Frei­stel­lungs­be­schei­ni­gung für aus­län­di­sche Künst­ler – und die feh­len­de Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht

Im Frei­stel­lungs­ver­fah­ren nach § 50d EStG ist nicht über den Ein­wand der Künst­le­rin bzw. Sport­le­rin zu ent­schei­den, es habe ihr in den Streit­jah­ren an der Absicht gefehlt, Gewin­ne zu erzie­len, sodass die von ihr erziel­ten Ein­künf­te man­gels Gewerb­lich­keit nicht der beschränk­ten Steu­er­pflicht nach § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. d EStG unter­fie­len.

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Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht – und die von vorn­her­ein geplan­te Über­tra­gung der Ein­kunfts­quel­le auf einen Rechts­nach­fol­ger

Nach dem Grund­satz der Indi­vi­du­al­be­steue­rung hat sich die Über­schuss­pro­gno­se auch bei unent­gelt­li­cher Über­tra­gung einer Ein­kunfts­quel­le (hier: Kapi­tal­an­la­ge) regel­mä­ßig an der Nut­zung des Ver­mö­gens­ge­gen­stan­des durch den Steu­er­pflich­ti­gen zu ori­en­tie­ren. Nur aus­nahms­wei­se kann auch die Nut­zung durch einen (unent­gelt­li­chen) Rechts­nach­fol­ger berück­sich­tigt wer­den. Eine sol­che Aus­nah­me­kon­stel­la­ti­on liegt nicht vor, wenn bereits bei Ein­ge­hung

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Der neben­be­ruf­li­che Sport­trai­ner – und sei­ne Auf­wen­dun­gen

Erzielt ein Sport­trai­ner, der mit Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht tätig ist, steu­er­freie Ein­nah­men unter­halb des sog. Übungs­lei­ter­frei­be­trags nach § 3 Nr. 26 EStG, kann er die damit zusam­men­hän­gen­den Auf­wen­dun­gen inso­weit abzie­hen, als sie die Ein­nah­men über­stei­gen. Nach § 3 Nr. 26 Satz 1 EStG sind (u.a.) Ein­nah­men aus einer neben­be­ruf­li­chen Tätig­keit als Übungs­lei­ter im Dienst oder

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Miet­ver­hält­nis unter nahen Ange­hö­ri­gen – und die Auf­ga­be der Ver­mie­tungs­ab­sicht

Ein­künf­te aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG erzielt, wer ein Grund­stück, Gebäu­de oder Gebäu­de­teil gegen Ent­gelt zur Nut­zung über­lässt und beab­sich­tigt, dar­aus auf Dau­er der Nut­zung ein posi­ti­ves Ergeb­nis zu erzie­len . Die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht kann erst nach­träg­lich ein­set­zen und auch wie­der weg­fal­len . Nach dem

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Feri­en­woh­nun­gen – und die Prü­fung der Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht

Im Rah­men der Prü­fung der Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei Feri­en­woh­nun­gen ist nicht ent­schei­dend, ob die Wer­bungs­kos­ten­über­schüs­se auf per­sön­li­chen Nei­gun­gen oder pri­va­ten Moti­ven beru­hen. Nach § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 EStG ist bei einer auf Dau­er ange­leg­ten Ver­mie­tungs­tä­tig­keit grund­sätz­lich und typi­sie­rend von der Absicht des Steu­er­pflich­ti­gen aus­zu­ge­hen,

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Feri­en­woh­nun­gen – und die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht

Nach der höchst­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung ist bei einer Feri­en­woh­nung grund­sätz­lich und typi­sie­rend von der Absicht des Steu­er­pflich­ti­gen aus­zu­ge­hen, einen Ein­nah­men­über­schuss zu erwirt­schaf­ten, wenn sie aus­schließ­lich an Feri­en­gäs­te ver­mie­tet und in der übri­gen Zeit hier­für bereit­ge­hal­ten wird und das Ver­mie­ten die orts­üb­li­che Ver­mie­tungs­zeit von Feri­en­woh­nun­gen ‑abge­se­hen von Ver­­­mie­­tungs­­hin­­der­­nis­­sen- nicht erheb­lich (d.h. um

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Lang­jäh­ri­ger Woh­nungs­leer­stand – und die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht

Kann ein Steu­er­pflich­ti­ger eine in sei­nem Eigen­tum ste­hen­de Woh­nung aus tat­säch­li­chen oder recht­li­chen Grün­den dau­er­haft nicht in einen betriebs­be­rei­ten Zustand ver­set­zen und zur Ver­mie­tung bereit­stel­len, ist es nicht zu bean­stan­den, wenn das Finanz­ge­richt nach einer Gesamt­wür­di­gung aller Tat­sa­chen vom Feh­len der Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht aus­geht. Nach § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG sind Wer­bungs­kos­ten

