Der bereits zurück­ge­nom­me­ne Ein­spruch…

Nach § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO sind Steu­er­be­schei­de auf­zu­he­ben oder zu ändern, soweit Tat­sa­chen oder Beweis­mit­tel nach­träg­lich bekannt wer­den, die zu einer nied­ri­ge­ren Steu­er füh­ren und den Steu­er­pflich­ti­gen kein gro­bes Ver­schul­den dar­an trifft, dass die Tat­sa­chen oder Beweis­mit­tel erst nach­träg­lich bekannt wer­den. Als gro­bes Ver­schul­den hat der Steu­er­pflich­ti­ge Vor­satz und

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Ein­spruchs­rück­nah­me – und die Fest­set­zung von Aus­set­zungs­zin­sen

Gemäß § 237 Abs. 1 Satz 1 AO ist, soweit ein Ein­spruch gegen einen Steu­er­be­scheid end­gül­tig kei­nen Erfolg gehabt hat, der geschul­de­te Betrag, hin­sicht­lich des­sen die Voll­zie­hung des ange­foch­te­nen Ver­wal­tungs­akts aus­ge­setzt wur­de, zu ver­zin­sen. "End­gül­tig kei­nen Erfolg gehabt" hat ein Rechts­be­helf ins­be­son­de­re dann, wenn er durch eine unan­fecht­ba­re Ent­schei­dung abge­wie­sen oder vom

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Rück­nah­me des Ein­spruchs – und ihr Wider­ruf

Die Rück­nah­me eines Ein­spruchs kann grund­sätz­lich nicht wider­ru­fen oder wegen Irr­tums ange­foch­ten wer­den. Sie kann allen­falls in beson­ders gela­ger­ten Fäl­len unwirk­sam sein, wenn sie durch eine bewuss­te Täu­schung oder Dro­hung ver­an­lasst wor­den ist oder durch eine bewusst fal­sche Aus­kunft oder mit­tels recht­lich offen­sicht­lich unzu­tref­fen­der Erwä­gun­gen ‑ins­be­son­de­re gegen­über rechts­un­kun­di­gen Steu­er­pfli­ch­­ti­gen- ver­an­lasst

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Die eigen­mäch­ti­ge Ein­spruchs­rück­nah­me

Der Steu­er­be­ra­ter darf einen im Auf­trag des Man­dan­ten ein­ge­leg­ten Ein­spruch nicht eigen­mäch­tig zurück­neh­men. Der Steu­er­ber­ter ver­stößt gegen sei­ne Pflich­ten aus dem Bera­tungs­ver­trag, indem er den Ein­spruch gegen den Ein­kom­men­steu­er­be­scheid eigen­mäch­tig, ohne Rück­spra­che mit sei­nem Man­dan­ten, zurück­nimmt. Grund­sätz­lich ist der recht­li­che Bera­ter – der Steu­er­be­ra­ter eben­so wie der Rechts­an­walt – ver­pflich­tet,

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Treu und Glau­ben gegen­über dem Finanz­amt

Die Rück­nah­me eines Ein­spruchs ver­stößt nicht gegen den Grund­satz von Treu und Glau­ben und kann nicht als eine illoya­le Rechts­aus­übung gegen­über dem Finanz­amt ange­grif­fen wer­den. Ver­säumt es das Finanz­amt, einen Drit­ten gemäß § 174 Abs. 5 AO am Ver­fah­ren zu betei­li­gen, und schei­det des­halb dem Drit­ten gegen­über die Ände­rung eines Steu­er­be­scheids

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Miß­lun­ge­ne Eini­gung mit dem Finanz­amt

Nimmt ein Pro­zess­ver­tre­ter einen Ein­spruch unter Bezug­nah­me auf einen Eini­gungs­vor­schlag zurück und ändert das Finanz­amt den Steu­er­be­scheid nicht ent­spre­chend sei­nem Vor­schlag, ist die Rück­nah­me man­gels Bedin­gungs­ein­tritts nicht wirk­sam Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf, Urteil vom 16. April 2009 – 11 K 4347/​08 G

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