Die tech­ni­sche Stö­rung des Gerichts­fa­xes

Gelingt es einem Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten infol­ge einer tech­ni­schen Stö­rung des Emp­fangs­ge­räts des Gerichts nicht, einen frist­wah­ren­den Schrift­satz per Tele­fax zu über­mit­teln, kann es ihm zumut­bar sein, aus einer all­ge­mein zugäng­li­chen, ihm zur Ver­fü­gung ste­hen­den Quel­le eine wei­te­re Tele­fax­num­mer des Gerichts in Erfah­rung zu brin­gen. Nutzt er dazu das Inter­net, muss er

Lesen

Frist­fax – und die tech­ni­sche Stö­rung bei Gericht

Gelingt es einem Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten infol­ge einer tech­ni­schen Stö­rung des Emp­fangs­ge­räts des Gerichts nicht, einen frist­wah­ren­den Schrift­satz per Tele­fax zu über­mit­teln, ist er nicht gehal­ten, eine dem Pres­se­spre­cher des Gerichts zuge­wie­se­ne Tele­fax­num­mer aus­fin­dig zu machen und den Schrift­satz zur Frist­wah­rung an die­se Num­mer zu ver­sen­den. Inhalts­über­sichtDer Aus­gangs­sach­ver­haltZuläs­sig­keit der Rechts­be­schwer­deBegründ­etheit der Rechts­be­schwer­de

Lesen

Spon­tan­ver­sa­gen eines Fax­ge­rä­tes

Vor­aus­set­zung für eine Wie­der­ein­set­zung ist, dass die Klä­ge­rin ohne Ver­schul­den gehin­dert war, die Begrün­dungs­frist ein­zu­hal­ten. Eine Frist­ver­säu­mung ist regel­mä­ßig dann ver­schul­det, wenn sie für einen pflicht­be­wuss­ten Rechts­an­walt abwend­bar gewe­sen wäre . So lag der Fall nach Ansicht des Schles­wig-Hol­stei­­ni­­schen Ober­lan­des­ge­richts hier: Das Tele­fax mit der Beru­fungs­be­grün­dung (ein Schrift­satz von 5 Sei­ten)

Lesen

Eltern­zeit­ver­lan­gen per Tele­fax – und die erfor­der­li­che Schrift­form

Ein Tele­fax erfüllt nicht das Schrift­form­erfor­der­nis des § 16 Abs. 1 Satz 1 BEEG in der bis zum 31.12 2014 gel­ten­den Fas­sung (BEEG aF) für ein Eltern­zeit­ver­lan­gen. Nach § 18 Abs. 1 Satz 1 BEEG aF durf­te der Arbeit­ge­ber das Arbeits­ver­hält­nis ab dem Zeit­punkt, von dem an Eltern­zeit ver­langt wor­den ist, höchs­tens jedoch acht

Lesen

Die gefax­te Ein­spruchs­ent­schei­dung

Die Über­sen­dung der Ein­spruchs­ent­schei­dung im Wege des – in der nor­d­rhein-wes­t­­fä­­li­­schen Finanz­ver­wal­tung übli­chen – sog. Fer­ra­­ri-Fax-Ver­­­fah­­rens führt auch ohne qua­li­fi­zier­te elek­tro­ni­sche Signa­tur zu einer wirk­sa­men Bekannt­ga­be und damit zur Ingang­set­zung der Kla­ge­frist. Bei der Über­sen­dung eines Ver­wal­tungs­ak­tes, wie vor­lie­gend der strei­ti­gen Ein­spruchs­ent­schei­dung, im Wege des sog. Fer­ra­­ri-Fax-Ver­­­fah­­rens han­delt es sich

Lesen

Die fal­sche Fax-Nr.

Die Ver­fah­rens­grund­rech­te auf Gewäh­rung wir­kungs­vol­len Rechts­schut­zes (Art. 2 Abs. 1 GG in Ver­bin­dung mit dem Rechts­staats­prin­zip) und auf recht­li­ches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) gebie­ten, dass einer Par­tei die Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand nicht auf­grund von Anfor­de­run­gen an die Sorg­falts­pflich­ten ihres Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten ver­sagt wer­den darf, die nach höchst­rich­ter­li­cher Recht­spre­chung nicht ver­langt

Lesen

Das Fris­ten­fax – und die Kon­trol­le des Sen­de­be­richts

Bei der Über­mitt­lung frist­ge­bun­de­ner Schrift­sät­ze mit­tels Tele­fax muss der Rechts­an­walt durch orga­ni­sa­to­ri­sche Maß­nah­men sicher­stel­len, dass der Sen­de­be­richt nicht nur auf voll­stän­di­ge und feh­ler­freie Über­mitt­lung des Tex­tes, son­dern auch auf die rich­ti­ge Emp­fän­ger­num­mer abschlie­ßend kon­trol­liert wird . Die Über­prü­fung ledig­lich anhand einer gerä­te­in­tern ver­wen­de­ten Kurz­wahl steht dem nicht gleich. Nach der

