Aus­län­di­sche Kör­per­schaft­steu­er – und ihre Anrech­nung auf die deut­sche Ein­kom­men­steu­er

Die Kör­per­schaft­steu­er einer unbe­schränkt steu­er­pflich­ti­gen Kör­per­schaft wird nach § 36 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 Satz 4 Buchst. f EStG 1990 n.F./1997 nicht ange­rech­net, wenn die Ein­nah­men oder die anre­chen­ba­re Kör­per­schaft­steu­er bei der Ver­an­la­gung nicht erfasst wer­den. Dass die Anrech­nungs­be­schrän­kung auf unbe­schränkt kör­per­schaft­steu­er­pflich­ti­ge Kör­per­schaf­ten gegen die uni­ons­recht­lich ver­bürg­te Kapi­tal­ver­kehrs­frei­heit ver­stößt , ändert dar­an nichts.

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Ver­wal­tungs­recht­li­che Straf­zah­lun­gen – und der Schuld­grund­satz

§ 18 Abs. 1 des Geset­zes über den Han­del mit Berech­ti­gun­gen zur Emis­si­on von Treib­haus­ga­sen (TEHG) ist mit dem bun­des­ver­fas­sungs­recht­li­chen Schuld­grund­satz ver­ein­bar. § 18 Abs. 1 TEHG dient der Umset­zung von Art. 16 Abs. 3 und 4 der Richt­li­nie 2003/​87/​EG des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 13.10.2003 über ein Sys­tem für den Han­del

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Scha­dens­er­satz aus einer Fonds­be­tei­li­gung – und die gezo­ge­nen Steu­er­vor­tei­le

Aktu­ell befass­te sich der Bun­des­ge­richts­hof mit der Fra­ge der Anrech­nung steu­er­li­cher Vor­tei­le auf einen gegen die bera­ten­de Bank gerich­te­ten Scha­dens­er­satz­an­spruch auf Rück­ab­wick­lung der Betei­li­gung an einem Medi­en­fonds, wenn der Anle­ger ent­spre­chend dem Fonds­kon­zept nur einen Teil der Ein­la­ge ein­ge­zahlt und durch Ver­lust­zu­wei­sun­gen Steu­er­vor­tei­le erlangt hat, die ober­halb der tat­säch­lich geleis­te­ten

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Über­lan­ge Ver­fah­ren vor den Finanz­ge­rich­ten

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat­te zum zwei­ten Mal über einen Ent­schä­di­gungs­an­spruch zu ent­schei­den, der wegen der über­lan­gen Dau­er eines finanz­ge­richt­li­chen Kla­ge­ver­fah­rens gel­tend gemacht wor­den war. In der aktu­el­len Ent­schei­dung hat der für alle Ent­schä­di­gungs­kla­gen aus dem Bereich der Finanz­ge­richts­bar­keit in ers­ter und letz­ter Instanz zustän­di­ge Bun­des­fi­nanz­hof erst­mals all­ge­mei­ne Leit­li­ni­en für die Beur­tei­lung

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Das Erb­bau­recht und die Geschäfts­ver­äu­ße­rung

Die Ver­äu­ße­rung eines Erb­bau­rechts mit auf­ste­hen­dem, ver­pach­te­ten Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum unter Fort­füh­rung des Pacht­ver­trags durch den Erwer­ber stellt eine nicht der Umsatz­steu­er unter­lie­gen­de Geschäfts­ver­äu­ße­rung im Gan­zen dar. Es kommt für die Annah­me eines "in der Glie­de­rung eines Unter­neh­mens geson­dert geführte[n] Betrieb[s]" i.S. des § 1 Abs. 1a UStG bei richt­li­ni­en­kon­for­mer Aus­le­gung nicht dar­auf

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Umsatz­steu­er­be­frei­ung von Super­vi­si­ons­leis­tun­gen II

Die Sena­te des Finanz­ge­richts Köln sind sich unei­nig, ob Super­vi­si­ons­leis­tun­gen nach § 4 Nr. 21 a) UStG von der Umsatz­steu­er befreit sind oder nicht. . Der 15. Senats ver­sagt dage­gen den Super­vi­si­ons­leis­tun­gen einer Diplom-Sozio­­­lo­gin die Umsatz­steu­er­be­frei­ung nach § 4 Num­mer 21 a) UStG. In die­sem Fall wer­den nach Ansicht des 15. Senats

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Pres­se­zu­gang zum Gerichts­saal per Los­ver­fah­ren

