Euro­päi­scher Haft­be­fehl – Men­schen­wür­de und Ver­fas­sungs­iden­ti­tät

Soweit Maß­nah­men eines Organs oder einer sons­ti­gen Stel­le der Euro­päi­schen Uni­on Aus­wir­kun­gen zei­ti­gen, die die durch Art. 79 Abs. 3 GG in Ver­bin­dung mit den in Art. 1 und 20 GG nie­der­ge­leg­ten Grund­sät­zen geschütz­te Ver­fas­sungs­iden­ti­tät berüh­ren, gehen sie über die grund­ge­setz­li­chen Gren­zen offe­ner Staat­lich­keit hin­aus. Im Rah­men der Iden­ti­täts­kon­trol­le ist zu

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Die über­gangs­wei­se Ver­let­zung von EU-Grund­frei­hei­ten

Eine über­gangs­wei­se An­wen­dung mit­glied­staat­li­cher, die Grund­frei­hei­ten ver­let­zen­der Vor­schrif­ten kommt nur in Be­tracht, so­weit das Uni­ons­recht selbst eine sol­che An­wen­dung zu­lässt. Die Fra­ge, ob der Anwen­dungs­vor­rang der Grund­frei­hei­ten mit inner­staat­lich bin­den­der Wir­kung auch für die bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt­lich zuge­stan­de­ne Über­gangs­zeit bejaht wer­den durf­te, ist nach Ansicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts auf der Grund­la­ge der bis­he­ri­gen

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Aus­län­di­sche Fahr­erlaub­nis mit inlän­di­scher Sper­re

Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de betrifft eine unter­blie­be­ne Vor­la­ge an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hin­sicht­lich der Aus­le­gung der Richt­li­nie 2006/​126/​EG des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 20. Dezem­ber 2006 über den Füh­rer­schein . Nach Auf­fas­sung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts hat das Ober­lan­des­ge­richt Nürn­berg den Beschwer­de­füh­rer ent­ge­gen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG sei­nem gesetz­li­chen

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Bestands­kräf­ti­ge Steu­er­be­schei­de und die EU-Rechts­wid­rig­keit

Eine Ände­rung bestands­kräf­ti­ger Umsatz­steu­er­be­schei­de erfolgt auch nicht wegen einer EU-Rechts­­wi­d­­ri­g­keit des zugrun­de lie­gen­den natio­na­len Umsatz­steu­er­rechts. Dies ent­schied jetzt das Nie­der­säch­si­sche Finanz­ge­richt in einem Rechts­streit, in dem die Fra­ge strei­tig war, ob bestands­kräf­ti­ge Steu­er­be­schei­de, mit denen u.a. Umsät­ze aus dem Betrieb von Geld­spiel­au­to­ma­ten mit Gewinn­mög­lich­keit der Umsatz­steu­er unter­wor­fen wur­de, auf­grund der

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EU-Knöll­chen

Buß­geld­be­schei­de aus ande­ren EU-Län­­dern wer­den künf­tig auch in Deutsch­land bei­ge­trie­ben wer­den kön­nen, vor­aus­ge­setzt, das Buß­geld beträgt min­des­tens 70,- €. Nach­dem der Bun­des­rat nun dar­auf ver­zich­tet hat, gegen einen ent­spre­chen­den Geset­zes­be­schluss des Deut­schen Bun­des­ta­ges Ein­spruch ein­zu­le­gen, kann das Geld­sank­tio­nen­ge­setz vor­aus­sicht­lich noch in die­sem Jahr in Kraft tre­ten. Die Zustän­dig­keit für die

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Zu jung für den Kün­di­gungs­schutz? – Kücük­de­veci und die Fol­gen

Nach § 622 Abs. 2 BGB ver­län­gert sich bei einem Arbeits­ver­hält­nis die vom Arbeit­ge­ber ein­zu­hal­ten­den Kün­di­gungs­frist in meh­re­ren Stu­fen, je län­ger das Arbeits­ver­hält­nis besteht. So kann nach fünf Jah­ren besi­pi­els­wei­se nur noch mit einer Frist von zwei Mona­ten zum Monats­en­de gekün­digt wer­den, bei einem seit 20 Jah­ren bestehen­den Arbeits­ver­hält­nis ver­län­gert sich

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Rom I

Der Rat der Jus­tiz­mi­nis­ter der EU hat heu­te die Rom I‑Verordnung ver­ab­schie­det. Das Euro­päi­sche Par­la­ment hat­te dem Rechts­akt bereits im Novem­ber 2007 zuge­stimmt. Die neue Ver­ord­nung regelt, wel­ches Recht inner­halb der euro­päi­schen Uni­on auf inter­na­tio­na­le schuld­recht­li­che Ver­trä­ge anwend­bar ist. Mit der Rom I‑Verordnung erhal­ten die EU-Bür­ger im grenz­über­schrei­ten­den Wirt­schafts­ver­kehr mehr

