Asylverfahren und der subsidiäre unionsrechtliche Schutz

Asyl­ver­fah­ren und der sub­si­diä­re uni­ons­recht­li­che Schutz

Der Asyl­be­wer­ber hat bei einer Ein­stel­lung sei­nes Asyl­ver­fah­rens nach §§ 32, 33 Abs. 1 AsylVfG (a.F.) vor Inkraft­tre­ten der Ände­rung des Asyl­ver­fah­rens­ge­set­zes zum 1.12 2013 wei­ter­hin grund­sätz­lich einen Anspruch auf Ent­schei­dung über uni­ons­recht­li­chen sub­si­diä­ren Schutz (nun­mehr nach § 4 Abs. 1 AsylVfG) und hilfs­wei­se über natio­na­len Abschie­bungs­schutz. Für die vom Gericht zu tref­fen­de

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Der Asylantrag in Italien

Der Asyl­an­trag in Ita­li­en

Von der Rück­füh­rung eines Asyl­be­wer­bers in den an sich zustän­di­gen Mit­glied­staat der Euro­päi­schen Uni­on muss dann abge­se­hen wer­den, wenn das Asyl­ver­fah­ren oder die Auf­nah­me­be­din­gun­gen für Asyl­be­wer­ber in die­sem Mit­glied­staat an sys­te­mi­schen Män­geln lei­den und der Asyl­be­wer­ber des­halb ernst­haft Gefahr läuft, dort einer unmensch­li­chen oder ernied­ri­gen­den Behand­lung aus­ge­setzt zu sein. Das

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Dublin-II-Verfahren - Überstellung an Italien

Dub­lin-II-Ver­fah­ren – Über­stel­lung an Ita­li­en

Wird ein Asyl­an­trag gemäß § 27a AsylVfG als unzu­läs­sig abge­lehnt, ist hier­ge­gen die Anfech­tungs­kla­ge statt­haft. Die Über­stel­lungs­frist nach Art. 20 Abs. 1 lit. d EGV 343/​2003 beginnt erst zu lau­fen, wenn zwi­schen den betei­lig­ten Mit­glied­staa­ten grund­sätz­lich ver­ein­bart und sicher­ge­stellt ist, dass die Über­stel­lung in Zukunft erfol­gen wird, was solan­ge nicht der Fall

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Die Asylanträge eines Minderjährigen

Die Asyl­an­trä­ge eines Min­der­jäh­ri­gen

Wenn ein unbe­glei­te­ter Min­der­jäh­ri­ger Asyl­an­trä­ge in mehr als einem EU-Mit­­­glie­d­­staat gestellt hat, soll der­je­ni­ge Staat für die Prü­fung des Asyl­be­geh­rens zuständ sein, in dem der letz­te Antrag gestellt wur­de. Dafür ist es erfor­der­lich, dass sich kein Ange­hö­ri­ger sei­ner Fami­lie in einem ande­ren Mit­glied­staat recht­mä­ßig auf­hält und dass das Inter­es­se des

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Deutschland statt Griechenland - im Asylverfahren

Deutsch­land statt Grie­chen­land – im Asyl­ver­fah­ren

Bei Asyl­su­chen­den in der Euro­päi­schen Uni­on bestimmt die Ver­ord­nung (EG) Nr. 343/​2003 des Rates vom 18. Febru­ar 2003, die soge­nann­te Dub­­lin-II-Ver­­or­d­­nung, wel­ches EU-Mit­­­glied­s­­land für die Durch­füh­rung des Asyl­ver­fah­rens zustän­dig ist. Typi­scher­wei­se ist dies das Land, in das der Asyl­su­chen­de zuerst ein­ge­reist ist. Reist also etwa ein Asyl­su­chen­der über Grie­chen­land nach

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Karlsruhe und das europäische Asylsystem

Karls­ru­he und das euro­päi­sche Asyl­sys­tem

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in Karls­ru­he war erneut ein Eil­an­trag gegen die Abschie­bung eines Asyl­flücht­lings nach Grie­chen­land im Dub­lin II-Ver­­­fah­­ren erfolg­reich Der Antrag­stel­ler ist eri­trei­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger. Anläss­lich eines beim Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge gestell­ten Asyl­an­trags stell­te die­ses fest, dass der Antrag­stel­ler zuvor in Grie­chen­land regis­triert wor­den war. Es ent­schied, dass

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