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Zug­fahrt ohne Bahn­kar­te

Steigt ein Fahr­gast ohne Fahr­kar­te in einen frei zugäng­li­chen Zug ein, schließt er einen Ver­trag mit dem Beför­de­rer. Dies stell­te jetzt der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on fest. Anlass für die­ses Urteil bot ihm ein Fall aus Bel­gi­en: Gemäß ihren Beför­de­rungs­be­din­gun­gen wer­den von der Natio­na­len Gesell­schaft der bel­gi­schen Eisen­bah­nen (Natio­na­le Maats­ch­ap­pij

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Rück­bau von Eisen­bahn­be­triebs­an­la­gen – und die Ver­pflich­tung zu auf­sicht­li­chem Ein­schrei­ten

Für die Ver­pflich­tung einer Auf­sichts­be­hör­de (hier des Eisen­­­bahn-Bun­­­des­am­­tes) zu einem Ein­schrei­ten gegen den beab­sich­tig­ten Rück­bau von Eisen­bahn­in­fra­struk­tur­anla­gen fehlt regel­mä­ßig ein Rechts­schutz­be­dürf­nis, wenn mit dem Rück­bau in abseh­ba­rer Zeit nicht zu rech­nen ist. In sol­chen Fäl­len kann aber die Fest­stel­lungs­kla­ge zur Klä­rung einer im Fal­le des Rück­baus dro­hen­den Rechts­ver­let­zung des Klä­gers

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Der eisen­bahn­recht­li­che Plan­fest­stel­lungs­be­schluss – und die Kla­ge­be­fug­nis einer Anwoh­ne­rin

Vor­schrif­ten zum Schutz der öffent­li­chen Was­ser­ver­sor­gung (hier § 52 Abs. 1 WHG) ent­fal­ten Dritt­schutz allen­falls nach Maß­ga­be des Rück­sicht­nah­me­ge­bots zuguns­ten qua­li­fi­ziert und indi­vi­dua­li­siert Betrof­fe­ner. Im Übri­gen ist die Kla­ge einer Anwoh­ne­rin gegen einen Plan­fest­stel­lungs­be­schluss ist man­gels Kla­ge­be­fug­nis unzu­läs­sig. So auch in dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall: Auch hier ist die

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Schmal­spur­werks­bah­nen – und das Eisen­bahn­kreu­zungs­ge­setz

Die Vor­schrif­ten des Eisen­bahn­kreu­zungs­ge­set­zes und der 1. Eisen­bahn­kreu­zungs­ver­ord­nung, die in ihrem Anwen­dungs­be­reich erschöp­fen­de und Ansprü­che aus öffent­lich­recht­li­cher und zivil­recht­li­cher Geschäfts­füh­rung ohne Auf­trag aus­schlie­ßen­de Erstat­tungs­re­ge­lun­gen tref­fen , sind auf Schmal­spur­werks­bah­nen nicht anwend­bar. Bei der (hier: 1967 still­ge­leg­ten) still­ge­leg­ten Werks­bahn han­del­te es sich näm­lich nicht um eine Eisen­bahn nach § 1 Abs. 3 EKrG.

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Der Stutt­gar­ter Kopf­bahn­hof – und sei­ne zukünf­ti­ge Nut­zung

Bahn­an­la­gen des Stutt­gar­ter Kopf­bahn­hofs müs­sen nach Fer­tig­stel­lung des Stutt­gar­ter Tief­bahn­hofs nicht für Drit­te nutz­bar blei­ben. Die DB Netz AG ist nicht ver­pflich­tet, Drit­ten die ober­ir­di­schen Anla­gen des Stutt­gar­ter Kopf­bahn­hofs nach Inbe­trieb­nah­me des Stutt­gar­ter Tief­bahn­hofs zur Wei­ter­nut­zung anzu­bie­ten. Das ent­schied jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig auf die Kla­ge einer Akti­en­ge­sell­schaft, die

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Instand­set­zung einer still­ge­leg­ten Bahn­stre­cke – und der Lärm­schutz

Die Re­pa­ra­tur und In­stand­set­zung ei­nes Schie­nen­wegs nach ei­ner Stre­cken­still­le­gung stel­len selbst dann kei­nen er­heb­li­chen bau­li­chen Ein­griff im Sin­ne des § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 der 16. BIm­SchV dar, wenn es sich um ei­ne grund­le­gen­de Re­kon­struk­ti­on der Gleis­an­la­ge han­delt . Für die Fra­ge, ob ei­ne durch das Vor­ha­ben her­vor­ge­ru­fe­ne Lärm­be­las­tung die ge­ge­be­ne

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Bahn­ver­spä­tung – und die Infor­ma­ti­ons­pflicht des Bahn­hofs­be­trei­bers

Die in Art. 18 Abs. 1 der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1371/​2007 gere­gel­te Ver­pflich­tung des Bahn­hofs­be­trei­bers zur Infor­ma­ti­on der Fahr­gäs­te bei Ver­spä­tun­gen steht nicht unter dem Vor­be­halt, dass Infor­ma­tio­nen nur dann aktiv wei­ter­ge­ge­ben wer­den müs­sen, wenn an der betref­fen­den Sta­ti­on die tech­ni­schen oder per­so­nel­len Vor­aus­set­zun­gen hier­für vor­lie­gen. Im Novem­ber 2010 ver­pflich­te­te das

