Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen durch File­sha­ring – oder: wenn Schwei­gen nichts nützt

Das Grund­recht auf Ach­tung des Fami­li­en­le­bens aus Art. 6 Abs. 1 GG steht einer zivil­pro­zes­sua­len Oblie­gen­heit der Inha­ber eines Inter­net­an­schlus­ses nicht ent­ge­gen, zu offen­ba­ren, wel­ches Fami­li­en­mit­glied den Anschluss genutzt hat, wenn über den Anschluss eine Urhe­ber­rechts­ver­let­zung began­gen wur­de. Mit die­ser Begrün­dung hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die Ver­fas­sungs­be­schwer­de eines Eltern­paa­res gegen eine Ver­ur­tei­lung zu

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Aus­kunft zum File­sha­ring – und kein Beweis­ver­wer­tungs­ver­bot

Bun­des­ge­richts­hof ver­neint das Vor­lie­gen von Beweis­ver­wer­tungs­ver­bo­ten bei einer zu weit gehen­den Aus­kunft zum File­sha­ring. Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te sich aktu­ell mit der Fra­ge zu befas­sen, ob im Fal­le der Urhe­ber­rechts­ver­let­zung durch File­sha­ring die dem Rechts­in­ha­ber erteil­te Aus­kunft des von dem Netz­be­trei­bers ver­schie­de­nen End­kun­den­an­bie­ters im Pro­zess gegen den Anschlus­s­in­ha­ber einem Beweis­ver­wer­tungs­ver­bot unter­liegt,

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File­sha­ring – und die Lizenz­ana­lo­gie

Der Bun­des­ge­richts­hof hat die Fra­ge, ob im Fal­le der Urhe­ber­rechts­ver­let­zung durch öffent­li­che Zugäng­lich­ma­chung im Wege des File­sha­rings der Rest­scha­dens­er­satz­an­spruch gemäß § 102 Satz 2 UrhG, § 852 BGB ver­langt wer­den kann und wie die­ser Anspruch zu berech­nen ist, durch sein Urteil vom 12.05.2016 geklärt. Danach kann der Rest­scha­dens­er­satz­an­spruch aus § 102

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File­sha­ring – und die Abmahn­kos­ten

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist das für die Bestim­mung des Gegen­stands­werts eines urhe­ber­recht­li­chen Unter­las­sungs­an­spruchs maß­geb­li­che Inter­es­se des Rechts­in­ha­bers an der Unter­las­sung wei­te­rer urhe­ber­recht­li­cher Ver­stö­ße pau­scha­lie­rend unter Berück­sich­ti­gung der Umstän­de des Ein­zel­fal­les zu bewer­ten und wird maß­geb­lich durch die Art des Ver­sto­ßes, ins­be­son­de­re sei­ne Gefähr­lich­keit und Schäd­lich­keit für den Rechts­in­ha­ber

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Stö­rer­haf­tung des Inter­net­pro­vi­ders

Ein Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men, das Drit­ten den Zugang zum Inter­net bereit­stellt, kann von einem Rech­te­inha­ber als Stö­rer dar­auf in Anspruch genom­men wer­den, den Zugang zu Inter­net­sei­ten zu unter­bin­den, auf denen urhe­ber­recht­lich geschütz­te Wer­ke rechts­wid­rig öffent­lich zugäng­lich gemacht wer­den. In die im Rah­men der Zumut­bar­keits­prü­fung vor­zu­neh­men­de Abwä­gung sind die betrof­fe­nen uni­ons­recht­li­chen und natio­na­len

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Der voll­jäh­ri­ge Sohn und die ille­ga­len Down­load­por­ta­le

Der Inha­ber eines Inter­net­an­schlus­ses haf­tet nicht für das Ver­hal­ten eines voll­jäh­ri­gen Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen, wenn er kei­ne Anhalts­punk­te dafür hat­te, dass die­ser den Inter­net­an­schluss für ille­ga­les File­sha­ring miss­braucht. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall klag­ten vier füh­ren­de deut­sche Ton­trä­ger­her­stel­ler. Der Beklag­te, ein Poli­zist, ist Inha­ber eines Inter­net­zu­gangs. In sei­nem Haus­halt leben

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Har­ry Pot­ter in klei­nen Bruch­stück­chen

Durch das Urhe­ber­rechts­ge­setz ist sowohl das Gesamt­werk als auch kleins­te Tei­le geschützt. Für die Ver­wirk­li­chung einer Urhe­ber­rechts­ver­let­zung ist es aus­rei­chend, wenn ledig­lich kleins­te Bruch­stü­cke ange­bo­ten wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Kla­ge eines Hör­buch­ver­la­ges statt­ge­ge­ben, der für ange­bo­te­ne Down­loads über Peer-to-Peer-Net­z­wer­ke Scha­dens­er­satz

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Haf­tung von File-Hos­ting-Diens­ten

