin­ne der §§ 184 und 11 Abs. 3 StGB ver­bots­wid­rig auf dienst­li­che Daten­trä­ger her­un­ter­ge­la­den hat, wird grund­sätz­lich nicht unver­hält­nis­mä­ßig ein­ge­grif­fen, wenn sei­ne sämt­li­chen auf dienst­li­chen Spei­cher­me­di­en abge­leg­ten Datei­en, ein­schließ­lich des E‑Mail-Ver­­­kehrs, beschlag­nahmt und durch­sucht wer­den, um das genaue Aus­maß der Dienst­pflicht­ver­let­zung zu

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Nach­barstreit mit dienst­li­chen Konsequenzen

Ein eska­lie­ren­der Nach­barstreit kann für einen Beam­ten im Ein­zel­fall zu dienst­li­chen Kon­se­quen­zen füh­ren, denn der Beam­te muss sich auch außer­halb sei­nes Diens­tes so ver­hal­ten, wie es der Ach­tung und dem Anse­hen sei­nes Beam­ten­be­ru­fes ent­spricht. Die­sen her­ge­brach­ten Grund­satz des Berufs­be­am­ten­tums muss­te sich jetzt ein Poli­zei­be­am­ter vom Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz hin­ter die Ohren

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