Unter­brin­gung in der Psych­ia­trie – und die Beschaf­fungs­kri­mi­na­li­tät

Für den erfor­der­li­chen sym­pto­ma­ti­schen Zusam­men­hang zwi­schen Hang und Anlas­s­ta­ten ist es nicht erfor­der­lich, dass der Hang die allei­ni­ge Ursa­che oder "bestim­men­der Aus­lö­ser" für die Anlas­s­tat ist. Viel­mehr ist ein sol­cher Zusam­men­hang bereits dann zu beja­hen, wenn der Hang neben ande­ren Umstän­den mit dazu bei­getra­gen hat, dass der Ange­klag­te erheb­li­che rechts­wid­ri­ge

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Unter­brin­gung in einer Ent­zie­hungs­an­stalt – und die Beschaf­fungs­kri­mi­na­li­tät

Für die Beja­hung eines sym­pto­ma­ti­schen Zusam­men­hangs zwi­schen Hang und Tat im Sin­ne des § 64 StGB ist es aus­rei­chend, dass der Hang – gege­be­nen­falls neben ande­ren Umstän­den – mit dazu bei­getra­gen hat, dass der Täter die Tat began­gen hat. Ein sol­cher Zusam­men­hang ist typi­scher­wei­se gege­ben, wenn die Straf­tat unmit­tel­bar oder

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Wie darf ich mich gegen Angrei­fer und Ein­bre­cher weh­ren

Wenn Raub­tä­ter durch eine aus­ge­lös­te Alarm­an­la­ge bereits aus dem Haus flüch­ten, und der Eigen­tü­mer dabei auf einen Täter schießt und tötet, liegt kei­ne Not­wehr vor, wenn beim Eigen­tü­mer weder der Wil­le zur Ver­tei­di­gung des Eigen­tums vor­lag, noch die Not­wehr­hand­lung gebo­ten war. So hat der Bun­des­ge­richts­hof in dem hier vor­lie­gen­den Fall

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Dieb­stahl – und die Gewerbs­mä­ßig­keit

Von Gewerbs­mä­ßig­keit ist aus­zu­ge­hen, wenn der Täter in der Absicht han­delt, sich durch wie­der­hol­te Tat­be­ge­hung eine fort­lau­fen­de Ein­nah­me­quel­le von eini­ger Dau­er und eini­gem Umfang zu ver­schaf­fen. Liegt die­se Absicht vor, ist bereits die ers­te Tat als gewerbs­mä­ßig began­gen ein­zu­stu­fen, auch wenn es ent­ge­gen der ursprüng­li­chen Absicht des Täters nicht zu

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Ban­den­dieb­stahl – und die Gewerbs­mä­ßig­keit

§ 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 StGB tritt hin­ter § 244 StGB zurück. Gewerbs­mä­ßig­keit der Tat­be­ge­hung kann aber gege­be­nen­falls als Straf­zu­mes­sungs­as­pekt berück­sich­tigt wer­den. Von Gewerbs­mä­ßig­keit ist aus­zu­ge­hen, wenn der Täter in der Absicht han­delt, sich durch wie­der­hol­te Tat­be­ge­hung eine fort­lau­fen­de Ein­nah­me­quel­le von eini­ger Dau­er und eini­gem Umfang zu ver­schaf­fen. Liegt die­se

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Gewerbs­mä­ßi­ger Woh­nungs­ein­bruchs­dieb­stahl

Der sich aus dem gewerbs­mä­ßi­gen Han­deln des Ange­klag­ten erge­ben­de Erschwe­rungs­grund des § 243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 StGB tritt hin­ter den Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stand des § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB zurück . Die straf­schär­fen­de Berück­sich­ti­gung der gewerbs­mä­ßi­gen Tat­be­ge­hung ist aus Rechts­grün­den gleich­wohl nicht zu bean­stan­den, weil das gestei­ger­te Unrecht eines Woh­nungs­ein­bruch­dieb­stahls in kei­nem

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Ein­bruch­dieb­stahl – und der Wohn­wa­gen als Woh­nung

Wohn­mo­bi­le und Wohn­wa­gen sind jeden­falls dann, wenn sie Men­schen zumin­dest vor­über­ge­hend zur Unter­kunft die­nen, Woh­nung im Sin­ne des § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof für nächt­li­che Ein­brü­che in auf Auto­bahn­park­plät­zen gepark­te Wohn­mo­bi­le und Wohn­wa­gen, in denen deren Insas­sen schlie­fen, und aus deren Innen­räu­men die Täter jeweils

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Woh­nungs­ein­bruchs­dieb­stahl – und der Ver­suchs­be­ginn

Bei Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stän­den wie auch bei Tat­be­stän­den mit Regel­bei­spie­len ist grund­sätz­lich auf das Anset­zen zur Ver­wirk­li­chung des Grund­tat­be­stan­des abzu­stel­len . Dar­aus folgt, dass sich bei § 244 StGB wie bei § 243 StGB glei­cher­ma­ßen die ein­heit­lich zu beant­wor­ten­de Fra­ge stellt, ob mit den fest­ge­stell­ten Tat­hand­lun­gen zur Weg­nah­me im Sin­ne von §

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Aus­spä­hen der Tat­ob­jek­te – Mit­tä­ter­schaft oder Bei­hil­fe?

Bei Betei­li­gung meh­re­rer Per­so­nen, von denen nicht jede sämt­li­che Tat­be­stands­merk­ma­le ver­wirk­licht, ist Mit­tä­ter im Sin­ne von § 25 Abs. 2 StGB, wer einen eige­nen Tat­bei­trag leis­tet und die­sen so in die Tat ein­fügt, dass er als Teil der Hand­lung eines ande­ren Betei­lig­ten und umge­kehrt des­sen Han­deln als Ergän­zung des eige­nen Tat­an­teils

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Ein­bruch – in den Kel­ler

Die Vor­schrift des § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB setzt das Ein­bre­chen, Ein­stei­gen oder Ein­drin­gen in eine Woh­nung vor­aus. vor­aus. Bricht der Täter in Kel­ler­räu­me ein, ist der Tat­be­stand nur erfüllt, wenn die­se Räu­me durch eine unmit­tel­ba­re Ver­bin­dung zum Wohn­be­reich dem Begriff des Woh­nens typi­scher­wei­se zuzu­ord­nen sind . Dies ist regel­mä­ßig

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Tat­ein­heit oder Tat­mehr­heit bei der Ein­bruch­se­rie

Sind an einer Delikt­se­rie meh­re­re Per­so­nen als Mit­tä­ter, mit­tel­ba­re Täter, Anstif­ter oder Gehil­fen betei­ligt, ist die Fra­ge, ob die ein­zel­nen Taten tat­ein­heit­lich oder tat­mehr­heit­lich zusam­men­tref­fen, bei jedem Betei­lig­ten geson­dert zu prü­fen und zu ent­schei­den. Maß­geb­lich ist dabei der Umfang des erbrach­ten Tat­bei­trags. Leis­tet ein Mit­tä­ter für alle oder eini­ge Ein­zel­ta­ten

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