Ist es bei einem Gerichts­ver­fah­ren not­wen­dig, den Zutritt zum Sit­zungs­saal des Gerichts für Jour­na­lis­ten zu beschrän­ken und das gewähl­te Los­ver­fah­ren gestat­tet einen glei­chen Zugang zum Aus­wahl­ver­fah­ren für alle inter­es­sier­ten Jour­na­lis­ten, so liegt kei­ne Ver­let­zung der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on vor. Mit die­ser Begrün­dung hat der Euro­päi­sche Gerichts­hof für Men­schen­rech­te in dem hier

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Der Dop­pel­vor­sitz in den Straf­se­na­ten des Bun­des­ge­richts­hofs

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in Karls­ru­he blie­ben jetzt die Ver­fas­sungs­be­schwer­den wegen des Dop­pel­vor­sit­zes des 2. und 4. Straf­se­nats des Bun­des­ge­richts­hofs ohne Erfolg. Seit dem ruhe­stands­be­ding­ten Aus­schei­den der frü­he­ren Vor­sit­zen­den des 2. Straf­se­nats des Bun­des­ge­richts­hofs zum 31. Janu­ar 2011 ist die Stel­le auf­grund des bis­her nicht abge­schlos­se­nen Ver­fah­rens über die Wie­der­be­set­zung vakant.

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Pas­si­vie­rung bei qua­li­fi­zier­tem Rang­rück­tritt

Eine Ver­bind­lich­keit, die nur aus künf­ti­gen Gewin­nen oder einem etwai­gen Liqui­da­ti­ons­über­schuss erfüllt zu wer­den braucht, kann man­gels gegen­wär­ti­ger wirt­schaft­li­cher Belas­tung nicht aus­ge­wie­sen wer­den. Nach § 247 Abs. 1 HGB sind han­dels­recht­lich und damit nach § 5 Abs. 1 EStG 1997 auch steu­er­recht­lich Ver­bind­lich­kei­ten zu pas­si­vie­ren. Glei­ches gilt gemäß § 249 Abs. 1 HGB für

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Pri­va­ti­sie­rung des Maß­re­gel­voll­zugs

Die Rege­lung der Anord­nung von Siche­rungs­maß­nah­men durch pri­va­te Pfle­ge­kräf­te nach dem hes­si­schen Maß­re­gel­voll­zugs­ge­setz ist nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ver­fas­sungs­ge­mäß. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat die Ver­fas­sungs­be­schwer­de eines Maß­re­gel­voll­zugs­pa­ti­en­ten zurück­ge­wie­sen, der sich gegen die Anord­nung und Durch­füh­rung einer beson­de­ren Siche­rungs­maß­nah­me (Ein­schluss) durch Bediens­te­te einer pri­va­ti­sier­ten Maß­re­gel­voll­zugs­ein­rich­tung wand­te. Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de warf die

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Betei­li­gungs­er­trä­ge gemein­nüt­zi­ger Kör­per­schaf­ten

Die Betei­li­gung einer gemein­nüt­zi­gen Stif­tung an einer gewerb­lich gepräg­ten ver­mö­gens­ver­wal­ten­den Per­so­nen­ge­sell­schaft ist kein wirt­schaft­li­cher Geschäfts­be­trieb. Soweit eine gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG 2002 von der Kör­per­schaft­steu­er befrei­te Kör­per­schaft einen wirt­schaft­li­chen Geschäfts­be­trieb unter­hält, ist die Steu­er­be­frei­ung aus­ge­schlos­sen (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 Satz 2 KStG 2002). Abwei­chen­des gilt, wenn ein Zweck­be­trieb vor­liegt (§ 64

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Pau­scha­lier­te Abzugs­ver­bo­te für Betriebs­aus­ga­ben beim Teil­ein­künf­te­ver­fah­ren

Das pau­scha­lier­te Abzugs­ver­bot für Betriebs­aus­ga­ben nach § 8b Abs. 3 Satz 1 und Abs. 5 Satz 1 KStG ist nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ver­fas­sungs­ge­mäß. Inhalts­über­sicht§ 8b KStG»">Halb­ein­künf­te­ver­fah­ren und § 8b KStGDie Gesetz­ge­bungs­his­to­rieDas Aus­gangs­ver­fah­renDie Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richtsDer all­ge­mei­ne Gleich­heits­grund­satz im Steu­er­rechtBesteue­rung nach Leis­tungs­fä­hig­keitGrund­satz der Fol­ge­­rich­­ti­g­keit­Ty­pi­­sie­­rungs- und Pau­scha­lie­rungs­be­fug­nis des Gesetz­ge­bersVer­ein­fa­chungs­ef­fektBesei­ti­gung steu­er­li­cher Miss­brauchs­mög­lich­kei­tenKei­ne Son­der­re­ge­lun­genNur Gering­fü­gi­ger

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