Beiträge zum Stichwort ‘ EMRK ’

Weitere Informationen auf der Rechtslupe Rechtliches Gehör im Haftbeschwerdeverfahren

2. November 2018 | Strafrecht

Das Grundgesetz sichert das rechtliche Gehör im gerichtlichen Verfahren durch Art. 103 Abs. 1 GG. Rechtliches Gehör ist nicht nur das prozessuale Urrecht des Menschen, sondern auch ein objektivrechtliches Verfahrensprinzip, das für ein gerichtliches Verfahren im Sinne des Grundgesetzes konstitutiv und grundsätzlich unabdingbar ist. Der Einzelne soll nicht nur Objekt … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Europäische Menschenrechtskonvention im Gefüge deutscher Gesetze

2. November 2018 | Im Blickpunkt, Strafrecht, Verwaltungsrecht

Innerhalb der deutschen Rechtsordnung stehen die Europäische Menschenrechtskonvention und ihre Zusatzprotokolle – soweit sie für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft getreten sind – im Range eines Bundesgesetzes. Gleichwohl besitzen die Gewährleistungen der Europäischen Menschenrechtskonvention verfassungsrechtliche Bedeutung, indem sie die Auslegung der Grundrechte und rechtsstaatlichen Grundsätze des Grundgesetzes beeinflussen. Der Konventionstext … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der Streit um eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung – und der europarechtliche Rahmen

31. Juli 2018 | Arbeitsrecht

Die Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen nach § 5 Abs. 1 und Abs. 1a TVG in der ab 16.08.2014 geltenden Fassung (Art. 5 des Tarifautonomiestärkungsgesetzes vom 11.08.2014, BGBl. I S. 1348) verstößt weder gegen die Europäische Menschenrechtskonvention noch ist eine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union nach Art. 267 Unterabs. 3 … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Verfassungsbeschwerde – und die EMRK als Prüfungsmaßstab?

13. Juni 2018 | Verwaltungsrecht

Die Gewährleistungen der, a href=”Europäische Menschenrechtskonvention” target=”_blank”Europäischen Menschenrechtskonvention und ihrer Zusatzprotokolle



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zeugenaussagen – und die nicht mögliche konfrontative Befragung

28. Juni 2017 | Strafrecht

Für den Bundesgerichtshof bedarf es keiner Entscheidung, ob eine Verletzung des völkerrechtlich gewährleisteten Konfrontationsrechts im innerstaatlichen Recht lediglich auf der Ebene der Beweiswürdigung zu besonders strengen Beweis- und Begründungsanforderungen führt oder – obwohl verfassungsrechtlich nicht geboten – die Unverwertbarkeit auf einen nicht konfrontativ befragten Zeugen zurückgehender Informationen bewirkt, wenn der … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der Steuerstreit – und kein Recht auf ein faires Verfahren

23. Juni 2016 | Steuerrecht

Ein Steuerstreit unterfällt nicht Art. 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention. Steuerstreitigkeiten unterfallen nach der ungeachtet der finanziellen Auswirkungen wegen des öffentlichen Charakters der Besteuerung nicht dem Anwendungsbereich “zivilrechtlicher Ansprüche und Verpflichtungen” und damit nicht Art. 6 EMRK. Bundesfinanzhof, Beschluss vom 1. März 2016 – I B 32/15



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Kein Streikrecht für Lehrer

21. Juni 2016 | Beamtenrecht

Die Gewährleistungen des Art. 11 EMRK sind auch im Bereich der Lehrer nicht geeignet, das in Art. 33 Abs. 5 GG verankerte Streikverbot für Beamte ohne ein Tätigwerden des Gesetzgebers außer Kraft zu setzen. Der Tatbestand des unerlaubten Fernbleibens nach § 67 Abs. 1 Satz 1 LBG knüpft an die … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe EGMR-Urteile – und keine Wiederaufnahme in Altfällen

19. Mai 2016 | Arbeitsrecht, Verwaltungsrecht

Nach § 35 EGZPO ist der Restitutionsgrund des § 580 Nr. 8 ZPO auf Verfahren, die vor dem 31.12 2006 rechtskräftig abgeschlossen worden sind, nicht anzuwenden. Gemäß § 580 Nr. 8 ZPO findet die Restitutionsklage statt, wenn der, a href=”http://www.menschenrechtskonvention.eu/europaeischer-gerichtshof-fuer-menschenrechte-2-9459/” title=”Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte” target=”_blank”Europäische Gerichtshof für Menschenrechte



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Wiedereinstellungsanspruch – aber doch nicht wegen eines EMRK-Verstoßes!