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Die ver­mie­te­te Feri­en­woh­nung – und die Über­schuss­pro­gno­se

Von der Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht ist bei der Ver­mie­tung einer Feri­en­woh­nung nach der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ohne Wei­te­res aus­zu­ge­hen, wenn die Woh­nung aus­schließ­lich an wech­seln­de Feri­en­gäs­te ver­mie­tet und in der übri­gen Zeit hier­für bereit­ge­hal­ten wird. Uner­heb­lich ist es inso­weit, ob die Feri­en­woh­nung in Eigen­re­gie ver­mie­tet oder ob mit der Ver­mie­tung ‑wie hier-

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Bau­spar­ver­trag – und die Abschluss­ge­bühr als Wer­bungs­kos­ten?

Soweit es hin­sicht­lich des Bau­spar­ver­trags an einer Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht fehlt, ist die Abschluss­ge­bühr für den Bau­spar­ver­trag nicht als Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen abzieh­bar. Hier­an fehlt es, wenn der ver­ein­bar­te Zins­satz auf die Bau­spar­ein­la­ge zusam­men mit den nied­ri­gen monat­li­chen Ein­zah­lungs­ra­ten nicht aus­rei­chend hoch ist, um bei einer Lauf­zeit von 15

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Eltern-Kind-Miet­ver­hält­nis­se – und die Ver­rech­nung der Mie­te mit Unter­halts­an­sprü­chen

Bei der Ver­mie­tung einer Woh­nung an das eige­ne Kind fehlt es an der für die Beja­hung einer Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht erfor­der­li­chen Fremd­ver­gleich­bar­keit, wenn der Miet­zins­an­spruch mit Unter­halts­an­sprü­chen ver­rech­net wird. Ein­künf­te aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung (§§ 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6, 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG) erzielt, wer ein Grund­stück, Gebäu­de oder Gebäu­de­teil in

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Feri­en­woh­nung mit wech­seln­der Ver­mie­tung – und die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht

Die im Zusam­men­hang mit der Beur­tei­lung der Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei Feri­en­woh­nun­gen bedeut­sa­men Rechts­fra­gen sind in der höchst­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung geklärt . Die Über­prü­fung der Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht anhand einer Pro­gno­se bei einer beson­de­ren Gestal­tung und Aus­stat­tung einer Woh­nung sowie der beson­de­ren Grö­ße des Grund­stücks ent­spricht der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs . Eben­so ist es ver­tret­bar,

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Feri­en­woh­nun­gen – und die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ist bei einer Feri­en­woh­nung grund­sätz­lich und typi­sie­rend von der Absicht des Steu­er­pflich­ti­gen aus­zu­ge­hen, einen Ein­nah­men­über­schuss zu erwirt­schaf­ten, wenn sie aus­schließ­lich an Feri­en­gäs­te ver­mie­tet und in der übri­gen Zeit hier­für bereit­ge­hal­ten wird und das Ver­mie­ten die orts­üb­li­che Ver­mie­tungs­zeit von Feri­en­woh­nun­gen ‑abge­se­hen von Ver­­­mie­­tungs­­hin­­der­­nis­­sen- nicht erheb­lich

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Leer­stands­zei­ten – und die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei Ver­mie­tung und Ver­pach­tung

Ein­künf­te aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung erzielt (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 EStG), wer sein Grund­stück, Gebäu­de oder Gebäu­de­teil in der Absicht ver­mie­tet, dar­aus auf Dau­er ein posi­ti­ves Ergeb­nis zu errei­chen. Nach dem Rege­lungs­zweck des § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG ist bei einer auf Dau­er ange­leg­ten Ver­mie­tungs­tä­tig­keit grund­sätz­lich und typi­sie­rend davon

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Lang­jäh­ri­ge Gene­ral­sa­nie­rung leer­ste­hen­der Woh­nun­gen – und die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht

Die lang­jäh­ri­ge Dau­er einer Gene­ral­sa­nie­rung von leer­ste­hen­den Woh­nun­gen kann der Annah­me einer Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht ent­ge­gen ste­hen. Nach § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG sind Wer­bungs­kos­ten Auf­wen­dun­gen zur Erwer­bung, Siche­rung und Erhal­tung von Ein­nah­men; sie sind nach § 9 Abs. 1 Satz 2 EStG bei der Ein­kunfts­art Ver­mie­tung und Ver­pach­tung abzu­zie­hen, wenn sie durch sie ver­an­lasst sind.