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Bahn­ver­spä­tung – und die Infor­ma­ti­on auf dem Bahn­hof

Bahn­hö­fe und Hal­te­punk­te sind mit Ein­rich­tun­gen zur Infor­ma­ti­on über Ver­spä­tun­gen aus­zu­stat­ten Wie das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen hat, durf­te das Eisen­­­bahn-Bun­­­des­­amt die DB Sta­ti­on & Ser­vice AG ver­pflich­ten, ihre Bahn­hö­fe und Hal­te­punk­te mit dyna­mi­schen Schrift­an­zei­gern aus­zu­stat­ten. Die DB Sta­ti­on & Ser­vice AG betreibt etwa 5500 Bahn­hö­fe und Hal­te­punk­te in Deutsch­land. Das Eisen­­­bahn-Bun­­­des­­amt stell­te im

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Pri­va­te Auto­zü­ge – auf dem Hin­den­burg­damm nach Sylt

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln hat en Eil­an­trag der DB Netz AG gegen einen Bescheid der Bun­des­netz­agen­tur teil­wei­se abge­lehnt. Die Bun­des­netz­agen­tur hat­te einer von der DB Netz AG beab­sich­tig­ten Ableh­nung von Tras­sen für Auto­zü­ge der RDC GmbH auf dem Hin­den­burg­damm nach Sylt wider­spro­chen. Die DB Netz AG weist Eisen­bahn­ver­kehrs­un­ter­neh­men auf Antrag Schie­nen­weg­ka­pa­zi­tä­ten

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Preis­be­stim­mung für die Bahn­tras­sen-Benut­zung – und die AGB-Kon­trol­le

Die von der DB Netz AG im Grun­d­­satz-Infra­­struk­­tur­­nu­t­zungs­­­ver­­­trag und in den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen für die Nut­zung der Eisen­bahn­in­fra­struk­tur ent­hal­te­nen Klau­seln, die auf die "Ent­gelt­lis­te in ihrer jeweils gül­ti­gen Fas­sung" bzw. auf die "jeweils gül­ti­ge Lis­te der Ent­gel­te für Tras­sen" ver­wei­sen, sind nach § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB einer Ange­mes­sen­heits­kon­trol­le am

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Die Bun­des­po­li­zei – und der Bahn­hofs­vor­platz

Die Bun­des­po­li­zei hat die Auf­ga­be, auf dem Gebiet der Bahn­an­la­gen der Eisen­bah­nen des Bun­des Gefah­ren für die öffent­li­che Sicher­heit oder Ord­nung abzu­weh­ren (§ 3 Abs. 1 BPolG). Maß­geb­lich für die Bestim­mung des Begriffs "Bahn­an­la­ge" ist die Eisen­­­bahn-Bau- und Betriebs­ord­nung (EBO). Als "Anla­gen einer Eisen­bahn, die das Be- und Ent­la­den sowie den Zu-

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Zusam­men­stoß mit einem Güter­zug

Kommt es an einem unbe­schrank­ten Bahn­über­gang zu einem Unfall zwi­schen einem Pkw und einem Zug, den der Auto­fah­rer ganz über­wie­gend selbst ver­ur­sacht hat, kann er kei­nen Scha­dens­er­satz ver­lan­gen. Trotz einer Gefähr­dungs­haf­tung der Bahn­ge­sell­schaft hat er den Scha­den allei­ne zu tra­gen. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall

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Die Bun­des­po­li­zei auf dem Bahn­hofs­vor­platz

Der Begriff der Bahn­an­la­ge erfasst nicht auch den Bahn­hofs­vor­platz. Die Bun­des­po­li­zei ist daher regel­mä­ßig nicht zum Ein­schrei­ten auf Bahn­hofs­vor­plät­zen befugt. So ent­schied jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig, dass kei­ne Zustän­dig­keit der Bun­des­po­li­zei zur Aus­weis­kon­trol­le auf dem Bahn­hofs­vor­platz von Trier besteht. Gegen­stand des Rechts­streits war die Recht­mä­ßig­keit eines Poli­zei­ein­sat­zes auf dem

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Ein­wen­dungs­aus­schluss bei der Pla­nung einer Bahn­netz­er­wei­te­rung

Die für den Ein­wen­dungs­aus­schluss erfor­der­li­che Anstoß­wir­kung durch Bekannt­ma­chung der Aus­le­gung der Plan­un­ter­la­gen müs­sen sich nur die Betrof­fe­nen in dem von der Anhö­rungs­be­hör­de gewähl­ten Aus­le­gungs­be­reich ent­ge­gen­hal­ten las­sen. Wird ein ein­heit­li­ches Aus­bau­vor­ha­ben, das der Auf­nah­me eines erhöh­ten Ver­kehrs­auf­kom­mens aus einer neu­en Ver­kehrs­quel­le dient, in meh­re­re Pla­nungs­ab­schnit­te unter­teilt, muss die Gesamt­pla­nung dar­auf aus­ge­rich­tet

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