4. Januar 2016 | Arbeitsrecht

Die nationalen Gerichte haben die Verpflichtung, die Gewährleistungen der Europäischen Menschenrechtskonvention zu berücksichtigen und in die nationale Rechtsordnung mittels einer konventionsfreundlichen Auslegung einzupassen. Lässt sich aus dem nationalen Recht auch nach konventionsfreundlicher Auslegung unter Anwendung der anerkannten Methoden der Gesetzesauslegung und Verfassungsinterpretation kein Anspruch herleiten, dürfen die Gerichte keine Anspruchsgrundlage … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Ausweisung – und die Berücksichtigung des Kindeswohls

10. August 2015 | Verwaltungsrecht

Bei der im Rahmen der Ermessensentscheidung zu prüfenden Verhältnismäßigkeit einer Ausweisung bedarf es einer einzelfallbezogenen Würdigung und Abwägung des für die Ausweisung sprechenden öffentlichen Belange und der gegenläufigen Interessen des Ausländers unter Beachtung der insbesondere vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu Art. 8 EMRK entwickelten Kriterien. Zwar genießt das Familienleben … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Auslieferung an die USA – und die Europäische Menschenrechtskonvention

12. Dezember 2014 | Strafrecht

Im Auslieferungsverfahren gilt der Grundsatz der Amtsaufklärung. Behörden und Gerichte müssen sich vergewissern, dass die Auslieferung und die ihr zugrunde liegenden Akte mit dem nach Art. 25 GG verbindlichen völkerrechtlichen Mindeststandard und den unabdingbaren verfassungsrechtlichen Grundsätzen vereinbar sind. Einfachrechtlich erklärt § 73 Satz 1 IRG die Auslieferung für unzulässig, wenn … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Bußgeldsachen: Verteidiger anwesend, Betroffener fehlt

26. September 2014 | Strafrecht

Art. 6 Abs. 3 MRK hindert nicht die Einspruchsverwerfung nach § 74 Abs. 2 OWiG, wenn im Termin für den abwesenden Betroffenen ein vertretungsbefugter Verteidiger auftritt, der Betroffene aber von der Verpflichtung zum Erscheinen nicht entbunden war. Voraussetzung für eine Verletzung des Anspruchs des Betroffenen auf rechtliches Gehör wäre, dass … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der Gerichtsvollzieher, seine Bürokosten – und die Europäische Menschenrechtskonvention

31. Juli 2014 | Beamtenrecht

Beamtenrechtliche Streitigkeiten, für die die Inanspruchnahme gerichtlichen Rechtsschutzes nicht ausgeschlossen worden ist, unterliegen dem Schutzbereich von Art. 6 Abs. 1 Satz 1 EMRK als zivilrechtlicher Anspruch. Im hier vom Bundesverwaltungsgericht entschiedenen Fall steht der Antragsteller als Obergerichtsvollzieher im Dienst des Antragsgegners, des Freistaats Bayern. Sein Normenkontrollantrag richtet sich gegen diejenigen … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Polizeigewahrsam und die Europäische Menschenrechtskonvention

4. April 2014 | Verwaltungsrecht

Der Eingriffsgrund des Art. 5 Abs. 1 Satz 2 Buchst. c) EMRK bietet keine ausreichende Grundlage für die Rechtfertigung einer Freiheitsentziehung im Wege eines polizeilichen Präventivgewahrsams. Der polizeiliche Präventivgewahrsam kann nach Art. 5 Abs. 1 Satz 2 Buchst. b) EMRK gerechtfertigt sein. Nach § 18 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Deal, Bewährungsauflagen – und der Grundsatz des fairen Verfahren

2. April 2014 | Strafrecht

Der Grundsatz des fairen Verfahrens (Art.20 Abs. 3 GG, Art. 6 Abs. 1 Satz 1 EMRK) gebietet es, den Angeklagten vor einer Verständigung gemäß § 257c StPO, deren Gegenstand die Verhängung einer zur Bewährung auszusetzenden Freiheitsstrafe ist, auf konkret in Betracht kommende Bewährungsauflagen gemäß § 56b Abs. 1 Satz 1 … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Ausweisung eines verurteilten Piraten

24. März 2014 | Verwaltungsrecht

Wegen der Verurteilung zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe sieht das Aufenthaltsrecht zwingend die Ausweisung vor. Die Schwere der Schuld eines “Piraten” kann durch die prekären Lebensumstände in Somalia nicht relativiert werden, so dass eine solche Ausweisung auch verhältnismäßig ist. Mit dieser Begründung hat das Verwaltungsgericht Hamburg in dem hier vorliegenden Fall … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Streikverbot für Beamte – Menschenrechtskonventionswidrig, aber wirksam

