Haf­tung bei gestaf­fel­ter Ein­schal­tung meh­re­rer Wert­pa­pier­dienst­leis­ter

Bei gestaf­fel­ter Ein­schal­tung meh­re­rer selb­stän­di­ger Wert­pa­pier­dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men haf­tet das kun­den­fer­ne­re Unter­neh­men nicht gemäß § 128 HGB ana­log für ein Bera­tungs­ver­schul­den des kun­den­nä­he­ren Unter­neh­mens, weil die Unter­neh­men auch beim Vor­lie­gen von Ver­triebs­ab­spra­chen regel­mä­ßig kei­ne Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts bil­den. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs wird zwar dann, wenn ein Anla­ge­in­ter­es­sent an eine Bank

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Die nega­ti­ve Ent­wick­lung eines geschlos­se­nen Immo­bi­li­en­fonds

Kann ein Anle­ger nicht zwei­fels­frei bewei­sen, dass er von der ver­mit­teln­den Ver­mö­gens­be­ra­tungs­ge­sell­schaft falsch bera­ten wor­den ist, besteht kein Anspruch auf Scha­dens­er­satz, wenn die Aus­schüt­tun­gen ste­tig sin­ken und letzt­end­lich aus­blei­ben. So das Land­ge­richt Coburg in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Ehe­paa­res, das wegen Betei­li­gung an einem geschlos­se­nen Immo­bi­li­en­fonds gegen die ver­mit­teln­de

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Feh­ler­haf­te Anla­ge­be­ra­tung und Mus­ter­pro­zes­se

Bei Haf­tungs­pro­zes­sen wegen feh­ler­haf­ter Anla­ge­be­ra­tung kann, wenn der glei­che Feh­ler eine Viel­zahl von Fäl­len betrifft, unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen ein Mus­ter­ver­fah­ren vor dem Ober­lan­des­ge­richt nach dem Kapi­­tal­an­­le­ger-Mus­­ter­­ver­­­fah­­ren­s­ge­­setz (Kap­MuG) ein­ge­lei­tet wer­den. Nach der Bekannt­ma­chung des Mus­ter­ver­fah­rens im Kla­ge­re­gis­ter durch das Ober­lan­des­ge­richt set­zen die Pro­zess­ge­rich­te von Amts wegen alle bereits anhän­gi­gen oder bis

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Kick­backs, deren Ver­schwei­gen und die Beweis­last

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te erneut über Rechts­fra­gen im Zusam­men­hang mit ver­deckt geflos­se­nen Rück­ver­gü­tun­gen an eine Bank aus Aus­ga­be­auf­schlä­gen, die von den Kun­den an eine Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaft zu zah­len waren, zu ent­schei­den, und zwar dies­mal ins­be­son­de­re hin­sicht­lich der in dem Scha­dens­er­satz­pro­zess des Anle­gers bestehen­de Dar­­­le­gungs- und Beweis­last für vor­sätz­li­ches Ver­schwei­gen von Rück­ver­gü­tun­gen. In

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Schuld­ver­schrei­bun­gen und die Rech­te ihrer Inha­ber

Die Bun­des­re­gie­rung will die Rech­te der Besit­zer von Schuld­ver­schrei­bun­gen stär­ken und dazu das ent­spre­chen­de Gesetz, das noch aus dem Jahr 1899 stammt, ändern. Einen ent­spre­chen­den Gesetz­ent­wurf hat sie zwi­schen­zeit­lich in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht. Danach sol­len etwa die Befug­nis­se der Gläu­bi­ger, mit Mehr­heit über die Anlei­he­be­din­gun­gen zu ent­schei­den, inhalt­lich erwei­tert wer­den.

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