Geschlos­se­ne gewerb­li­che Fonds – und die Fonds­eta­blie­rungs­kos­ten

Für Jah­re seit Inkraft­tre­ten des § 15b EStG kann die auf § 42 AO gestütz­te Recht­spre­chung zur Berück­sich­ti­gung von Fonds­eta­blie­rungs­kos­ten bei modell­haf­ter Gestal­tung nicht mehr ange­wen­det wer­den. Der Bun­des­fi­nanz­hof hat sei­ne bis­he­ri­ge Recht­spre­chung, die inso­weit von Anschaf­fungs­kos­ten aus­ging, als durch die Ein­füh­rung des § 15b EStG im Jahr 2005 über­holt

Lesen

Auf­klä­rungs­pflich­ten vor dem Bei­tritt zu einer Publi­kums­per­so­nen­ge­sell­schaft

Einem Anle­ger muss für sei­ne Bei­tritts­ent­schei­dung ein rich­ti­ges Bild über das Betei­li­gungs­ob­jekt ver­mit­telt wer­den; das heißt, er muss über alle Umstän­de, die für sei­ne Anla­ge­ent­schei­dung von wesent­li­cher Bedeu­tung sind oder sein kön­nen, ver­ständ­lich und voll­stän­dig auf­ge­klärt wer­den, wozu auch eine Auf­klä­rung über Umstän­de gehört, die den Ver­trags­zweck ver­ei­teln kön­nen .

Lesen

Der steu­er­lich miss­glück­te Film­fonds – und der Steu­er­scha­den

Der Anle­ger hat bei einer Aberken­nung von Ver­lust­zu­wei­sun­gen und einer damit ein­her­ge­hen­den steu­er­li­chen Nach­for­de­rung kei­nen Scha­dens­er­satz­an­spruch auf Ersatz der Steu­er­vor­tei­le, die bis­her auf der Aner­ken­nung der Ver­lust­zu­wei­sung beruh­ten. Denn im Rah­men des von ihm ver­folg­ten Scha­dens­er­satz­an­spruchs, der dahin geht, so gestellt zu wer­den, als hät­te er sich nicht betei­ligt, besteht

Lesen

Film­fonds – und die erfor­der­li­che Risi­ko­auf­klä­rung der Anle­ger

Zu den Anfor­de­run­gen an die in einem Pro­spekt eines Film­fonds ent­hal­te­ne Auf­klä­rung über die Risi­ken der steu­er­li­chen Aner­ken­nungs­fä­hig­keit des Anla­ge­mo­dells und über die Erzie­lung von Lizenz­ge­büh­ren hat jetzt der Bun­des­ge­richts­hof Stel­lung genom­men: Inhalts­über­sichtRisi­ko der steu­er­li­chen Aner­ken­nungRisi­ko varia­bler Lizenz­ge­büh­ren Risi­ko der steu­er­li­chen Aner­ken­nung[↑] Im vor­lie­gend ent­schie­de­nen Fall sind die Ein­zah­lun­gen der

Lesen

Der Ver­mark­tungs­kos­ten­zu­schuss als par­tia­ri­sches Dar­le­hen

Zahlt ein Film­pro­duk­ti­ons­fonds dem zum Allein­ver­trieb des Films berech­tig­ten Lizenz­neh­mer einen Ein­mal­be­trag für Medien‑, Mar­ke­­ting- und Kino­start­kos­ten, kann dar­in unge­ach­tet der Bezeich­nung als ver­lo­re­ner Zuschuss die Gewäh­rung eines par­tia­ri­schen Dar­le­hens gese­hen wer­den, wenn mit der Zah­lung eine Erhö­hung der Lizenz­ge­büh­ren ver­bun­den und die Rück­zah­lung des Betra­ges abge­si­chert ist. Vor­aus­set­zung hier­für

Lesen

Zug um Zug zu erfül­len­de Scha­dens­er­satz­an­sprü­che – der Mahn­be­scheid und die feh­len­de Ver­jäh­rungs­hem­mung

Die bei der Gel­tend­ma­chung des Scha­dens­er­satz­an­spruchs Zug um Zug anzu­bie­ten­de Kapi­tal­be­tei­li­gung stellt im Mahn­ver­fah­ren eine Gegen­leis­tung gemäß § 690 Abs. 1 Nr. 4 i.V.m. § 688 Abs. 2 Nr. 2 ZPO dar. Der Kapi­tal­an­le­ger kann sich wegen rechts­miss­bräuch­li­chen Erschlei­chens des Mahn­be­scheids gemäß § 242 BGB nicht auf die Hem­mung der Ver­jäh­rung sei­nes Scha­dens­er­satz­an­spruchs

Lesen

Pro­spekt­feh­ler eines Film­fonds (IMF 2)