28. Februar 2014 | Beamtenrecht

Beamtete Lehrer dürfen sich auch weiterhin nicht an Streiks beteiligen, zu denen die Gewerkschaften ihre angestellten Kollegen aufrufen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden. Das beamtenrechtliche Streikverbot beansprucht nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts weiterhin Geltung; die bestehende Kollision mit der Europäischen Menschenrechtskonvention muss der Gesetzgeber auflösen. In dem hier … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Schadensersatz für die nachträglich verlängerte Sicherungsverwahrung

19. November 2013 | Strafrecht, Strafvollstreckungsrecht

Nach Art. 5 Abs. 5 EMRK hat jede Person einen Anspruch auf Schadensersatz, die unter Verletzung dieses Artikels von Festnahme und Freiheitsentziehung betroffen ist. In den vorstehenden Absätzen werden die Voraussetzungen näher beschrieben, unter denen die Freiheit entzogen werden darf. Art. 5 Abs. 5 EMRK gewährt dem Betroffenen einen unmittelbaren … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Prozesskostenhilfe für die Restitutionsklage nach einem EGMR-Urteil

30. September 2013 | Zivilrecht

Wird zur Durchführung einer auf eine vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte festgestellte Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention gestützte Restitutionsklage vor Inkrafttreten von § 580 Nr. 8 ZPO die Gewährung von Prozesskostenhilfe versagt, so ist hiergegen regelmäßig keine Verfassungsbeschwerde möglich. Die Versagung der Prozesskostenhilfe mag zwar ein Verstoß gegen Art. 46 EMRK … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Informationszugang bei der EU – und der Beitritt zur Europäischen Menschenrechtskonvention

18. September 2013 | Europarecht

Das Gericht der Europäischen Union hat den Beschluss des Rates, den Zugang zu einem den Beitritt der Europäischen Union zur Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten betreffenden Dokument zu verweigern, teilweise für nichtig erklärt. Jeder Unionsbürger sowie jede natürliche oder juristische Person mit Wohnsitz oder Sitz in einem … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Finanzgerichte und der Anspruch auf ein faires Verfahren

17. Mai 2013 | Steuerrecht

Art. 6 Abs. 1 EMRK bestimmt u.a., dass jede Person ein Recht darauf hat, dass über Streitigkeiten in Bezug auf ihre zivilrechtlichen Ansprüche und Verpflichtungen oder über eine gegen sie erhobene strafrechtliche Anklage von einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht in einem fairen Verfahren, öffentlich und innerhalb angemessener … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Das Verbot der Doppelbestrafung

1. März 2013 | Strafrecht

Durch den in der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten enthaltenen Grundsatz des Verbots der Doppelbestrafung wird kein Mitgliedstaat daran gehindert, wegen Steuerhinterziehung nacheinander eine steuerliche Sanktion (Steuerzuschlag) und danach eine strafrechtliche Sanktion zu verhängen, wenn die erste Sanktion keinen strafrechtlichen Charakter hat. So die Antwort des Europäischen … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Schadensersatz wegen nachträglich verlängerter Sicherungsverwahrung

5. Dezember 2012 | Strafrecht, Strafvollstreckungsrecht

Der Schadensersatzanspruch des Art. 5 Abs. 5 EMRK kann gegen das Bundesland geltend gemacht werden, dessen Gerichte die nachträgliche Sicherungsverwahrung nach § 67 d StGB i.d.F. von 1998 angeordnet und dessen Beamte diese Anordnung vollzogen haben. Schadensersatz unmittelbar aus Art. 5 Abs. 3 EMRK Zutreffend ist das Landgericht davon ausgegangen, … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Persönlichkeitsrecht eines Zeugen – und die PKH-Verweigerung

31. Oktober 2012 | Europarecht

Nach Art 6 Abs. 1 EMRK besteht keine Verpflichtung, für alle Streitigkeiten in Zivilverfahren Prozesskostenhilfe bereitzustellen. So ist es möglich, Bedingungen für die Bewilligung von Prozesskostenhilfe aufzustellen, vorausgesetzt, das Pro­zesskostenhilfesystem bietet dem Einzelnen ausreichende Garantien, die ihn vor Willkür schüt­zen. Lehnt ein innerstaatliches Gericht Prozesskostenhilfe ab für eine Klage auf … 



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Das Recht auf ein faires Verfahren

5. Oktober 2012 | Strafrecht

Ein Angeklagter darf nicht in eine Lage gebracht werden, in der ihm eine konkrete Verteidigungsmöglichkeit effektiv entzogen ist, weil er die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen nicht bestreiten kann. Es liegt eine Verletzung von Artikel 6 Abs. 1 EMRK in Verbindung mit Artikel 6 Abs. 3 Buchstabe d EMRK vor, wenn … 



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