Lesen

Frist­wah­rung per Tele­fax – und die fal­sche Fax­num­mer

Ein Rechts­an­walt muss durch orga­ni­sa­to­ri­sche Anord­nun­gen sicher­stel­len, dass bei dem Ver­sand von Schrift­sät­zen per Fax nicht nur Feh­ler bei der Ein­ga­be, son­dern auch bei der Ermitt­lung der Fax­num­mer erfasst wer­den. Die Kon­trol­le darf sich nicht dar­auf beschrän­ken, die in dem Sen­de­be­richt ent­hal­te­ne Fax­num­mer mit der zuvor auf­ge­schrie­be­nen zu ver­glei­chen; viel­mehr

Lesen

Frist­wah­rung per Tele­fax – und die Anfor­de­run­gen an Kanz­lei­or­ga­ni­sa­ti­on und Fris­ten­kon­trol­le

Wel­che orga­ni­sa­to­ri­schen Vor­keh­run­gen ein Anwalt bei der Ver­sen­dung frist­wah­ren­der Schrift­sät­ze per Fax tref­fen muss, wird in der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs nicht ein­heit­lich beur­teilt. Im Grund­satz besteht Einig­keit dar­über, dass ein Rechts­an­walt sei­ner Pflicht zur wirk­sa­men Aus­gangs­kon­trol­le frist­wah­ren­der Schrift­sät­ze nur dann genügt, wenn er sei­ne Ange­stell­ten anweist, nach einer Über­mitt­lung per

Lesen

Kon­troll­pflich­ten beim Faxen frist­ge­bun­de­ner Schrift­sät­ze

Das Büro­per­so­nal ist anzu­wei­sen, bei einem frist­ge­bun­de­nen Schrift­satz die in einem Sen­de­be­richt aus­ge­wie­se­ne Fax­num­mer nach Aus­druck noch ein­mal anhand eines aktu­el­len Ver­zeich­nis­ses oder einer ande­ren geeig­ne­ten Quel­le auf ihre Zuord­nung zu dem vom Rechts­an­walt bezeich­ne­ten Emp­fangs­ge­richt zu über­prü­fen. Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs muss der Rechts­an­walt bei Ver­sen­dung von

Lesen

Das Fax im Jus­tiz­zen­trum

Gehört ein Tele­fax­ge­rät zu einer gemein­sa­men Post- und Fax­an­nah­me­stel­le, die als Geschäfts­stel­le sämt­li­cher ange­schlos­se­ner Gerich­te und Behör­den gilt, ist ein per Tele­fax über­mit­tel­ter Schrift­satz auch dann in die Ver­fü­gungs­ge­walt des Gerichts gelangt, an das er adres­siert war, wenn für die Über­mitt­lung ver­se­hent­lich die Fax­num­mer einer ande­ren in den Behör­­den- und

Lesen

Beru­fungs­be­grün­dung per Tele­fax

Ein per Tele­fax über­sand­ter Schrift­satz ist recht­zei­tig bei Gericht ein­ge­gan­gen, wenn vor Ablauf des letz­ten Tages der Frist die gesen­de­ten tech­ni­schen Signa­le im Tele­fax­ge­rät des Gerichts voll­stän­dig gespei­chert waren . Was aber, wenn das Fax nicht in der Gerichts­ak­te ange­kom­men ist? Mit einem sol­chen Fall hat­te sich jetzt das Bun­des­ar­beits­ge­richt

Lesen

Suchen Sie immer nach wei­te­ren Fax­num­mern des Gerichts!

Von einem Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten, dem es trotz zahl­rei­cher Anwähl­ver­su­che nicht gelingt, einen Antrag auf Ver­län­ge­rung der Frist zur Begrün­dung der Beru­fung am letz­ten Tag die­ser Frist per Tele­fax an eine vom Beru­fungs­ge­richt genann­te Tele­fax­num­mer zu über­mit­teln, kann ver­langt wer­den, dass er über den Inter­net­auf­tritt des Beru­fungs­ge­richts eine etwa vor­han­de­ne wei­te­re Tele­fax­num­mer

Lesen

Frist­fa­xe – und die rich­ti­ge Fax­num­mer

Der Anwalt hat in geeig­ne­ter Wei­se orga­ni­sa­to­risch sicher­zu­stel­len, dass die den offi­zi­el­len Sei­ten der Gerich­te im Inter­net ent­nom­me­nen Fax­num­mern ver­schie­de­ner Gerich­te dem rich­ti­gen Vor­gang zuge­ord­net und Rechts­mit­tel­be­grün­dun­gen an die rich­ti­gen Gerich­te über­mit­telt wer­den. Es spricht nichts dage­gen, die Fax­num­mer eines Gerichts aus einer als zuver­läs­sig erschei­nen­den Quel­le, wie etwa der