Bei einem Film­fonds besteht das Haupt­ri­si­ko für den Anle­ger zumeist in der Abhän­gig­keit des wirt­schaft­li­chen Erfol­ges vom erwar­te­ten oder erhoff­ten Geschmack des Kino­pu­bli­kums. Ein Fonds­pro­spekt kann feh­ler­haft sein, wenn die­ses Risi­ko ver­harm­lost oder ver­schlei­ert wird, bei­spiels­wei­se durch die unzu­tref­fen­de Dar­stel­lung, ein Total­ver­lust sei nur bei einem kumu­la­ti­ven "Zusam­men­tref­fen meh­re­rer Risi­ken"

Lesen

Film­fonds – Rück­ver­gü­tun­gen und die Haf­tung des Anla­ge­be­ra­ters

Der Anla­ge­be­ra­ter trägt die Dar­­­le­gungs- und Beweis­last für sei­ne Behaup­tung, der Anle­ger hät­te die Betei­li­gung auch bei gehö­ri­ger Auf­klä­rung über die Rück­ver­gü­tun­gen erwor­ben. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist der­je­ni­ge, der ver­trag­li­che oder vor­ver­trag­li­che Auf­klä­rungs­pflich­ten ver­letzt hat, beweis­pflich­tig dafür, dass der Scha­den auch ein­ge­tre­ten wäre, wenn er sich pflicht­ge­mäß ver­hal­ten

Lesen

Scha­dens­er­satz für fehl­ge­schla­ge­ne Anla­gen in Medi­en­fonds

Hat die Toch­ter­ge­sell­schaft eines Kre­dit­in­sti­tuts als Anla­ge­be­ra­ter anhand eines für sie erkenn­bar feh­ler­haf­ten Anla­ge­pro­spekts zu einem Medi­en­fonds bera­ten, ohne die Pro­spekt­män­gel rich­tig zu stel­len, liegt eine Ver­let­zung der Pflicht vor, die Kun­den anle­ger- und objekt­ge­recht zu bera­ten. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in den hier vor­lie­gen­den Fäl­len den

Lesen

Aus­kunfts­an­sprü­che der Anle­ger bei Publi­kums-Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten

Anle­ger, die sich als Treu­ge­ber über einen Treu­hand­ge­sell­schaf­ter an einem Fonds (Film­fonds) in der Form von Publi­kums-Kom­­man­­dit­ge­­sel­l­­schaf­­ten betei­ligt haben, kön­nen Aus­kunft über Namen und Anschrif­ten der übri­gen an der Gesell­schaft betei­lig­ten Anle­ger ver­lan­gen, wenn ihnen im Innen­ver­hält­nis der Gesell­schaft die Stel­lung eines unmit­tel­ba­ren Gesell­schaf­ters (Kom­man­di­tis­ten) ein­ge­räumt ist. In den vier

Lesen

Unter­rich­tungs­pflich­ten eines Treu­hand­kom­man­di­tis­ten

Eine Treu­hand­kom­man­di­tis­tin eines Film­fonds ist nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs ver­pflich­tet, den Anle­ger über die ihr bekann­te wesent­li­che Ein­bin­dung eines gro­ßen Ver­triebs­un­ter­neh­mens zu unter­rich­ten, des­sen Haupt­ge­sell­schaf­ter zugleich Mehr­heits­ge­sell­schaf­ter der Kom­ple­men­tä­rin der Betei­li­gungs­ge­sell­schaft war. Eine Treu­hand­kom­man­di­tis­tin kann die Pflicht tref­fen, die künf­ti­gen Treu­ge­ber über alle wesent­li­chen Punk­te auf­zu­klä­ren, die für

Lesen

Pro­spekt­aus­sa­ge zu Vor­gän­ger­fonds

Die Pro­spekt­aus­sa­gen, die Vor­gän­ger­fonds lägen "im Plan", "über Plan" bzw. sei­en unter­plan­mä­ßig stel­len nicht nur eine unver­bind­li­che wer­ben­de Anprei­sung dar, son­dern sind unter dem Gesichts­punkt der Pro­spekt­haf­tung rele­vant: Wie jetzt der Bun­des­ge­richts­hof im Rah­men eines Pro­spekt­haf­tungs­pro­zes­ses zum dem Film­fonds "Apollo­Pro­Me­dia GmbH & Co. 1. Film­pro­duk­ti­on KG" ent­schied, kann die fal­sche Dar­stel­lung

Lesen

Steu­er­hin­ter­zie­hung zwi­schen Straf­ge­richt und Finanz­ge­richt

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat zwei Ver­fah­ren über die Aner­ken­nung der Ver­lus­te von Film­fonds an das Finanz­ge­richt zurück­ver­wie­sen, weil er eine wei­te­re Auf­klä­rung des Sach­ver­halts für nötig hielt. In bei­den Fäl­len ging es noch nicht um die end­gül­ti­ge Aner­ken­nung der Ver­lus­te, son­dern nur um einst­wei­li­gen Rechts­schutz gegen den Voll­zug der Beschei­de, mit

Lesen