LG Bremen

Die Ein­zel­frei­heits­stra­fe unter sechs Monaten

Die Fest­set­zung einer Frei­heits­stra­fe unter sechs Mona­ten hat regel­mä­ßig nur Bestand, wenn sie sich auf­grund einer Gesamt­wür­di­gung aller die Tat und den Täter kenn­zeich­nen­den Umstän­de als unver­zicht­bar erweist (§ 47 Abs. 1 StGB) und dies in den Urteils­grün­den dar­ge­stellt wird. Die gleich­zei­ti­ge Ver­ur­tei­lung des Ange­klag­ten zu einer hohen Frei­heits­stra­fe macht die

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Gesamt­stra­fen­bil­dung – und die zwi­schen­zeit­lich erle­dig­te Voll­stre­ckung einer Geldstrafe

Die zwi­schen­zeit­lich erle­dig­te Voll­stre­ckung einer Geld­stra­fe im Wege der Ersatz­frei­heits­stra­fe führt nicht zu einem nach­träg­li­chen Ent­fal­len der Zäsur­wir­kung des zugrun­de lie­gen­den Straf­be­fehls. Inso­weit ist in der neu­en Haupt­ver­hand­lung die Gesamt­stra­fen­bil­dung nach Maß­ga­be der Voll­stre­ckungs­si­tua­ti­on zum Zeit­punkt der frü­he­ren tatrich­ter­li­chen Ver­hand­lung vor­zu­neh­men. Dem Ange­klag­ten darf inso­weit weder ein erlang­ter Rechts­vor­teil genommen,

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Gesamt­frei­heits­stra­fe – und die Tages­satz­hö­he für die Einzelgeldstrafe

Der Fest­set­zung der Höhe des ein­zel­nen Tages­sat­zes bedarf es aber dann, wenn die Ein­zel­geld­stra­fe gemäß § 53 Abs. 2 Satz 1 StGB in eine Gesamt­frei­heits­stra­fe ein­be­zo­gen wird. Zwar kommt bei unter­blie­be­ner Fest­set­zung der Tages­satz­hö­he regel­mä­ßig eine Zurück­ver­wei­sung der Sache zum Zwe­cke der Nach­ho­lung der Bestim­mung der Tages­satz­hö­he in Betracht. Aller­dings kann das Revisionsgericht

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Gesamt­stra­fe – und ihre Bemessung

Die Bemes­sung der Gesamt­stra­fe im Rah­men der Gesamt­stra­fen­bil­dung nach § 54 Abs. 1 StGB ist im Wege einer Gesamt­schau des Unrechts­ge­halts und des Schuld­um­fangs durch einen eigen­stän­di­gen Zumes­sungs­akt vor­zu­neh­men. Der Sum­me der Ein­zel­stra­fen kommt nur ein gerin­ges Gewicht zu, maß­geb­lich ist die ange­mes­se­ne Erhö­hung der Ein­satz­stra­fe unter zusam­men­fas­sen­der Wür­di­gung der Person

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Gleich­för­mig began­ge­ne Taten – und die Gesamtstrafenbildung

Wer­den Taten gleich­för­mig in Serie began­gen, kann sich dar­aus eine Ver­min­de­rung des Schuld­ge­halts der Fol­ge­ta­ten erge­ben, wenn auf Grund des inne­ren Zusam­men­hangs auf eine her­ab­ge­setz­te Hemm­schwel­le geschlos­sen wer­den kann. Da die Schuld des Täters in Bezug auf die Ein­zel­ta­ten durch eine Mehr­heit von Taten erhöht wer­den kann, ist es mög­lich, auch

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