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Kos­ten­er­stat­tung für Fah­rer­kar­te

LKWs mit einem zuläs­si­gen Gesamt­ge­wicht von min­des­tens 3,5 t müs­sen inzwi­schen mit einem digi­ta­len Tacho­gra­phen (Fahr­ten­schrei­ber) aus­ge­stat­tet sein. Für die Bedie­nung die­sees Tacho­gra­phen benö­ti­gen die Fah­rer ein Fah­rer­kar­te, auf der die Daten des Fah­rers maschi­nen­les­bar auf­ge­zeich­net sind und die beim Kraft­fahrt­bun­des­amt gebüh­ren­pflich­tig bean­tragt wer­den kann. Die Kos­ten, die der LKW-Fah­­rer für den

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Jus­ti­zi­el­le Zusam­men­ar­beit mit der Tür­kei

Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin Bri­git­te Zypries und ihr tür­ki­scher Amts­kol­le­ge Cemil Cicek haben in Ber­lin eine bila­te­ra­le Ver­ein­ba­rung gezeich­net, auf deren Grund­la­ge bei­de Län­der ihre Zusam­men­ar­beit im jus­ti­zi­el­len Bereich aus­bau­en wol­len. Ziel ist es, den gegen­sei­ti­gen Aus­tausch auf dem Gebiet der Gesetz­ge­bung, der Jus­tiz­ver­wal­tung, der Aus­bil­dung von Rich­te­rin­nen und Rich­tern und ande­ren Jus­tiz­an­ge­hö­ri­gen

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SEED-on-Euro­pa

Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on hat das Nach­schla­gen und Kon­trol­lie­ren von Ver­brauch­steu­er­num­mern der Wirt­schafts­teil­neh­mern ermög­licht, die zur Erzeu­gung, Lage­rung, Beför­de­rung und/​oder zum Emp­fang ver­brauch­steu­er­pflich­ti­ger Waren unter Steu­er­aus­set­zung berech­tigt sind. Die­ser Inter­­net-Zugang zu "SEED-on-Euro­­pa" ermög­licht es, die Gül­tig­keit der Ver­brauch­steu­er­num­mern der Wirt­schafts­teil­neh­mer sowie die Waren­ka­te­go­ri­en, für die die­se Berech­ti­gun­gen gel­ten, zu über­prü­fen.

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Schorn­stein­fe­ger

Die EU-Kom­­mis­­si­on hat am 18. Okto­ber 2006 eine Begrün­de­te Stel­lung­nah­me zum Schorn­stein­fe­ger­ge­setz an die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land über­mit­telt. Damit hat sie den nächs­ten Schritt im Rah­men des seit 2003 lau­fen­den Ver­trags­ver­let­zungs­ver­fah­rens im Hin­blick auf das der­zeit bestehen­de Berufs­recht der Schorn­stein­fe­ger ein­ge­lei­tet. Die Kom­mis­si­on sieht in ihrer Begrün­de­ten Stel­lung­nah­me das bestehen­de Recht

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Inves­ti­ti­ons­zu­la­gen­ge­setz 2007

Die EU-Kom­­mis­­si­on hat das Inves­ti­ti­ons­zu­la­gen­ge­set­zes 2007 geneh­migt, das damit wie geplant in Kraft tre­ten kann. Das Inves­ti­ti­ons­zu­la­gen­ge­setz ist ein För­der­instru­ment, mit dem in den neu­en Län­dern Anrei­ze für zusätz­li­che Unter­neh­mens­in­ves­ti­tio­nen gesetzt wer­den sol­len. Das bis 2009 befris­te­te Inves­ti­ti­ons­zu­la­gen­ge­setz 2007 nutzt die För­der­spiel­räu­me des EU-Rechts, um Arbeits­plät­ze in den neu­en Bun­des­län­dern

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Grenz­über­schrei­ten­de Ver­lust­ver­rech­nung

Die EU-Mit­­­glie­­der kön­nen den EU-weit und damit grenz­über­schrei­tend agie­ren­den Kon­zer­nen nicht gene­rell ver­bie­ten, Ver­lus­te ihrer Aus­lands­töch­ter in der Hei­mat anzu­rech­nen, der­ar­ti­ge pau­scha­len Ver­bo­te sind mit EU-Recht nicht ver­ein­bar, urteil­te jetzt der Euro­päi­sche Gerichts­hof.

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