Lesen

Beru­fungs­fax um 23:59 Uhr

Zeich­net das Tele­fax­ge­rät eines Beru­fungs­ge­richts nur dem Beginn eines Faxemp­fangs auf – und auch die­sen nicht sekun­den­ge­nau, so ist für die Prü­fung der Recht­zei­tig­keit des Ein­gangs nicht auf den letzt­mög­li­chen Zeit­punkt abzu­stel­len, son­dern auf den für den güns­tigs­ten mög­li­chen Zeit­punkt. Aus­ge­hend von dem aus Art. 2 Abs. 1 GG in Ver­bin­dung mit

Lesen

Das besetz­te Gerichts­fax

Schei­tert der Ver­such, die Beru­fungs­be­grün­dung per Tele­fax an das Beru­fungs­ge­richt zu über­sen­den, und lässt sich nicht aus­schlie­ßen, dass der Grund hier­für ist, dass das Emp­fangs­ge­rät mit ande­ren Tele­fax­sen­dun­gen belegt ist, darf der Beru­fungs­füh­rer sei­ne Über­mitt­lungs­ver­su­che nicht vor­schnell auf­ge­ben . Nach § 233 ZPO ist Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand zu

Lesen

Fax vor Mit­ter­nacht

Soll bei der Ermitt­lung der genau­en Uhr­zeit zum Zwe­cke der Wah­rung der Frist allein die Anzei­ge des in der Anwalts­kanz­lei ver­wen­de­ten Fax­ge­rä­tes aus­rei­chend sein, muss die­se Anzei­ge zuver­läs­sig die maß­geb­li­che Zeit wie­der­ge­ben. Ist die­ses Fax­ge­rät tech­nisch nicht dafür aus­ge­legt, selb­stän­dig einen ste­ti­gen Abgleich mit der gesetz­li­chen Zeit vor­zu­neh­men, hat der

Lesen

Frist­fa­xe und die Fris­ten­kon­trol­le

Zur Aus­gangs­kon­trol­le frist­wah­ren­der Schrift­sät­ze bei Anwei­sung einer Über­sen­dung per Tele­fax hat sich jetzt der Bun­des­ge­richts­hof geäu­ßert. Dabei zeigt sich, dass zuviel Kon­trol­le des Fax­ver­sands – etwa durch Hin­ter­her­telo­fo­nie­ren, ob das Fax auch ange­kom­men ist – manch­mal auch nicht gut ist: Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs genügt ein Rechts­an­walt sei­ner

Lesen

Die wegen Fax­ver­sand ver­spä­te­te Gegen­dar­stel­lung

Der Zugang einer Gegen­dar­stel­lung beim Emp­fän­ger ist in der Regel nicht mehr "unver­züg­lich" im Sin­ne von § 11 Abs. 2 des Ham­bur­gi­schen Pres­se­ge­set­zes, wenn er mehr als zwei Wochen, nach­dem der Betrof­fe­ne von der Erst­mit­tei­lung Kennt­nis erlangt hat, erfolgt. Die Über­mitt­lung einer Gegen­dar­stel­lung per Tele­fax reicht nicht aus, um einen unver­züg­li­chen

Lesen

Frist­fax um 23:58 Uhr

Bei dem Absen­den eines sechs­sei­ti­gen Tele­fax um 23.58 Uhr und damit zwei Minu­ten vor Frist­ab­lauf kann ein Rechts­mit­tel­füh­rer nicht begrün­det dar­auf ver­trau­en, dass die Über­tra­gung bis vor 0.00 Uhr been­det wer­den wür­de. Daher kann kei­ne Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand wegen unver­schul­de­ter Frist­ver­säu­mung gewährt wer­den. Die für die Gewäh­rung der

Lesen

Die Frist, das fehl­ge­schla­ge­ne Fax und die zuver­läs­si­ge Mit­ar­bei­te­rin

Ein Rechts­an­walt darf die Über­sen­dung von frist­ge­bun­de­nen Schrift­sät­zen ein­schließ­lich der Kon­trol­le des Sen­de­be­richts und der Strei­chung der Frist im Kalen­der regel­mä­ßig einer geschul­ten und sich bis­her als zuver­läs­sig erwie­se­nen Mit­ar­bei­te­rin über­las­sen. Ihn trifft grund­sätz­lich kei­ne Ver­pflich­tung, sich anschlie­ßend zu ver­ge­wis­sern, ob die­se die Auf­ga­be wei­sungs­ge­mäß aus­ge­führt hat . Streicht er

Lesen