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Die leer­ste­hen­de möblier­te Woh­nung – Ver­mie­tungs­be­mü­hun­gen und die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht

Mit den Anfor­de­run­gen, die zur Fest­stel­lung einer Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht an die Ver­mie­tungs­be­mü­hun­gen bei lang andau­ern­dem Leer­stand einer möblier­ten Woh­nung zu stel­len sind, hat­te sich erneut der Bun­des­fi­nanz­hof zu befas­sen: Die Fra­ge, ob und wie von einem Steu­er­pflich­ti­gen bei den Ein­künf­ten aus Ver­mie­tung und Ver­pach­tung bei einem län­ger­fris­ti­gen Leer­stand einer Woh­nung die

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Der Immo­bi­li­en­ver­kauf – und die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei der Kapi­tal­an­la­ge

Im Ein­klang mit der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ist die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen für jede ein­zel­ne Kapi­tal­an­la­ge getrennt zu beur­tei­len . Für die­se auf ein­zel­ne Anla­gen bezo­ge­ne Prü­fung ist grund­sätz­lich nur der tat­säch­lich ver­wirk­lich­te Sach­ver­halt zugrun­de zu legen. Denn die Besteue­rung knüpft grund­sätz­lich nur an die effek­tiv

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Pen­si­ons­pfer­de­hal­tung – Ein­künf­te aus gewerb­li­cher Tier­hal­tung

Folgt das Finanz­amt den Anga­ben eines Steu­er­pflich­ti­gen, der mit unge­wis­ser Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht eine Pfer­de­pen­si­ons­hal­tung betreibt, und stellt vor­läu­fig Ein­künf­te aus Gewer­be­be­trieb gem. § 15 Abs. 1 EStG fest, kann es bei Besei­ti­gung der Unge­wiss­heit über das Vor­lie­gen der Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht die Ein­künf­te als sol­che aus gewerb­li­cher Tier­hal­tung gem. § 15 Abs. 4 EStG umqua­li­fi­zie­ren.

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Nach­träg­li­che Schuld­zin­sen nach Auf­ga­be der Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht

Nach Auf­ga­be der Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht ist ein ein Abzug nach­träg­li­cher Schuld­zin­sen nicht mehr mög­lich. Sowohl der objek­ti­ve als auch der sub­jek­ti­ve Tat­be­stand des § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG sind objekt­be­zo­gen zu prü­fen. Ein fort­dau­ern­der Ver­an­las­sungs­zu­sam­men­hang von (nach­träg­li­chen) Schuld­zin­sen mit frü­he­ren Ein­künf­ten i.S. des § 21 EStG ist nicht anzu­neh­men, wenn

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Miet­ver­trä­ge unter nahe ste­hen­den Per­so­nen – und die Wer­bungs­kos­ten

Miet­ver­trä­ge unter nahe ste­hen­den Per­so­nen sind in der Regel der Besteue­rung nicht zu Grun­de zu legen, wenn die Gestal­tung oder die tat­säch­li­che Durch­füh­rung nicht dem zwi­schen Frem­den Übli­chen ent­spricht. Miet­recht­li­che Gestal­tun­gen sind ins­be­son­de­re dann unan­ge­mes­sen i.S. von § 42 AO, wenn der­je­ni­ge, der einen Gebäu­de­teil für eige­ne Zwe­cke benö­tigt, einem

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Medi­ta­ti­ves Tan­zen – Wunsch­traum oder Erwerbs­tä­tig­keit?

Wird nicht näher dar­ge­legt, wie mit Tanz­kur­sen Ein­künf­te aus Gewer­be­be­trieb erzielt wer­den sol­len, sind Semi­nar­ge­büh­ren für "Medi­ta­ti­ves Tan­zen" nicht als vor­weg­ge­nom­me­ne Betriebs­aus­ga­ben abzugs­fä­hig. Der Wunsch­traum, mit eini­gen Leu­ten die­se Frei­zeit­be­schäf­ti­gung aus­zu­üben und viel­leicht auch Kur­se zu ver­an­stal­ten, reicht nicht aus, um die Absicht zur Ein­kunfts­er­zie­lung zu erläu­ten. Mit die­ser Begrün­dung

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Lang­jäh­ri­ger, struk­tu­rell beding­ter Woh­nungs­leer­stand

Ein beson­ders lang andau­ern­der, struk­tu­rell beding­ter Leer­stand einer Wohn­im­mo­bi­lie kann –auch nach vor­he­ri­ger, auf Dau­er ange­leg­ter Ver­mie­tung– dazu füh­ren, dass die vom Steu­er­pflich­ti­gen auf­ge­nom­me­ne Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht ohne sein Zutun oder Ver­schul­den weg­fällt. Nach § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG in der in den Streit­jah­ren gel­ten­den Fas­sung sind Wer­bungs­kos­ten Auf­wen­dun­gen zur Erwer­bung, Siche­rung und

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