Wohngebäude in Leipzig

Die Dul­dungs­pflicht des schwei­gen­den Mie­ters bei Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men – und der Anlass zur Klageerhebung

Einen Anlass zur Erhe­bung einer Kla­ge auf Dul­dung von Bau­maß­nah­men (§ 555a Abs. 1, § 555d Abs. 1 BGB) gibt der Mie­ter in der Regel (noch) nicht, wenn er die mit der Ankün­di­gung der geplan­ten Bau­maß­nah­men ver­knüpf­te Auf­for­de­rung des Ver­mie­ters zur Abga­be einer Dul­dungs­er­klä­rung unbe­ach­tet lässt. Die Beja­hung eines Kla­ge­an­las­ses im

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LG Bremen

Die Kla­ge des Pflicht­teils­be­rech­tig­ten – und der Testamentsvollstrekcer

Gemäß § 2213 Abs. 1 Satz 3 BGB kann ein Pflicht­teils­an­spruch fer­ner, auch wenn dem Tes­ta­ments­voll­stre­cker die Ver­wal­tung des Nach­las­ses zusteht, nur gegen die Erben gel­tend gemacht wer­den. Die­se Kla­ge kann indes­sen mit einem Anspruch gegen den Tes­ta­ments­voll­stre­cker auf Dul­dung der Zwangs­voll­stre­ckung ver­bun­den wer­den, um gemäß § 748 Abs. 3 ZPO eine Voll­stre­ckung in

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Hausbau

Lärm- und Schmut­zim­mis­sio­nen von der Nach­barbau­stel­le – als Mietmangel

Nach Abschluss des Miet­ver­trags ein­tre­ten­de erhöh­te Geräusch- und Schmut­zim­mis­sio­nen begrün­den, auch wenn sie von einer auf einem Nach­bar­grund­stück eines Drit­ten betrie­be­nen Bau­stel­le (hier: zur Errich­tung eines Neu­baus in einer Bau­lü­cke) her­rüh­ren, bei Feh­len anders­lau­ten­der Beschaf­fen­heits­ver­ein­ba­run­gen grund­sätz­lich kei­nen gemäß § 536 Abs. 1 Satz 1 BGB zur Miet­min­de­rung berech­ti­gen­den Man­gel der Miet­woh­nung, wenn

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Reihenhaus

Wenn die Außen­däm­mung dem Nach­barn nicht gefällt

Einen Über­bau sei­nes Grund­stücks mit einer Außen­däm­mung muss ein Nach­bar nicht dul­den, wenn ohne Inan­spruch­nah­me des Nach­bar­grund­stücks eine ver­gleich­ba­re Dämm­wir­kung in ver­tret­ba­rer Wei­se erreicht wer­den kann. So hat das Baye­ri­sche Obers­te Lan­des­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den und die Revi­si­on des Klä­gers zurück­ge­wie­sen. Die Par­tei­en sind Eigen­tü­mer benach­bar­ter Grund­stü­cke im

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Die aus­ge­wil­der­ten Wisen­te im Rothaargebirge

Wäh­rend der Aus­wil­de­rung von Wisen­ten („Frei­set­zungs­pha­se“) kann eine Dul­dungs­pflicht des betrof­fe­nen Wald­ei­gen­tü­mers aus dem Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz bestehen. Vor­aus­set­zung ist, dass die Nut­zung des Wald­grund­stücks nicht unzu­mut­bar beein­träch­tigt wird. Aller­dings muss der die Aus­wil­de­rung Betrei­ben­de dem Wald­ei­gen­tü­mer alle durch die aus­ge­wil­der­ten Tie­re ent­stan­de­nen Schä­den erset­zen. In den bei­den jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof entschiedenen

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Ener­gie­däm­mung über die Grund­stücks­gren­ze hin­weg – und die Dul­dungs­pflicht des Nachbarn

Die Dul­dungs­pflicht nach § 16a Abs. 1 des Ber­li­ner Nach­bar­rechts­ge­setz (NachbG Bln) gilt nicht für eine die Grund­stücks­gren­ze über­schrei­ten­de Wär­me­däm­mung einer Grenz­wand, mit der der benach­bar­te Grund­stücks­ei­gen­tü­mer erst­mals die Anfor­de­run­gen der bei der Errich­tung des Gebäu­des bereits gel­ten­den Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung (hier: EnEV 2001) erfüllt. In die­sem Zusam­men­hang hat es der Bun­des­ge­richts­hof ausdrücklich

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Ber­li­ner Neu­bau­ten – und die grenz­über­schrei­ten­de Wärmedämmung

Ein Grund­stücks­ei­gen­tü­mer in Ber­lin muss nicht nach § 16a Abs. 1 NachbG Bln eine die Grund­stücks­gren­ze über­schrei­ten­de Wär­me­däm­mung einer Grenz­wand dul­den, mit der der benach­bar­te Grund­stücks­ei­gen­tü­mer erst­mals die Anfor­de­run­gen der bei der Errich­tung des Gebäu­des bereits gel­ten­den Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung (EnEV) erfüllt. Die Fra­ge, ob die Vor­schrift des § 16a NachbG Bln überhaupt

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Die Sire­ne auf dem Dach

Nach dem Gesetz über den Feu­er­schutz und die Hil­fe­leis­tung sind Eigen­tü­mer und Besit­zer von Gebäu­den und Grund­stü­cken ver­pflich­tet, die Anbrin­gung und auch den Fort­be­stand von Feu­er­­mel­­de- und Alarm­ein­rich­tun­gen ohne Ent­schä­di­gung zu dul­den. Das ist Teil der Sozi­al­pflich­tig­keit des Eigen­tums. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Arns­berg die Kla­ge einer Eigentümerin

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Ver­pflich­tung zur Dul­dung der Vollstreckung

Wegen einer Steu­er, die als öffent­li­che Last auf Grund­be­sitz ruht, hat der Eigen­tü­mer nach § 77 Abs. 2 AO die Zwangs­voll­stre­ckung in den Grund­be­sitz zu dul­den. Zuguns­ten der Finanz­be­hör­de gilt dabei der­je­ni­ge als Eigen­tü­mer, wer als sol­cher im Grund­buch ein­ge­tra­gen ist. Die­se Dul­dungs­pflicht des Grund­stücks­er­wer­bers nach § 77 Abs. 2 AO ist jedoch

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Bücherregal

Behörd­lich ange­ord­ne­te Bau­maß­nah­men und die Dul­dungs­pflicht des Mieters

Nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs ist der Mie­ter ver­pflich­tet, bau­li­che Maß­nah­men, die der Ver­mie­ter auf­grund einer behörd­li­chen Anord­nung oder recht­li­chen Ver­pflich­tung durch­zu­füh­ren hat, zu dul­den. Die Beklag­ten in dem jetzt vom BGH ent­schie­de­nen Fall sind Mie­ter einer Woh­nung im ers­ten Ober­ge­schoss eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses der Klä­ge­rin. Im April 2005 stellte

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