Der Bun­des­ge­richts­hof kon­kre­ti­siert die Haf­tung von File-Hos­­ting-Diens­­ten für Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen: Ein File-Hos­­ting-Dienst ist zu einer umfas­sen­den regel­mä­ßi­gen Kon­trol­le der Link­samm­lun­gen ver­pflich­tet, die auf sei­nen Dienst ver­wei­sen, wenn er durch sein Geschäfts­mo­dell Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen in erheb­li­chem Umfang Vor­schub leis­tet. Ist das Geschäfts­mo­dell eines File-Hos­­ting-Diens­­tes nicht von vorn­her­ein auf Rechts­ver­let­zun­gen ange­legt, ist der Umstand,

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Alo­ne in the Dark – Stö­rer­haf­tung eines File-Hos­ting-Diens­tes

Ein File-Hos­­ting-Dienst, der im Inter­net Spei­cher­platz zur Ver­fü­gung stellt, kann als Stö­rer haf­ten, wenn urhe­ber­rechts­ver­let­zen­de Datei­en durch Nut­zer sei­nes Diens­tes öffent­lich zugäng­lich gemacht wer­den, obwohl ihm zuvor ein Hin­weis auf die kla­re Rechts­ver­let­zung gege­ben wor­den ist. Nach einem sol­chen Hin­weis muss der File-Hos­­ting-Dienst im Rah­men des tech­nisch und wirt­schaft­lich Zumut­ba­ren

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Eltern haf­ten nicht für ihre Kin­der – beim Musik­down­load

Eltern haf­ten nach einem heu­te ver­kün­de­ten Grund­satz­ur­teil des Bun­des­ge­richts­hofs für das ille­ga­le File­sha­ring ihres 13-jäh­­ri­gen Kin­des grund­sätz­lich nicht, wenn sie das Kind über das Ver­bot einer rechts­wid­ri­gen Teil­nah­me an Inter­net­tausch­bör­sen belehrt hat­ten und kei­ne Anhalts­punk­te dafür hat­ten, dass ihr Kind die­sem Ver­bot zuwi­der­han­delt. Die Klä­ge­rin­nen in dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof

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File-Hos­ting-Diens­te und die Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen

File-Hos­­ting-Diens­­te kön­nen für Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen ihrer Nut­zer erst in Anspruch genom­men wer­den, wenn sie auf eine kla­re gleich­ar­ti­ge Rechts­ver­let­zung hin­ge­wie­sen wor­den sind. Das hat jetzt der Bun­des­ge­richts­hof klar­ge­stellt. Die Klä­ge­rin, Ata­ri Euro­pe, ver­treibt das erfolg­rei­che Com­pu­ter­spiel "Alo­ne in the dark". Die Beklag­te stellt unter der Inter­net­adres­se www.rapidshare.com Spei­cher­platz im Inter­net zur

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Revi­si­ons­zu­las­sung und gesetz­li­cher Rich­ter in File­sha­ring-Fäl­len

Die File­s­ha­­ring-Fäl­­le haben nun auch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt erreicht. Anlass hier­zu war ein Urteil des Ober­lan­des­ge­richts Köln, das vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt auf­ge­ho­ben wur­de, aller­dings aus einem for­mel­len Grund, näm­lich des­we­gen, weil es die Köl­ner Rich­ter unter­las­sen hat­ten, in die­ser strei­ti­gen und bis heu­te von den Gerich­ten nicht ein­heit­lich behan­del­ten Mate­rie die Revi­si­on

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Kei­ne Fil­ter­sys­te­me für sozia­le Netz­wer­ke

Der Betrei­ber eines sozia­len Netz­werks im Inter­net kann nach einem heu­te ver­kün­de­ten Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on nicht gezwun­gen wer­den, ein gene­rel­les, alle Nut­zer die­ses Netz­werks erfas­sen­des Fil­ter­sys­tem ein­zu­rich­ten, um die unzu­läs­si­ge Nut­zung musi­ka­li­scher und audio­vi­su­el­ler Wer­ke zu ver­hin­dern. Eine sol­che Pflicht wür­de nach Ansicht des Euro­päi­schen Gerichts­hofs sowohl

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Kei­ne Inter­netsper­ren gegen ille­ga­le Down­loads

Das euro­päi­sche Uni­ons­recht steht einer von einem natio­na­len Gericht erlas­se­nen Anord­nung ent­ge­gen, einem Anbie­ter von Inter­net­zu­gangs­diens­ten die Ein­rich­tung eines Sys­tems der Fil­te­rung auf­zu­ge­ben, um einem unzu­läs­si­gen Her­un­ter­la­den von Datei­en vor­zu­beu­gen. Eine sol­che Anord­nung beach­tet nach einem heu­te ver­kün­de­ten Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on weder das Ver­bot, sol­chen Anbie­tern eine

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